Neuigkeiten aus den Skigebieten

25. Oktober 2013 - Nina Vogt

Die Saison mag in den meisten Skigebieten erst im November oder Dezember beginnen. Faul herumgesessen hat hier deswegen in den letzten Monaten niemand. Im Gegenteil: Es ist viel passiert. Und es wurde vor allem viel investiert – in neue, modernere Liftanlagen, in futuristische Neubauten und sogar in ein ganz neues Skidorf. Wintersportler dürfen gespannt sein.

Einige der News aus den Bergen haben wir hier zusammengetragen:

So wird die Urdenbahn aussehen. © Arosa Tourismus

Arosa/Lenzerheide

Eine der Sensationen in diesem Winter: Nach langen Diskussionen und Planungen ist die Verbindung zwischen den Graubündner Skigebieten von Lenzerheide und Arosa nun endlich perfekt. Ab Mitte Dezember bilden die beiden das größte zusammenhängende Skigebiet des Schweizer Kantons. 3 neue Liftanlagen machen den Zusammenschluss möglich: Auf Aroser Seite entsteht eine neue 1,7 km lange stützenlose Doppelpendelbahn zwischen dem Hörnli und dem Urdenfürggli, die das innere Urdental überbrückt – die Urdenbahn. Auf Lenzerheider Seite mussten die ehemalige Sesselbahn Schwarzhorn und der Skilift „Weißhorn II“ weichen, um Platz zu machen für 2 neue kuppelbare 6er-Sessellifte. Einer führt von der Bergstation Heimberg hinauf zur Mottahütte. Die 2. Sektion verbindet die Talstation am Schwarzhorn mit dem Urdenfürggli. Wintersportler können ab der kommenden Wintersaison auf 3 Talseiten fahren – und auf insgesamt 225 km Pisten, erschlossen durch 42 Lifte.

Arlberg

Der zweite Knaller zum Winter 2013/2014: Auch am Arlberg stehen ab jetzt noch mehr Pistenkilometer zur Verfügung. Grund dafür ist der Zusammenschluss der Skigebiete von Lech Zürs und Warth-Schröcken. Aus insgesamt 280 Pistenkilometern, die den Inhabern des Skipasses „Ski Arlberg“ zur Verfügung stehen, werden 341 (Skigebiete Warth-Schröcken und Lech Zürs sowie St. Anton, St. Christoph, Stuben und Klösterle/Sonnenkopf). Mit 190 Pistenkilometern und 47 Liftanlagen entsteht in Lech Zürs und Warth-Schröcken zudem das größte Skigebiet Vorarlbergs. Möglich ist die Verbindung durch den Auenfeldjet, eine 10er-Gondel-Einseil-Umlaufbahn.

Eine Grafik des Auenfeldjets.

Ischgl

Ischgl erweitert das Skigebiet: Im Fimbatal entsteht die neue Pendelbahn „Piz Val Gronda E5“. In einer Gondel befördert sie 150 Personen bis auf 2.812 m Höhe und eröffnet bislang unbekanntes Terrain. Von der Bergstation aus führt eine rote drei km lange Piste ins Vesiltal. Besonderes Highlight ist das neu erschlossene Freeride-Gebiet, das sich bis ins Fimbatal erstreckt. Mit der neuen Bahn verfügt Ischgl in der Wintersaison 2013/14 über 44 Lift-Anlagen. Die nächste Neuigkeit erwartet Ischgl-Fans übrigens bereits im kommenden Jahr: Denn der Neubau der Pardatschgratbahn hat begonnen. Die bestehende 4er-Gondel-Einseilumlaufbahn auf den Pardatschgrat wird ersetzt und teilweise abgebaut. Die neue Dreiseilumlaufbahn bringt Wintersportler dann vom Ortskern aus auf den 2.624 m hohen Grat – und überwindet mit 1.251 den weltweit größten Höhenunterschied. 31 Gondeln mit einem Fassungsvermögen von je 28 Menschen bieten den Komfort von Sitzplätzen für jeden Mitfahrer. Der obere Teil der bisherigen Bahn bleibt ab der Mittelstation als Zubringer auf den Pardatschgrat unter dem Namen „Pardoramabahn“ erhalten.

Die neue Liftanlage in Ischgl. © TVB Paznaun-Ischgl

Kronplatz

Am Kronplatz in den Dolomiten wird die Kabinenbahn „Alpen“ komplett erneuert und durch die neue Kabinenbahn „Alpen connecting“ ersetzt. Die Zahl der Sitzplätze wird von 6 auf 10 erhöht. Für Komfort sorgen Ledersitze und kostenloses Wi-Fi im Bereich der Talstation, der Bergstation und in allen Kabinen.

Wagrain

Das hat in Wagrain noch gefehlt: Die moderne Seilbahnanlage „G-Link“ überspannt ab diesem Winter das Tal zwischen den beiden Skibergen Grießenkareck und Grafenberg. Sie führt von der Mittelstation der Seilbahn „Flying Mozart“ (1.233 m) zum Knotenpunkt an der Bergstation des Grafenberg Express I (1.240 m). Auf der Strecke verkehren 2 Kabinen mit Platz für je 130 Personen.

Die Kabinenbahn „G-Link“ © Bergbahnen Wagrain

Kitz Ski

In Jochberg wird der Einstieg in das Skigebiet rund um Kitzbühel komfortabler: Die neue 10er-Einseilumlaufbahn, die Wagstättbahn, ersetzt die alte Doppelsesselbahn Wagstätt und den Schlepplift Wurzhöhe. Auch die neue Bahn wird in 2 Sektionen unterteilt sein – von der Talstation bis zur Wagstättalm und weiter auf die Wurzhöhe.

4 Vallées

Weihnachten gibt es ein Geschenk für die Wintersportler im Schweizer Gebiet der 4 Vallées: Eine neue 8er-Kabinenbahn verbindet dann Siviez (1.730 m) mit der Ebene Plan du Fou (2.430 m). Dank einer Beförderungskapazität von 2400 Personen pro Stunde gewinnt so die Verbindung zwischen den Sektoren Siviez und Tracouet stark an Attraktivität. Hinzu kommt eine neue Verbindung zwischen Les Mayens de Bruson und Le Châble mit einer 8er-Kabinenbahn, die einen einfacheren Zugang von Verbier aus ermöglicht.

Skiregion Schladming-Dachstein

In Rohrmoos entsteht die neue Gipfelbahn Hochwurzen. Die alte Gruppenumlaufbahn weicht einer modernen 10er-Kabinenbahn, die den Wintersportlern demnächst bei einer Beförderungskapazität von 2.500 Personen pro Stunde lange Wartezeiten ersparen soll. Mit der neuen Bahn entsteht auch ein multifunktionales Talstationsgebäude. Die Bergstation entsteht unterirdisch.

St. Johann Alpendorf

Nach 25 Jahren im Dienst haben die Panoramabahn I und II am Gernkogel ausgedient. Sie werden durch 2 komfortable kuppelbare Sesselbahnen ersetzt. Die Obergassalm-Bahn ist eine 6er-Sesselbahn mit Sitzheizung und Bubble. Ein besonderes Augenmerk wird hier auf die Sicherheit für Kinder gelegt – mit selbstverriegelnden Schließbügeln, Sesseln mit mittiger Fußablage und sich an die Körpergröße anpassendem Förderband beim Einstieg. Die Strassalm-Bahn ist eine 8er-Sesselbahn mit Sitzheizung, Bubble und einem ökologischen Highlight bei der Bergstation: einer Photovoltaik-Anlage.

Zillertal 3000

Im Skigebiet Rastkogel wird die bisherige Doppelsesselbahn Lämmerbichl durch eine moderne 6er-Sesselbahn ersetzt – inklusive Wetterschutzhauben und Sitzheizung natürlich.

Schlick 2000

Die beiden Schlepplifte Zirmach I und II haben ausgedient. Ersetzt werden sie durch die neue 6er-Sesselbahn Zirmachbahn, die die Wintersportler von 1.910 auf 2.420 m Höhe bringt – bei Bedarf unter Hauben und auf beheizten Komfortsesseln. Ein weiteres Highlight in dem Skigebiet im Stubaital: die 2 neuen Pisten „Kanonenrohr-Abfahrt“ und „Latschen-Abfahrt“.

Zillertal Arena

Die Doppelsesselbahn Krummbach in Gerlos muss weichen: Dafür entsteht die neue kuppelbare 6er-Sesselbahn Moseltret-X-Press mit Wetterschutzhauben und Sitzheizung. In Gerlos gibt es zudem in diesem Winter eine neue Kids Speed Check Strecke.

Mellau-Damüls

Auf der Mellauer Rossstelle fährt ab dem 12. Dezember die erste 8er-Sesselbahn des Bregenzerwaldes. Mit dem Ersatz der bisherigen Rossstellelifte gehört das Schleppliftfahren in Mellau-Damüls künftig der Vergangenheit an. Von der Bergstation der Mellaubahn führt der neue Lift bis auf eine Höhe von 1.600 m. Die neue Rossstellebahn ist mit Wetterschutzhauben, Sitzheizung und einer modernen Kinderschließsicherung ausgestattet.

Hochzillertal

Zwei neue Sesselbahnen, die Kristall-Sesselbahn und die Neuhütten-Sesselbahn, bringen ab Dezember im Skizentrum Hochzillertal/Kaltenbach Wintersportler noch schneller und bequemer ins weiße Vergnügen.

Tignes

Gleich ein ganzer Ortsteil entsteht in Tignes neu. Im Dezember eröffnet Tignes 1800 und gesellt sich zu den bisherigen Ortsteilen Val Claret, Le Lac und Lavachet hinzu. Um eine Kirche im Zentrum herum hat man ein Dorf mit Chalets aus Stein und Holz entstehen lassen, das dem alten Ort Tignes nachempfunden ist, der  in den 50er Jahren geflutet wurde. Die neue 8er-Kabinenbahn „Les Boisses“ bringt die Wintersportler direkt ins Skigebiet „Espace Killy“. Neben den modernen Unterkünften findet man hier alles, was es im Skiurlaub braucht – von der Skischule über den Supermarkt bis hin zu Restaurants, Sportgeschäften und einem Hallenbad mit Saunabereich.

Sölden

Stylisch, aber vor allem schmackhaft geht es ab Dezember am Gaislachkogl zu. Auf dem Skiberg entsteht in 3.048 m Höhe ein Bedienungsrestaurant der Extraklasse. Das „Ice Q“ soll mit „Alpine Cuisine“ und Weinkultur punkten. Die Glasfassade des Design-Baus gibt den Blick frei auf die beeindruckende Ötztaler Bergwelt. Ein weiteres Highlight: die Hängebrücke, die die Gäste direkt zum Gipfel des Gaislachkogls führt.

Stubaier Gletscher

Die Bergstation Gamsgarten wird zum „Schneekristall Pavillon“. Auf 2.620 m Höhe entsteht ein 3-geschossiger Anbau mit einem 1.250 qm großen Sportshop und Verleih im Erdgeschoss sowie einer VIP-Galerie im Obergeschoss, deren Dach bei Sonnenschein zur Hälfte Richtung Süden geöffnet werden kann. Für Freerider wird das „Powder Department“ erweitert: 5 neue Tiefschnee-Runs kommen auf der Freeride-Map am Stubaier Gletscher hinzu. Familien toben sich ab sofort auf der BIG FAMILY Funslope aus.

Viel Spaß beim Entdecken!

Print Friendly and PDF
Kössen – Skigebiet Hochkössen

Das Familienskigebiet Hochkössen im Kaiserwinkl zeichnet sich durch ...

Autofreier Skiurlaub – ganz entspannt ankommen!

Teuer, zeitraubend, stressig – mit dem Auto in die Berge fahren kann ungemütlich ...