Skigebiet Aprica

20. September 2017 - SnowTrex

Das Skigebiet Aprica gehört zu den drei familienfreundlichsten Skigebieten in der Lombardei. Anfänger und erfahrene Wintersportler freuen sich über die Panorama-Abfahrten auf den gut präparierten Pisten, die bis ins Dorf führen. Das Gebiet um den urigen Bergort Aprica gilt als besonders sonnenreich und schneesicher. Insgesamt sorgen 50 Pistenkilometer für Wintersport-Spaß.

Pistenpanorama im Skigebiet Aprica.

1) Allgemeine Informationen zum Skigebiet Aprica

  • 50 Pistenkilometer auf bis zu 2.270 m Höhe
  • 50 Pistenkilometer und 16 Liftanlagen
  • überwiegend leichte bis mittelschwere Abfahrten
  • Funpark für Freestyler

Das Skigebiet Aprica liegt zwischen den Provinzen Sondrio und Brescia im Norden Italiens. Der Hauptort Aprica befindet sich auf einer Höhe von 1.181 m auf einem weitreichenden Plateau im Veltliner Tal. Das gesamte Skigebiet erstreckt sich auf einen Bereich zwischen 1.162 m und 2.270 m Höhe. Das Gebiet eignet sich vor allem für Familien und Anfänger, die auf leichten bis mittelschweren Abfahrten jede Menge Winterspaß erleben können. Aber auch für fortgeschrittene Skifahrer sind herausfordernde rote und schwarze Pisten vorhanden. Snowboarder und Freestyler können ihr Können im Funpark testen. Insgesamt verfügt das Skigebiet mit 28 km blauer, 14 km roter und 8 km schwarzer Abfahrten über 50 Pistenkilometer, die mit 16 Liftanlagen erschlossen werden.

Auch Langlauf-Liebhaber kommen in dieser Region auf ihre Kosten. Die Umgebung von Aprica verfügt über insgesamt 16 km Langlaufloipen. Nach dem Skispaß geht es gemütlich in den zahlreichen Skihütten vor Ort oder an den Pisten beim Après-Ski weiter.

Skifahrer auf sonniger Piste im Skigebiet Aprica.

Aprica verfügt über ein mildes Klima. Die Region in der Lombardei ist sonnenreich und schneesicher und bietet beste Voraussetzungen für ungetrübten Winterspaß. Bei ungünstigen Wetterbedingungen werden 80 Prozent der Pisten künstlich beschneit, sodass Wintersportler jederzeit eine optimale Schneedichte unter den Brettern vorfinden. Der Januar gilt als sonnenreichster Monat und verwöhnt Urlauber mit bis zu 27 Sonnentagen. Insgesamt sind durchschnittlich 97 Sonnentage pro Saison zu erwarten.

Die Schneehöhe betrug in der Saison 2016/2017 im März 200 cm auf der Bergstation und 60 cm an der Talstation von Aprica. Bei unseren Experten erhält das Skigebiet Aprica in den Top-Bewertungskriterien „Lifte & Bahnen“ sowie „Schneesicherheit“ vier bzw. fünf Sterne.

2) Pistenplan Aprica

3) Skifahren im Skigebiet Aprica

Skifahrern und Snowboardern stehen im Skigebiet Aprica 50 km Skipisten zur Verfügung. Für Anfänger und Fortgeschrittene finden sich zahlreiche leichte, mittelschwere und anspruchsvolle Pisten. Im Skigebiet transportieren zehn Schlepplifte, vier Sessellifte und zwei Kabinenbahnen auf den Berg. Das Besondere an Aprica ist, dass man direkt von der Unterkunft aus seinen Skitag beginnen kann und lange Anfahrtswege damit entfallen.

Das Skigebiet Aprica besteht aus vier kleineren Gebieten, die miteinander verbunden sind: Magnolta, Baradello, Palabione und Campetti. Hier können Wintersportler das gesamte Skigebiet ausgiebig erkunden. Anfänger tummeln sich gern an den vielen Schleppliften in Palabione, während fortgeschrittene Fahrer in Bardello die Gondelbahn nutzen oder auf der anderen Seite des Tals in Magnolta starten. Über die Gondelbahn in Magnolta gelangt man beispielsweise zur „Piana Galli“ auf 2.050 m Höhe und hat die Wahl, entweder die weitläufige Panoramastrecke bis ins Tal abzufahren oder noch einen Abstecher nach Palabione zu machen, und den Schlepplift zum 2.300 m hoch gelegenen „Colle Paso“ zu nehmen. Für diejenigen, die das Skifahren erst lernen möchten, ist die Skischule in Palabione die erste Adresse.

Für Genuss-Skifahrer hält das Skigebiet Aprica zwei besonders schöne Pisten bereit. Die blaue „Superpanoramica“ führt auf einer Länge von 6 km von 1.972 m hinunter hinuntern nach Baradello und begeistert mit einem traumhaften Panorama. Den erfahrenen Fahrer wird die „Magnolta Inferiore“ erfreuen, eine herausfordernde Piste mit über 2 km Länge. Auch die weiteren schwarzen Abfahrten, wie die Benedetti-Abfahrt auf 3,8 km Länge oder die steile Presena-Sinistro-Piste, lassen die Herzen der Könner höher schlagen. Außerdem können im Skigebiet Aprica geübte Fahrer ihre Wendigkeit auf diversen Buckelpisten austesten.

Snowboarder im Snowpark Aprica.

Im Gebiet Campetti liegt das Highlight für alle Freestyler: der Funpark mit Halfpipe, mehreren Kickern, Boxen, Wallrides sowie zwei Slide- und Jump-Lines. Der Funpark verfügt über eine Flutlichtanlage und einen eigenen Lift.

Wer den Langlauf schätzt, der erfreut sich am herrlichen Bergpanorama auf den insgesamt 16 km Langlaufloipen der Region. Spektakulär geht es auf der mittelschweren Höhenloipe „Magnolta“ in 1.850 m Höhe zu, auf der man fantastische Ausblicke und die frische Bergluft genießen kann.

Besonders gute Bewertungskriterien von unseren Experten erhalten die Bereiche „Familie & Kinder“ sowie „Könner & Freerider“. Beide Bereiche erhalten jeweils vier Sterne.

4) Expertenbewertung

Das Skigebiet Aprica gehört zu den beliebten Skigebieten in Norditalien. Das geht auch aus den Bewertungen unserer Experten hervor, die das Skigebiet in der Gesamtbewertung mit soliden 3,5 Sternen auszeichnen. Besonders gut bewertet wird die „Schneesicherheit“ mit fünf Sternen. Die Kategorien „Lifte & Bahnen“, „Familie & Kinder“, „Orientierung“ und „Könner & Freerider“ erhalten jeweils vier Sternen. Besonders die Infrastruktur für Kinder und Anfänger ist im Skigebiet Aprica durch die zahlreichen blauen Pisten gegeben. Auch viele weitere Angebote vor Ort sind familiengerecht eingerichtet. Die Pistenpläne und Übersichtskarten im Skigebiet sind verständlich und auf dem neuesten Stand.

Aktueller Stand und weitere Informationen auf SnowTrex.

5) Aktivitäten neben der Piste

Für die Stärkung zwischendurch und auch zum nachmittäglichen Après-Ski laden zahlreiche gemütliche und urige Skihütten neben der Piste ein. Skifahrer und Snowboarder, die in Palabione unterwegs sind, kehren zum Beispiel in das auf 1.700 m gelegene Restaurant „Pasò“ ein. Für Wintersportler in Baradello empfiehlt sich eine deftige Brotzeit oder ein Einkehrschwung im „Ristoro Dal Brusca al Baradello“ auf 1.972 m. Oder man fährt gemütlich ab und speist im „Baradello Après Ski“ neben der Talstation. Wer in Magnolta wieder das Tal erreicht, der kehrt im „Piccolo Chalet“ unweit der Talstation ein.

Die Sonnenterrasse der Skihütten laden zum gemütlichen Après-Ski ein.

Die meisten Restaurants in der Region bieten eine Küche mit regionalen Veltliner Spezialitäten wie Bresaola (Trockenfleisch), Pizzoccheri (mit Salbei gefüllte Pasta) oder deftigen Käsesorten. Im Ort Aprica selbst ist das Hotel „Cristallo Club“ hervorzuheben, das sich 200 m vom Ortszentrum entfernt befindet und seine Gäste zum Après-Ski gern in das Panorama-Restaurant, die Bar oder das gemütliche Kaminzimmer einlädt.

Wem weniger nach Après-Ski zumute ist, der kann beispielsweise auf einer der beiden Eislaufbahnen in Aprica eine Runde Eislaufen. Für einen skifreien Tag machen die beiden markierten Schneeschuhrouten in der Nähe von Aprica, die jeweils 5 und 7 km lang sind, Lust auf eine Schneeschuhwanderung. Alleinreisende können sich bei einer der zahlreichen geführten Skitouren vor Ort einer Gruppe anschließen. Neben der Piste kann man in Aprica auch eine Runde im Hallenbad in Magnolta schwimmen oder sich im dortigen Wellnessbereich entspannen. Kletterfreunde besuchen die nahe gelegene Kletterhalle im „Palazzetto Dello Sport“ in Aprica in der Via Magnolta.

Das Skigebiet Aprica ist nicht nur für Wintersportler eine ausgezeichnete Gegend. Die hügelige Umgebung und die Weinberge laden zu langen Spaziergängen und erholsamen Ausflügen ein. Die Naturschutzgebiete in Nähe der Ortler-Gruppe – wie der „Parco Nazionale dello Stelvio“ – machen Aprica auch zu einem Highlight für Naturliebhaber und Wanderer.

Unsere Experten bewerten Aprica in den Kategorien „Après-Ski“ und „Bergrestaurants, Hütten & Gastronomie“ mit drei Sternen.

6) Orte im Skigebiet

Der Hauptort des Skigebietes ist Aprica. Zu österreichischer Zeit gehörte das Städtchen noch zur Nachbargemeinde Teglio. Mit seinen 1.600 Einwohnern ist Aprica zwar klein und überschaubar, aber dennoch mit seinen Kirchen, den Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, diversen Restaurants und Bars abwechslungsreich. In Aprica gibt es hauptsächlich 3-Sterne-Unterkünfte, die günstig an den Pisten gelegen sind. Der Ort verfügt über 20.000 Betten für Urlauber.

Ortsansicht auf Aprica mit Talabfahrt.

Unweit von Aprica entfernt befinden sich die kleinen Gemeinden Corteno Golgi, Teglio und Villa di Tirano. In Teglio leben 4.540 Einwohner. Vom bekannten Aussichtspunkt des Ortes, dem Torre Deli Beli Mirre, genießt man wunderschöne Ausblicke in die Umgebung.

Unweit von Aprica können Urlauber auch einen Abstecher in das geschichtsträchtige Tirano mit seinen Kirchen, Palazzi, Stadttoren und der Burgruine machen und sich dort zum Beispiel die Basilika Santuario Madonna di Tirano anschauen. Tirano hat gut 9.000 Einwohner und ist hauptsächlich für seinen Obst- und Weinanbau und kleinere Industriebetriebe bekannt. Das Städtchen bietet neben Sightseeing- auch zahlreiche Shopping- und Gastronomiemöglichkeiten.

7) Anreise ins Skigebiet Aprica

Nach Aprica gelangt man mit der Bahn, dem Flugzeug oder per Anreise mit dem eigenen Auto. Der Ort Aprica liegt am Passo dell‘Aprica und ist 115 km vom Flughafen Orio al Serio (Bergamo) entfernt. Weitere Flughäfen in der Nähe sind der Flughafen Mailand-Linate (165 km von Aprica), Verona (175 km) oder Mailand-Malpensa (190 km).

Mit der Bahn erreicht man Aprica entweder über Tirano (20 km von Aprica entfernt) oder Edolo (15 km von Aprica entfernt). Von den Bahnhöfen gibt es jeweils Busverbindungen nach Aprica; ebenso ist eine Weiterreise mit dem Taxi möglich.

Wenn man mit dem Auto anreist, ist es günstig, sich vorab über eventuelle Wintersperrungen auf Straßen und in Tunneln zu informieren. Von München aus nimmt man am besten die Route über die A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen und dann weiter über Bormio und Tirano nach Aprica. Von Stuttgart führt eine Route über Lindau am Bodensee und dann weiter auf der E43 über Chur in der Schweiz über Tirano nach Aprica. Auf italienischen Straßen fallen Mautgebühren an.

8) Wetter, Schneehöhen und Webcams Aprica

Vorab einen Blick ins Skigebiet werfen und schauen, ob die Sonne scheint? SnowTrex stellt Informationen über das Wetter, die aktuellen Schneehöhen und Webcam-Bilder bereit.

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