Michaela Wenig: „Mir ist wichtig, FIS-Punkte zu sammeln.“

3. März 2015 - Katharina Teudt

Die Ski-WM ist vorbei, der FIS Weltcup noch lange nicht. Trotz verpasster WM ist Michi Wenig guter Dinge, in der laufenden Saison noch ein paar Weltcup-Punkte zu sammeln – zum Beispiel beim Rennen in Bansko/Bulgarien.

Noch vor Weihnachten berichtete uns Michaela von ihrem tollen USA-Trip sowie der Vorfreude auf einen geruhsamen und sportiven Jahreswechsel in der Heimat. Doch aus dem Skispaß wurde nichts. „Ins neue Jahr musste ich leider ohne Ski unter den Füßen rutschen, da ich aufgrund von Rückenproblemen eine kurze Pause einlegen musste. Das war natürlich nicht so geplant, aber auch das gehört zum Alltag eines Sportlers dazu.“

Nach dem Rennen in Garmisch-Partenkirchen.

Vier Wochen Zwangspause einlegen müssen ist ärgerlich, aber notwendig und vernünftig. Rückenschmerzen sind im Leistungssport und unter der körperlichen Dauerbelastung nicht selten. Auch DSV-Athlet Fritz Dopfer musste sich bei der vergangenen Ski-WM in Vail/Beaver Creek mit Rückenproblemen herumschlagen. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, letztlich ein Top-Ergebnis im Slalom einzufahren und noch vor Teamkollege Felix Neureuther auf dem Podest zu landen. Michaela war selbst nicht im WM-Kader des DSV, fieberte aber vor dem heimischen Bildschirm mit.

Feiern mit Vicky Bei der Ski-WM kämpften Michis Teamkameradinnen Viktoria Rebensburg, Lena Dürr, Maren Wiesler und Veronique Hronek um Medaillen. Vor allem für Vicky standen die Chancen auf einen Sieg gut und tatsächlich holte sie beim Riesenslalom die Silbermedaille. Zu Hause wurde dieses tolle Ergebnis kräftig gefeiert. „Die Enttäuschung über die verpasste WM war natürlich groß, aber da ich die vorgegebene Norm nicht erreicht habe, hieß es für mich, sich auf FIS-Rennen zu konzentrieren um dort wichtige FIS-Punkte einzufahren“, erzählt Michi. „Nebenbei wurde natürlich fleißig Daumen gedrückt für die Mädels bei der WM. Mit dem 2. Platz von Vicky konnte natürlich auch daheim mitgefeiert werden.“

Michi und Vicky in St. Moritz

FIS-Rennen im Fokus Auch für Michaela startete das Jahr 2015 ziemlich erfolgreich. Beim ersten Weltcup-Rennen in der Schweiz konnte sie ihre gewünschte Leistung abrufen. „Mein erstes Rennen im neuen Jahr konnte ich Ende Januar in St. Moritz fahren. Dort durfte ich mich dann zumindest über die ersten Weltcup-Punkte und mein bis dahin bestes Weltcup-Ergebnis freuen.“ Einen beachtlichen 27. Platz fuhr die 22-Jährige beim Abfahrtsrennen ein und teilte Ihre Freude auch auf ihrem Facebook-Channel.

Nebel in Bulgarien Die nächste Station in Michis Rennkalender war das Weltcup-Rennen im bulgarischen Bansko, einem der modernsten Skiresorts in Osteuropa. Ende Februar startete sie dort im Super G – oder hatte es zumindest vor. Denn aufgrund von starkem Nebel wurden die Rennen verschoben. „Der Nebel hat es an den ersten beiden Renntagen nicht zugelassen zu starten, bzw. ein faires Rennen zu fahren. Somit wurden die Rennen leider abgesagt. Ein weiteres Problem war die Piste. Aufgrund des schlechten Wetters hatten die Veranstalter Probleme mit der Präparierung“, erzählt Michi. Auch am Tag der Super Kombi hatten die Fahrerinnen kein Glück. „Bei einigen Läufern, darunter auch ich, war der Nebel so stark, dass das nächste Tor schwer zu erkennen war.“ So schied Michi aus, doch später sollte sich doch noch alles zum Guten wenden. Der Super G wurde nachgeholt und Michi konnte zeigen, was sie drauf hat. „Mit einer soliden Fahrt konnte ich mich im 5. Weltcup Super G über die ersten Weltcup-Punkte und mein bestes Weltcup-Ergebnis freuen.“ Wir sagen Glückwunsch zum 26. Rang!

Was steht an? Noch während des Rückwegs von Bansko geht Michi schon die nächsten Stationen durch. „Jetzt freue ich mich auf einen Tag zu  Hause und dann auf die Heimrennen in Garmisch. Ich versuche meinen positiven Trend fortzusetzen und hoffe auf weitere Top-30-Ergebnisse.“ SnowTrex drückt alle Daumen!

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