Innsbruck – Sightseeing und Pistenspaß in der Hauptstadt der Alpen

21. November 2012 - Katharina Teudt

Für die meisten Winterurlauber bedeutet Skifahren vor allem grenzenlosen Pistenspaß, sich von morgens bis in den späten Nachmittag hinein die Abfahrten hinunterstürzen und abends beim Après-Ski das Tanzbein schwingen. Kultur und Skiurlaub in einem Atemzug zu nennen, klingt da eher weit hergeholt. Doch das eine muss das andere keineswegs ausschließen.

Wer im Winter einmal die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck besucht hat, der kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, kulturelle Aspekte mit intensiver Pistenaction zu verknüpfen. Denn die Stadt am Inn hat ihren traditionellen Charme bewahrt und bedient doch zugleich alle Wünsche, die ein moderner Skiurlauber stellen kann. Wo sonst kann man so viel historische Architektur bestaunen und im nächsten Moment unkompliziert mithilfe des öffentlichen Verkehrsnetzes direkt in das nächstgelegene Skigebiet gelangen! Letzteres ist übrigens im alpinen Raum einmalig.

Diese unvergleichliche Kombination wirkt wie ein wahrer Besuchermagnet. Mit mehr als 3.000 täglichen Nächtigungen verzeichnet die Tourismusindustrie jedes Jahr aufs Neue stolze Zahlen. Unterstützend dabei wirkt die hervorragende Anbindung der Stadt an das internationale Flugverkehrsnetz. Muss man sich in kleine, abgelegene Bergdörfer oft mühsam seinen Weg bahnen, was gerade im Winter äußerst beschwerlich sein kann, werden Flüge nach Innsbruck von nahezu jedem großen europäischen Flughafen angeboten. Dieser liegt noch dazu nur etwa 5 km vom Stadtkern entfernt. Eine angenehme Anreise ist damit garantiert.

Im Anflug lässt das traumhafte Panorama Innsbrucks mit dem Karwendelgebirge im Norden und dem Patscherkogel vor den südlichen Toren der Stadt bereits erahnen, weshalb hier schon zwei Mal die Olympischen Winterspiele – 1964 und 1976 – ausgetragen wurden. Sagenhafte neun Skigebiete und 285 Pistenkilometer sind dem Skiverbund Olympia SkiWorld inne. Darunter befinden sich klanghafte Namen wie der Stubaier Gletscher, die Axamer Lizum oder Kühtai. Umspannt wird dabei ein Höhenunterschied von beinahe 2.400 m! Eine Flutlichtpiste am Rangger Köpfl, Off-Piste-Skifahren am Glungezer oder der für Snowboarder bestens geeignete „Nitro Skylinepark Innsbruck“ im Nordpark dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Après-Ski im klassischen Sinne kommt selbstverständlich nicht zu kurz. Zahlreiche Hütten und Schirmbars säumen die Pisten. Zudem zeigt sich hier schnell der Vorteil einer Großstadt. Während kleine Gemeinden meist eher mit einem überschaubaren Angebot aufwarten, bietet Innsbruck Abendunterhaltung en masse. Ob Restaurants, Clubs oder Diskotheken, ob günstig oder gehoben – die Auswahl wird jeden zufrieden stellen.

Der besondere Reiz, die Zeit nach dem Skifahren zu verbringen, liegt sicher aber darin, die kulturelle Seite der Stadt zu erkunden. Das Wahrzeichen schlechthin ist das „Goldene Dachl“. Der im spätgotischen Stil errichtete Prunkerker, dessen Dach mit mehr als 2.600 Kupferplatten verziert ist, darf in keiner Bildersammlung fehlen. Die Annasäule auf Innsbrucks Prachtboulevard, der Maria-Theresien-Straße, das barocke Helblinghaus oder die Hofburg als Sitz der ehemaligen Landesfürsten sind nur einige weitere Highlights, deren Besichtigung ein Muss für jeden Urlauber ist. Die vielen Museen, Theater und Kunsthäuser runden das abwechslungsreiche Angebot gelungen ab.

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