Kleiner Wegweiser für große Trickser

16. Juli 2013 - Nina Vogt

Twister, Backflip, Boardslide, Nosepress, … Für manche Menschen mag dies wie Chinesisch klingen. Doch so schwierig ist es gar nicht. Es handelt sich um gängige Begriffe der Freestyle-Szene im Wintersport. Gerade, wer sich endlich einmal von der Piste in den Funpark wagen möchte, der sollte zumindest die wichtigsten Begriffe im Freestyle-ABC beherrschen.

Die Tricks lassen sich grob in folgende Kategorien aufteilen:

Airs/Jumps

Diese Gruppe fasst die Sprünge zusammen. Grob einteilen lassen diese sich in mehrere Kategorien – in Sprünge mit oder ohne Drehung jeglicher Art, in Sprünge mit oder ohne Griff ans Board und Tricks, die normal oder „blindside“, also ohne die Landung richtig einsehen zu können, angefahren werden.

Der einfachste Sprung ist der gerade gesprungene Straight Air. Alle Sprünge, die über die Körperlängsachse gedreht ausgeführt werden, heißen Spins und werden in Gradzahl angegeben. So starten Anfänger mit einem 180. Freeskier können auch einen Twister springen – das heißt, die Skier stehen im 90-Grad-Winkel zur Flugrichtung – Oberkörper und Beine rotieren in entgegengesetzte Richtungen. Salti werden als Front oder Back Flip bezeichnet – je nachdem, ob sie vorwärts oder rückwärts gesprungen werden. Natürlich können die Sprungarten untereinander kombiniert werden – das ist aber vor allem Profis vorbehalten. Der wohl anspruchsvollste Sprung dieser Art ist der Cork, bei dem der Snowboarder einen Flip mit Spin ausführt. Auch hier sind die Drehzahlen bis nach oben offen…

Während des Sprungs können Snowboarder einige Feinheiten einbauen – Grabs zum Beispiel, also Griffe an die Boardkante. Indy nennt sich zum Beispiel der Griff der hinteren Hand an die Zehenkante. Das Pendant an die Fersenkante heißt dann Lien Air. Auch mit den Beinen kann gearbeitet werden. Winkelt ein Snowboarder beispielsweise das Hinterbein an und streckt dabei das vordere, heißt das Bone, streckt man den gesamten Körper wie einen Bogen durch, heiß es dann Tweak.

Natürlich braucht es aber nicht unbedingt einen Kicker, also eine Schanze, um zu springen. Auf der Piste gehören Ollies und Nollies zum Repertoire der Freestyler – kleine Sprünge also, bei denen man sich über das Tail bzw. die Nose oder die Skienden bzw. –spitzen abdrückt.

 

Trick an Obstacles

Hinzu kommen im Funpark zahlreiche Obstacles, also Hindernisse, an denen getrickst werden kann. Bonken nennt man es beispielsweise, wenn Boarder und Freeskier ein Obstacle einfach nur während eines Sprunges berühren. Bei Slides rutschen Skier oder Board mit der Fläche über Rails oder Boxen. Das kann einfach in Fahrtrichtung passieren, dann nennt sich der Trick 50:50. Das Board kann jedoch auch im 90-Grad-Winkel zum Obstacle stehen, dann nennt er sich Boardslide. Wer hauptsächlich auf der Nose oder dem Tail über ein Obstacle rutscht, der macht einen Nose- oder Tailslide.

Gängige Obstacles in den Funparks sind dabei übrigens diese:

Boxen (Foto)

Kunststoffboxen, über die die Wintersportler fahren können. Sie werden anhand ihrer Form und Ausrichtung unterschieden. So gibt es unter anderem Flat-Boxen (flach, ohne Neigung), Flat-Down-Boxen (flach und bergab geneigt), Rainbow-Boxen (bilden einen Bogen, der im Schnee beginnt und endet) oder Butter-Boxen (sehr breit).

Rails

Der Begriff leitet sich vom englischen „Handrail“, also Geländer ab. Die stählernen Rohre gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Formen – zum Beispiel als Down Rail, Flat Rail oder auch Kinked Rail (beginnen meist ohne Neigung und haben einen Knick, ab dem es steiler bergab geht).

Wallride

Eine Wand, an der Freestyler hochfahren (meist 90° Winkel!) und Kunststücke performen können.

Tubes

Breite Rohre

Stair-Setup

Eine Kombination aus Treppen mit Rails oder Tubes

Corner

Ein großer Schneehügel mit steilen Wänden und eingearbeiteten Ecken, über die man zum Beispiel springen kann.

 

Jibben

Der Oberbegriff für das Freestylen im Park oder auf der Piste, bei der man viele verschiedene Hindernisse mitnimmt oder viele Trickvarianten auf der Piste macht. Dazu werden auch andere Hindernisse wie Tonnen, Ölfässer oder Baumstämme aufgebaut oder natürliche Hindernisse wie Baumstümpfe oder Wechten am Pistenrand benutzt – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

 

Bottom Tricks

Dies sind Kunststücke auf der Piste. Das können die bereits erwähnten Ollies und Nollies sein, aber zum Beispiel auch Nose und Tail Presses. Dabei verlagert der Snowboarder während der Fahrt das Gewicht extrem nach vorne oder nach hinten, so dass Nose oder Tail in die Luft ragen. Parallel dazu gibt es den Nose oder Tail Roll. Dabei wird während der Fahrt über Nose oder Tail bzw. Skispitzen oder –enden gedreht. Auch 180s oder 360s kann man auf der Piste springen.

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