Exotische Skigebiete – Neuseeland

25. September 2008 - SnowTrex

Bald beginnt in Europa die Skisaison, in Neuseeland hingegen neigt sie sich langsam dem Ende entgegen. Wer die Herr-der-Ringe-Saga gesehen hat, wird schon auf die besonderen Landschaftsbilder Neuseelands aufmerksam geworden sein. Solche vielfältigen Reize zeichnen auch die Skigebiete am anderen Ende der Welt aus. Es gibt mit etwa 25 ausreichend viele Gebiete, von denen ca. 20 auf der Südinsel liegen. Ich habe hier als Referenz vier Gebiete ausgewählt, die einen recht guten Überblick über das Skifahren in dem Land bieten. Die Skisaison fällt mit Juli bis maximal Oktober auf unsere Sommermonate.

Nordinsel

Whakapapa (Mt. Ruahepu)

Hier möchte ich kurz das größte Skigebiet Neuseelands vorstellen, das im Gegensatz zu fast allen Skigebieten Neuseelands auf der Nordinsel angesiedelt ist. Whakapapa und das Nachbargebiet Turoa sind im Unterschied zu den Resorts der Southern Alps bequem über geteerte Zufahrtsstraßen erreichbar. Das Besondere ist seine Lage auf dem Mt. Ruapehu, einem Vulkan und gleichzeitig dem höchsten Berg der Nordinsel mit 2797 m im Tongariro Nationalpark.Aufgrund einer Eruption dieses mit aktivsten Vulkans in dem Land wurde noch 1996 der Skibetrieb fast die komplette Saison lang eingestellt. Bei klarer Sicht hat man in Whakapapa eine traumhafte Sicht über die hügeligen Waldlandschaften des „Whanganui Nationalparks” auf die Westküste mit dem Mt Egmont Vulkan.

Das 1050 ha große Gebiet mit 65 Pisten bietet ein Schwergewicht an roten und schwarzen Abfahrten. Whakapapa ist für sehr gute Skifahrer eines der besten Skigebiete Neuseelands mit vielen nicht präparierten Freeride-Hängen. Für Anfänger bieten sich allerdings lediglich im Bereich der Talstation einige fahrbare Hänge, für Abfahrten im oberen Teil des Vulkans sollte man schon ein paar Tage auf Skiern gestanden haben.

Südinsel

Coronet (Queenstown)

Rund um Queenstown in den Neuseeländischen Alpen oder Südalpen, dem mit Abstand größten Gebirge des Lands, das sich über die gesamte Westflanke der Südinsel erstreckt, finden sich vier der größten Skigebiete Neuseelands. Da die Stadt einen eigenen Flughafen hat, finden sich dort auch viele internationale Skitouristen. Die „Coronet Peak Ski Area“ besteht bereits seit 1947 und ist über eine geteerte Zufahrtsstraße besonders einfach zu erreichen. Als einziges Nachtskigebiet Neuseelands werden die Pisten freitags und samstags mit Flutlicht bestrahlt, allerdings inklusive DJ-Beschallung, was definitiv eine Attraktion ist.

Als Besonderheit weiterhin zu erwähnen ist die Qualität des Kunstschnees, denn hier produziert der Marktführer trockenen Pulverschnee, der das Gebiet auch in schlechten Schneejahren relativ schneesicher macht. Ansonsten findet sich in Coronet über gepflegte Unterkünfte und gut präparierte Pisten alles, was das Skifahrerherz begehrt. Dieses anspruchsvolle Skigebiet ist zudem Austragungsort vieler FIS-Rennen und Trainingsort von Welt- Cup Teams. Es hat insbesondere einen sehr gut ausgebauten Fun Park mit zwei FIS-Halfpipes.

Coronet ist zudem Teilnehmer des sog. NZSuperpasses, der mit einzelnen Coupons flexibles und preisreduziertes Skifahren in 14 Skiregionen der Südinsel ermöglicht. Zudem ist er für eine Vielzahl unterschiedlichster Aktivitäten wie Action-Sportarten oder Ausgehen in der Region Queenstown, Methven und Canterbury gültig.

The Remarkables (Queenstown)

Unweit von Coronet Peak liegt das Schwesterskigebiet „The Remarkables“. Hier ist der Name Programm: Dieses Skigebiet ist mit 1622 m – 1943 m für neuseeländische Verhältnisse sehr hoch gelegen und zeichnet sich durch einige der schönsten Ausblicke der Südalpen aus.

Gekennzeichnet ist es durch drei von Berggipfeln umgebenen Tälern, im Englischen „Schüsseln“ genannt, die Pisten für alle Schwierigkeitsgrade bereithalten und auch speziell dem Anfänger durch ein paar sehr einfache Pisten und einen einfach zu benutzenden Sessel das Erlernen des Sports vereinfachen. The Remarkables ist ein sehr familien- und anfängerfreundliches Skigebiet, daher fehlen im Gegensatz zu Coronet weitestgehend mittelschwere rote Pisten, in Neuseeland blau markiert. Es gibt neben den Anfängerpisten rund um die Talstation „Base“ allerdings auch sehr schwere Offpist-Hänge im „Shadow-Basin“. Zudem sind The Remarks durch ihre beiden Funparks sehr beliebt bei Snowboardern und Freeskiern.

Mt. Cook

Ein besonderer Leckerbissen für extrem fortgeschrittene Skifahrer soll bei der Vorstellung der neuseeländischen Skigebiete nicht fehlen: Heliskiing auf dem Mt. Cook oder in der Maorisprache Aoraki genannt, mit 3754 m der höchste Berg Neuseelands.

Der Berg befindet sich im Mt. Cook National Park, der zu 40% von Gletschern bedeckt ist. Sehr beliebt bei den Heliskiern ist der Tasman-Gletscher, mit 27 km Länge der bekannteste Gletscher und der dem Gipfel am nächsten gelegene. Zudem ist er einer der längsten Gletscher außerhalb der Polarregionen. Beim Heliskiing wird zunächst frühmorgens das Wetter geprüft und bei geeigneten Verhältnissen werden die Teilnehmer zum Startpunkt geflogen. Dann bekommen sie Lawinen-Transponder und erhalten eine Sicherheitseinführung.

Als Exklusivsport ist Heliskiing natürlich kein billiges Vergnügen, Neuseeland zahlt man für fünf Flüge ca. 430 €, für sieben 485 €. Ist man ein schneller fortgeschrittener Skifahrer, kann man auch weitere Flüge buchen, ab dem achten zahlt man nur noch 46 € pro Flug. Gute Skifahrer schaffen 10 bis 15 Abfahrten.

Eisige Unterkünfte: Iglu Hotels

Wer das besondere Erlebnis am Berg sucht, der sollte sich eine außergewöhnliche ...

Skitourismus in Davos Klosters – Highlights, Herausforderungen & Ziele der Region

Davos Klosters in der Schweiz gehört zu den bekanntesten Feriendestinationen der Welt ...