Snowboard-Weltcup: Nur bei den Disziplinen sind sich die Verbände einig

26. November 2013 - SnowTrex

Nicht nur die Skifahrer sind in die Weltcup-Saison gestartet. Auch die Snowboard-Szene kämpft wieder um die Punkte – und das bereits seit August. In der kommenden Woche, vom 6. bis 8. Dezember, geht es weiter mit den Snowboardcross-Wettbewerben im österreichischen Montafon. Allerdings ist es bei den Snowboardern nicht so einfach mit dem Weltcup. Die FIS Veranstaltungen sind nicht die einzigen, bei denen sich die Snowboard-Elite misst. Gerade bis zum Winter 1997/98 war die Weltelite selten bei den Wettkämpfen der FIS zu sehen. Seitdem jedoch die Punkte im FIS-Weltcup über die Olympia-Teilnahme entscheiden, hat sich das verändert. Viele Stars der Szene setzen trotzdem weiterhin auf unabhängige Verbände. Und so stehen die FIS-Veranstaltungen in Konkurrenz zu denen der TTR World Snowboard Tour, die von den beiden Dachverbänden TTR (Ticket to Ride) Pro Snowboarding und der WSF (World Snowboarding Federation) organisiert werden und die weniger reglementiert sind. Bei den Wettbewerben können sich die Sportler für die X-Games qualifizieren. Wir wollen hier trotzdem einen Blick auf die Disziplinen des Snowboard-Weltcups und ihre Unterschiede werfen:

parallel-slalom“>Parallel-Slalom

Die Organisation beim Parallel-Riesenslalom ist dieselbe wie beim Parallel-Riesenslalom, nur mit dem Unterschied, dass die Tore enger gesteckt werden: mit einem Abstand von etwa 12 m. Die Höhendifferenz der Strecke beträgt 100 bis 150 m.

slopestyle“>Slopestyle

Im kommenden Jahr ist Slopestyle erstmals auch eine olympische Disziplin. Die Aufgabe der Fahrer: Sie durchqueren einen Freestyleparcours, müssen in jedem Lauf – je 2 in Qualifikation und Finale, der beste wird gewertet – möglichst viele Elemente, von Jumps bis hin zu anderen Tricks, einbauen und unterschiedliche Obstacles miteinander kombinieren. Eine Jury bewertet anschließend die Tricks nach Ausführung, technischer Schwierigkeit, Höhe, Weite und Sauberkeit. Die Tricks im Freestyle-Bereich lassen sich grob in diese Kategorien unterteilen: Spins (Drehungen um die eigene Körperachse), Grabs (Griffe ans Snowboard), Grinds (Tricks auf einer Rail) und Flips (Drehungen um die horizontale Achse).

big-air“>Big Air

Der Big Air ist eine Männerdomäne. Frauen treten in dieser Disziplin bisher nur im Europacup an. Die einzelnen Durchgänge bestehen aus einem einzelnen Sprung über einen hohen Kicker, bei dem die Fahrer einen möglichst anspruchsvollen Trick mit Rotationen und Grabs in der Luft durchführen. Dieser wird durch eine Jury nach Schwierigkeitsgrad, Höhe, Durchführung, Style und Landung bewertet. In der Qualifikation erreichen die 6 besten Springer direkt das Finale, alle anderen kämpfen im Halbfinale noch einmal um den Einzug in die Endrunde. Gewertet wird der jeweils beste Sprung eines jeden Athleten.

Unsere Trexpertin Nicola Thost

3 der vorgestellten Disziplinen finden sich auch im Kalender der TTR World Tour wieder: Hier treten die Teilnehmer in der Halfpipe, im Slopestyle und im Big Air an. Olympisch sind seit 1998 die Halfpipe – erste Siegerin war unsere Trexpertin Nicola Thost -, seit 2002 der Parallel-Riesenslalom, seit 2006 der Snowboardcross und ab 2014 der Slopestyle. Die Weltmeisterschaften gliedern sich seit der Saison 2011/12 übrigens ebenfalls in die der FIS und die alternative WM von WSF und TTR. Während die FIS auf Parallel-Slalom, Parallel-Riesenslalom, Snowboardcross, Big Air und Slopestyle setzt, bleiben sich die Snowboardverbände treu und beschränken sich auf die Königsdisziplinen – den Freestyle-Bereich: Halfpipe und Slopestyle.

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