Das Las Vegas Ski & Snowboard Resort: eine „gut platzierte Wette“

10. Oktober 2012 - Katharina Teudt

Dass es in den USA hervorragende Skiresorts gibt, die weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt sind, ist für Wintersportfreunde keine Überraschung. Ob sie nun Vail, Winter Park oder Aspen heißen, die Namen sind ebenso klanghaft wie bekannt. Skiurlaub in Nevada, noch dazu in unmittelbarer Nähe zu Las Vegas, würde hingegen wohl kaum jemand erwarten.

So absurd es sich zunächst anhören mag, auf Skiern im Wüstenstaat Nevada unterwegs zu sein, so reizvoll gestaltet sich die Idee bei näherer Betrachtung. Denn was nur wenige wissen: knappe 50 km außerhalb von der Spielerstadt dieses Planeten schlechthin liegt das Las Vegas Ski & Snowboard Resort, häufig als LVSSR abgekürzt. Schon bei der Anfahrt erkennt man schnell, wie sich das Landschaftsbild alsbald ändert. Aus flachen, schier endlosen Wüsten werden weiß bedeckte Hügel und Berge. Hinauf bis auf luftige 2.850 Höhenmeter verschlägt es die Skitouristen dann, wo sich ihnen eine herrliche Naturkulisse auftut.

Das Pistenangebot ist zwar deutlich überschaubarer als die ewigen Weiten der umliegenden Wüsten, allerdings wird in die Vergrößerung des Skigebietes bereits kräftig investiert. Bisher stehen den Gästen übersichtliche 11 Abfahrten, die von vier Liften zugänglich gemacht werden, zur Verfügung. Snowboardern können hingegen in drei Funparks ihren Spaß suchen. In den nächsten Jahren wird das Angebot aber deutlich erweitert; bis zu zehn neue Lifte und 50 Pisten sind geplant. Bedenkt man einmal die Baufreudigkeit, die für Las Vegas so typisch ist, scheint dieses Projekt durchaus realistisch.

Für das „Drumherum“ ist ebenfalls bestens gesorgt. Wer keine Skiausrüstung besitzt oder diese nicht mitbringen möchte, findet im vorhandenen Materialverleih alles, was er benötigt. Und die kleinen Snacks für zwischendurch oder lieber gleich die richtige Mahlzeit danach nimmt man in der Bar oder im Restaurant ein. Wünsche bleiben somit wohl keine offen.

Zwei „Haken“ hat das Vergnügen jedoch: Zum einen muss man besonders an den Wochenenden mit einem sehr hohen Aufkommen rechnen. Da das Skigebiet relativ klein und eines der wenigen in einem großen Umkreis ist, sollte man Geduld mitbringen und sich nicht über Platzmangel beschweren. Zum anderen lassen sich die Betreiber den Skispaß einiges kosten. Die generell hohen Preisverhältnisse in den USA spiegeln sich in den Ticketkosten wieder. Stolze 50 bis 60 Dollar muss man einkalkulieren, um eine Tageskarte zu erhalten.

Dafür hält das Resort natürlich einen unschlagbaren Vorteil bereit. Wo sonst könnte man besser nach dem Skifahren feiern als in der Entertainment-Hauptstadt dieser Welt – „Après-Ski“ Deluxe sozusagen. Bei Nacht über den weltberühmten Strip spazieren, entlang der unzähligen Hotels, vorbei an der Luxor-Pyramide oder dem „kleinen Bruder“ des Eiffelturms, um schließlich sein Glück in einem ruhmreichen Casino wie dem „Mirage“ oder dem „Venetian“ zu suchen; all das ist es, was Jahr für Jahr Millionen von Touristen in diese faszinierende Metropole lockt. Das Alles spielt sich dann ganz nebenbei bei sommerlichen, wüstenhaften Temperaturen ab – ein verblüffender Kontrast zur so nahe liegenden Winterlandschaft, auf den wohl die allerwenigsten vorher gewettet hätten.

Quellen: www.independent.co.uk www.skilasvegas.com

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