Reiseziel-Check: 7 gute Gründe für Rauris

27. Mai 2015 - Katharina Teudt

Die Sommermonate sind die beste Zeit, um rechtzeitig den nächsten Skiurlaub zu buchen. Doch wohin soll die Reise gehen? In unserer Serie geben wir jeweils sieben gute Gründe für Reiseziele, die unbedingt in die Skiurlaubsplanung aufgenommen werden sollten.

Teil 1: Rauris

Talansicht von Rauris © Tourismusverband Rauris

Das Rauriser Tal mit seinem Hauptort Rauris auf 950 m Höhe liegt im Nationalpark Hohe Tauern im schönen Salzburger Land. Am Ort plätschert die Rauriser Ache vorbei und die sanften Bergflanken von Schwarzwand und Waldalm laden zum genüsslichen Skilauf auf der Hochalm ein. Die hübsche Landschaft und die heimelige Ortschaft sind jedoch nicht die einzigen Merkmale, die Rauris zu einer Top-Destination für Wintersportler machen. Das hat Rauris sonst noch zu bieten:

1. Ein Skigebiet für Familien Die Hochalmbahnen von Rauris betreiben ein Skigebiet, dass vor allem für Familien mit Kindern ideal ist. 32 angenehme Pistenkilometer gibt es hier, die sich auf zwei Berge verteilen. Insgesamt ist das Skigebiet nicht überlaufen und dazu schön übersichtlich. Zwei Skischulen mit jeweils großen Übungsarealen, Kinderländern mit Zauberteppichen, Kinderliften und dazu die Mittagsbetreuung entlasten nicht nur gestresste Eltern, sondern bieten den Kleinen ein Rundumpaket zum behüteten Skifahren lernen.

Das Hochalmbahn-Maskottchen unterhält die Kids. © Rauriser Hochalmbahnen + TVB Rauris

2. Ein Freeride-Paradies Um Rauris eröffnet sich ein Tiefschneeparadies, wie es im Buche steht. Die Hänge liegen nach Nord-Osten und liefern so auch über die Stunden am Vormittag hinaus beste Bedingungen für ausgedehnten Powderspaß. Direkt neben den Pisten gibt es viel Freiraum zum Austoben, das von der Gipfelbahn aus gut zu beobachten ist. Insgesamt 5 km Skirouten warten im Rauriser Gelände auf sichere Skifahrer und Boarder. Eine der Routen startet an der Heimalm und führt entlang der schwarzen Piste 5, die sie später auch trifft – damit die restliche Abfahrt bis zur Talstation nicht zu langweilig wird.

3. Das Mondscheinrodeln Von der Kreuzbodenhütte auf 1.200 m Höhe führt eine 2 km lange Rodelbahn bis ins Tal. Erreichbar ist die Strecke mit dem Kreuzboden-Sessellift, der auch zur roten Piste 1 ins Skigebiet bringt. Immer montags und donnerstags von 19 bis 20:30 Uhr werden die Scheinwerfer angestellt, wobei die Bahn aber auch am Tag geöffnet ist. So ist das Schlitteln an zwei Tagen in der Woche fast 12 Stunden nonstop möglich!

4. Der Hohe Sonnblick Am Rauriser Talabschluss oberhalb von Kolm Saigurn, befindet sich der Gipfel Hoher Sonnblick (3.106 m), der Teil der Goldberggruppe in den Hohen Tauern ist. Hier oben steht Europas höchste dauerhafte Wetterwarte, das Sonnblick Observatorium. Im Winter ist der Berg ein beliebtes Ziel für Skitourengeher, der nicht nur von Kolm Saigurn, sondern auch von Heiligenblut oder Sportgastein aus erreichbar ist. Der Österreichische Alpenverein empfiehlt mehrere Aufstiegsrouten, die zwischen 5 und 8 Stunden dauern. Während der Tour kommt man an Ruinen und spannenden Zeugnissen aus vergangenen Goldgräberzeiten vorbei. Passenderweise wird die Goldberggruppe daher auch die „Schatztruhe für Skitourengeher“ genannt.

Schneeschuhwandern geht um Rauris besonders gut. © Tourismusverband Rauris

5. Das Tauerngold Das Raurisertal ist buchstäblich eine Goldgrube. Früher besaß Rauris den größten und höchsten Goldbergbau Europas. Der Abbau des Edelmetalls prägte die Region im Herzen der Hohen Tauern und war bis ins 19. Jahrhundert hinein die Haupteinnahmequelle der Einheimischen. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die letzte Goldzeche stillgelegt. In Rauris wurden sogar schon die Europa- und Weltmeisterschaften im Goldwaschen ausgetragen. Im Goldgräberdorf des „goldenen Tals der Alpen“ können Touristen heute noch in der Rauriser Ache nach Gold suchen.

6. Brotback-Seminare mit Roswitha Huber Neben dem Skifahren und Entspannen kann man in Rauris auch uralte Kulturpraktiken wie das Brotbacken hautnah erleben. Die Rauriserin Roswitha Huber nennt sich ironisch-keck die „Eigenbrötlerin“, denn eines kann sie besonders: herrlich duftendes Brot herstellen.. In ihrer „Schule am Berg“ auf der Kalchkendlalm lehrt sie Besuchern die Kunst des Brotbackens. In ihren unterhaltsamen Seminaren werden nicht nur der Teig angesetzt und hilfreiche Tricks beim Formen erlernt, sondern das frisch Gebackene später auch verköstigt.

Roswitha Huber in ihrem Element.

7. Eine große Skigebiets-Auswahl Rauris ist der ideale Ausgangspunkt, um in einem Urlaub viele Skigebiete kennenzulernen. Da hier so viele Skiregionen dicht an dicht liegen, lohnt sich ein Skipass für alle zusammen – genauer gesagt für 22 Skiregionen! Mit der Salzburg Super Ski Card können Vielfahrer in der Umgebung alle Top-Skigebiete befahren. Von Rauris aus wäre da zum Beispiel auf der einen Seite das Gasteinertal mit seinen vier Skigebieten und insgesamt 207 km Pisten, oder auf der anderen Seite das Mölltal mit dem beliebten Freeride-Spot Heiligenblut am mächtigen Großglockner (3.798 m), dem höchsten Berg Österreichs. Wiederum nur eine halbe Stunde Autofahrt von Rauris nach Nordwesten liegt Zell am See-Kaprun mit dem äußerst beliebten Skigebiet Schmittenhöhe sowie dem Gletscher am Kitzsteinhorn. Mit anderen Worten, Rauris liegt mitten im Skiparadies.

Tolle Pisten, wie die in Rauris, liegen gleich nebenan. © www.skiresort.de

Weitere Artikel der Serie: Teil 2: Winterberg Teil 3: Engelberg

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