Es geht rund auf der Piste: Die 11 beliebtesten Skirunden

24. April 2019 - SnowTrex

Eine Piste reiht sich an die nächste, mal ein sanfter, breiter Hang, mal eine steile, eisige Abfahrt. Jede Piste wird nur einmal befahren und die Bretter müssen Wintersportler im besten Fall kein einziges Mal abschnallen. Wenn, dann nur, um die Atmosphäre einer der urigen Skihütten zu genießen. Die erste Skirundfahrt der Alpen war der Weiße Ring in der Arlberg-Region, doch mittlerweile sind einige hinzugekommen. Die bekanntesten und spektakulärsten 11 Skirunden hat SnowTrex zusammengefasst.

Skirunden bieten Pistenspaß über viele aneinanderhängende Kilometer.

1. Run of Fame am Arlberg (Österreich)

Eine komplett neue Dimension wurde mit dem „Run of Fame“ am Arlberg eröffnet: Die wohl längste Skirunde der Alpen umfasst unglaubliche 85 Pistenkilometer und 18.000 Höhenmeter. Die Strecke führt von St. Anton/Rendl über Lech und Zürs bis nach Warth und wieder zurück, daher ist der Einstieg an beinahe jedem Punkt des Skigebiets Arlberg möglich. Nicht nur die spannenden Abfahrten und purer Pistenspaß stehen im Vordergrund. Zusätzlich sind spezielle „Run of Fame“-Tafeln eine Hommage an die Skihelden des Arlbergs, darunter Mario Matt und Egon Zimmermann.

Mit 85 Pistenkilometern ist der „Run of Fame“ am Arlberg die längste Skirunde der Alpen.

2. Gebirgsjägertour um den Col di Lana (Italien)

Eine spannende Skirunde durch die Dolomiten ist die etwa 80 km lange Gebirgsjägertour. Mit ebenso einzigartiger Bergkulisse verläuft die Runde um den Col di Lana vorbei an den berühmten Gipfeln Civettas, Monte Pelmos und vielen mehr. Ein beliebter Startpunkt für die Gebirgsjägertour ist das Skigebiet Civetta, weitere Einstiege sind aber auch in Arabba, Corvara, Malga Ciapela und S. Cassiano möglich.

3. Skcircus-Runde in Saalbach-Hinterglemm (Österreich)

65 Kilometer und 12.400 Höhenmeter – die Skicircus-Runde ist damit im Alpenraum wohl eine der längsten Runden ihrer Art. Saalbach, Hinterglemm, Leogang und Fieberbrunn haben sich zusammengeschlossen. Die verschiedenen Runden sind mithilfe modernster Liftanlagen verbunden, bei der Tirol-Runde fahren Skifahrer sogar über die Landesgrenzen hinaus. Ein ganzer Tag sollte für die Überwindung der 65 Kilometer definitiv eingeplant werden. Wem das zu viel ist, der teilt sich die vier Routen auf. Alles in allem warten anspruchsvolle Strecken gespickt mit Eisplatten, Engstellen und Steilstücken, aber auch sanfte Almwiesen und flache Passagen auf alle Abenteurer.

4. Gletscherrunde im Zillertal 3000 (Österreich)

An einem Tag können auf der Gletscherrunde im Zillertal 60 Abfahrtskilometer und 15.000 Höhenmeter überwunden werden. Von blauen bis hin zu schwarzen Pisten, von Anfängern bis hin zu Fortgeschrittenen – hier kommt jeder Skifahrer auf seine Kosten. Highlights der Skirunde sind die Panoramaabfahrt „Piste 66“ mit einem spektakulären Blick auf die imposanten Gipfel der Tuxer Bergwelt und die 7 km lange Talabfahrt „Schwarze Pfanne“ nach Hintertux.

5. Schmugglerrunde in Ischgl-Samnaun (Österreich)

Die Schmugglerrunde in der Silvretta Arena erhält ihren Namen aus früheren Zeiten, als das Grenzgebiet Paznaun eine beliebte Schmugglerregion war. Rucksäckeweise wurden Güter aus der Schweiz nach Österreich geschmuggelt. Heute können Wintersportler hier das besondere Pistenvergnügen erleben und zudem auf der schweizerischen Seite zollfrei einkaufen. Die Skirunde ist in drei Kategorien aufgeteilt: Bronze, Silber und Gold, wobei Skifahrer bis zu 35 Pistenkilometer befahren können. Je nach Fahrniveau sind für jeden die richtigen Pisten dabei. Die Skirunde muss nicht unbedingt in Ischgl gestartet, sondern kann auch von Samnaun aus begonnen werden.

Über die „Schmugglerrunde“ können Skifahrer in der Schweiz zollfrei einkaufen.

6. Königstour in der Region Hochkönig (Österreich)

Die Königstour ist mit ihren 35 km eine der längsten Skirunden in den Alpen und kann von überall aus gestartet werden. Erst 2012 wurde sie eingerichtet. 6 Gipfel müssen Skifahrer auf der Fahrt durch die Gebiete Maria Alm, Dienten und Mühlbach bezwingen. Immer im Blick: der Hochkönig und das Steinerne Meer. Unter den Pisten sind zum Beispiel die reizvolle Kingscab-Abfahrt, deren Startpunkt eine grandiose Aussicht bietet.

7. Giro delle Cime in den Dolomiten (Italien)

Die Skirunde Giro delle Cime startet in Vierschach auf 2.200 Höhemetern – dem höchsten Punkt der Tour. Mit einem beeindruckenden Blick auf die Dolomiten geht es auf eine spannende Entdeckungsreise mit 34 km Länge. Auf sonnigen Abfahrten kommen Wintersportler vorbei an einer Horde von Rentieren, befahren die Marc Girardelli-Piste, überschreiten die Provinzgrenze von Südtirol und Belluno und gelangen am Ende wieder zum Startpunkt von Vierschach. Das alles auf einer einzigen Skirunde: Der Giro delle Cime.

8. Sellaronda am Sella Gebirgsmassiv (Italien)

Der Klassiker unter den Skirunden ist die Sellaronda. Gondeln und Lifte umschließen den Gebirgsstock der Sella wie eine Halskette. 27 km umfasst die Sellaronda, die die 4 ladinischen Täler Gröden, Alta Badia, Arabba und das Fassatal verbindet. Die Sellaronda ist quasi der Verteilerkreis für das gesamte Pistennetz der zentralen Dolomiten. Und das macht sie so reizvoll: Jederzeit sind interessante Abstecher in die angrenzenden Skigebiete möglich. Gefahren werden kann die Runde in beide Richtungen – markiert durch grüne oder orangefarbene Schilder.

Die Sellaronda ist der Klassiker unter den Skirunden.

9. Weißer Ring in der Arlberg-Region (Österreich)

Er war die erste Skirunde in den Alpen. 22 km Strecke und 5.500 Höhenmeter legen die Wintersportler auf dem Weißen Ring rund um Zürs und Lech zurück – allerdings nur im Uhrzeigersinn. Für eine Befahrung in Gegenrichtung fehlt eine Liftverbindung von Zug zum Madloch. Genau dieses Madloch ist aber ein Grund, warum der Weiße Ring auch bei Freeridern so beliebt ist. Hier – und an vielen anderen Stellen – finden sie viele Variantenabfahrten, die die Skirunde nie langweilig werden lassen. Nicht verpassen sollte man außerdem den Wahnsinnsblick von der Bergstation der Rüfikopfbahn aus, von wo aus die Tour auch ideal gestartet werden kann.

10. Tauernrunde in Obertauern (Österreich)

Einmal um den Ort herum – im oder gegen den Uhrzeigersinn – geht es in Obertauern. Moderne Lifte und Skibrücken verbinden bequem die beiden Seiten des Skigebietes. Die ca. 12 km lange Tauernrunde umfasst schöne Tiefschneehänge neben den Pisten und einige anspruchsvolle Strecken. Die „G2“ unterhalb der Gamsleitenspitze gilt zum Beispiel als eine der steilsten Buckelpisten im Alpenraum, auch wenn sie heute durch die Präparierung mit an Stahlseilen hängenden Pistenraupen längst nicht mehr so furchteinflößend ist wie früher. Um die Tauernrunde zu vollenden, ist das Befahren der G2 optional. Sie ist eher ein Abstecher für besonders ambitionierte Skifahrer und kein zwingender Bestandteil der Runde.

Ein Teil der Tauernrunde ist die steile Buckelpiste „G2“.

11. Matterhorn Ski Safari in Zermatt (Schweiz/Italien)

Diese Rundfahrt verlangt den Oberschenkelmuskeln einiges ab. Bei der Matterhorn Ski Safari überwinden Wintersportler 12.500 Höhenmeter – oder in abgeschwächter Form 10.500. Entschädigt werden sie für ihre Anstrengungen mit spektakulären Panoramablicken auf das Matterhorn und die vergletscherten 4.000er rundherum. Zwischen dem Schweizer Zermatt und dem italienischen Vatournenche bewegen sich die Skifahrer auf 1.500 bis 3.900 m Höhe. Gerade deswegen ist die 118 km lange Runde im tiefsten Winter gefürchtet: Im Dezember und Januar kann es extrem kalt sein.

Bei der Matterhorn Ski Safari bewegen Skifahrer sich rund ums berühmte Matterhorn.
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