SnowTrex-Mitarbeiter unterwegs: Das SnowTrex-Skitourencamp

19. Juli 2019 - Alexandra Arendt

Intensives Training in entspannter Atmosphäre, schöne Touren rund um die idyllisch gelegene, urige Trattenbachalm – jährlich begeistert das Programm und das kompetente Team unseres Partners Skitourenwinter die Teilnehmer vom SnowTrex-Skitourencamp. 

Die Teilnehmer des Skitouren-Camps haben eine Menge Spaß im Schnee und in der Hütte.

Der Aufstieg

Absolute Stille. Innehalten. Nur weiß. Weiße Landschaft, weiße Berge, weiße Gipfel. Außer uns ist niemand zu sehen, in der Ferne eine Gams. Natur pur, Einsamkeit und pures Freiheits- und Glücksgefühl. Sogar die Wolkendecke bekommt kleine luftige Löcher, zunächst zeigen sich nur kleine Risse, hin und wieder blitzt tiefes Blau hervor. Einzelne Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die Wolken auf die Schneedecke und wärmen unsere Gesichter. Blinzeln. Reflektieren im endlosen Weiß. Nur noch wenige Höhenmeter fehlen bis wir unser Ziel, den Sonnenwendkogel oder auch  „Suwendter“, auf 2.288 Metern erreicht haben.

Start bei Kaiserwetter in Neukirchen für die SnowTrex-Mitarbeiterinnen Chloé und Alexandra.

Oben angekommen. Das Lächeln will gar nicht mehr aufhören. Außer Atem, aber glücklich. Auch die Sonne hat es geschafft; die Wolkendecke bricht endgültig auf und die Belohnung steht kurz bevor: Die Abfahrt durch den vollkommen unberührten Powder, der sich kilometerweit erstreckt. Gibt es etwas Schöneres als Natursportler, als Freerider, im Wintersportler-Leben?

First Lines – exklusiver Genuss für Skitourengeher

Vielleicht, dass man sich die Abfahrt mit dem schweißtreibenden Aufstieg auch wirklich verdient hat. Vielleicht wird die Abfahrt nochmals wertvoller, weil der Versuch den Gipfel zu erklimmen am Tag zuvor scheiterte. Im Schneesturm und Nebel mussten wir den Aufstieg bereits nach einer Stunde abbrechen – zu unsicher wäre die Abfahrt geworden. Umso schöner ist der Triumph am nächsten Tag, oben am Gipfel zu stehen und die unglaubliche Aussicht zu genießen! Dass der Powder hier oben so gut ist, hätten wir fast gar nicht erwartet. Und das Beste: Wir haben ihn ganz für uns alleine! First Lines, wo auch immer wir uns hinbewegen. An diesem Tag irrt sich nicht einmal ein anderer Skitourengeher in unsere Nähe…

Tage wie dieser sind nahezu Alltag im SnowTrex Skitourencamp, dass seit 2017 in Kooperation mit unserem Partner Skitourenwinter stattfindet. 3,5 Tage stehen ganz im Zeichen des Tourengehens. Praxisausbildung, Schneekunde, Sicherheitstraining, der richtige Umgang mit LVS, Sonde und Schaufel werden gelehrt, das Verhalten im Notfall simuliert und trainiert. Es geht schließlich auch um Sensibilisierung und um Praxisausbildung – auch wenn der Theorieteil nicht fehlen darf. Dazu gibt es Tipps für den ökonomischen Aufstieg und das sichere, technisch richtige Abfahren. An erster Stelle steht Sicherheit und Spaß!

Skiführer Markus Enzinger erklärt die verschiedenen Schneeschichten.

Anfänger oder Profi – ein Skitourencamp für alle Level!

Es ist fast schon Tradition: der Start in das SnowTrex-Skitourencamp am Alpengasthof Rechtegg in Neukirchen am Großvenediger bei strahlendem Sonnenschein. Dort starten die Teilnehmer am Donnerstagmittag die erste kleine Skitour der Einstieg in das viertägige Skitourencamp. In etwa zwei Stunden führt der Weg hinauf zur Unterkunft für die nächsten Tage: der Trattenbachalm. Die wunderschön gelegene urige Alm liegt inmitten der Natur und ist im Winter nur auf Skiern oder mit dem Skimobil erreichbar. Ein Ort der Ruhe. Elektrizität und warmes Wasser gibt es jedoch – genauso wie jeglichen Komfort für gemütliche Abende: Ofen, Kochfeld, sogar TV und WLAN. Und für den morgendlichen Lawinenlagebericht-Check ist es auch sehr gut, WLAN zu haben.

Der Aufstieg zur Trattenbachalm führt die meiste Zeit durch den Wald.

Die Anreise ist mit dem Auto, mit der Bahn oder Flugzeug unproblematisch. Jede Stunde fährt die Bahn von Zell am See nach Neukirchen. Auch von München, Innsbruck und Salzburg ist Neukirchen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Schweres Gepäck müssen die Teilnehmer nicht selbst den Berg hochtragen. Mit dem Skimobil werden die Gepäckstücke zur Alm gebracht und am Ende auch wieder abgeholt. Und das Essen? Nach einem langen Skitourentag hat man natürlich Hunger – doch auch dafür ist bestens gesorgt. Der Alpengasthof Rechtegg hat bereits tägliche Menüs vorbereitet, die von uns final zubereitet werden. Das spart Zeit und ist lecker! Absolute Beginner und erfahrene Skitourengeher treffen aufeinander. Die Bergführer haben jedoch keine Probleme, die passenden Anforderungen für jeden Teilnehmer zu stellen und jeden zu fordern. Grundvoraussetzung ist allerdings eine solide Skitechnik und etwas Kondition für bis zu dreistündige Aufstiege.

Das Gruppenerlebnis steht im Vordergrund

SnowTrex-Mitarbeiterin Chloé zählt zu den Skitouren-Neulingen. Die Französin liebt die Berge und hat sich erstmals der Herausforderung gestellt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich es auf den Gipfel schaffe“ sagt die Französin an Tag zwei nach einem emotionalen Moment hoch oben auf dem Gipfel des Kröndlhorns, den die Gruppe am zweiten Skitourentag erklommen hat. Der 2.444 Meter hohe „Hausgipfel“ ist durch eine schöne Skitour von der Trattenbachalm zu erreichen, lediglich die letzten Meter zur Kapelle auf dem Gipfel müssen ohne Ski zurückgelegt werden. „Ein wunderbares Gefühl, es geschafft zu haben“, freut sie sich. „Das Camp ist super und definitiv eine Challenge für mich, aber ich mag Herausforderungen!“, erzählt sie.

Gemeinsam mit der Gruppe vom Skitourencamp auf den Gipfel – ein einmaliges Erlebnis!

Anders als Laura aus Neukirchen, die mit ihrem Freund Dennis bereits einige Skitouren auf der Piste absolviert hat, jedoch das erste Mal im Gelände unterwegs war. „Abseits der Pisten ist es doch noch einmal etwas ganz Neues. Besonders gut haben mir die schöne Alm und die Organisation gefallen. Als Einheimische hat es mich zudem fasziniert, das Gebiet auch mal im Winter zu sehen“, sagt Willi, die das Gebiet aus dem Sommer bereits bestens vom Mountainbiken kennt.

Skitourenausbildung in Theorie und Praxis

Bereits viele Jahre Skitourenerfahrung im Gelände haben Paul und Waltraud. Das Paar ist aus Südtirol angereist und seit Jahren in den Bergen unterwegs. Paul hat bereits von Kanada bis nach Griechenland Berge und sogar Vulkane erklommen. „Ein Südtiroler ist immer irgendwie am Berg“ sagt er. Obwohl die beiden eigenständig tourengehen, haben sie sich nach einem Gespräch mit Skitourenwinter Veranstalter Hans-Peter Kreidl dazu entschlossen, das SnowTrex-Camp zu buchen. „Wir wollten auch einmal mit einer größeren Gruppe unterwegs sein und das Gruppenerlebnis kennenlernen“, erklärt Paul, dessen Onkel Hermann Brugger ein bekannter Experte im Bereich alpiner Notversorgung und Lawinenkunde ist. Trotz seiner Erfahrung und seines bereits vorhandenen Wissens hat dem Bergsportler auch der intensive Theorie- und Praxisteil im Camp gut gefallen: „Das kann man nicht genug wiederholen“, weiß der 48-Jährige.

Praxisnahe Ausbildung beim Skitourencamp: Bergführer Moritz Rabel in seinem Element.

LVS-Training am ersten Tag und Theorievorträge zur Lawinenkunde sind wie immer Teil des Camps. Es geht nicht nur darum, eine großartige Zeit in den Bergen zu haben, sondern auch ein Bewusstsein für mögliche Gefahren zu entwickeln und diese einschätzen zu lernen, genauso aber auch zu erkennen, wann eine Gefahr überschätzt wird. Die Skitouren inklusive Praxisausbildung finden aus Sicherheitsgründen in zwei Gruppen mit je einem Bergführer statt, die Theorieinhalte werden vor und nach den Touren alle Teilnehmer gemeinsam von den beiden Bergführern in der Hütte vermittelt. Der Fokus des Camps liegt vor allem auf der Sicherheit und dem Erlernen von Methoden, sich sicher im Gelände zu bewegen. In der Praxis: Wie orientiere ich mich im Gelände? Wie messe ich die Steilheit in einem Hang? Wie spure ich kräftesparend – und vor allem sicher? Die Teilnehmer erfahren, wie man den Lawinenlagebericht liest, Reduktionsmethoden anwendet und dementsprechend auch bei einer 3er-Lawinenstufe sichere Touren mit vertretbaren Restrisiko gehen kann, wenn man sich sehr gut auskennt.

„Super Hütte, tolles Camp und gutes Essen“

Jeder Teilnehmer geht mit neuem und aufgefrischtem Wissen aus dem Camp, das die beiden Bergführer anschaulich an die Teilnehmer weitergegeben haben. „Wir hatten sensationelle Bergführer, die super qualifiziert sind“, sagt Teilnehmerin Inken, begeistert von der Kompetenz der beiden Bergführer.

Eine Hütte zum Verlieben: die Trattenbachalm.

„Insgesamt ein guter Mix aus Theorie und Praxis, wir haben sehr viele Hintergrundinformationen erhalten“, findet Florian aus Jena. Der Splitboarder hat bereits einige Touren, wie im vergangen Jahr in Bulgarien, hinter sich und ist vom Camp begeistert. „Super Gruppe, ein tolles Camp in toller Hütte mit gutem Essen“, zieht er Bilanz. Für die Teilnehmer steht stets der Spaß und das Erlebnis in den Bergen im Vordergrund oder wie Paul Brugger am Ende schön zusammenfasst: „Das Verhältnis Bier zu Höhenmeter – absolut perfekt!“

Traumhafte Schneelandschaften rund um die Trattenbachalm.
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