12 außergewöhnliche Fakten über Schnee

9. Mai 2018 - Carla Meyer

Er ist weiß, besteht aus Kristallen, schmeckt nach nichts und ist kalt – das sind wohl Fakten, die jeder über Schnee weiß. Über das weiße Highlight eines jeden Winters gibt es aber noch einiges mehr zu wissen. SnowTrex kennt 12 außergewöhnliche Fakten über Schnee.

Über Schnee gibt es mehr zu wissen als man denkt!

Die Weltrekord-Schneeflocke

Im Guinness-Buch der Rekorde wird über die größte jemals beobachtete Schneeflocke berichtet: Sie soll einen Durchmesser von 38 Zentimetern gehabt haben und 1887 in Montana, USA niedergegangen sein. Zum Vergleich: Übliche Schneeflocken haben einen mittleren Durchmesser von circa 5 Millimetern.

Schneeflocken schreien

In Schneeflocken sind kleine Luftbläschen eingeschlossen. Das führt dazu, dass die Schneeflocke einen schrillen Ton von sich gibt, wenn sie ins Wasser fällt. Da dieser Ton eine Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz aufweist, kann das menschliche Ohr das Schreien der Schneeflocke nicht hören.

Schneeflocken sind (fast) einzigartig

Schneekristalle kommen in unzählbar vielen Varianten vor. Für einen Atlas fotografierten zwei Schneeforscher allein 6000 Varianten. Wie viele es darüber hinaus noch gibt und ob Schneeflocken wirklich einzigartig sind, ist umstritten.

Bei Schneeballschlachten fliegen einzigartige Flocken umher – wahrscheinlich.

Schneekristalle haben immer eine sechseckige Grundform

Mathematisch betrachtet ist es möglich, dass eine Schneeflocke der anderen gleicht, wissen tun wir dies aber nicht. Was sicher ist: Alle Schneekristalle teilen eine sechseckige Grundform. Das hängt mit dem Aufbau des Wassermoleküls zusammen, also mit der Stellung des Sauerstoffatoms und der beiden Wasserstoffatome.

Glaskugel mit Schnee-Effekt

Sie sind heutzutage in jedem Souvenirshop zu finden: Schneekugeln. Erfunden wurden diese „Glaskugeln mit Schnee-Effekt“ von dem österreichischen Werkzeugmacher Erwin Perzy am Ende des 19. Jahrhunderts. Er war es auch, der sie sich patentieren ließ.

Schnee braucht Bakterien

Schnee bildet sich nur, wenn die Luft einen gewissen Grad an Verschmutzung aufweist. Nur durch sogenannte Kristallisationskeime verändert der aufsteigende Wasserdampf seinen Aggregatzustand. Manch einer meint daher auch, Kunstschnee sei verunreinigt. Stimmt aber nicht immer: In Deutschland zum Beispiel sind chemische Zusätze verboten, die Kristallisationskeime hingegen, beispielsweise abgetötete Bakterien, sind dringend notwendig.

Mais kann Kunstschnee werden

Wenn Frau Holle mal nicht so fleißig war, dann helfen die Skigebiete mit Kunstschnee aus Wasser nach. Theoretisch könnten sie aber auch Kunstschnee aus Mais, Kartoffelstärke oder Weizengrieß versprühen. Kleiner Nachteil für Wanderfreunde: Dieser Schnee schmilzt nicht.

Kunstschnee braucht Kristallisationskeime.

Schnee dämpft Lärm

In einer verschneiten Umgebung scheint alles leiser. – Das scheint nicht nur so, das ist auch wissenschaftlich belegt. Die Luft im Schnee sorgt dafür, dass Schall verschluckt wird und Geräusche leiser ertönen.

Filigrane Schneeflocken mögen es warm

Die Form von Schneekristallen hängt maßgeblich von der Temperatur ab. Bei sehr kalten Temperaturen fallen eher plump geformte Schneeflocken, während bei weniger kalten Temperaturen sehr wohlgeformte, sternförmige Schneekristalle herunterrieseln.

Keine 100 Wörter für Schnee

Weitverbreitet ist der Glaube, dass die Inuit unzählige Wörter für Schnee haben. Das ist ein Irrtum! Tatsächlich sind es deutlich weniger und nur die diversen Medien haben im letzten Jahrhundert immer noch „einen drauf gesetzt“. 1911 berichtete der Ethnologe und Sprachwissenschaftler Franz Boas nämlich lediglich von vier Begriffen.

Wie diese Art von Schnee wohl bei den Inuit heißt?

Schnee kann rot sein

Wer annimmt, dass Schnee nur weiß ist, der irrt. Schnee kann auch rot sein und wird dann als „Blutschnee“ bezeichnet. Dieser rötliche Altschnee lässt sich während des Sommers in den Polarregionen oder in Hochgebirgen beobachten und enthält einzellige Algen. Diese verleihen ihm seine rötliche Färbung.

Wetterunabhängiger Schnee

Schnee fällt nicht unbedingt nur aus Wettergründen. Wenn nämlich Industrieanlagen Wasserdampf und andere Emissionen in die Luft stoßen, dann kann es zu sogenanntem Industrieschnee kommen. Hier sollte man wirklich darauf verzichten, den Schneefall mit offenem Mund und ausgestreckter Zunge zu begrüßen.

 

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  • Mittwoch, 09. Mai 2018
  • Autor: Carla Meyer
  • Kategorie: Top 10
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