Exotische Skigebiete: Pakistan

30. Mai 2012 - SnowTrex

Skifahren in Pakistan – hört sich nicht nur außergewöhnlich an, sondern ist es auch in der Realität. Am Rande des Himalaya, inmitten beeindruckender Natur und hohem Gebirge, gibt es tatsächlich die Möglichkeit über verschneite Hänge zu powdern – allerdings ist dieses Abenteuer mit nicht unerheblichen Risiken verbunden.

Aufgrund der Höhenlage ist genügend Schnee von Dezember bis März garantiert – und somit eine außergewöhnliche Skierfahrung im Süd-Westen Asiens. Aufgrund der instabilen Lage der Region findet nur wenige Wintersportler den Weg in das Gebiet zwischen Himalaya und Hindukusch. Skifahrer, denen die Region zu unsicher ist sollten eher auf die bekannten Skinationen wie Österreich, Frankreich oder die Schweiz zurückgreifen – politische Unruhen und Kämpfe zwischen der Armee und Militanten können für Reisende durchaus eine Gefahr darstellen. Daher sollte man vor der Anreise in bestimmte Regionen mit dem örtlichen Konsulat in Kontakt treten und prüfen, ob eine Reise nicht ein zu hohes Risiko ist.

Der bekannteste und moderste Skiort Pakistans war, bis zu seiner Zerstörung im Jahr 2008, der kleine Ort Malam Jabba im Swat-Tal, ca. 300 km nördlich der Hauptstadt Islamabad. Die Region punktet durch eine wunderschöne Landschaft. Aufgrund der Höhe zwischen 2500 – 3000 m herrscht hier eine hohe Schneesicherheit von Dezember bis Anfang April. 1962 als geeigneter Standort für eine Skistation ausgewählt, wurde in Malam Jabba ein Skiresort und Erholungszentrum mit einem Hotel sowie Skiliften errichtet – zunächst vor allem für in Pakistan tätige Ausländer und pakistanische Studenten. Nachdem das Hotel zunächst jahrelang leer stand, entwickelte es sich von 1998 bis 2008 zum bekanntesten Skigebiet des Landes und zu einem kleinen Touristenmagnet. Mit nur 4 Sesselliften und hauptsächlich leichten Abfahrten ist es zwar im Vergleich zu anderen Skigebieten ein eher kleines Resort. Dennoch erfreute sich das Resort mangels Alternativen großer Beliebtheit.

Doch die sonnig-verschneiten Zeiten Malam Jabbas hielten nicht lange an – in Folge von Unruhen im Swat-Tal musste das Resort 2007 geschlossen werden, und wurde im Sommer 2008 während Kämpfen in der Region völlig zerstört. Doch die Bevölkerung gibt nicht auf – sie fährt wieder Ski, zwar mit Blick auf eine Hotel-Ruine und ohne Lift, doch mit ungetrübtem Spaß am Powdern und Boarden. Statt Jagertee und Kaiserschmarrn wird landestypisch schwarzer Tee und Reis zum Après-Ski verzehrt. Für die Zukunft ist der Wiederaufbau des Skiresorts mit Eislaufplätzen und Ski-Plattformen geplant, um wieder mehr skibegeisterte Touristen an den Rand des Himalayas zu locken.

Quelle:

www.boston.com www.freshpeaks.com www.travel-culture.com www.blick.ch www.skiratgeber.de de.wikipedia.org www.oeav-events.at www.paf.gov.pk

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