Im Osten viel Neues – Skigebiete in Riesengebirge & Co rüsten auf

6. Oktober 2015 - Katharina Teudt

Nicht nur Österreich oder Frankreich haben diesen Winter neue Lifte und Pisten zu bieten. In Osteuropa werden ebenfalls Millionen in verbesserte Infrastruktur investiert. Skigebiete im Riesengebirge, im Erzgebirge oder im Böhmerwald warten mit modernen Liften auf.

In tschechischen Skigebieten wurde viel in neue Lifte investiert. © czechtourism.com

In Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz werden jeden Winter millionenschwere Investitionen getätigt, um die ohnehin schon großen Skigebiete weiter auszubauen und noch attraktiver zu machen. Darüber hinaus wird aber auch in ganz anderen Wintersport-Regionen mächtig modernisiert, und zwar spürbar. Schließlich wirken sich Modernisierungen gerade in kleineren Skiarealen in Polen oder Tschechien noch deutlicher auf das Skierlebnis aus. Einige Beispiele:

Černá Hora-Pec pod Sněžkou im Riesengebirge

Besonders die tschechischen Skigebiete haben für diesen Winter wieder die ein oder andere Million Tschechischer Kronen (CZK) in die Infrastruktur ihrer Skigebiete gesteckt. Hervorzuheben sei hier vor allem Cerná Hora-Pec pod Sněžkou, das Skigebiet an der Schneekoppe, dem höchsten Gipfel Tschechiens mit 1.602 m. Satte 250 Millionen CZK (rund 9,3 Millionen Euro) kostete der Bau der neuen 6er-Sesselbahn „Hofmanky Lázně“. Die kuppelbare Anlage entspricht mit Schutzhauben und Sitzheizung absolut dem State of the Art moderner Seilbahntechnik.

Das Riesengebirge ist mit herrlich viel Schnee gesegnet. © spindleruv-mlyn.cz

Klínovec im Erzgebirge

Der Klínovec (dt. Keilberg) ist der höchste Berg des Erzgebirges. Zusammen mit dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal bildet er einen deutsch-tschechischen Liftverbund in einer der schönsten Regionen des berühmten Gebirgszuges. Hier wurde vor allem in den weiteren Ausbau der Beschneiungsanlagen investiert, den sich die Betreiber rund 20 Millionen CZK kosten ließen. Die künstliche Schneeerzeugung konnte so laut Manager Adam Svačina um 10 Prozent gesteigert werden. Auf der Südwest-Seite des Bergs führt zudem eine weitere ca. 3 km lange Abfahrt Richtung Jáchymov ab.

Špičák im Böhmerwald

Am Špičák (dt. Spitzberg) bei Železná Ruda liegt das Zentrum des Skisports im Böhmerwald. Nur wenige Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt vergnügen sich Wintersportler auf 8,5 Pistenkilometern und unzähligen Loipen. Um die Anreise und das Pistenerlebnis zu optimieren wurde hier mächtig investiert, unter anderem entstanden ein neuer Parkplatz mit 230 Stellplätzen, der über einen 200 m langen, neuen Pistenabschnitt erreichbar ist. Auch eine Verbesserung der Beschneiungsanlagen ist geplant.

Spindlermühle im Riesengebirge

Eines der größten Projekte ist das der Betreiberfirma Melida im tschechischen Skiareál Spindleruv Mlýn (dt. Spindlermühle). Dort sollen ab nächsten Jahr zwei neue 6er-Sessellifte und zwei neue Pisten gebaut werden. Die Investitionen belaufen sich auf rund 1 Mrd. CZK. Diesen Winter wird schon einmal der schnelle 6er-Sessellift „Pláň“ in Betrieb genommen.

Das Skigebiet Spindlermühle im Riesengebirge. © spindleruv-mlyn.cz

Bansko in Bulgarien

In einem der preisgünstigsten Skigebiete Osteuropas, dem bulgarischen Bansko, wurde ein 3er-Sessel durch einen hochmodernen 6er-Sessel ersetzt. Die neue Sesselbahn „Todorka“ ist nach dem markanten Berg benannt, an dessen Flanke sie über 2,3 km auffährt. Vom höchsten Punkt im Skigebiet auf 2.600 m führen überwiegend rote Pisten ab, die ein tolles Panorama auf das Piringebirge bieten. Darüber hinaus gibt es aber auch blaue Genussabfahrten, die das Skigebiet auch für Familien sehr attraktiv macht.

Bulgarien hat tolle Skigebiete wie etwa Bansko zu bieten. © banskoski.com

Jasná in der Slowakei

Das Skigebiet Jasná/Chopok in der niederen Tatra der Slowakei bekommt eine neue Kabinenbahn. Die Einseil-Umlaufbahn „Krupová-Kosodrevina“ fasst 15 Personen pro Kabine und bringt von der Talstation auf 1.080 m zur Mittelstation auf 1.494 m. Diese Vergrößerung der Kapazität scheint dringend nötig zu sein, denn die neue Gondelbahn ersetzt einen Tellerlift!

Czarna Góra in Polen

In Polen sind für den Winter 15/16 acht neue Anlagen gebaut bzw. alte ersetzt worden. Eine der größten Neuerungen betrifft den beliebten Skiberg Czarna Góra (dt. Schwarzer Berg) im Glatzer Schneegebirge. Das gleichnamige Skigebiet zählt zu den modernsten Skiarealen in Polen und ist dank der sanften Hänge und schönen Waldabfahrten bei Familien und Genussfahrern beliebt. Hier fährt künftig eine neue 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben auf den Gipfel des Czarna Góra (1.205 m). Die Bahn ist 1,3 km lang und kann bis zu 3.000 Personen pro Stunde transportieren.

Quellen: nov-ost.info, skiresort.de

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