Serie: Sommer am Berg – in St. Anton

27. Mai 2014 - Nina Vogt

Im Winter sausen Skifahrer und Snowboarder die Pisten hinunter. Aber wie sieht es in den Skigebieten eigentlich im Sommer aus? Diese Frage stellen wir in unserer neuen Serie „Sommer am Berg“. Heute blicken wir nach St. Anton am Arlberg.

© TVB St. Anton

Im Winter ist die Bergwelt rund um St. Anton als Powder-Paradies bekannt. Denn neben insgesamt 341 Pistenkilometern kommt die Region am Arlberg auf satte 180 km Tiefschneeabfahrten. Sind jedoch die letzten Reste dieser weißen Pracht geschmolzen, sind die letzten Wintersportler von den Hängen verschwunden, findet in St. Anton ein Schichtwechsel statt. Dann erobern Wanderer, Biker und Kletterer die Gipfel. Diese finden hier ebenso perfekte Bedingungen vor. St. Anton ist Sportdorf durch und durch. Davon zeugen auch zahlreiche internationale Events, die sich über den Sommer verteilen.

© TVB St. Anton

Da wären beispielsweise 2 hochkarätige Radsport-Veranstaltungen, die in diesem Jahr in die Region  am Arlberg locken: der Arlberg Giro am 2. August, der in St. Anton startet und endet, sowie der Arlberger Bike Marathon am 23. August. Kein Wunder, immerhin ist St. Anton mit 200 km ausgewiesenen Strecken für Mountainbiker, Rennradfahrer und Genussradler gleichermaßen ein beliebter Biker-Hotspot.

Zu Fuß statt auf 2 Rädern ist man auf den 300 km Wanderwegen unterwegs, die die Bergwelt rund um Kapall, Galzig und Valluga durchziehen. Dabei ist die hochalpine Landschaft zwischen 1.300 und 2.800 m nicht alleine den Experten vorbehalten. Für jeden Anspruch sind ausreichend Strecken dabei – von der leichteren Panoramawanderung bis hin zum Klettersteig. 6 Bergbahnen bringen die Urlauber auf die Gipfel. Besondere Highlights unter den Wanderwegen sind unter anderem die Route durch die imposante Schnanner Klamm und Themenwege wie der 9 km lange Historische Weg. Auch der Tiroler Adlerweg, ein Weitwanderweg mit insgesamt 1.480 m Länge, sowie der berühmte Jakobsweg führen durch den Ort.

© TVB St. Anton

Noch sportlicher wird es an den Klettersteigen der Region. Das Angebot für Kletterer ist riesig. Und es fängt direkt im Ort an: Das multifunktionale Sport- und Kletterzentrum arl.rock bietet rund 1.000 m² Kletterfläche und bis zu 100 unterschiedliche Kletterrouten. Selbst Eisklettern ist hier auf einer mit Eis vergleichbaren Kunstschicht möglich. Am Berg geht es weiter. Der Arlberger Klettersteig ist zum Beispiel einer der schönsten, aber auch schwierigsten der Alpen. 2,8 km ist er lang. 42 verschiedene Routen bietet der Klettergarten in der Schnanner Klamm. Und auch der Hoch- und Niederseilgarten in St. Anton bietet viele Herausforderungen.

Übrigens ist das arl.rock längst nicht nur ein Treffpunkt für Kletterfans. Das Zentrum ist ein wahrer Alleskönner: Das Angebot reicht von Tennis über Hallenfußball und Volleyball bis hin zum Kegeln. Langeweile sollte hier also nicht aufkommen – auch bei schlechtem Wetter nicht. Erst recht nicht, weil da ja auch noch der Wellnesspark Arlberg-Stanzertal in Pettneu und das Arlberg-well.com direkt in St. Anton wären, das Veranstaltungszentrum mit erweitertem Wellness-Bereich. Hier stehen Urlaubern ein Hallenbad sowie eine Saunalandschaft zur Verfügung. Wasserratten müssen sich jedoch nicht allein mit einem Hallenbad zufrieden geben. Denn rund um St. Anton sind auch abenteuerliche Rafting-, Kajak- und Canyoning-Touren möglich.

© TVB St. Anton

Abenteuerlich ist sicher auch eine Partie auf dem 6-Loch-Golfplatz von St. Anton. Denn dieser ist kein gewöhnlicher Platz. 100 Höhenmeter überwinden die Golfer hier – das ist konditionell und spielerisch eine Herausforderung. Der Platz ist daher auch als besonders schwierig bekannt.

Bei all diesen Freizeitaktivitäten hat man in St. Anton die Familien nicht vergessen. „Hase Hoppl“, das Maskottchen des Ortes, begleitet die kleinen Gäste (bis 14 Jahre) bei ihren Erkundungstouren in die Bergwelt. Und so stehen beim Kinderprogramm des Ortes zum Beispiel Wanderungen mit der Kräutergärtnerin an oder auf Senn’s WunderWanderWeg, auf dem allerlei Fragen rund um die Natur beantwortet werden.

Und wer nicht selbst aktiv sein möchte, der schaut einfach anderen dabei zu. Denn das Veranstaltungsprogramm beschränkt sich längst nicht nur auf Bike-Wettbewerbe. Ein Highlight sind zum Beispiel auch die einzelnen Etappen des „Arlberg Adlers“, einem Bergtriathlon der besonderen Art. In einem Zeitraum von 5 Monaten finden dabei 3 Wettbewerbe statt: der „Weiße Rausch“, ein Rennen für Ski- und Snowboardfahrer sowie Telemarker, das bereits am 19. April am Vallugagrat stattgefunden hat, der Halbmarathon „Arlberger Jakobilauf“ am 26. Juli und eben der Bike Marathon am 23. August. Am 5. Juli starten zudem die Teilnehmer des Montafon-Arlberg-Marathons. Der Zieleinlauf befindet sich in der Fußgängerzone St. Antons.

© TVB St. Anton

St. Anton bietet die Chance, die Bergwelt von einer anderen Seite kennen zu lernen. Es lohnt sich.

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