Parks, Pipes und mehr: Hier sind Freestyler richtig

25. Februar 2014 - Nina Vogt

Hunderte Pistenkilometer, ultramoderne Lifte, besonders lange Abfahrten – auf die üblichen Superlative, mit denen Skigebiete bei Wintersportlern punkten können, können Freestyler in der Regel verzichten. Pipes, Rails, Boxen, Kicker – das ist es, was für sie zählt. Wir haben Ziele zusammengestellt, die sich Freestyler deswegen nicht entgehen lassen sollten.

Flachau (Skigebiet Flachauwinkl-Kleinarl, Österreich)

Am Shuttleberg ist ein Snowpark entstanden, der seinesgleichen sucht. 1,5 km lang ist er und aufgeteilt in mehrere Sektionen: eine Kicker Line, einen Jib Park und eine Rail Line. Hinzu kommt eine Beginner Line. Krönung des Parks sind aber 3 weitere Bereiche: Eine 170 m lange olympiataugliche Superpipe finden Freestyler hier neben einer weiteren kleinen sowie einigen Special Obstacles. Zudem ist in dem Skigebiet ein „The Stash“ mitsamt „Lil’ Stash“ entstanden. Dieses einigartige Park-Konzept konzentriert sich ganz auf das Wesentliche. „The woods are the goods“ ist das Motto. Die Obstacles sind in die Natur integriert, die Figuren und Obstacles handgeschnitzt. Abgerundet wird das Angebot von einer Relax Area der Extraklasse: Das Chill House reicht über 2 Etagen und beherbergt die 1. Skate Mini Ramp am Berg sowie einen Indoor-Felsen zum Bouldern. Übrigens hat sich die Absolut School vor Ort auch auf Freestyle-Kurse spezialisiert. Für diejenigen, die noch Nachholbedarf haben.

Innsbruck (Skigebiete der „Olympia SkiWorld“, Österreich)

Diese Stadt ist untrennbar verbunden mit dem Wintersport. Zweimal fanden in Innsbruck die Olympischen Winterspiele statt – plus einmal die Jugend-Version. 9 Skigebiete gehören zur Olympia SkiWorld. Alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Innsbruck aus zu erreichen. 2 liegen sogar direkt am Stadtrand. Eins davon, das an der Nordkette, beheimatet den einzigen Snowpark weltweit, der als Incity-Park bezeichnet werden kann. In nur 20 Minuten ist der Skylinepark vom Zentrum aus zu erreichen. Der Ausblick vom Park aus über die Innsbrucker Skyline: atemberaubend! Designed ist der kleine Park wie ein Skatepark. Bei guter Schneelage gibt es sogar Quarter- und Halfpipe. Der Skyline Park ist jedoch nicht das einzige Angebot rund um Innsbruck: Gegenüber der Nordkette liegt der Patscherkofel mit dem Snowpark Innsbruck. Weitere Funparks: der Snowpark Axamer Lizum, ein kleiner Funpark am Rangger Köpfl, der Glungezerpark, der SPS 2000 (Stubaipark Schlick 2000) und natürlich der K-Park Kühtai. Der ist mit Superpipe, mehreren Slopestyle-Lines, einer Boardercross-Strecke und dem Air 2 Bag ein wahres Paradies. Zusätzlich gehört  natürlich der Moreboards Stubai Zoo am Stubaier Gletscher zur Skiregion. Ungewöhnlich: Er wird im Winter nur in abgespeckter Version  geshaped. Im XL-Format steht er erst in den Frühlingsmonaten zur Verfügung. Neuer Tag, neuer Park? Kein Problem in Innsbruck und Umgebung!

Ischgl (Skigebiet Silvretta Arena, Österreich/Schweiz)

Ein Skigebiet, 2 Parks in 2 Ländern – das ist außergewöhnlich. Die Silvretta Arena zieht sich von Ischgl hinüber ins Schweizer Samnaun. Der größere der beiden Funparks ist der Playstation Vita Ischgl Snowpark, der in den Kingsizepark, den Publicpark und den Beginnerpark unterteilt ist. 30 Jib- und Slide-Elemente sowie 20 Kicker und ein Public Bagjump bilden das Set-Up. Die Parkmacher rühmen sich mit der längsten Pro Line Europas, die aus 20 Obstacles besteht. Für Abwechslung sorgt zudem eine Funcross-Line. 3 Sesselbahnen erschließen das Gelände. Der „kleine Bruder“ des PS Vita Parks ist der Obstacle Freestyle Board Park Samnaun, ein reiner Obstacle-Park.

© Kitzsteinhorn-Gletscherbahnen Kaprun

Kaprun (Skiregion Zell am See/Kaprun, Österreich)

Alleine am Kitzsteinhorn erwarten Freestyle-Fans gleich 3 Snowparks – und eine Superpipe oben drauf. Auf 2.900 m Höhe liegt der Glacier Park, der allerdings erst im Oktober wieder öffnet. Anfänger wie Fortgeschrittene finden hier abwechslungsreiche Lines. Easy Park und Central Park liegen fast auf gleicher Höhe. Im Central Park tummeln sich vor allem Profis und Fortgeschrittene. Der Easy Park bietet dagegen dem Namen entsprechend Elemente mit niedrigem Schwierigkeitsgrad. Direkt über dem Easy Park ist schließlich die Superpipe zu finden. Satte 160 m misst diese – olympiatauglich. Sind die Schneebedingungen auch im Tal gut, dann wird in Kaprun zudem der Railgarden Lechnerberg geöffnet. Hinzu kommt eine XXL-Funslope auf der Schmittenhöhe. Sie ist nach Angaben der Liftbetreiber die größte der Welt. Direkt daneben ist ein weiteres kleines Snowpark-Areal zu finden. An Familien ist schließlich am Maiskogel gedacht worden: Der Maisi-Phantasiepark mit Wellenbahnen, kindergerechten Jumps und kleinen Boxen ist perfekt für erste Schritte auf dem Freestyle-Parkett.

© Kitzsteinhorn-Gletscherbahnen Kaprun

Leogang (Skicircus Saalbach-Hinterglemm Leogang, Österreich)

31 Obstacles gibt es im Nitro Snowpark Leogang. Eine Besonderheit: Durch Erdbewegungen wurde der Park so angelegt, dass alle Kicker mit den ersten Schneefällen direkt präpariert werden können. Hinzu kommen Rails, Boxen – inklusive einem Special Boxenlabyrinth – und 2 Cliff Drops. Zu den Highlights in Leogang gehört ein riesiger Table mit 3 Absprüngen, der von Stefan Gimpl entworfen wurde. Außerdem steht im Park ein Bag Jump zur Verfügung – für garantiert weiche Landungen. Nicht umsonst heißt es im Skicircus „Freestyle Unlimited“. Denn im gesamten Skigebiet verteilen sich insgesamt 3 Snowparks, eine Ski- und Boardercross-Strecke und der playground Snow. Beliebt ist zum Beispiel auch der Nightpark in Hinterglemm. Für Anfänger gemacht ist der Learn-to-Ride-Park in Saalbach und für Fans von unpräpariertem Gelände der playground Snow. Zu guter Letzt wäre da noch die Cross-Strecke. Die wurde von Boardercross-Weltcup-Fahrer Mario Fuchs geplant.

Mayrhofen (Zillertal, Österreich)

In Mayrhofen hat man eine komplette Piste in einen Snowpark umgewandelt. Deswegen haben im Vans Penken Park (Foto oben) auch 6 Areas Platz gefunden: eine Medium Area, eine Advanced Kicker Line, eine Advanced Jib Area, eine Pro Area, eine Fun Area sowie ein Kids Park. Der Park ist mit einem eigenen Sessellift zu erreichen. Eines der Highlights ist der gewaltige Multijib „Beastbox“. Und natürlich das kostenlose Fotoshooting, da hier zweimal wöchentlich stattfindet! Damit ist es freestyle-technisch im Zillertal jedoch längst nicht getan. Den Beginn macht die Zillertal Arena. Hier gibt es den Funpark Hochkrimml, den Snowpark Gerlos und den Action-Park Kreuzwiese. Im Hochzillertal ist der Betterpark mit seinem XL-Kicker Anlaufstelle Nr. 1 für Freestyler. Gleicher Name, anderer Standort: Auch am Hintertuxer Gletscher gibt es einen Betterpark. Der Parkeinstieg liegt auf 3.200 m Höhe. 5 Lines gibt es hier, dazu kommt eine Superpipe. Wer sich erst einmal vorsichtig herantasten will, für den steht zusätzlich der Family Park mit Kicker, Rookie und Fun Line offen.

Westendorf (SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, Österreich)

Passender Weise hat man dem Snowpark in Westendorf den Namen „Spielplatz“ gegeben. Den „Boarder’s Playground“ gibt es bereits seit 1998. 650 m lang ist der Park und unterteilt in 3 Lines: Easy, Medium und Hard. Das Herzstück des „Spielplatzes“ ist jedoch die „Big Mama“, eine Riesenschanze, auf die sich nur die erfahrenen Freestyler wagen. Der Boarder’s Playground ist übrigens nicht der einzige Snowpark in der SkiWelt: Hinzu kommen der Snowpark Söll und der Kaiserpark in Ellmau.

Laax Flims Falera (Schweiz)

Dieses Schweizer Resort hat sich zum absoluten Paradies für Freestyle-Fans gemausert. Und das nicht nur weil an der Talstation Laax mit der 1.000 m² großen Freestyle Academy die erste Freestyle Indoor Base Europas entstanden ist. Auch Outdoor hat das Graubündner Skigebiet einiges zu bieten. Zum Beispiel eine der größten Halfpipes Europas. Kein Wunder, dass Burton sich diese als Austragungsort für die European Open ausgesucht hat. Rund um den Crap Sogn Gion ist ein Freestyle-Gelände entstanden, das alles andere als „crap“ (Englisch für „Mist“) ist. Das fängt mit dem Beginner Snowpark an und geht mit dem Snowpark Ils Plauns weiter. Über eine komplette Piste vom Crap Sogn Gion hinunter nach Curnius zieht sich der Curnius Park mit 25 Obstacles. Und schließlich wäre da noch der NoName Funpark, zu dem auch die Superpipe sowie eine Minipipe gehören. Er wurde durch eine gigantische Pro-Kicker-Line ergänzt: 4 Kicker mit Tables zwischen 20 und 30 m. 90 Obstacles ergibt das insgesamt. Damit verfügt Laax über eines der umfangreichsten Angebote im gesamten Alpenraum!

Avoriaz (Skigebiet Les Portes du Soleil, Frankreich)

Über das Skigebiet verteilen sich diverse Spielplätze für Freestyler – darunter der Park La Chapelle mit 4 verschiedenen Kickerlines, eine 120 m lange Superpipe und der Arare Snowpark, der sich vor allem an Könner richtet. Für Kinder konzipiert wurde der Burton Kids Parkway. Und dann wäre da noch „The Stash“. Das Park-Konzept, das sich niemand geringeres ausgedacht hat als Jake Burton. Avoriaz war 2008 eines der ersten Resorts in Europa, in dem das Konzept verwirklicht wurde. Es handelt sich dabei um unpräpariertes Gelände, Freeride-Pisten, die die Wintersportler durch den Wald führen, über versteckte Holz-Obstacles. 3 Lines gibt es, mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Im „The Stash“ vergnügen sich alle gemeinsam – egal ob Backcountry- und Freestyle-Fan.

Les 2 Alpes (Frankreich)

„Freestyle Land“ – so heißt der Snowpark in Les 2 Alpes seit der aktuellen Situation. Ein treffender Begriff. Diverse Areas verteilen sich über das Gelände rund um La Toura. Da wäre zum Beispiel der Easy Park mit Boxen und einer kleinen Kicker Line. Da wäre die Park Avenue, eine Jib-Zone mit 20 verschiedenen Obstacles. Und da wäre der Park de l’Envers mit seinem eigenen Tellerlift. Hinzu kommen ein Slopestyle mit Kickern, Jib-Elementen und einem Wallride, eine Boardercross-Strecke sowie eine FIS-taugliche Halfpipe. Und das alles auf 2.600 m Höhe. Im Sommer wird das ganze Spektakel verlegt. Dann liegt der Park auf dem Gletscher, in 3.200 m Höhe. Und wird dadurch nicht wirklich kleiner. Dort gibt es sogar eine 140 m lange Superpipe und eine normale Halfpipe.

Val Thorens (Skigebiet 3 Vallées, Frankreich)

70.000 m² umfasst der Snowpark von Val Thorens. 4 Lines verteilen sich über diese Fläche. Doch der Park ist nicht der einzige, den man in dem Giganten-Skigebiet findet. In Courchevel gibt es nicht nur den Family Park mit Boardercross, Rails und Jumps, sondern auch den Wood Park mit Holz-Obstacles. Hinzu kommen die DC Area 43 in Méribel-Mottaret, in der man alte Gondeln verbaut hat, und der Moon Park. In Les Menuires gibt es schließlich noch den BK Park mit 2 Boardercross-Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Vars (Skigebiet Vars-Risoul, Frankreich)

Wenn das kein Paradies ist, was dann? 7 Snowparks und 110 Obstacles – da erscheinen bei jedem leidenschaftlichen Freestyler Herzchen in den Augen! Das Skigebiet Vars-Risoul setzt Maßstäbe – und zwar mit Parks für alle Zielgruppen und Wünsche. Da wäre der Eyssina Park mit 4 Lines, einem Big Air und einer Cool Zone von 70 m². Und da wäre der Escondus Park, dessen Obstacles teils aus recyceltem Material von alten Liften bestehen. Dann gibt es den Kid Park – für Kinder ab 3 (!) Jahren – und den Super Kid Park. Es gibt den Park des Ecrins, der regelmäßig abends beleuchtet wird, und es gibt den Girly Park. Hier sind die Einsteiger-Obstacles passender Weise pink. Und schließlich ist da noch der Totem Park, einer der originellsten Parks im Land. Die Obstacles bestehen aus natürlichen Materialien und sind unterteilt in den Indianer- und den Wildwest-Sektor. Da bonkt man schon mal einen Totem.

Livigno (Italien)

Er war einer der 1. Snowparks Italiens, war bereits Austragungsort der Burton European Open. Im Mottolino-Skigebiet über Livigno steht der gleichnamige Snowpark. XL, L, M, S – das sind die Areas für die verschiedenen Fahrlevels, die hier zur Auswahl stehen. Hinzu kommen ein Big Airbag sowie eine Naturpipe. Auch im Carosello Skigebiet hat man an die Freestyler gedacht. Dort gibt es den Livigno Park mit Easy, Medium und Hard Line und einer Jib Line. Dazu gesellen sich ein Wood Park mit reinen Holz-Elementen, ein Beginner Park und der „Boarder Banzai“, eine Boardercross-Strecke.

Seiser Alm (Verbundskigebiet „Dolomiti Superski“, Italien)

Insgesamt satte 1,5 km lang und mit 70 Obstacles bestellt ist der Snowpark Seiser Alm. Damit gehört der Park zu den längsten in Europa. Auf 950 m Länge befinden sich die Easy und die Medium Line, auf 450 m Länge eine weitere Medium sowie eine Pro und eine Wood Line. Neu ist eine Family Fun Line, in der sich die ganze Familie auf Boxen, Whoops und in Steilkurven austoben kann. Wer den Dolomiti Superki Pass gewählt hat, für den ist hier aber noch längst nicht Schluss. Der kann zwischen insgesamt 24 Snowparks wählen! Langeweile ausgeschlossen!

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