2. JP Memorial: Event für einen großen Freerider

26. April 2016 - Katharina Teudt

Freeriden, Freestylen und mit Freunden eine tolle Zeit haben – das hätte auch JP Auclair glücklich gemacht. In Gedenken an den 2014 verstorbenen Profi-Freeskier veranstaltet die Armada-Crew dieses Jahr das 2. JP Memorial im schwedischen Riksgränsen.

JP bei der Arbeit an seinem geliebten Sportgerät. © Armada

Jean-Philippe Auclair war einer der ganz großen Skifahrer. Er gilt als Wegbereiter des modernen Freeskiings und ist der Wintersport-Welt u. a. bekannt aus dem Skifilm-Klassiker All.I.Can sowie als Mitgründer der amerikanischen Skimarke Armada. Er und sein Begleiter Andreas Fransson kamen 2014 bei einem Lawinenabgang am Monte San Lorenzo in Chile ums Leben. Vom 17. bis 20.05.2016 laden Profi-Rider und Weggefährten von JP zum zweiten Mal ins schwedische Skigebiet Riksgränsen ein, um ihres Kollegen und Freundes zu gedenken. Das JP Memorial ist allerdings kein Trauertreffen, es will vielmehr das Freeriden und einen seiner Erfinder feiern. Dabei soll es den Teilnehmern bei Powder-Runs und Contests vor allem großen Spaß im Schnee bereiten.

Die Teilnehmer erwartet schön viel Air time.© Armada

Warum Riksgränsen?

An diesem schneereichen Ort liegen die Wurzeln des modernen Geländeskifahrens. 1998 lernten sich JP Auclair und Chris “O.C.” O’Connell beim Contest “King of the Hill” in Riksgränsen kennen. Damals dokumentierte O.C.’s Kamera die waghalsigen Pionier-Geländefahrten von JP, die später als Vorbild für das moderne Freeskiing dienen sollten. Riksgränsen liegt an der Grenze von Schweden zu Norwegen im tiefverschneiten Lappland. Es ist eines der nördlichsten Skigebiete der Welt und im Mai wird es hier fast gar nicht dunkel. Der Sonnenuntergang ist um Mitternacht, er währt nur kurz und schon geht die Sonne wieder auf. Beinahe rund um die Uhr kann man hier Skifahren – und wie! Das Revier besteht zum Großteil aus Off-Piste, das mit reichlich Schnee gesegnet ist. Schneekanonen sind hier nicht nötig. Es könnte keinen abgefahreneren aber auch keinen besseren Ort geben, um das moderne Freeriden und somit das Wirken von JP zu zelebrieren.

Impression vom JP Memorial 2015.© Armada

Das wird beim JP Memorial: geboten

Das JP Memorial ist eine Zusammenkunft von Wintersportlern, die shredden und powdern wollen. Dazu soll es verschiedene Wettbewerbe geben, die teilweise nicht ganz ernst gemeint sind. Neben den Awards für den besten Trick, den besten Mute Backflip, QP Straight Air und QP Trick, werden auch diverse Fun-Contests ausgetragen: Wer trägt das beste 90’s Outfit, wer gibt das beste Fotomotiv ab und wer hat die abgefahrenste Frisur (JP war bekannt für seine ständig wechselnden, vielseitigen Haar-Styles)? Allein diese Contests zeigen, es wird spaßig.

Die schwarz-weiße Farbgebung der Fotos betont den Erinnerungscharakter des Events.© Armada

Erinnerung bewahren

Laut Veranstalter ist das Event offen für jeden, der Schnee und gute Party liebt. Fotografen und Filmer sind aufgefordert, analoge Kameras für die Shots zu verwenden, etwa Hi-8-Videofilm. Man möchte zumindest in Bildform die alten Zeiten heraufbeschwören. Doch eigentlich ist klar: körnige Schwarzweiß-Bilder hin oder her, JP als einer der kreativsten Freeride-Pioniere wird trotzdem jedem im Gedächtnis bleiben. R.I.P.!

Weitere Infos unter www.thejpmemorial.com

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