Iglu, Gondel oder Holzfass – außergewöhnliche Hotels im Schnee

26. März 2016 - Katharina Teudt

Viele Winterurlauber suchen das besondere Erlebnis am Berg und eine außergewöhnliche Nacht im Schnee. Zu den großen Trends gehören Iglu-Dörfer, die in zahlreichen Skiregionen der Alpen zu finden sind. Aber es geht noch kurioser.

Übernachten in Holzfässern Winter-Camping hat sich zur gefragten Alternative im Skiurlaub etabliert. In vielen Skigebieten gibt es Campingplätze unweit der Liftstationen. Wer nicht mit seinem eigenen Van anreisen möchte oder gar keinen besitzt, findet beim „Camping Resort Zugspitze“ in Grainau an der Zugspitze eine außergewöhnliche Alternative. Auf dem 5-Sterne-Campingplatz von Werner Wilhelm stehen hölzerne Schlaffässer. In den speziellen Anfertigungen befinden sich gemütliche Kojen mit Doppelbett, ausziehbarem Tisch und Sitzbänken, Strom und Heizung. Der Campingplatz bietet zudem mit Restaurant, Bistro, Alpen-Spa, Sauna, Vinothek und Sonnenterrasse einen verhältnismäßigen Luxus.

Schlaffässer in Grainau. © Marcfoto, GAP

Übernachten in der Seilbahn Im französischen Corchevel wurde diesen Winter die wohl ungewöhnlichste Übernachtungs-Möglichkeit im Skigebiet angeboten. Die Buchungsplattform Airbnb hat unter dem Motto „amazing places to rent“ in der Saulire-Seilbahn eine Schlafgondel errichtet und die Übernachtung darin verlost. Die Gondel, die normalerweise Skifahrer zum La Saulire auf knapp 2.800 m hinauf bringt, wurde in ein komplett eingerichtetes Hotelzimmer mit Schlaf- und Wohnbereich umgewandelt. Von hier oben ist die Aussicht über die berühmten Trois Vallées schlicht überragend, allerdings eher für Schwindelfreie. Leider war ein bereits abgelaufenes Gewinnspiel der Anlass für den temporären Umbau der Gondel. Aber so wurde einmal mehr auf eindrückliche Weise gezeigt, dass in Sachen exotische Übernachtungen am Berg nichts unmöglich ist.

Iglu-Lodge im Allgäu Das „Abenteuer in der freien Natur“ verheißen Matthias Lenz und seine Crew in der Iglu-Lodge bei Oberstdorf. Sie nennen sich selbst Igluiten, die Iglus in der klassischen Block-Bauweise der Inuit erstellen. Bis zu 30 Übernachtungsgäste finden in den urigen Behausungen Platz. Auch hier gibt es jede Saison ein Motto, nach dem die Iglus aus dem Eis geschnitzt werden. Für Übernachtungsgäste stehen verschiedene Pakete für 4er-Gruppen und Paare sowie Aktivitäten wie Skifox-Fahren oder das Flying Pinguin-Erlebnis zur Wahl.

Kaiserinnenbett © ALPENIGLU Dorf

Alpeniglu Dorf im Brixental Immer stärker im Trend und bereits in mehreren Skigebieten zu finden sind Iglu-Dörfer mit Übernachtungsmöglichkeit. In der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental zum Beispiel können Skifahrer direkt an der Piste im 5-Sterne-Iglu-Hotel nächtigen. Hier genehmigen sich die Gäste einen Aperitif an der großen Eisbar, bevor Sie ins Abendprogramm mit Fondue-Essen übergehen oder eine kleine Tour zur Eiskunstausstellung Ice Land an der Piste machen. Der große Vorteil des Iglu-Dorfes: es liegt unweit der Gondelstation Hochbrixen mitten im Skigebiet.

Igludorf in Hochbrixen. © ALPENIGLU Dorf

Iglu-Dörfer in der Schweiz In insgesamt sieben Skigebieten bietet die Plattform Iglu-dorf.com ihre Schneehotels an. In der wilden Natur und teilweise im hochalpinen Gelände versammeln sich die Kuppeln der verschiedenen großen „Hütten“ aus Eis. Die Standorte der Iglu-Kette liegen vornehmlich in der Schweiz, in Davos-Klosters, Engelberg, Gstaad, St. Moritz, Zermatt, darüber hinaus auch in Andorra sowie an der Zugspitze. Jeden Winter aufs Neue werden an den Standorten fantasievolle Kunstbauten in den Schnee gebaut. Jedes Dorf steht dabei unter einem eigenen Thema.

White Lounge Iglu-Hotel in Mayrhofen Am Genießerberg Ahorn oberhalb von Mayrhofen liegt auf 2.000 m die Edel-Variante der Iglu-Hotellerie. Die „White Lounge“ ist die offizielle Chill-out-Area auf dem Ahornplateau, die nur mittels Gondelbahn und anschließender Wanderung über den Panoramaweg erreichbar ist. Hier genießen die Gäste dank der Exposition der Lounge eine tolle Aussicht, sonnige Stunden im Liegestuhl und Drinks von der Iglu Bar. Zur Übernachtung stehen sieben Iglu-Suiten von basic bis romantisch zur Verfügung. Gästen wird das volle Programm mit Iglu-Führung, Abendessen, Fackelwanderung und Lagerfeuer, Sternegucken und dem abschließenden Drink an der Schneebar geboten.

White Lounge am Ahorn. © Mayrhofner Bergbahnen

Schneedorf in Hochötz Im Skigebiet Hochötz im Ötztal liegt auf 2.000 m Höhe das erste Igludorf Österreichs. Das Schneedorf gleicht einem riesigen Schneehügel, ist aber ein in sich geschlossenes Kunstwerk aus Schnee und Eis. Im Dorf sind Kerzen die einzige Lichtquelle, so dass der Ort in seiner Ruhe und Abgeschiedenheit fast mystisch wirkt. Das Dorf besteht aus sechs 4er-Iglus und acht Pärchen-Suiten für je zwei Personen. Für den kleinen Luxus in diesem Bergidyll stehen ein Aufwärmraum und eine Sauna bereit. Candlelight Night, Iglubau-Workshops und eine Lounge für Skifahrer, die tagsüber herein schneien und sich auf dem Schaffell ausruhen können, machen das Angebot im Schneedorf äußerst sympathisch.

Wem die Iglu-Nacht zu extravagant ist, der kann die Iglu-Dörfer auch nur tagsüber besichtigen und ganz normal in Hotels oder Frühstückspensionen wohnen. Schauen Sie doch einfach mal hier vorbei.

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