Alle Stationen der Vierschanzentournee

20. März 2018 - SnowTrex

Rund um Neujahr tingeln seit 1953 nicht nur die Besten der Skisprung-Elite, sondern auch tausende Wintersportbegeisterte nach Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Die Vierschanzentournee ruft! SnowTrex kennt die Details der vier Stationen.

„Flug“ über Oberstdorf.

Die erste Station der Vierschanzentournee ist traditionell Oberstdorf. Es folgt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Danach ist Innsbruck dran, das Finale findet in Bischofshofen statt. Für Wintersportbegeisterte sind alle 4 Stationen der Vierschanzentour wie geschaffen. Denn neben dem Spektakel, das sie rund um die Wettbewerbe erleben, eröffnet sich ihnen in bzw. rund um jeden Austragungsort auch mindestens ein Top-Skigebiet.

Oberstdorf

Die Große Schattenbergschanze ist eine der bedeutendsten Skisprungschanzen der Welt: Seit 1973 ist sie eine der 5 WM-Schanzen, auf der im regelmäßigen Rhythmus die Weltmeisterschaften stattfinden. Zudem versammeln sich hier jedes Jahr rund 30.000 Fans, wenn in der Erdinger Arena Ende Dezember die Vierschanzentournee eröffnet wird. Die Daten der Schanze: 140 m Gesamthöhe, 105,5 m Anlauflänge.

Doch Oberstdorf ist nicht nur für seine Skisprungschanze bekannt, sondern auch als eines der bedeutendsten deutschen Wintersportzentren. Und so gruppieren sich rund um den „südlichsten Fleck Deutschlands“ auch gleich mehrere Skigebiete. 128 Pistenkilometer ergibt das insgesamt in der Zwei-Länder-Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal. Dazu gehören die Skigebiete Fellhorn-Kanzelwand, Söllereck, Walmendingerhorn, Ifen und die Heuberg Arena. Am Nebelhorn liegt übrigens auch die längste Talabfahrt Deutschlands mit 7,5 km Länge!

Garmisch-Partenkirchen

Sie ist schön, elegant und ein neues Wahrzeichen der Stadt: Im Winter 2007/2008 löste der moderne Neubau der Großen Olympiaschanze die bisherige Olympiaschanze ab, die im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen gebaut worden war. Rund 30.000 Zuschauer zieht es jedes Jahr zu Neujahr hierhin. Die Daten der Schanze: 149 m Gesamthöhe, 103,5 m Anlauflänge.

Mit der Lage zu Füßen des höchsten Berges Deutschlands, der Zugspitze (2.962 m), ist Garmisch-Partenkirchen Deutschlands Wintersportort Nr. 1. Neben der Vierschanzentournee fanden hier bereits olympische Winterspiele und die Ski-WM  statt. Wintersportler haben die Wahl: Zwischen dem Gletscherskigebiet an der Zugspitze und dem Gebiet „Garmisch-Classic“, das sich auf Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze verteilt. Ein Highlight: die legendäre Kandahar-Abfahrt am Kreuzeck.

In Garmisch-Partenkirchen findet das legendäre Neujahrsspringen statt.

Innsbruck

Mit ihrem futuristisch gestalteten Anlaufturm ist die Bergisel-Schanze von Innsbruck seit ihrer Modernisierung 2002 noch mehr zu einem Hingucker geworden. Eine Besonderheit ist hier wegen der Nähe zur Stadt aber vor allem der Ausblick auf Innsbruck und die umliegende Gebirgswelt. Die Daten: 130 m Gesamthöhe, 98 m Anlauflänge.

Innsbruck gilt zudem als „Hauptstadt der Alpen“. Die Metropole war als einzige Stadt bereits dreimal Austragungsort von olympischen Winterspielen (1964, 1976 und Jugendspiele 2012). Neun Skigebiete bilden die Olympia SkiWorld Innsbruck. Alle sind sie von Innsbruck aus schnell mit dem kostenlosen Skibus zu erreichen. Dabei liegen die Nordkettenbahnen und der Patscherkofel mit der olympischen Herrenabfahrtspiste direkt in Stadtnähe. Hinzu kommen Axamer Lizum, Muttereralm, Kühtai, Rangger Köpfl, Glungezer, Schlick 2000 und mit dem Stubaier Gletscher das größte Gletscherskigebiet Österreichs.

Bergpanorama rund um Innsbruck.

Bischofshofen

Die Paul-Außerleiner-Schanze ist nach dem österreichischen Skispringer benannt, der 1952 hier so schwer stürzte, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Sie ist eine der größten Schanzen im FIS-Weltcup. Ihre Daten: 132,5 m Gesamthöhe und 125 m Anlauflänge.

Bischofshofen, die „Stadt mit Schwung“, liegt inmitten der Welt von Ski amadé. Nur wenige Kilometer sind es bis nach St. Johann/Alpendorf und nach Mühlbach am Hochkönig. Bei guten Schneeverhältnissen fährt man auf der 8 km langen Skitourenabfahrt „Knappensteig“ sogar bis nach Bischofshofen ab. Auch nach Flachau oder Großarl ist es nicht weit.

Da bleibt nur zu sagen: Nichts wie hin!

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