Reisebericht Livigno – das Dolce Vita unserer Mitarbeiterin Magdalena

23. April 2015 - Katharina Teudt

Unsere polnische Powerfrau aus dem Marketingteam, Magdalena, war Ende März eine Woche Skifahren im italienischen Livigno. Sie berichtet uns von ihrem genussreichen Urlaubserlebnis.

Selfie auf der Piste

„Livigno ist sehr populär bei den polnischen SnowTrex-Kunden. Daher wollte ich einmal selbst austesten, was der Ort zu bieten hat und vielleicht auch das Rätsel lösen, was genau dort so toll ist. Ich kann nur sagen, ich habe es herausgefunden. Allein die Anfahrt ist landschaftlich spektakulär. Vorweg gleich ein Tipp: Um den Weg nach Livigno ein wenig abzukürzen, kann man den Autozug durch den Vereina-Tunnel nehmen. Das spart ca. 70 km Wegstrecke über den Flüelapass, kostet aber 40 Euro pro Strecke. Danach kommt der Munt La Schera-Tunnel, der 38 Euro Mautgebühr für Hin- und Rückfahrt kostet, hinter dem sich schließlich Livigno befindet. Das Herausfahren aus dem Tunnel ist ein Aha-Erlebnis. Der recht große Ort ist sehr malerisch und erstreckt sich über 13 km entlang des Tals, das von Pisten gesäumt ist.

Shopping-Paradies Einmal angekommen, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Es gibt da so unheimlich viele Restaurants und Pubs, dazu zahlreiche Supermärkte und noch mehr Boutiquen mit günstigen Waren. Livigno ist nämlich eine Duty-Free-Zone, so dass das zollfreie Ausführen bis zu einem bestimmten Betrag bzw. einer definierten Menge erlaubt ist. Auch Preise für Alkohol und Benzin sind niedriger als anderswo. Es lohnt sich auf jeden Fall, das ein oder andere Geschenk mit nach Hause zu nehmen – natürlich im zollfreien Bereich. Tipp: Bei den Mengen sollte man genau aufpassen. Es kann sein, dass man bei der Ausreise beim Grenzübergang, also direkt nach der Ausfahrt aus dem Tunnel, angehalten und kontrolliert wird.

Einkaufsstraße in Livigno

Umfangreiches Skivergnügen Die Hauptbeschäftigung in Livigno ist – neben dem Shopping – aber das Skifahren. Ich habe erst im erwachsenen Alter bei SnowTrex Skifahren gelernt, fahre aber ganz ordentlich. Ich bin zwar vorsichtig und habe Respekt, aber durch das bewusste Fahren kann ich ordentlich an meiner Technik feilen, was sich mittlerweile sehr bemerkbar macht. Für mich ist die Geschwindigkeit nicht unbedingt das Wichtigste. Ich mag es, über die schönen breiten Pisten zu carven und dabei die Bergwelt zu bewundern. Das Skigebiet Livigno eignet sich für Genießer wie mich, aber auch für jede andere Könnerstufe. Die 155 Pistenkilometer teilen sich auf zwei größere Gebiete auf. Auf der einen Hangseite liegt das Carosello 3000 (2.402 m), wo wir in der Nähe gewohnt haben. Auf der anderen Seite liegt das Skigebiet am Mottolino (2.785 m). Dazu kommen ein paar Übungspisten direkt am Rande der Fußgängerzone. Es gibt sowohl Anfängerpisten, breite Hänge mit blauen Pisten, aber auch rote und schwarze, die schon einige Fahrerfahrung abverlangen. Dazu kommt ein tolles Terrain zum Freeriden und zwei Snowparks. Da das Wetter eher wechselhaft war, sind wir häufiger zum Mottolino gefahren. Das war eine gute Wahl, denn ich muss sagen, die Pisten dort sind super.

Hier einen Bombardino genießen… ein Traum.

Sonne und Bombardino Zwar waren die Pisten am frühen Morgen ein wenig hart, dafür hatten wir im Laufe des Tages perfekte Pistenverhältnisse. Zum Mittag haben wir uns gerne auf der Hütte getroffen. Dann haben wir auf den Liegen entspannt, Musik gehört und Lumumba (Kakao mit Rum) oder Bombardino (Eierlikör-Punch) getrunken. Auch das Gastronomie-Angebot in den Bergrestaurants war riesig und sehr schmackhaft. Man konnte zwischen verschiedenen Gerichten wählen, die mit manchen aus den Restaurants im Ort locker konkurrieren konnten.

Appartement mit Liftanschluss Unsere Unterkunft waren zwei Appartements im Marissa. Das Haus liegt zwar im ruhigen Teil von Livigno und ist relativ weit vom Zentrum entfernt, aber dank der guten Skibusverbindung konnten wir innerhalb 5 bis 7 Minuten im Ortskern sein. Die Skibusse fahren bis ca. 20:30 Uhr, danach dann Taxis. Das Appartement war schön gepflegt und geräumig. Die Skibushaltestelle ist ca. 50 m entfernt und auch Supermärkte liegen in der näheren Umgebung. Praktisch war, dass wir im Appartement auch W-Lan hatten. So konnten wir morgens Schneeverhältnisse checken und entsprechend entscheiden, auf welcher Seite des Skigebietes wir den Tag verbringen wollen. Darüber hinaus gibt es auch an jeder Berg- und Talstation, in vielen Bars und sogar im Skibus kostenloses und gut funktionierendes W-Lan. Wir haben das Haus Marissa unter anderem gebucht, weil man bei guter Schneelage von hier mit dem Skilift Palipert direkt in das Skigebiet Carosello 3000 einsteigen kann. Die Unterkunft lag ohnehin nur zwei Haltestellen vom Einstieg ins Carosello-Gebiet und von der Après-Ski-Bar Stalet entfernt – das war perfekt.

Die breiten Pisten lassen viel Platz zum Carven.

Après-Ski mit Olympioniken In Livigno gibt es mehrere Skihütten und Après-Ski-Bars. Wir waren aber meistens im Stalet an der Carosello-Talstation. Dort finden täglich Motto-Partys statt, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. Die Musik war sehr abwechslungsreich, so dass für jeden etwas dabei war. Auf einer dieser Partys haben wir eine Gruppe von Mädchen und Jungs Deutsch sprechen hören. Wir sind daraufhin ins Gespräch gekommen und wie es sich herausstellte, waren sie die Deutsche Olympiamannschaft im Eisschnelllauf! Sie waren im Urlaub oder im Trainingslager – das haben wir nicht mehr herausgefunden, aber für den gemeinsamen Partyabend war das auch unerheblich.

Der vergessene Helm Wir haben die Après-Ski-Partys in Livigno in vollen Zügen genossen, was uns letztlich zu einer lustigen Erkenntniss führte. Und zwar stellte an einem Morgen ein Freund aus unserer Gruppe fest, dass er seinen Helm nicht mehr bei sich hatte. Als ihm nicht mehr einfiel, wo er ihn gelassen hatte, wurden schon verschiedene Szenarien durchgespielt: einen neuen Helm kaufen, für die übrigen drei Tage einen Helm ausleihen oder gar ohne Helm fahren. Och nö! Schließlich machten wir uns auf die Suche und zwar da, wo der letzte Abend zu Ende gegangen war. Wir gingen also morgens ins Stalet in der Hoffnung, der Helm liege immer noch dort. Die Überraschung: da lagen Berge von vergessenen Helmen! Seiner zum Glück auch. Unser Freund war offenbar nicht der Einzige, der nach einer Party ohne Helm nach Hause gegangen war. Da haben wir wirklich gelacht.

Meine Freizeittipps für Livigno Insgesamt war der Urlaub super. Top Ort, top Skigebiet, top präparierte Pisten, top Infrastruktur. Wir fahren selten hintereinander in den gleichen Ort, aber hier würde ich sofort eine Ausnahme machen.“

Wie kann man bei diesen Pisten widerstehen?

Zum Schluss noch ein paar persönliche Tipps für den Livigno-Besuch:

  • ein selbst gebrautes Bier in der „Bar 1816“ trinken. Die höchst gelegene Brauerei in den Alpen schenkt das gleichnamige Bier in sehr netter Atmosphäre aus.
  • die SpeedSkiing-Strecke am Mottolino und im Carosello 3000 runter düsen und die eigene Geschwindigkeit messen.
  • mindestens eines der vielen Funsport-Angebote nutzen: Heliskiing, Paragliding, Quad fahren und natürlich das Nachtrodeln auf großen Reifen.
  • Wer im März dort ist, kann dem Festival „La Skieda“ beiwohnen. Das Telemarkfest mit Contest findet jährlich statt und versammelt Telemarker aus aller Welt.

Liebe Magda, vielen Dank für Deinen erheiternden Bericht und die vielen tollen Tipps!

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