Auf den Spuren von Legenden in ehemaligen Olympia-Skigebieten

6. Februar 2014 - Nina Vogt

Am morgigen Freitag geht es los: Das größte Sportspektakel der Welt startet. Im russischen Sotschi werden die Olympischen Winterspiele mit einer sicherlich spektakulären Eröffnungsfeier eingeläutet. Ein Moment, auf den Tausende Sportler gewartet haben, auf den sie sich bereit seit Jahren vorbereiten. Und natürlich auch ein Moment, auf den sich Wintersportfans seit 4 Jahren, seit den letzten Spielen im kanadischen Vancouver, freuen. Lust einmal selbst olympische Luft zu schnuppern und auf den Spuren von Legenden zu wandeln? Kein Problem. SnowTrex hat viele der Olympia-Orte im Angebot. Eine kleine Übersicht:

Garmisch-Partenkirchen (1936)

In einem der wichtigsten deutschen Wintersportorte fanden bei den Wettbewerben 1936 erstmals auch Skirennen statt. Das Skigebiet am Kreuzeck wurde zu diesem Zweck extra angelegt. Dort befindet sich auch die Kandahar-Abfahrt, die mit ihrem Gefälle von bis zu 92 Prozent noch heute einen legendären Ruf hat und auf der regelmäßig Weltcup-Rennen stattfinden. Die Slalom-Rennen fanden am Gudiberg statt. Natürlich können Wintersportler aber heute nicht nur auf den Spuren der alpinen Skifahrer den Berg hinunter wedeln. Die Große Olympiaschanze wurde 2007 neu erbaut, doch im Olympia-Eissportzentrum dreht man beispielsweise auch heute noch seine Runden auf dem Eis.

© Markt Garmisch-Partenkirchen

St. Moritz (1948)

1928 (ohne Skirennen) und 1948 war St. Moritz Austragungsort der bisher einzigen olympischen Wettbewerbe der Schweiz. Die Pisten befanden sich damals im Skigebiet Corviglia: die Slalom-Hänge oberhalb des Sulvretta-Hauses, die Abfahrt „Corviglia-Chantarella“ am Piz Nair. Die heutige „Olympia“ startet unterhalb des kleinen Runzöl-Lifts und führt bis ins Tal – allerdings nur in Teilen auf der Originalstrecke. Der Zielhang von 1948 ist mittlerweile ein beliebtes Terrain für Tiefschneefahrer. Auf dem Bobrun St. Moritz Celerina haben Gäste die Möglichkeit, an Taxifahrten teilzunehmen. Es ist die einzige Natureis-Bobbahn der Welt. Das Olympiastadion mit dem markanten Turm wurde inzwischen hingegen umgebaut zu einer privaten Villa.

Cortina d’Ampezzo (1956)

Die „Olympia delle Tofane“ oder kurz „Tofana“, die Abfahrtsstrecke von 1956, gehört noch heute zu den berüchtigten Strecken und ist regelmäßig Schauplatz für Damen-Wettbewerbe im Weltcup. Auch die „Canalone“ im Skigebiet „Tofana“ gehörte zu den olympischen Strecken, ebenso wie die „Ilio Colli-Faloria“ und die „Col Drusciè“. Im Olympiastadion drehen Eisläufer auch heute noch ihre Runden.

© Innsbruck Tourismus

Innsbruck (1964 und 1976)

Bereits dreimal war die Hauptstadt Tirols Austragungsort für olympische Wettbewerbe. Zu den Spielen 1964 und 1976 kamen 2012 die Winter-Jugendspiele hinzu. Die Skigebiete rund um Innsbruck heißen daher zurecht „Olympia SkiWorld“. 9 sind es an der Zahl. Die alpinen Wettbewerbe fanden jedoch nur in Axamer Lizum – am Birgotzköpfl und am Hoadl – sowie am Patscherkofel statt. Als Ersatzstrecke diente unter anderem die Götzner Abfahrt an der Muttereralm. Anziehungspunkt für Besucher der Stadt ist auch heute noch die Bergisel-Schanze, die über der Skyline thront. Dort gibt es auch ein Besucherzentrum mit Aussichtsturm und –restaurant. Auf den Spuren der Bob-, Rodel- und Skeleton-Sportler fahren Wintersportler noch immer auf der Bahn im nahen Igls. Die nordischen Wettbewerbe hingegen hatte man in die Olympiaregion Seefeld verlegt. Dort ist mittlerweile ein großes Nordisches Kompetenzzentrum entstanden.

Grenoble (1968)

Noch nie zuvor hatte es bei Olympischen Spielen so viele Standorte gegeben wie in Grenoble. Die Organisatoren stießen den Trend zu dezentralisierten Veranstaltungen an. Die Wettkampfstätten verteilten sich auf 5 weitere Orte. In Grenoble selbst ist das Eisstadion „Stade de glace“ heute der „Palais des Sports“ und die Eisschnelllaufbahn im Parc Paul Mistral wurde in eine Betonbahn für Skater umgewandelt. Sämtliche alpinen Rennen fanden in Chamrousse statt. Ziel von 5 der 6 Wettbewerbe war das Gebiet Recoin de Chamrousse, das der Männer-Abfahrt war Casserousse. Noch heute fahren Wintersportler auf diesen Strecken. Für die Könner unter ihnen eignet sich vor allem die Herren-Abfahrt, auf der Jean-Claude Killy zur Legende wurde. Sie führt vom Croix de Chamrousse bis hinunter zum tiefsten Punkt des Skigebietes. Am weitesten entfernt für die Sportler war die Bobbahn in Alpe d’Huez. Hier gab es auch Ersatzstrecken für die alpinen Rennen.

Ein Blick ins Skigebiet von Chamrousse.

Albertville (1992)

Das Olympiastadion von damals wird man in Albertville heute nicht mehr finden. Es war ein temporärer Bau, der anschließend in Teilen abgebaut und bei den Sommerspielen in Barcelona wieder aufgebaut wurde. Die olympischen Pisten allerdings, die sind auch heute noch befahrbar. Sie wurden in Val d’Isère (Herren) und in Méribel (Damen) präpariert. Die Abfahrtsstrecke „La Face de Bellavarde“ in Val d’Isère wurde förmlich in den Fels gesprengt und dient heute noch als Austragungsort für Damen-Weltcup-Rennen. In Tignes befand sich die Freestyle-Buckelpiste, in La Plagne die Bob- und Rodelanlage, auf der man die „Bob Experience“ erleben kann.

Turin (2006)

Auch die Wettbewerbe der Spiele in Turin fanden weit verstreut statt. Die Snowboard Contests beispielsweise wurden in Bardonecchia ausgetragen, wo die olympische Halfpipe noch heute Kulisse für Europa- und Weltcup-Wettbewerbe ist. Die alpinen Wettbewerbe fanden in  Sestriere und in Cesana Torinese statt, wo die Athleten auch im Biathlon sowie im Bobfahren, Rennrodeln und Skeleton antraten. Pragelato wiederum war Schauplatz für die Entscheidungen im Skisprung, Langlauf und in der Nordischen Kombination.

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