5 Reiseziele für den perfekten Sonnenskilauf

2. März 2016 - Katharina Teudt

Bevor sich der Winter verabschiedet, erleben die Alpenregionen die herrliche Zeit des Sonnenskilaufs. Von Ende März bis Anfang Mai genießen Sonnenanbeter und Firnfahrer das Saisonfinale am Berg.

Unten im Tal ist die Luft mild und riecht nach Frühling. Oben am Berg ist sie kristallklar und frisch und die Bergkuppen sind nach wie vor mit Schnee bedeckt. Was für eine tolle Mischung! Auf den Pisten taut der Schnee in der Sonne und gefriert nachts wieder, so dass ein körniger, knisternder Firn entsteht, der zum genüsslichen Wedeln einlädt. In den folgenden Skiorten wartet genau dieser sonnige Frühjahrsskilauf auf die Gäste.

St. Anton am Arlberg

Das Skikarussell am Arlberg gilt als Wiege des alpinen Skilaufs und als ein sehr sonniges noch dazu. Die Schneeverhältnisse sind in dem Skigebiet, das bis auf über 2.800 m reicht, auch im Frühjahr noch ziemlich gut. Die Skiregion Arlberg versammelt 347 Pistenkilometer, davon sind bei St. Anton immerhin 122 km zusammenhängend. Auch die Tiefschneemöglichkeiten sind mit insgesamt 200 km Skirouten schier unerschöpflich. Was den Ort betrifft, so gibt es vom modernen Wellness-Center bis zur beleuchteten Naturrodelbahn diverse Freizeitoptionen. Abends ist das klassische Après-Ski in einschlägigen Bars ebenso wie der geruhsame Tagesausklang bei einem stilvollen Abendessen möglich. Dank ihres mondänen Flairs zwischen Tradition und Moderne zählen die beiden Arlberg-Metropolen St. Anton und Lech zu den „Best of the Alps“-Destinationen – da schmeckt der Caffè Latte in einem der gemütlichen Cafés gleich noch besser. Saisonende: 24.04.2016

Am Arlberg ist das Geländefahren ein Traum.© TVB St. Anton am Arlberg – Josef Mallaun

Obergurgl-Hochgurgl

Ganz am Ende des Ötztals liegen die Gemeinden Obergurgl und Hochgurgl auf schneesicheren 1.930 m Höhe. Hochgurgl ist eigentlich kein richtiger Ort, sondern ein Hoteldorf auf 2.150 m direkt im Skigebiet. Der höchste Lift bringt bis auf knapp über 3.000 m. Hier steigt man vom Bett aufs Brett und kann anschließend die Piste bis zum Hotel abfahren. Dank der Höhenlagen bis auf 3.080 m ist Obergurgl-Hochgurgl eines der ersten Skigebiete ohne Gletscher, die schon früh in die Saison starten können. Ebenso dauert die Saison schön lange, manchmal sogar bis in den Mai. Obergurgl (auf 1.930 m) ist ein Städtchen, in dem Ruhe und Müßiggang herrschen. Der Ortskern ist verkehrsberuhigt und die Infrastruktur bietet alles, was man während eines Skiurlaubs in den Bergen braucht – und noch mehr. Ob rustikale Souvenirs oder feiner Schmuck, hier lässt es sich herrlich bummeln. Seit dieser Wintersaison schmückt den Ort außerdem ein architektonisches Highlight: Der neue Multi-Komplex Top Mountain Crosspoint an der Timmelsjoch Hochalpenstraße. Er ist Gondel-Talstation, Ski-Restaurant, Mautstelle und Motorrad-Museum in einem. Saisonende: 24.04.2016

Obergurgl wartet mit Zucker-Pisten auf.© Ötztal Tourismus – Alexander Lohmann

Alpe d’Huez

Das Hochplateau der Alpe d’Huez im französischen Oisans macht seinem Ruf als „Sonneninsel“ alle Ehre. Die Alpe reckt sich in exponierter Lage regelrecht der Sonne entgegen und beschert ihren Besuchern einen Sonnenskilauf par excellence. Unterhalb des Pic Blanc (3.330 m) liegen die insgesamt 249 Pistenkilometer für jeden Fahrgeschmack, vom vorsichtigen Anfänger bis zum schnellen Fortgeschrittenen wird hier jeder fündig. Besonders attraktiv sind die Tiefschneerouten, die sich um die Skiberge ranken, sowie die Abfahrt „Sarenne“, die mit ihren 16 km als die längste schwarze Piste im Alpenraum gilt. Sie führt vom Gipfel des Pic Blanc über 1.800 Höhenmeter bis nach Alpe d’Huez und ist eigentlich nur an einigen Stellen weiter oben wirklich knifflig, sodass sie für beinahe jeden Skifahrer einfach zu fahren ist. Saisonende: 24.04.2016

Sonne satt an der Alpe d’Huez.© Laurent Salino – Alpe d’Huez Tourisme

Les 2 Alpes

Nur ein paar Bergkuppen weiter nördlich der Alpe d’Huez liegt das Gletscherskigebiet von Les 2 Alpes. Das beliebte Areal liegt am prächtigen Gletscher des La Meije (3.983 m), wo der höchste Lift bis auf 3.560 m hinauffährt und die Pisten zum größten Teil über 2.500 m liegen. Dieses Areal kann man getrost als absolut schneesicher bezeichnen. Momentan sind 155 cm Schneehöhen am Berg gemeldet (Stand: 01.03.2016) und im April scheint durchschnittlich 7 Stunden pro Tag die Sonne. Dazu bietet die Gastronomie am Berg eine perfekte Mischung zwischen urig und schick und ist manchmal auch ein bisschen verrückt. In der Hütte Diable au Coeur zum Beispiel kann man neben der Schirmbar in einem kleinen Outdoor-Jacuzzi baden. Regelrecht berühmt ist die wilde Geländeabfahrt an der Nordwand des Meije hinunter nach La Grave. Sie ist allerdings nur den Freerideprofis vorbehalten. Nach dem Skigenuss lockt Les 2 Alpes mit diversen Après-Ski-Bars und Discos. Kein Wunder, dass unsere alljährliche Pow(d)er Week in Les 2 Alpes so beliebt ist. Hier stimmt einfach alles. Saisonende: 30.04.2016

Schlendrian am Gletscher: Der Panorama-View oberhalb von Les 2 Alpes ist einzigartig.

Livigno

Ein wahrer Klassiker für den Sonnenskilauf ist das quirlige Livigno (dt. Luwin) im italienischen Sondrio. Pisten bis auf über 2.700 m Höhe und ein schnuckeliger Ortskern mit gemütlicher Gastronomie und vielen Geschäften bieten dem Gast einen abwechslungsreichen Aufenthalt. Geht es um Livigno, denkt jeder als Erstes an das zollfreie Shopping. In der Tat ist das Einkaufsangebot attraktiv, doch das hübsche Dorf und das zugehörige Skigebiet haben noch so viel mehr zu bieten: 115 Pistenkilometer an den Skibergen Mottolino und Carosello, Anfängerhänge und Snowparks, Flutlichtabfahrten für den Nachtskilauf und nicht zuletzt ein tolles Nightlife im Ort. Das Après-Ski wird schon am frühen Nachmittag mit einem Bombardino eingeläutet. Mit dem kultigen Heißgetränk groovt man sich ganz entspannt auf den Abend in den Bars ein. Zusätzliches Plus: Wer schon immer mal St. Moritz besuchen wollte, gelangt von Livigno innerhalb einer guten Stunde Autofahrt in die Schweiz. Saisonende: 01.05.2016

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