Eiskalte Kunstwerke: Schnee- und Eisskulpturen in Ischgl und Gröden

27. Dezember 2013 - Nina Vogt

So sah eine Skulptur der vergangenen Wettbewerbe aus. © TVB Paznaun-Ischgl

Es ist eine riesige, befahrbare Open-Air-Galerie, die im Skigebiet von Ischgl im Januar entsteht. Vom 7. bis 10. Januar 2014 machen sich 10 Künstlerpaare aus Österreich, Italien, Kanada, England und der Schweiz daran, eine schwierige Aufgabe zu erfüllen: 50 Jahre Seilbahngeschichte gilt es in Schneeform abzubilden. Aber fangen wir von vorne an. Es war 1963, als in Ischgl die erste Seilbahn in Betrieb ging, die Silvretta Pendelbahn. Dieser Meilenstein in der Geschichte der Region ging auf die Gründung der Silvrettaseilbahn AG 1961 und die folgenden Investitionen einiger Pioniere in den Bau der Bahn zurück. Heute gehört Ischgl zu den Top-Skiregionen, ist weltweit bekannt. Dem sollen die Kunstwerke des 21. Schneeskulpturen-Wettbewerbs „Formen in Weiß“ Tribut zollen. Denn was liegt näher, als ein Seilbahn-Jubiläum mit einer Ausstellung zu feiern, die genau dort stattfindet, wo alles angefangen hat: mitten im Skigebiet. Was die Skulpturen darstellen werden? Das bleibt bis zum Wettbewerb geheim. Die schönste wird jedenfalls am 10. Januar prämiert. Zu sehen sind die Skulpturen natürlich weitaus länger. Dank der Schneesicherheit bis Anfang Mai können sich Wintersportler auch so lange noch daran erfreuen – bis die Sonne sie schmelzen lässt…

So sah eine Skulptur der vergangenen Wettbewerbe aus. © TVB Paznaun-Ischgl

Eisige Kunst auch in Wolkenstein und St. Ulrich

Noch nicht genug von dieser besonderen Kunstform? Auch in Gröden machen sich in diesem Winter wieder Künstler ans Werk – und tauschen Holz gegen Eis und Schnee. Denn Gröden ist berühmt für seine Holzkunst. Im Winter jedoch sind die Künstler flexibel in der Materialwahl. Noch bis zum 29. Dezember machen sie sich in Wolkenstein an überdimensionalen Schneeskulpturen zu schaffen. Das Thema in diesem Jahr: „Walt Disney Figuren in den Bergen“. Am 29.12. wird die schönste von 6 Figuren prämiert. Bis ins neue Jahr hinein sind sie dann noch zu bewundern. 600 Eisblöcke sind es hingegen, die die Schüler des örtlichen Kunstgymnasiums und der Landesberufsschule für Kunsthandwerk vom 13. bis 17. Januar 2014 in St. Ulrich zu 5 eisigen Skulpturen verarbeiten. Die eiskalte Open-Air-Galerie bleibt bestehen bis sie geschmolzen ist.

In St. Ulrich entstehen Eisskulpturen. © Matthaeus Kostner

Kultur und Skifahren – das lässt sich so ganz einfach miteinander verbinden!

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