Exotische Skigebiete: Afrika

20. März 2014 - Nina Vogt

Schnee, Pisten, Glühwein – das sind nicht unbedingt die Dinge, die einem einfallen, wenn man an Afrika denkt. Safari, Elefanten,  schon eher. Und so wissen nur wenige, dass es auf dem afrikanischen Kontinent doch 2 Skigebiete gibt. Gut, von den Standards in europäischen Skigebieten mögen sie beide weit entfernt sein, die Atmosphäre allerdings, die hat man so authentisch wie möglich gehalten.

© Afriski

Fast wäre übrigens von den 2 Gebieten nur noch eins geblieben. 2010 musste das Tiffindell Resort in Südafrika, in Ostkap, schließen. Der Betreiber war insolvent. 2013 jedoch öffnete man die Pisten wieder. Es wäre auch eine Schande gewesen, immerhin stammte der erste südafrikanische Teilnehmer an den Olympischen Jugend-Winterspielen aus der Gegend und hatte auf der 1 km langen Hauptpiste seine Abfahrten gemacht. Möglich, das Tiffindell wieder zu altem Glanz zurückkehrt, denn seit 2013 können hier laut FIS wieder internationale Wettbewerbe stattfinden.

Selbst eine Après-Ski-Bar gibt es

Doch wie muss man sich das einzige offizielle südafrikanische Skigebiet eigentlich vorstellen? Das Tiffindell Resort liegt relativ einsam am Südhang des Ben McDhui, dem höchsten Berg des Kaps mit 3.001 m. Die nächste menschliche Ansiedlung ist der kleine Ort Rhodes in 22 km Entfernung. Bis Kapstadt sind es 1.100 km. Die 1 km lange Hauptpiste, der Anfängerbereich und die beiden Lifte sind untrennbar mit dem 150-Betten-Hotel verbunden. Sogar einen kleinen Snowpark hat man geschaffen. Es gibt einen Skiverleih und natürlich auch eine Skischule. Und eine Après-Ski-Bar. Die darf schließlich nicht fehlen. In der „Ice Station 2720“ trinkt man dann auch standesgemäß Schnaps und Glühwein – und Schneecocktails.

Die Skisaison im Tiffindell Resort dauert von Ende Mai bis Ende August, leistungsstarke Schneekanonen verlängern sie teils bis Mitte September. Denn afrikanischer Schnee ist eine ziemlich einzigartige Erfahrung. Und so wird hier der schwächste Schneefall genutzt, um darauf aufzubauen. Abseits der Pisten sollten die Wintersportler daher keinen Schnee erwarten. Um wilde Tiefschneeabfahrten geht es hier aber auch nicht…

© Afriski

Ebenso wenig wie im Skigebiet „Afriski“. Das liegt in Lesotho und bezeichnet sich selbst als das modernste und größte Wintersportresort im südlichen Afrika. Eine 1 km lange Hauptpiste mit Lift sowie einen Anfängerbereich mit 3 Liften gibt es in den Maluti-Bergen im Butha-Buthe-Distrikt auf 3.030 m Höhe. 420 km ist man von Johannesburg entfernt, 530 km von Durban. Die Wintersaison dauert von Anfang Juni bis Ende August. Natürlich ist man auch hier ähnlich ausgestattet wie in Tiffindell – mit Skiverleih und -schule, Schneekanonen, Snowpark und dem Gondola Café, der Après-Ski-Bar, die alles serviert, was man aus den europäischen Skigebieten so kennen mag. Selbst der Zipfelbob hat es bis nach Lesotho geschafft. Bumboarding nennt man das hier allerdings.

Der Snowpark ist ziemlich gut ausgestattet. © Afriski

Also, warum nicht im Afrika-Urlaub neben der Safari auch mal einen Skitag einplanen?

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