10 Fakten zum Biathlon

23. August 2021 - SnowTrex

Biathlon gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Wintersportarten weltweit. Viele Winterfans sind fasziniert von dem Sport, der Ausdauer und Präzision so einzigartig verbindet und verfolgen gespannt die Wettkämpfe, in denen sich die Athleten Jahr für Jahr mit überragenden Leistungen übertrumpfen. SnowTrex hat 10 Fakten zum Biathlon zusammengetragen und zeigt, was so viele Winterfreunde an der einzigartigen Sportart begeistert.

SnowTrex präsentiert 10 Fakten zur bekannten und beliebten Wintersportart Biathlon.


1. Was ist Biathlon?

Biathlon ist eine Sportart, die vorwiegend im Winter ausgeübt wird und ihren Ursprung in der Jagd hat. Der Begriff „Biathlon“ stammt aus dem griechischen und heißt „Zweikampf“. Dabei bezieht sich die „Zwei“ nicht auf die Sportler, sondern auf die beiden ausgeführten Disziplinen: Skilanglauf und Schießen. Biathlon kombiniert damit eine Ausdauerdisziplin mit einer Präzisionsdisziplin und verlangt von den Sportlern durch diese einzigartige Kombination eine besondere Bandbreite an Kompetenzen.

Der Begriff „Biathlon“ heißt „Zweikampf“ und stammt aus dem griechischen.

2. Geschichte des Biathlons

Der Biathlonsport entwickelte sich über Jahrtausende. Norwegische Höhlenmalereien deuten darauf hin, dass Menschen bereits vor über 5000 Jahren Skier als ein Hilfsmittel für die Verfolgung von Wildtieren im Schnee einsetzten. Eine Abbildung aus dem Jahr 1050 n. Chr. zeigte einen jagenden Mann mit Pfeil und Bogen auf Skiern, was als Vorstufe des heutigen Biathlons interpretiert werden kann.

Der Ursprung des heutigen Biathlonsports mit der Kombination aus Schießen mit einem Gewehr und Langlaufen liegt im militärischen Bereich. Über Jahrhunderte verbreitete sich der Sport von den norwegischen und russischen Militärs in alle Länder, die im Winter mit viel Schnee zu kämpfen hatten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte dann die Entmilitarisierung der Kombinationssportart und die zunehmende Akzeptanz und Förderung des Biathlons als zivile Sportart. 1954 wurde Biathlon vom Internationalen Olympischen Komitee als eigenständige Sportart anerkannt und im Jahr 1958 wurde im österreichischen Saalfelden die erste Weltmeisterschaft ausgetragen. Olympische Geschichte schrieb die Sportart dann 1960 im Squaw Valley. Bis dahin wurden die Wettbewerbe nur für Männer ausgetragen und erst 1981 fand der erste internationale Frauenwettkampf im damals tschechoslowakischen Jáchymov statt. Die erste Biathlonweltmeisterschaft für Frauen wurde 1984, damals noch getrennt von den Männern, veranstaltet. Seit 1989 finden die Weltmeisterschaften geschlechterübergreifend an einem Termin statt. Seit 1992 in Albertville ist Biathlon zudem auch bei den Frauen eine olympische Disziplin.

Heute ist Biathlon eine der bekanntesten Wintersportarten und gilt nach Fußball und der Formel 1, als die drittpopulärste TV-Sportart in Deutschland. Grund dafür ist unter anderem die Kombination aus Langlaufen und Schießen, welche die Wintersportart so einzigartig macht und die Spannung bis zum Schluss des Rennens aufrechterhält. Zudem faszinieren natürlich auch die Athleten, die im Wintern mit neuen Rekorden und spektakulären Siegen brillieren, während sie die Biathlon-Geschichte weiter schreiben.

3. Disziplinen im Biathlon

Es gibt verschiedene Disziplinen im Biathlonsport, die alle dem gleichen Grundprinzip, nämlich der Kombination aus Skilanglauf und Schießen, folgen. Die Disziplinen des Biathlons unterscheiden sich durch unterschiedliche Regeln, Distanzen und Teilnehmeranzahlen voneinander. Aktuell werden im Biathlon-Weltcup und bei den Weltmeisterschaften diese sieben Disziplinen ausgetragen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel, Mixed-Staffel und die Single-Mixed-Staffel. Bei den Olympischen Spielen sind mit Ausnahme der Single-Mixed-Staffel dieselben Disziplinen im Programm.

SnowTrex hat die Disziplinen des Biathlons hier noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Alle Biathlondisziplinen folgen mit der Kombination aus Skilanglauf und Schießen dem gleichen Grundprinzip.

4. Biathlon-Ausrüstung

Zur Ausrüstung eines Biathleten gehören viele spezielle Gegenstände. Grundlegend sind dabei der Anzug, die richtige Skibrille, die wärmenden Handschuhe und eine Mütze zum Schutz der Ohren. Natürlich darf auch das Gewehr sowie die richtigen Skier und Skistöcke nicht fehlen.

Der erste Hauptbestandteil der Biathlonausrüstung ist das Equipment, welches für das Langlaufen benötigt wird. Dazu gehört natürlich der Langlaufski. Da die Athleten vorrangig die Skating-Technik verwenden, ist dies meist ein rund 1,2 kg schwerer und ca. 5 cm breiter Skatingski. Die Länge der Ski ist von der Größe des Athleten abhängig und nicht limitiert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Equipments sind die Langlaufschuhe, welche mit einer Bindung etwa in der Mitte des Skis fixiert sind. Damit die Athleten einen besseren Aufschub erhalten, können sie den hinteren Teil des Schuhs bei jedem Schritt von dem Ski abheben. Die Ski und Schuhe werden durch Langlaufstöcke ergänzt. Diese sind gemessen an der Größe des Biathleten etwa schulterhoch und garantieren, dass sich die Sportler im Schnee optimal abstoßen können.

Die Langlaufski von Biathleten wiegen in der Regel rund 1,2 kg und sind ca. 5 cm breit.

Der zweite Hauptbestandteil der Ausrüstung ist das Gewehr, für welches die Athleten einen Waffenschein benötigen. Es ist vorgegeben, dass das Gewehr ein Kleinkaliber-Gewehr ist und zwischen 3,8 und 4,5 kg wiegt. Die Gewehre werden übrigens vor jedem Wettkampf von den Kampfrichtern kontrolliert… Sicherheit geht vor. Den Athleten wird ein gewisser Spielraum bezüglich einiger Details des Gewehrs eingeräumt. So können sie unter anderem die Größe, das Material und die Beschaffenheit des Schaftes wählen sowie Fächer für Werkzeug oder Ersatzmunition in ihre Gewehre einbauen lassen.

Auch bei der Munition gibt es bestimmte Vorgaben. Die Projektile müssen zum Beispiel ein Kaliber von .22 lr (5,6 mm) aufweisen. Zusätzlich ist bei dem Geschoss ein Gewicht von 2,55 bis 2,75 Gramm und eine maximale Mündungsgeschwindigkeit von 360 m/s vorgeschrieben. Die Munition ist übrigens speziell auf den Einsatz bei niedrigen Temperaturen abgestimmt.

Die Biathleten haben somit neben ihrer Kleidung und dem Langlaufequipment noch ein ca. 4 kg schweres Gewehr, welches sie inklusive Munition während des Wettkampfs in einem Tragesystem auf dem Rücken mitführen müssen.

5. Biathlon-Wettkämpfe

Im Biathlon gibt es viele Wettkämpfe für verschiedene Altersklassen und Leistungsniveaus. Die bekanntesten Wettkämpfe sind die internationalen Wettbewerbe der Profi-Frauen und -Männer. Diese sind die Olympischen Winterspiele, die Biathlon-Weltmeisterschaften und der Biathlon-Weltcup.

Der Biathlon-Weltcup ist die höchste Wettkampfklasse im Biathlon und erstreckt sich über einen gesamten Winter. Der Weltcup wird in der Regel an neun Weltcupstationen ausgetragen, deren Rennen vom Biathlon-Weltverband IBU organisiert werden. Bei jedem Rennen versuchen die Athleten, Weltcuppunkte zu sammeln. Am Saisonende werden alle Punkte zusammengezählt und der Biathlet oder die Biathletin mit den meisten Weltcuppunkten gewinnt die Gesamtweltcup-Wertung. Zudem gibt es seit 1989 auch eine Wertung in den Einzeldisziplinen, welche den Sieger der Saison in der jeweiligen Disziplin bestimmt.

Zum offiziellen Olympia-Programm gehört Biathlon seit 1960. Damals wurde ein 20-km-Rennen ausgetragen und seitdem werden die Wettbewerbe des Biathlons alle vier Jahre bei den Olympischen Winterspielen veranstaltet. 2018 in Pyeongchang wurden im Zuge von elf Rennen verschiedener Disziplinen 33 Medaillen vergeben, womit Biathlon zu einer der olympischen Sportarten mit den meisten ausgetragenen Wettbewerben gehört.

In allen nichtolympischen Jahren werden seit 1958 die Biathlon-Weltmeisterschaften der Männer und seit 1984 auch die der Frauen ausgetragen. Die Rennen der Weltmeisterschaften finden normalerweise über zwei Wochen im Februar oder März statt und sind Teil des Biathlon-Weltcups.

6. Langlaufen

Die erste Disziplin der Kombinationssportart Biathlon ist das Langlaufen. Biathleten haben je nach Disziplin 3 bis 20 km Strecke, die sie innerhalb eines Rennens mit optimierter Ski-Technik bezwingen müssen. Dabei hat sich die Skating-Technik seit den 1980er-Jahren etabliert und wird heute nahezu ausschließlich genutzt.

Bei dieser Technik stoßen sich die Athleten mit einem Ski und den Stöcken vom Boden ab und gleiten auf dem anderen Ski nach vorn – ähnlich wie beim Inlineskaten oder Schlittschuhlaufen. Je nach Streckengegebenheiten und Wettkampfsituation nutzen die Sportler vier grundlegende Techniken bzw. Rhythmen der Skating-Technik: 2-1-Kurz, 2-1-Lang, 1-1 und eine stocklose Technik. Doch was bedeuten die Bezeichnungen der Techniken genau? Eine beispielhafte Erklärung der 2-1-Kurz-Technik: Bei der 2-1-Kurz-Technik, auch Führarmtechnik oder Bergschritt genannt, bezieht sich das „2-1“ auf zwei Bein-Abstöße, die mit nur einem Doppelstockschub mit den Armen unterstützt wird. Die Technik ist vergleichsweise langsam, jedoch bei stark ansteigendem Gelände besonders effektiv. Das „Kurz“ bezieht sich auf die recht kurze Gleitphase auf ansteigendem Gelände.

Die Biathleten nutzen beim Langlaufen die Skating-Technik.

Alle vier Rhythmen sind extrem anstrengend und beanspruchen nahezu alle Muskeln des Körpers. Nur die besten Athleten des Sportes schaffen es zwischen der Ausdaueranstrengung in den kurzen Phasen am Schießstand, den Körper so zu kontrollieren, dass ein präzises Schießen möglich ist.

7. Schießen beim Biathlon

Das Schießen ist die Präzisionsdisziplin des Biathlons, bei dem sich die Athleten besonders konzentrieren und fokussieren müssen.

Geschossen wird je nach Disziplin mindestens einmal im Liegen und einmal im Stehen. Am Schießplatz gibt es 30 Schusslinien, von denen sich die Athleten während des Wettkampfs eine aussuchen können, es sei denn, die Wettkampfreihenfolge ist festgelegt. Es gibt fünf Zielscheiben, die genau 50 m von den Athleten entfernt sind und je nach Position des Athleten einen Durchmesser von 4,5 cm (Liegendschießen) oder 11,5 cm (Stehendschießen) aufweisen. Wenn der Biathlet schießt und trifft, schiebt sich eine schwarze Scheibe vor die weiße Zielscheibe. Trifft der Athlet nicht, muss er pro Fehlschuss je nach Biathlon-Disziplin eine Strafrunde von 150 m oder 75 m fahren oder ihm wird eine Strafminute angerechnet.

Das Ziel eines jeden Biathleten ist es, beim Schießen schnell alle fünf Zielscheiben zu treffen, um möglichst wenig Zeit zu verlieren und sofort wieder auf die Loipe zu können.

Beim Schießen müssen sich die Biathleten besonders konzentrieren.

8. Berühmte Biathlon-Athleten und ihre Rekorde

Die berühmtesten Athleten des Biathlon-Sports sind hauptsächlich die Biathleten und Biathletinnen mit den meisten Erfolgen und Medaillen. Da Biathleten meist in mehreren, häufig sogar in allen Disziplinen ihres Sportes antreten, sind die anerkanntesten Rekorde, die, welche die meisten Gold-Medaillen bei einem der drei großen Wettbewerbe bedeuten.

Der Norweger Ole Einar Bjørndalen gilt als der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten. Über 25 Jahre lang war er bei internationalen Biathlon-Wettkämpfen aktiv. In dieser Zeit spielte er sage und schreibe 20 Jahre bei den Profi-Wettkämpfen ganz vorne mit. Die Berühmtheit hat bei den Olympischen Winterspielen acht Goldmedaillen gewonnen und konnte sich innerhalb von Weltmeisterschaften 20 goldene Medaillen sichern. Bjørndalen ging so als Rekordhalter der meisten goldenen Medaillen in gleich zwei der wichtigsten Biathlon-Wettbewerbe in die Geschichte ein.

Martin Fourcade wurde ebenso zu einer Berühmtheit des Biathlons, nachdem er über zehn Jahre lang mit herausragenden Leistungen brillieren konnte. Als erster Biathlet gewann er den Gesamtweltcup sieben Mal in Folge. Zudem durfte der Franzose 15 weitere WM-Medaillen und sieben olympische Platzierungen auf dem Podium verzeichnen.

Eine berühmte und sehr erfolgreiche Biathletin ist Magdalena Neuer. Sie war zwischen 2006 und 2012 bei den Wettkämpfen der Biathlonprofis aktiv und konnte in dieser Zeit insgesamt 47 Weltcupsiege feiern. Zudem konnte die Deutsche zwei Mal Gold bei Olympia gewinnen und sich mit insgesamt zwölf Goldmedaillen den Rekord der Frauen für die meisten goldenen Weltmeistertitel sichern.

Zwei weitere Ikonen des Biathlons sind die Biathletinnen Darja Domratschewa und Magdalena Forsberg. Erstere ist die Frau von Ole Einar Bjørndalen und ist, wie ihr Mann, Rekordhalterin für die meisten Goldmedaillen einer Biathletin bei Olympia. Die Weißrussin konnte zwischen 2014 und 2018 die goldene Auszeichnung im Einzel, Verfolgung, Massenstart und in der Staffel gewinnen. Magdalena Forsberg ist die dritte Frau, die einen Rekord für die meisten Goldmedaillen bei einem der drei wichtigen Wettbewerbe hält. Die Schwedin war zwischen 1997 und 2002 die dominierende Athletin der Sportart. In dieser Zeit konnte sie den unangefochtenen Rekord von sechs Gesamtweltcupsiegen in Folge bei den Frauen aufstellen. Zudem ist sie sechsfache Weltmeisterin und konnte zwei Mal Bronze bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City nach Hause bringen.

Weitere Namen, die man als Fan der deutschen Biathlon-Welt mal gehört haben sollte: Laura Dahlmeier, Arnd Pfeiffer, Erik Lesser, Marina Glagow, Kati Wilhelm, Andrea Henkel, Uschi Disl, Frank Ullrich, Ricco Groß, Raphaël Poirée, Sven Fischer, Michael Greis, Peter Angerer.

9. Biathlon-Termine

Die Wettkämpfe im Biathlon finden alle in der Wintersaison statt. Je nachdem, welche Wettbewerbe in einer Saison ausgetragen werden, legt die Internationale Biathlon-Union (IBU) die Daten und Austragungsorte für die Weltmeisterschaften und den Weltcup fest.

Auch die deutschen Wintersportorte Oberhof und Ruhpolding wurden in den letzten Jahrzehnten fast jährlich als Austragungsorte für einen Weltcup von der IBU ausgewählt.

Für den Weltcup müssen pro Saison insgesamt 22 Individualrennen und vier Rennen für jede Staffel zwischen Ende November und Ende März veranstaltet werden. Dabei werden die Rennen an neun verschiedenen Weltcupstationen ausgetragen. Eine Weltcupstation ist in allen nicht olympischen Jahren auch die Weltmeisterschaft, die über zwei Wochen im Februar oder März stattfindet.

Im Rahmen der olympischen Winterspiele werden die Biathlon-Wettbewerbe alle vier Jahre im Februar ausgetragen.

10. Beliebte Biathlondestinationen

Viele Skiorte in den Alpen verfügen über Loipen, auf denen Winterfans im Zuge eines Kurses oder auch allein den Langlauf-Part des Biathlons trainieren können. Viele Regionen wie die österreichische Olympiaregion Seefeld, die Region Auvergne-Rhône-Alpes in Frankreich, das schweizerische Engadin und die Ferienregion Oberhof in Deutschland sind wahre Hochburgen des Langlaufsportes. Das absolute Langlaufparadies der Alpen ist definitiv die Region der italienischen Dolomiten mit sage und schreibe rund 1.300 Loipenkilometern.

Im schweizerischen Engadin fühlen sich Langläufer pudelwohl.

Das Schießen ist für Hobby-Biathleten natürlich auch sehr reizvoll. Dieses lässt sich nur auf Schießständen, die sich meist in Biathlon-Stadien befinden, üben. Für Anfänger gibt es Workshops, in denen sie von erfahrenen Biathleten die Grundlagen der Kombinationssportart beigebracht bekommen. Biathlon-Workshops werden unter anderem in Winterparadiesen wie dem bayrischen Garmisch-Partenkirchen, dem in Thüringen liegenden Oberhof, dem österreichischem Hochfilzen und dem Skigebiet Arosa-Lenzerheide in der Schweiz angeboten.

Neugierige Winterfreunde und auch erfahrene Freizeit-Biathleten haben somit eine große Auswahl an Destinationen, in denen sie ihre Biathlonfähigkeiten ausprobieren, üben, trainieren und perfektionieren können.

Lust auf mehr Altnativsportarten zum alpinen Ski- und Snowboardfahren? Hier geht es zu Alternativen im Überblick.

FAQs

Was ist Biathlon?

Biathlon ist eine Wintersportart, welche aus dem Skilanglaufen und dem Schießen besteht. Der Sport kombiniert Ausdauer und Präzision in sieben verschiedenen Disziplinen und fordert von den Athleten eine besondere Bandbreite an Kompetenzen.

Woher kommt der Begriff „Biathlon“?

Der Begriff „Biathlon“ stammt aus dem griechischen und heißt übersetzt „Zweikampf“. Die „Zwei“ bezieht sich dabei auf die beiden ausgeführten Disziplinen: Skilanglauf und Schießen.

Wann hat die erste Biathlon-Weltmeisterschaft stattgefunden?

Die erste Weltmeisterschaft der Herren im Biathlon wurde im Jahr 1958 im österreichischen Saalfelden ausgetragen. Die Frauen durften 1984 in Chamonix erstmals bei einer Biathlon-WM antreten. Seit 1989 werden die Weltmeisterschaften geschlechterübergreifend und zeitgleich veranstaltet.

Wann wurde Biathlon olympisch?

Biathlon wurde 1954 vom Internationalen Olympischen Komitee als eigenständige Sportart anerkannt. Die Sportart stand erstmals 1960 auf dem Programm der Olympischen Winterspiele im Squaw Valley. Die Frauen konnten im Jahr 1992 in Albertville erstmals bei olympischen Biathlon-Wettkämpfen an den Start.

Welche Disziplinen gibt es im Biathlon?

Innerhalb des Biathlon-Weltcups und der Weltmeisterschaft werden aktuell sieben Disziplinen ausgetragen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel, Mixed-Staffel und die Single-Mixed-Staffel. Nur bei den Olympischen Spielen gibt es eine Disziplin, die Single-Mixed-Staffel, nicht, welche ein Teil der Weltmeisterschaft und auch des Weltcups ist.

Was gehört zur Biathlon-Ausrüstung?

Zur Ausrüstung eines Biathleten gehören viele spezielle Gegenstände: Biathleten benötigen die richtige Kleidung, eine Sportbrille, Langlauf-Ski, Langlaufschuhe und Langlaufstöcke. Für das Schießen benötigen die Athleten zusätzlich ein Gewehr und Munition sowie ein Tragesystem, um das Gewehr während dem Langlaufen auf dem Rücken mitführen zu können.

Wie oft schießt man beim Biathlon?

Wie oft Biathleten innerhalb eines Wettbewerbes schießen, ist von der Disziplin abhängig. Beim Sprint, bei der Qualifikation für den Supersprint und innerhalb von allen Staffeln geht es für die Athleten zwei Mal an den Schießstand. In allen anderen Disziplinen passieren sie den Schießstand vier Mal. Wenn die Athleten am Schießstand stehen, dann haben sie unabhängig von der Disziplin fünf Zielscheiben zu treffen.

Wie lang ist die Strafrunde im Biathlon?

Wenn ein Athlet beim Schießen nicht trifft, dann muss er in fast allen Disziplinen eine Strafrunde bezwingen. Diese ist 150 m bzw. im Supersprint und bei der Single-Mixed-Staffel 75 m lang und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Schießstand. Nur im Einzelrennen, ist die Strafe für einen Fehlschuss keine Strafrunde, sondern eine Strafzeit von einer Minute.

Was gibt es für Wettkämpfe im Biathlon?

Die bekanntesten und wichtigsten Wettkämpfe im Biathlon sind die internationalen Wettkämpfe der Profis. Zu diesen zählen der Biathlon-Weltcup, die Olympischen Winterspiele und die Biathlon-Weltmeisterschaften.

Wo kann man Biathlon ausprobieren?

In den meisten Biathlonstadien können neugierige Winterfans die Wintersportart ausprobieren. Meist werden Biathlon-Workshops angeboten, in denen Anfänger die Grundlagen des Schießens und des Langlaufens beigebracht bekommen. Diese Workshops werden unter anderem in den deutschen Destinationen Garmisch-Partenkirchen und Oberhof, dem österreichischem Hochfilzen und dem Skigebiet Arosa-Lenzerheide in der Schweiz angeboten.

  • Montag, 23. August 2021
  • Autor: SnowTrex
  • Kategorie: Top 10
  • Schlagwort: Arosa
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