NEU im Winter 2014/2015 – Mehr Lifte, mehr Pisten, mehr Fun!

1. Oktober 2014 - Katharina Teudt

Wir freuen uns alle ohnehin schon wie verrückt auf den Winter. Die Betreiber der Skigebiete setzen noch eins drauf und haben für die Saison 2014/15 wieder ordentlich an Liften und Pisten geschraubt, um uns noch größeren und komfortableren Skispaß zu liefern. Hier kommen die wichtigsten Neuerungen der Saison:

Skifahren im Paradiski wird noch spektakulärer © www.tristanshu.com

Luxus am Hintertuxer Gletscher Auf den Tiroler Gletschern ist einiges los. Die Bergbahnen in Tux haben sich ganz der Komfortverbesserung verschrieben. Mit dem 4er-Sessel Tuxerjoch fährt ab sofort die erste Sesselbahn mit beheizten Sitzen am Hintertuxer Gletscher. Außerdem wird der Weg von der Sommerbergalm zu den Liften am Tuxerjoch geebnet. Eine überdachte Rolltreppe führt nun zum Einstieg der Lifte. Auch im Skigebiet Rastkogel in der Ski & Gletscherwelt Zillertal 3000 muss ab sofort niemand mehr am Hintern frieren. Nun sind nach dem 6er-Lämmerbichl auch die beiden Sesselbahnen Wanglspitz und Horbergjoch jeweils mit Wetterschutzhaube und Sitzheizung versehen.

Skitunnel am Kaunertaler Gletscher Pistenfahrer können jetzt auch die Freeriderabfahrt nehmen. Wie das? Die Variantenabfahrt Wiesejaggl wird durch den ca. 140 Meter langen, beleuchteten Skitunnel „Wiesejaggl“ erschlossen. Für die optimale Pistenanbindung sorgt eine 12 m breite Skibrücke für die Querung der Gletscherstraße. Die neue schwarze Piste Nummer 6 beginnt bei der Bergstation Karlesjochbahn, hat eine Gesamtlänge von 2,2 km und endet bei der Talstation Sessellift Ochsenalm II.

Neue Eisgrotte auf 3.000 m Höhe Auch am Stubaier Gletscher gibt es eine neue Attraktion. Sie hat zwar nur indirekt mit Skifahren zu tun, ist aber ein lehrreicher und spannender Ausflug für die ganze Familie. Bei der Bergstation Eisgrat, etwa 30 m unter der Piste, liegt die neu erschaffene Eishöhle, in der Sie alles über Gletscherphänomene erfahren. Außerdem können sich Familien über die neue Fun-Slope freuen. Auf dem neuen 1.000 m langen Parcours am Eisjochferner fahren die Kids über Wellen, Sprünge und Steilwandkurven. Begleitet werden sie von den Maskottchen Mini B. und B.BIG.

Aualmbahn in Scheffau © Hitech-8-er Sesselbahn SkiWelt Scheffau

Neues aus der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental Das saisonale Hightech-Highlight im größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs steht in Scheffau. Die neue 8er-Aualm-Bahn ersetzt den bisherigen 4er-Sessel, der einer der meistbefahrenen Lifte in der SkiWelt ist. Mit der neuen Bahn sollen nun die Wartezeiten zur Rushhour verkürzt und die Fahrt noch angenehmer gestaltet werden. 10 Millionen Euro hat der Luxus in Liftform gekostet. Dafür gibt’s nun Förderbandeinstieg, Sitzheizung, Wetterhauben und kindersichere, selbstverriegelnde Schließbügel. Weiterhin wurde das Hexenkinderland in Söll für die Kleinen um einen Übungslift erweitert und in der SkiWelt Brixen wurde eine rote Piste mit 1,2 km Länge inklusive Beschneiungsanlagen erschlossen. Die Strecke führt von der Talstation des Holzalmlifts auf 1.440 m Richtung Gasthof Nieding auf 1.215 m. Um den Gästen auch die Mittagspause zu versüßen, erstrahlt das Panoramarestaurant „Bergkaiser“ in Ellmau-Going nach dem Umbau in frischem Antlitz. Ganz neu dazugekommen ist außerdem ein Bedienungsrestaurant mit 200 Sitzplätzen.

Lageplan der riesigen neuen Fun-Area „Mille 8“ © Les Arcs

Beginn einer neuen Area Das französische Skidorf Les Arcs setzt mit seinem neuesten Clou eine Benchmark: Mit der Fun Zone „Mille 8“ in Arc 1800 wird ein Multi-Funktions-Konzept umgesetzt, das umfangreicher kaum sein kann. Im Rahmen des Mammutprojekts wird für Wintersportler einfach alles neu gebaut: eine top moderne 8er-Gondel führt auf neue Pisten sowie zu Rodelbahn, Kinder-Zauberland, Erlebnispfad, Funpark und Bergrestaurant. Zu allem Überfluss wird auch noch mitten im Skigebiet ein Schwimmbad errichtet! Das Aqua Fun Center ist 3.800 m² groß und besitzt neben Rutschen und Schwimmbecken einen gläsernen Aufzug, der den direkten Blick auf den Mont Blanc bietet. Ziel des riesigen Investments ist ein Rundum-Freizeitangebot für Skifahrer und Nicht-Skifahrer, das sommers wie winters, von morgens bis abends zugänglich ist. Das „Soft Opening“ ist für den 13. Dezember 2014 geplant, wenn die Les Villards-Gondelbahn, die Entdecker-Piste, die Kinderareale, die Rodelbahn und der Funpark eröffnet werden. In 2015 kommen weitere Lifte, die erweiterte Rodelbahn, ein Hotel sowie das Hauptgebäude von Mille 8 mit Restaurant, Shops und Golf Simulator hinzu.

Komfortabel auf das Jakobshorn In Davos-Klosters wird ebenfalls ein Großprojekt realisiert. Die 1. Sektion der Jakobshornbahn wird durch eine neue Pendelbahn ersetzt. Allein die Talstation stellt einen riesigen kubistischen Neubau dar. Das Projekt verschlingt eine immense Summe von 23 Millionen CHF, dafür transportiert die klassische Pendelbahn nun pro Fahrt 100 Personen nach oben. Das bedeutet eine verdoppelte Transportleistung im Vergleich zu vorher. 1.035 m Weg überbrückt die Kabine bis zur Bergstation, die ebenfalls erneuert wurde.

Bergstation der neuen Jakobshornbahn © Davos-Klosters

Rekord in Ischgl Die bisherige Zubringerbahn für das Skigebiet Ischgl/Idalp ist als 4er-Gondel nicht mehr ausreichend für den Gästeandrang. Sie wurde daher durch eine neue 3-S Bahn (Drei-Seil-Umlauf) ersetzt. Damit stellt Ischgl einen neuen Rekord auf: Die neue Pardatschgratbahn überwindet mit 1.251 m den größten Höhenunterschied einer 3-S Seilbahn. Die untere Teilstrecke wurde komplett abmontiert und durch eine windstabile Dreiseilumlaufbahn ersetzt, die nun ohne Zwischenstation direkt auf den Pardatschgrat führt.

In acht Minuten auf die HochjochTotale Die neue „Panorama-Bahn“ in der Silvretta Montafon transportiert vom Kapell hinauf zum Grasjoch auf 2.400 m und somit zur bekannten HochjochTotale, der längsten Talabfahrt in Vorarlberg. Die 8er-Kabinenbahn ist mit 2.370 m die längste Sportbahn Vorarlbergs und dazu eine der schnellsten. Für die Auffahrt braucht die flinke Bahn nur noch acht Minuten! Mit den beiden Vorgänger-Sesselliften dauerte die Fahrt ganze 40 Minuten. Auch seinen Namen bekam das Projekt nicht von ungefähr. An der Bergstation eröffnet sich ein 360°-Blick auf rund 200 Berggipfel. Da haben sich die rund 12,5 Millionen Euro Investition doch wahrlich gelohnt.

Neue Panoramabahn am Grasjoch © Silvretta Montafon

Zwei Neue im Hochpustertal Ab diesem Winter werden die Pisten der Sextner Dolomiten von Vierschach bis Sexten nahtlos erschlossen sein. Die bisher getrennten Gebiete Helm und Rotwand verbinden nun zwei neue Bahnen. Die Talstation der neuen 8er-Kabinenbahn „Drei Zinnen“ liegt direkt neben der bestehenden „Signaue“-Bahn, wo beide Gebäude durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Die ebenfalls neue „Stiergarten“-Bahn sitzt an der Sexten-Helm-Piste. Die Bergstationen beider Bahnen laufen auf dem „Stiergarten“ auf 2.092 m Höhe zusammen. Durch die zwei neuen Bahnen sind auch zwei neue Pisten erreichbar. Die „Drei Zinnen“ mit 2,3 km und die „Stiergarten“ mit 1,3 km ergeben eine Gesamtlänge von rund 5 km neuer Abfahrtstrecke.

Die neue Drei Zinnen Bahn © Sextner Dolomiten AG/Christian Tschurtschenthaler

Skirunde am Ortler komplett Mit dem Bau der neuen Rosim-Bahn ist in Sulden das Skikarussell Ortler-Ronda geschlossen. Die 10er-Umlaufkabinenbahn transportiert hinauf ins Skigebiet Kanzel, wo neben dem Bergrestaurant Kanzel auch das Kinderland Cevedale neu dazugekommen ist. Die nun erreichbare, neue Panoramapiste führt über 2,5 km und 550 Höhenmeter bis zur Talstation der Seilbahn. Der Ausbau und die Zusammenführung der Pisten soll dazu beitragen, Sulden autofrei zu machen.

6er auf der Steinplatte Im Tiroler Skidorf Waidring im Skigebiet Steinplatte wurde ein großes Bauprojekt realisiert: Der alte 3er-Sessel aus den 80er-Jahren hat ausgedient, denn zum Saisonstart wird die moderne 6er-Sesselbahn Kammerkör mit Wetterschutzhauben und Sitzheizung eingesetzt. Die neue Talstation liegt nun etwa 900 m weiter nördlich in Richtung Schwarzlofer auf ca. 1.250 m Höhe. Oben wartet die neue Bergstation mit dem „Panoramastadl“ auf 1.660 m auf.

Der neuer 6er-Sessellift Kammerkör © Bergbahnen Steinplatte

Sechs statt vier im Trois Vallées In einem so großen Skigebiet wie den Trois Vallées gibt es großes Potential für Neuerungen. So ist auch im Vorfeld der Saison 14/15 viel geschehen. Steigende Besucherzahlen bedürfen größerer Kapazitäten. In Courchevel gibt es ab sofort mehr Platz in den 6er-Sesseln „La Forêt“ mit Abdeckhauben und dem „Aiguille du Fruit“. Außerdem liegt in Courchevel der neue „Liberty Ride“, eine 1,3 km unpräparierte Piste als perfekte Übungsfläche für angehende Freerider. In Val Thorens wurden die 4er-Sessellifte „Plan de l’Eau“ und „Portette“ durch modernere 6-Sitzer ersetzt.

Adrenalinkick im Ötztal Sölden hat sich für die Fun-Liebhaber etwas ganz Abgefahrenes ausgedacht. Beim „Adrenalin Cup 2014/15“ müssen in zehn Disziplinen Punkte gesammelt werden. Jeder kann mitmachen und sich bei Riesenslalom, Fotosafari, Buckelpiste, Winterwandern oder beim Skisprung messen. Vermerkt werden die gesammelten Punkte auf dem „AdrenalinPass“, den es tage- und wochenweise als Upgrade zum Skipass zu kaufen gibt. Je mehr Disziplinen bewältigt werden, desto besser. Am Ende der Saison gewinnt die beste Einzelwertung.

Neues gibt es auch aus dem Ötztal © Bergbahnen Sölden

Aus drei mach sechs Nirgends wurde mehr getan als an der Sessellift-Front. Viele Skigebiete rüsten auf und ersetzen ihre kleineren mit größeren Sesseln. Der Wasserkar in Sölden etwa wird zum 6er-Sessel ausgebaut. Ebenso bekommt Damüls, das schneereichste Dorf der Welt, mit dem Sunnegg-Lift einen 6er-Sessel. Auch im slowakischen Štrbské Pleso schreitet die Modernisierung mit großen Schritten voran. Im Haus-Skigebiet wird der komplett neu errichtete 6er-Sessellift Interski in Betrieb genommen. Die Bahn führt von der Talstation zur Mittelstation des Furkota-Lifts auf 1.565 m. Damit werden die blaue und rote Talabfahrt mit einem Sessellift erschlossen.

Ausblick auf 2015 Große Pläne sind auch aus dem Pillerseetal zu vernehmen. Laut Medienberichten wollen sich die Bergbahnen Fieberbrunn mit dem Skicircus Saalbach Hinterglemm zusammenschließen. Aus den bisher 40 Pistenkilometern und elf Liften würden dann 240 Pistenkilometer und 66 Lifte. Ein 18 Millionen Euro schweres Gondel-Projekt soll die beiden Gebiete verbinden. Wenn sich TVB, Bergbahnen und Gemeinden über die Finanzierung geeinigt haben, sollen die Bauarbeiten im Sommer 2015 starten, damit die Verbindung im Dezember 2015 eröffnet werden kann. Der Skicircus hat sogar noch größere Pläne: Im Jahr 2016/17 soll der Zusammenschluss mit Zell am See und Kaprun erfolgen.

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