Das war das SnowTrex-Skitourencamp 2019

19. Februar 2019 - Alexandra Arendt

Intensives Training in entspannter Atmosphäre, schöne Touren rund um die idyllisch gelegene, urige Trattenbachalm – wieder einmal hat das Programm und das kompetente Team unseres Partners Skitourenwinter die Teilnehmer des 3. SnowTrex-Skitourencamps begeistert. 

Die Teilnehmer hatten eine Menge Spaß im Schnee und in der Hütte.

Es ist fast schon Tradition: der Start in das SnowTrex-Skitourencamp am Alpengasthof Rechtegg in Neukirchen am Großvenediger bei strahlendem Sonnenschein. Bei Kaiserwetter starten die Teilnehmer am Donnerstagmittag die erste kleine Skitour  der Einstieg in das viertägige Skitourencamp. In etwa zwei Stunden führt der Weg hinauf zur Unterkunft für die nächsten Tage: der Trattenbachalm. Die Wetterprognose für die kommenden drei Tage ist nicht besonders vielversprechend: Föhnsturm, Schnee, schlechte Sicht. Trotzdem, die Vorfreude lässt sich keiner der 14 Teilnehmer nehmen, die bunt gemischt aus Italien, Österreich, Frankreich und Deutschland kommen.

Start bei Kaiserwetter in Neukirchen für die SnowTrex-Mitarbeiterinnen Chloé und Alexandra.

Anfänger oder Profi – ein Skitourencamp für alle Level!

Absolute Beginner und erfahrene Skitourengeher treffen aufeinander. Die beiden Bergführer Georg Leithner und Moritz Rabel haben jedoch keine Probleme, die passenden Anforderungen für jeden Teilnehmer zu stellen und jeden zu fordern. Grundvoraussetzung ist allerdings eine solide Skitechnik und etwas Kondition für bis zu dreistündige Aufstiege.

Der Aufstieg zur Trattenbachalm führt die meiste Zeit durch den Wald.

SnowTrex-Mitarbeiterin Chloé Séraphin zählt zu den Skitouren-Neulingen. Die Französin liebt die Berge und hat sich erstmals der Herausforderung gestellt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich es auf den Gipfel schaffe“ sagt die Französin an Tag zwei nach einem emotionalen Moment hoch oben auf dem Gipfel des Kröndlhorns, den die Gruppe am zweiten Skitourentag erklommen hat. Der 2.444 Meter hohe „Hausgipfel“ ist durch eine schöne Skitour von der Trattenbachalm zu erreichen, lediglich die letzten Meter zur Kapelle auf dem Gipfel müssen ohne Ski zurückgelegt werden. „Ein wunderbares Gefühl, es geschafft zu haben“, freut sie sich. „Das Camp ist super und definitiv eine Challenge für mich, aber ich mag Herausforderungen!“, sagt die 30-Jährige, die bisher noch gar keine Skitourenerfahrungen gesammelt hat.

Das Gruppenerlebnis steht im Vordergrund

Anders als Laura Willi aus Neukirchen, die mit ihrem Freund Dennis Orszag bereits einige Skitouren auf der Piste absolviert hat, jedoch das erste Mal im Gelände unterwegs war. „Abseits der Pisten ist es doch noch einmal etwas ganz Neues. Besonders gut haben mir die schöne Alm und die Organisation gefallen. Als Einheimische hat es mich zudem fasziniert, das Gebiet auch mal im Winter zu sehen“, sagt die 28-Jährige, die das Gebiet aus dem Sommer bereits bestens vom Mountainbiken kennt.

Gemeinsam mit der Gruppe auf den Gipfel – ein einmaliges Erlebnis!

Bereits viele Jahre Skitourenerfahrung im Gelände haben Paul Brugger und Waltraud Huber. Das Paar ist aus Südtirol angereist und seit Jahren in den Bergen unterwegs. Paul Brugger hat bereits von Kanada bis nach Griechenland Berge und sogar Vulkane erklommen. „Ein Südtiroler ist immer irgendwie am Berg“ sagt Brugger. Obwohl die beiden eigenständig tourengehen, haben sie sich nach einem Gespräch mit Skitourenwinter Veranstalter Hans-Peter Kreidl dazu entschlossen, das SnowTrex-Camp zu buchen. „Wir wollten auch einmal mit einer größeren Gruppe unterwegs sein und das Gruppenerlebnis kennenlernen“, erklärt Paul Brugger, dessen Onkel Hermann Brugger ein bekannter Experte im Bereich alpiner Notversorgung und Lawinenkunde ist. Trotz seiner Erfahrung und seines bereits vorhandenen Wissens hat dem Bergsportler auch der intensive Theorie- und Praxisteil im Camp gut gefallen: „Das kann man nicht genug wiederholen“, weiß der 48-Jährige.

Skitourenausbildung in Theorie und Praxis

LVS-Training am ersten Tag und Theorievorträge zur Lawinenkunde sind wie immer Teil des Camps. Es geht nicht nur darum, eine großartige Zeit in den Bergen zu haben, sondern auch ein Bewusstsein für mögliche Gefahren zu entwickeln und diese einschätzen zu lernen, genauso aber auch zu erkennen, wann eine Gefahr überschätzt wird.

Praxisnahe Ausbildung: Bergführer Moritz Rabel in seinem Element.

Die Skitouren inklusive Praxisausbildung finden aus Sicherheitsgründen in zwei Gruppen mit je einem Bergführer statt, die Theorieinhalte werden vor und nach den Touren alle Teilnehmer gemeinsam von den beiden Bergführern in der Hütte vermittelt. Der Fokus des Camps liegt vor allem auf der Sicherheit und dem Erlernen von Methoden, sich sicher im Gelände zu bewegen. In der Praxis: Wie orientiere ich mich im Gelände? Wie messe ich die Steilheit in einem Hang? Wie spure ich kräftesparend – und vor allem sicher? Die Teilnehmer erfahren, wie man den Lawinenlagebericht liest, Reduktionsmethoden anwendet und dementsprechend auch bei einer 3er-Lawinenstufe sichere Touren mit vertretbaren Restrisiko gehen kann, wenn man sich sehr gut auskennt.

„Super Hütte, tolles Camp und gutes Essen“

Jeder Teilnehmer geht mit neuem und aufgefrischtem Wissen aus dem Camp, das die beiden Bergführer anschaulich an die Teilnehmer weitergegeben haben. „Wir hatten sensationelle Bergführer, die super qualifiziert sind“, sagt Teilnehmerin Inken Schermann, begeistert von der Kompetenz der beiden Bergführer. Schermann hatte kurzerhand nach dem Skitourencamp eine Woche zuvor direkt das nächste Camp mit Skitourenwinter gebucht und sich der SnowTrex-Camp-Gruppe angeschlossen.

Eine Hütte zum Verlieben: die Trattenbachalm.

„Insgesamt ein guter Mix aus Theorie und Praxis, wir haben sehr viele Hintergrundinformationen erhalten“, findet Florian Gras aus Jena. Der Splitboarder hat bereits einige Touren, wie im vergangen Jahr in Bulgarien, hinter sich und ist vom Camp begeistert. „Super Gruppe, ein tolles Camp in toller Hütte mit gutem Essen“, zieht er Bilanz. „Eine super idyllische Hütte und ein schönes Gebiet – bestimmt noch viel schöner bei gutem Wetter“, ergänzt Schermann. Das ganz große Wetterglück blieb den Camp-Teilnehmern in diesem Jahr zwar verwehrt, dafür erlebten sie sämtliche Facetten des Bergwetters innerhalb von vier Tagen: Sturm, Schneefall, Nebel – aber auch strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und frischer Powder. Dennoch waren alle geplanten Touren möglich und die Sonne ließ sich überraschend oft blicken. Am letzten Tag gab es nach dem Schneefall und Sturm sogar feinsten Tiefschnee zum Abschluss. Und für die Teilnehmer steht sowieso der Spaß und das Erlebnis in den Bergen im Vordergrund oder wie Paul Brugger am Ende schön zusammenfasst: „Das Verhältnis Bier zu Höhenmeter – absolut perfekt!“

Traumhafte Schneelandschaften rund um die Trattenbachalm.
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