Gaumenfreuden im Skigebiet – Bergrestaurants der besonderen Art

18. Juli 2013 - Nina Vogt

Wer den ganzen Tag auf der Piste unterwegs ist, der muss zwischendurch die Energiespeicher des Körpers wieder auffüllen. Das klappt mit der selbstgeschmierten Stulle oder der obligatorischen Portion Spaghetti Bolognese. Das geht aber auch stilvoller. Immer öfter finden Wintersportler direkt an der Piste auch edle Hütten mit gehobener Küche und besonderer Atmosphäre. Wir haben 15 dieser Bergrestaurants herausgesucht:

Foto: Archiv Wedelhütte

Wedelhütte (Skigebiet Hochzillertal, 2.350 m) Am höchsten Punkt des Skigebietes Hochzillertal liegt die Wedelhütte. In edler Chalet-Atmosphäre können Gäste bei House-Klängen auf der Sonnenterrasse entspannen oder im Restaurant die Spezialitäten von Küchenchef Christian Siegele genießen. Abends serviert dieser den Gästen des exklusiven angegliederten Hotels 4- bis 5-Gang-Menüs in der Premium Lounge – inklusive edler Tropfen aus dem zweistöckigen Weinkeller.

Kristallhütte (Skigebiet Hochzillertal, 2.147 m) Auf der Sonnenterrasse betten Wintersportler ihre Häupter auf kuscheligen Lammfellliegen oder beheizten Wasserbetten. Im Hintergrund laufen Klassikmusik, Jazz oder Live-DJ-Sounds statt Partyschlager. Auf der Speisekarte mischen sich traditionelle Gerichte und Gourmetkreationen mit internationalem Touch. Die Kristallhütte ist coole Lounge, erstklassiges Gasthaus und Luxushotel zugleich.

Adler Lounge (Skigebiet Großglockner Resort, 2.500 m) Der futuristische Glas-Beton-Kubus fällt bereits von Weitem auf. Wirt Walter Hartweger legt in seinem Hauben-Restaurant (1 Haube beim Gault Millau) nicht nur Wert auf Spitzenküche, sondern auch auf Design. So bestimmen Designer-Möbel, Holzböden und moderne Kunst das Interieur.

La Marmite (Skigebiet St. Moritz, 2.486 m) Das quietschgelbe Gourmet-Restaurant gehört zu den sechs Betrieben von Mathis Food Affairs. Starkoch Hartly Mathis hat hier 1967 begonnen, Kaviar und Trüffel zu servieren. Heute ist Sohn Reto für seine ausgefallenen Kreationen mit den edlen Zutaten bekannt. Wer sich statt Flammkuchen mit Trüffel etwas Bodenständigeres wünscht, der findet auch ein Selbstbedienungs- und ein Familienrestaurant.

Chez Vrony (Skigebiet Zermatt, 2.100 m) Das „Chez Vrony“ ist ein dreistöckiges, über 100 Jahre altes Holzchalet, in dem sich urwallisisches Alpinambiente mit zeitgemäßem Wohlfühldesign vermischt. Was hier auf den Tisch kommt, ist garantiert gesund. Das Fleisch kommt aus biologischer Eigenproduktion von einzig mit Alpengras ernährtem Vieh. Trockenfleisch, Hauswurst und Alpkäse werden nach überlieferten Rezepten zubereitet.

Verwallstube (Skigebiet St. Anton, 2.085 m) Das Hauben-Restaurant direkt an der Bergstation der Galzig-Bahn ist bekannt für die Fischspezialitäten von Küchenchef Bernhard Neuhold und für edle Weine. Statt Gulaschsuppe essen Gäste bevorzugt eine Bouillabaisse. Wer es romantisch mag, reserviert einen Tisch für ein Candlelight Dinner mit Piano-Begleitung.

Cabane des Violettes (Skigebiet Crans-Montana, 2.200 m) Küchenchef Franck Renaud mag ein Sterne-Koch sein. Trotzdem serviert er auf der Hütte mit ihren rot-weißen Fensterläden Bodenständiges wie Eintöpfe, Fondue und Rösti. Vielleicht als Ausgleich zu den Kreationen, die er in seinem zweiten Restaurant „Le Pas de l’Ours“ im Ort serviert, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.

Hospiz Alm (Skigebiet St. Anton, 1.880 m) In St. Christoph versteckt sich hinter der Fassade einer traditionellen Skihütte ein Gourmettempel. Küchenchef Gunnar Huhn serviert auf dem Balkon zum Champagner gern Hummer und Jakobsmuscheln. Im eigenen Großflaschenkeller liegt eine der weltweit größten Sammlungen an Weinen in Großflaschen: mehr als 5.000 Flaschen mit bis zu 15 Litern Inhalt.

Club Moritzino (Skigebiet Alta Badia, 2.100 m) Frischer Fisch aus der Adria auf dem Berg? Das geht. Zumindest im „Club Moritzino“ auf dem Piz la Ila. Küchenchef Marco Spinelli hat seine edlen Fischspezialitäten sogar schon für Fürst Albert von Monaco zubereitet. Legendär sind die Abende mit DJ-Musik und nächtlicher Abfahrt.

Angerer Alm (Skigebiet St. Johann in Tirol, 1.300 m) Die Alm wird von einem Mutter-Tochter-Gespann geführt. Annemarie Foidl ist Präsidentin  des Österreichischen Sommelier-Verbandes. Tagsüber servieren sie und ihre Tochter Tiroler Hausmannskost, abends gibt es 3- bis 5-Gänge-Menüs. Es wird gekocht, was die Region, die eigene Milchwirtschaft, der Kräutergarten oder umliegende Bauernhöfe zu bieten haben. Dazu gibt es natürlich erlesene Tropfen aus dem Weinkeller.

© Schneekarhütte

Schneekarhütte (Skigebiet Mayrhofen-Hippach, 2.250 m) Das erste Alleinstellungsmerkmal der Hütte ist ihre Architektur. Zwei Pyramiden und zwei Türme zieren das Gebäude. Erbaut wurde es aus heimischen ökologischen Baustoffen. Auf der Relax-Terrasse können die Gäste ein Champagner-Frühstück genießen. Es gibt Galadinner und Champagnerverköstigungen, exklusive Sushi-Tage oder auch Weinseminare mit edlen Tropfen aus dem hauseigenen Weinkeller.

El Paradiso (Skigebiet St. Moritz, 2.181 m) Das Bergrestaurant hält zwei Konzepte bereit: eines mit klassischer „Hüttenküche” und eines mit exklusiven Speisen. Dazu gehören Kaviar, Hummer und Trüffel. Auf der Clubebene des „El Paradiso“ müssen Gäste einen Mindestumsatz von 75 Franken erbringen. Eine bevorzugte Behandlung genießen die 99 Mitglieder des „St. Tropitz Circle“: Ihnen steht unter anderem eine eigene Schublade mit Besteck zu.

Berggasthof Sonnbühel (Skigebiet Kitzbühel, 1.700 m) Der Berggasthof wurde als private Luxusresidenz erbaut. Heute ist er eine Luxus-Herberge für die High Society Kitzbühels. Spitzenkoch Eckart Witzigmann hat ihn als „beste Küche über 1.000 m“ bezeichnet und Promis lieben ihn für die glamourösen Après-Ski-Partys.

Rifugio Emilio Comici (Skigebiet Gröden, 2.154 m) Im Rifugio hat man sich den Titel „Treffpunkt der Leidenschaften“ auf die Fahnen geschrieben. Und so treffen hier die Leidenschaften für Wintersport, gutes Essen und edle Tropfen aufeinander. Das gute Essen – genauer gesagt Fisch und Meeresfrüchte – kommt dabei aus der eigenen Zucht bei Grado, der Weißwein vom eigenen Gut in Süditalien.

© Angerer Alm

La Folie Douce (Skigebiet Espace Killy, ca. 2.400 m) Stylisch. Innovativ. Jung. So kann man das Konzept „La Folie Douce“ beschreiben. Ein Erfolgskonzept an mittlerweile drei Standorten: in Tignes/Val d’Isère, Méribel und Val Thorens. An jedem gibt es die Brasserie „La Fruitière“ mit edlen Gerichten aus regionalen Produkten, das gehobene Selbstbedienungsrestaurant „Le Nuvo Self“ und eine Terrasse, die sich nachmittags in einen Open-Air-Club mit Cabaret-Show verwandelt. Das Design ist eine Mischung aus alpinem Bauernhof und trendigem Großstadt-Restaurant.

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