Rasanter Spaß am Berg: Beliebte Rodelbahnen

5. November 2013 - Nina Vogt

Das Rodeln ist wohl eine der ursprünglichsten Arten, sich im Schnee fortzubewegen. Und heute so beliebt wie eh und je. Kein Wunder: Bei der rasanten Fahrt auf kurvigen Schlittelpisten kommt jede Menge Spaß auf – ob auf dem klassischen Holzschlitten oder dem modernen Bob. Jedes Skigebiet verfügt heute über eine oder sogar mehrere Rodelbahnen.

Wir haben – unter anderem nach Empfehlungen von ADAC und Deutschem Alpenverein – einige der schönsten und längsten zusammengetragen (sortiert nach ihrer Länge):

Grindelwald (Schweiz) Strecke: Faulhorngipfel bis Grindelwald Dorf, 15 km Länge

Infos: Es ist die längste Rodelstrecke der Alpen. Und sie hat ein ganz besonderes Highlight zu bieten: den Blick auf   die spektakulären Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau. Einziger Nachteil für Fußfaule: Die Gondelbahn bringt Schlittelfans nur auf die First, wer wirklich die komplette Strecke des „Big Pintenfritz“ genießen möchte, muss von dort aus noch eine ca. 2,5-stündige Wanderung auf das Faulhorn (2.686 m) unternehmen.

Auf dem „Pig Pintenfritz“ © Jungfrau Region Marketing AG

Neukirchen am Großvenediger (Österreich) Strecke: Bergstation der Wildkogel- oder Smaragdbahn bis Bramberg, 14 km Länge

Infos: Sie ist nach eigenen Angaben die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt. Und der ADAC bescheinigt ihr in seinem Test 2012/2013 eine gute Beschilderung sowie ein gleichmäßiges Gefälle.

Fiescheralp (Schweiz) Strecke: Bergstation der Luftseilbahn bis Lax, 13 km Länge

Infos: Mit Blick aufs Matterhorn geht es von der Fiescheralp aus bis kurz über Lax. Das erste Drittel der Strecke ist relativ steil, anschließend folgt der gemütlichere Teil durch ein Waldstück.

La Tzoumaz (Schweiz) Strecke: Bergstation der Seilbahn  Savoleyres bis Talstation, 10 km Länge

Infos: Eine Strecke für sportliche Fahrer: In Steilwandkurven, auf Sprungschanzen und Schuss-Stücken geht es rasant zu.

Sterzing (Italien) Strecke: Bergstation der Gondelbahn bis Talstation, fast 10 km Länge, 17 Kehren

Infos: Eine Fahrt mit einem wunderbaren Panoramablick auf die Stubaitaler Alpen. Die Strecke ist die längste beschneite und beleuchtete Rodelbahn  Italiens und sehr abwechslungsreich. Durch einen Waldgürtel führt sie hinunter nach Sterzing.

Brixen Plose (Italien) Strecke: Bergstation Trametsch Sessellift bis Talstation Plose Kabinenbahn, 10,5 km Länge

Infos: Der RudiRun ist eine der längsten Rodelbahnen Südtirols. Großer Vorteil für Vielfahrer: Die Strecke ist zweigeteilt. Der obere, gemütlichere Teil führt bis zum Einstieg des Sesselliftes Trametsch. Wer mag, kann hier direkt noch einmal auf den Berg fahren. Oder es geht weitere 5 km bergab in Richtung Tal – auf dem anspruchsvolleren Teil der Strecke.

Auf dem RudiRun © Plose Ski AG PhotoGrünerThomas

Stubaital (Österreich) Strecke: Bergstation der Kabinenbahn bis Neder bzw. Neustift-Zentrum, 8 km Länge

Infos: Der Elfer bei Neustift ist die Rodel-Hochburg des Stubaitals. Gleich zwei 8 km lange Strecken führen hier hinunter – eine bis ins Zentrum von Neustift und eine durch das Pinnistal bis nach Neder. Gerade die Elfer-Rodelbahn bietet einen hohen Spaßfaktor. Auf der Pinnis-Rodelbahn lohnen sich Zwischenstopps an der Issenanger Alm oder beim Herzebner Almwirt.

Abendlicher Rodelspaß am Elfer © Christoph Hasibeder

Zell am Ziller (Österreich) Strecke: Bergstation Gerlossteinbahn am Hainzenberg bis ins Tal, 7 km Länge

Infos: Der ADAC bescheinigt der Bahn im Test 2012/2013 eine große Auswahl an Leihrodeln sowie eine gute Markierung und Absicherung. Zudem gibt es sogar einen Helmverleih. Auf der Strecke sind allerdings auch Wanderer unterwegs.

Rottach-Egern (Deutschland) Strecke: Unterhalb des Wallberg-Kirchleins (erreichbar mit der Wallbergbahn) bis Rottach-Egern, 6,5 km Länge

Infos: Eine der längsten Rodelbahnen Deutschlands lockt mit einem wunderschönen Blick auf den Tegernsee.

Bergün (Schweiz) Strecke: Bahnhof Preda bis Bahnhof Bergün, 6 km Länge

Infos: Hier ist bereits die Anfahrt ein besonderes Erlebnis, denn sie erfolgt mit der Rhätischen Bahn (fährt in der Hauptsaison im 30-Minuten-Takt). Die Strecke führt über die im Winter gesperrte Albulapassstraße und wird zweimal täglich präpariert. Lange Geraden und sportliche Kurven wechseln sich ab, am Ende gibt es sogar eine Geschwindigkeitsmessanlage.

Val Thorens (Frankreich) Strecke: Bergstation der Péclet-Gondel bis Talstation, 6 km

Infos: Höher kommt man mit dem Schlitten wohl kaum: Am Péclet-Gletscher startet man in rund 3.000 m Höhe auf einem umfunktionierten Wanderweg ins Tal.

Bad Tölz (Deutschland) Strecke: Blombergbahn Bergstation bis ins Tal, 5,5 km Länge

Infos: Die Rodelbahn am Blomberg ist eine der längsten in Bayern. Vor allem im oberen Bereich geht es mit engen Kurven und schnellen Passagen äußerst rasant zu. Der ADAC lobt neben Präparierung und Beschneiung die eingerichteten Rast- und Wartezonen, die entlang der Strecke angelegt wurden. ADAC-Note im Test 2012: gut.

Sexten (Italien) Strecke: Bergstation Kabinenbahn Rotwandwiesen bis Talstation, 5,5 km Länge

Infos: Laut Deutschem Alpenverein eine der schönsten Rodelbahnen Südtirols. Sie führt unter den mächtigen Felswänden der Rotwandspitze her. Die Kurven sind abgesichert, die Pisten des Skigebiets werden in Tunneln unterquert.

Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) Strecke: Bayernhaus am Hausberg bis ins Tal, 5 km Länge

Infos: Die Rodelpiste ist vor allem abends ein Erlebnis, denn sie ist durchgehend beleuchtet. Beim Nachtrodeln ist zudem das Bayernhaus geöffnet und bietet Glühwein am Lagerfeuer an.

Reinswald (Italien) Strecke: Bergstation der Kabinenbahn Reinswald bis Talstation, 4,5 km Länge

Infos: Eine Rodelbahn für die ganze Familie. Der ADAC urteilt in seinem Test 2012/2013:  perfekte Absicherung und klare Streckenführung.

Oberaudorf (Deutschland) Strecke: Bergstation Hocheck-Express bis Talstation, 3 km Länge

Infos: Die Hocheck Winter-Rodelbahn ist nach eigenen Angaben die einzige vom TÜV geprüfte und abgenommene Winter-Rodelbahn Deutschlands. Der ADAC urteilt daher im Test 2012: sehr gut. Die Strecke ist gut abgesichert, abwechslungs- und kurvenreich und alleine Rodlern vorbehalten.

Davos (Schweiz) Strecke: Hotel Schatzalp bis Davos-Platz, 2,8 km Länge, 18 Kurven

Infos: Hier rodelte schon Thomas Mann. Seine Eindrücke beschrieb er im „Zauberberg“. Die Strecke führt durch den Schatzalp-Zauberwald hinunter ins Tal.

Rodeln mit Aussicht auf dem Hirscheckblitz © Hochschwarzeck Bergbahn GmbH

Ramsau (Deutschland) Strecke: Bergstation Hirscheck Sesselbahn bis Talstation, 2,5 km Länge

Infos: Der „Hirscheckblitz“ gehört sowohl für den ADAC als auch für den deutschen Alpenverein zu den Top-Rodelbahnen der Alpen. Kein Wunder, hat doch auch Rodel-Legende Georg Hackl bei der Streckenführung mitgearbeitet. Entsprechend anspruchsvoll ist die abgesicherte Strecke mit ihren steilen und kurvigen Passagen. ADAC-Prädikat im Test 2012: sehr gut.

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