Rodeln in den Alpen: Die besten Rodelbahnen zum Schlittenfahren

5. April 2018 - Carla Meyer

Rodeln, das bedeutet für viele von klein auf hinauszueilen, wenn der erste Schnee fällt, sich einen Schlitten unter den Arm zu klemmen und gemütliche, warme Winterkleidung zu tragen. Für Kinder ist es ein absolutes Erlebnis, im verschneiten Winter die Hänge mit rasender Geschwindigkeit hinunter zu rodeln. Aber auch als Erwachsener macht es durchaus eine Menge Spaß, auf den hölzernen Untersätzen rasant unterwegs zu sein. SnowTrex kennt die besten Rodelbahnen zum Schlittenfahren in den Alpen.

In den Alpen zu rodeln ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Für alle, denen die heimischen Felder und Hügel nicht ausreichen, gibt es in den Alpen offizielle Rodelbahnen, die deutlich längere Abfahrten bieten und zugleich bestens gepflegt und präpariert werden. Ob in Deutschland, Österreich, Italien oder der Schweiz – die Auswahl ist nahezu genauso umfangreich wie die Vielzahl der dortigen Skigebiete. Und genau wie beim Abenteuer auf Skiern oder dem Snowboard sollten sich alle, die das Rodeln sicher genießen wollen, den einen oder anderen Gedanken bezüglich der Ausrüstung machen.

So mögen manche denken, sie seien „overdressed“, wenn sie einen Helm oder eine Skibrille tragen, doch genau diese Utensilien sollten bei einer Schlittenpartie nicht fehlen. Auf einer Rodelbahn erreicht man schließlich gut und gerne 40 bis 50 km/h. Eine keinesfalls zu unterschätzende Geschwindigkeit, bei der ein Unfall mehr als nur ein paar Prellungen verursachen kann. Daher ist es auch stets ratsam, aufrecht zu sitzen anstatt zu liegen, denn so wird das mögliche Verletzungsrisiko enorm gemindert.

Rodeln in Grindelwald/Schweiz

Strecke: Faulhorngipfel bis Grindelwald Dorf, 15 km Länge

Bei Grindelwald befindet sich die längste Rodelstrecke der Alpen. Und sie hat ein ganz besonderes Highlight zu bieten: den Blick auf die spektakulären Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau. Einziger Nachteil für Fußfaule: Die Gondelbahn bringt Schlittelfans nur auf die First. Wer wirklich die komplette Strecke des „Big Pintenfritz“ genießen möchte, muss von dort aus noch eine ca. 2,5-stündige Wanderung auf das Faulhorn (2.686 m) unternehmen.

Rodeln in Neukirchen am Großvenediger/Österreich

Strecke: Bergstation der Wildkogelarena oder Smaragdbahn bis Bramberg, 14 km Länge

Sie ist nach eigenen Angaben die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt. Und der ADAC bescheinigt ihr eine gute Beschilderung sowie ein gleichmäßiges Gefälle.

Rodeln in Fiescheralp/Schweiz

Strecke: Bergstation der Luftseilbahn bis Lax, 13 km Länge

Mit Blick aufs Matterhorn geht es von der Fiescheralp aus bis kurz über Lax. Das erste Drittel der Strecke ist relativ steil, anschließend folgt der gemütlichere Teil durch ein Waldstück.

Rodeln in La Tzoumaz/Schweiz

Strecke: Bergstation der Seilbahn Savoleyres bis Talstation, 10 km Länge

Eine Strecke für sportliche Fahrer: In Steilwandkurven, auf Sprungschanzen und Schuss-Stücken geht es rasant zu.

Rodel in La Tzoumas.

Rodeln in Sterzing/Italien

Strecke: Bergstation der Gondelbahn bis Talstation, fast 10 km Länge, 17 Kehren

Eine Fahrt mit einem wunderbaren Panoramablick auf die Stubaitaler Alpen. Die Strecke in Sterzing ist die längste beschneite und beleuchtete Rodelbahn Italiens und sehr abwechslungsreich. Durch einen Waldgürtel führt sie hinunter nach Sterzing.

Rodeln in Brixen Plose/Italien

Strecke: Bergstation Trametsch Sessellift bis Talstation Plose Kabinenbahn, 10,5 km Länge

Der RudiRun in Brixen ist eine der längsten Rodelbahnen Südtirols. Großer Vorteil für Vielfahrer: Die Strecke ist zweigeteilt. Der obere, gemütlichere Teil führt bis zum Einstieg des Sesselliftes Trametsch. Wer mag, kann hier direkt noch einmal auf den Berg fahren. Oder es geht weitere 5 km bergab in Richtung Tal – auf dem anspruchsvolleren Teil der Strecke.

Rodeln in Neustift/Österreich

Strecke: Bergstation der Kabinenbahn bis Neder bzw. Neustift-Zentrum, 8 km Länge

Der Elfer bei Neustift ist die Rodel-Hochburg des Stubaitals. Gleich zwei 8 km lange Strecken führen hier hinunter – eine bis ins Zentrum von Neustift und eine durch das Pinnistal bis nach Neder. Gerade die Elfer-Rodelbahn bietet einen hohen Spaßfaktor. Auf der Pinnis-Rodelbahn lohnen sich Zwischenstopps an der Issenanger Alm oder beim Herzebner Almwirt.

Auch das Stubaital hält herrliche Rodelbahnen bereit.

Rodeln in Zell am Ziller/Österreich

Strecke: Bergstation Gerlossteinbahn am Hainzenberg bis ins Tal, 7 km Länge

In Zell am Ziller gibt es eine große Auswahl an Leihrodeln sowie eine außergewöhnlich gute Markierung und Absicherung. Zudem gibt es sogar einen Helmverleih. Auf der Strecke sind allerdings auch Wanderer unterwegs.

Rodeln in Rottach-Egern/Deutschland

Strecke: Unterhalb des Wallberg-Kirchleins bis Rottach-Egern, 6,5 km Länge

Eine der längsten Rodelbahnen Deutschlands lockt mit einem wunderschönen Blick auf den Tegernsee.

Rodeln mit Blick auf den Tegernsee – ein Traum.

Rodeln in Bergün/Schweiz

Strecke: Bahnhof Preda bis Bahnhof Bergün, 6 km Länge

Hier ist bereits die Anfahrt ein besonderes Erlebnis, denn sie erfolgt mit der Rhätischen Bahn. Die Strecke führt über die im Winter gesperrte Albulapassstraße und wird zweimal täglich präpariert. Lange Geraden und sportliche Kurven wechseln sich ab, am Ende gibt es sogar eine Geschwindigkeitsmessanlage.

Rodeln in Val Thorens/Frankreich

Strecke: Bergstation der Péclet-Gondel bis Talstation, 6 km

Höher kommt man mit dem Schlitten wohl kaum: Am Péclet-Gletscher bei Val Thorens startet man in rund 3.000 m Höhe auf einem umfunktionierten Wanderweg ins Tal.

Rodeln in Bad Tölz/Deutschland

Strecke: Blombergbahn Bergstation bis ins Tal, 5,5 km Länge

Die Rodelbahn am Blomberg ist eine der längsten in Bayern. Vor allem im oberen Bereich geht es mit engen Kurven und schnellen Passagen äußerst rasant zu. Der ADAC lobt neben Präparierung und Beschneiung die eingerichteten Rast- und Wartezonen, die entlang der Strecke angelegt wurden.

Rodeln in Bad Hindelang/Deutschland

Strecke: 3 Rodelbahnen durchs Allgäu

Rodler in Bad Hindelang rodeln durch das herrliche Allgäu. Spaß pur bietet vor allem die Hornbahn Hindelang, an deren Talstation Schlitten ausgeliehen werden können. Eine der insgesamt drei Rodelbahnen wird außerdem beschneit, falls es Frau Holle mal nicht so gut meint. Der Rodelspaß ist also garantiert.

Rodeln in Sexten/Italien

Strecke: Bergstation Kabinenbahn Rotwandwiesen bis Talstation, 5,5 km Länge

Laut Deutschem Alpenverein eine der schönsten Rodelbahnen Südtirols. Sie führt unter den mächtigen Felswänden der Rotwandspitze her. Die Kurven sind abgesichert, die Pisten des Skigebiets werden in Tunneln unterquert.

Rodeln in Garmisch-Partenkirchen/Deutschland

Strecke: Bayernhaus am Hausberg bis ins Tal, 5 km Länge

Die Rodelpiste in Garmisch-Partenkirchen ist vor allem abends ein Erlebnis, denn sie ist durchgehend beleuchtet. Beim Nachtrodeln ist zudem das Bayernhaus geöffnet und bietet Glühwein am Lagerfeuer an.

Rodeln in Oberaudorf/Deutschland

Strecke: Bergstation Hocheck-Express bis Talstation, 3 km Länge

Die Hocheck Winter-Rodelbahn ist nach eigenen Angaben die einzige vom TÜV geprüfte und abgenommene Winter-Rodelbahn Deutschlands. Die Strecke ist gut abgesichert, abwechslungs- und kurvenreich und alleine Rodlern vorbehalten.

Rodeln in Davos/Schweiz

Strecke: Hotel Schatzalp bis Davos-Platz, 2,8 km Länge, 18 Kurven

Hier in Davos im Engadin rodelte schon Thomas Mann. Seine Eindrücke beschrieb er im „Zauberberg“. Die Strecke führt durch den Schatzalp-Zauberwald hinunter ins Tal.

In der Schweiz finden Rodler ebenfalls ihren Spaß.

Rodeln in St. Moritz/Schweiz

Strecke: Bergstation Muottas Muragl, 4,2 km Länge

In der Schweiz gibt es eine Vielzahl an Rodelbahnen für Groß und Klein, so zum Beispiel die Rodelbahn Muottas Muragl in St. Moritz. Schlittenfahrer dürfen hier gehobene Klasse bei Qualität und Service erwarten, zugleich werden sie dort aber auch mit dem generell hohen Schweizer Preisniveau konfrontiert.

Rodeln in Ramsau/Deutschland

Strecke: Bergstation Hirscheck Sesselbahn bis Talstation, 2,5 km Länge

Der „Hirscheckblitz“ gehört zu den Top-Rodelbahnen der Alpen. Kein Wunder, hat doch auch Rodel-Legende Georg Hackl bei der Streckenführung mitgearbeitet. Entsprechend anspruchsvoll ist die abgesicherte Strecke mit ihren steilen und kurvigen Passagen.

 

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