Weltcup-Finale: Felix Neureuther schwärmt von Méribel

31. März 2015 - Katharina Teudt

Showdown in Méribel! Bei der letzten Station des Weltcups 2014/2015 ging es um die Ermittlung der Gesamtsieger der Saison. Kurz vor seinem 31. Geburtstag verpasste Felix Neureuther knapp hinter Marcel Hirscher die kleine Kristallkugel. Doch Felix ist alles andere als traurig. Der WM-Dritte kann auf eine erfolgreiche Weltcup-Saison zurückblicken.

Felix gratuliert Marcel Hirscher zum Sieg. © Nordica

Nach einer ereignisreichen Weltcup-Saison mit sportlichen Höhen und Tiefen, verschobenen Rennen und überraschenden Siegern ist der Weltcup am 22. März zu Ende gegangen. Felix Neureuther galt als Slalom-Favorit und hatte dank seiner bisherigen Rennerfolge auch große Chancen auf die Kristallkugel in der Slalom-Disziplin. Trotz seines neuen Design-Helms (SnowTrex berichtete) fuhr der 30-Jährige jedoch knapp am Slalomsieg vorbei.

Felix schwärmt von Méribel Rennprofis wie Felix Neureuther bekommen durch ihre Rennen die Gelegenheit, in den besten Skigebieten der Welt zu fahren. So kam Felix beim Weltcup-Finale in den Genuss, die Pisten in Méribel zu testen, die es ihm auch sogleich richtig angetan haben: „Ich war zwar nur vier Tage in Méribel, aber das was ich an Pistenmöglichkeiten erleben durfte, haut einen um. Ich war noch nie in den 3 Vallées. Einfach gigantisch!“ Auch mit den Bedingungen beim Rennen selbst hätte er nicht gerechnet. „Mich hat total überrascht, wie rennsportbegeistert die Franzosen sind. Da waren die Zuschauerränge immer voll.“ Die Rahmenbedingungen hätten also nicht besser sein können.

Spannendes Weltcup-Finale Schon im vorletzten Rennen in Slowenien machten es Felix und sein Konkurrent Marcel Hirscher spannend, da sie sich bereits hier punktemäßig auf den Fersen waren. Auf der Piste in Kranjska Gora patzte Felix und wurde Neunter, Hirscher nur Sechster. Trotzdem ging Felix mit einem kleinen Punktepolster ins finale Rennen in Méribel. Doch auch hier war der Wurm drin. Schon im ersten Lauf blieb Felix kurz auf der Strecke hängen und büßte fast zwei Sekunden ein. Schließlich kam er nur auf Rang 14. Da konnte er auch im zweiten Lauf nichts mehr heraus reißen und landete am Ende auf dem 12. Rang. Aufgrund seiner Rückenprobleme konnte Felix nicht seine beste Leistung abrufen. „Leider waren der Riesenslalom und der Slalom am Sonntag nicht so, wie ich mir das gewünscht hatte. Mein Traum von der “Kugel” hat sich nicht erfüllt, der Rücken hat einfach keine schnellen Schwünge mehr zugelassen.“

Dieses überraschend schwache Finale war keineswegs symptomatisch für Felix‘ bisherigen Erfolge. Insgesamt hatte er in dieser Weltcup-Saison mit einer konstant starken Leistung überzeugt. Er fuhr auf sieben Podestplätze in neun Rennen und führte vor dem letzten Rennen in den 3 Vallées mit 55 Punkten vor seinem Rivalen Hirscher. Der war jedoch in Bestform und fuhr einen soliden Lauf, der ihm schließlich den Sieg der Slalom-Kristallkugel einbrachte. Am Ende fehlten Felix nur wenige Punkte (genau gesagt magere 23), die ihn von der Spitze trennten. Es wäre sein erster Slalom-Weltcup-Sieg gewesen. Als wahrer Sportsmann zollt Felix dem Sieger trotzdem seinen Respekt: „Ich gratuliere Marcel Hirscher, der eine unglaubliche Saison gefahren ist. Chapeau!“ Dennoch bleibt für Felix das Fahrerlebnis in Méribel und die Gewissheit, dass dies sicher nicht sein letzter Besuch in den 3 Vallées war: „Da muss ich unbedingt ohne Rückenprobleme mal wieder hin“, schwärmt er.

Zwangspause für Felix Doch nun steht für unseren Trexperten erst einmal die körperliche Gesundheit im Fokus. Nach dem Weltcup fanden zwar vom 27. – 30.03.2015 noch die Deutschen Meisterschaften in Garmisch-Partenkirchen und dem österreichischen Seefeld statt, doch Felix konnte dort aufgrund seiner Rückenprobleme nicht starten. Damit sich seine Bandscheiben erholen können, ist ihm erstmal eine strikte Auszeit verordnet worden. „Jetzt werde ich meinem Körper sechs Wochen totale Ruhe gönnen. Danach geht es mit Reha und gezieltem Rückentraining an die nächsten Aufgaben, denn eins ist klar: never give up!“

Lohn der Mühen: Platz 2 im Slalom-Weltcup 14/15. © Nordica

Für Felix ist die Skisaison 14/15 nun zu Ende, doch er wünscht allen, die sich in diesem Frühling noch auf die Bretter stellen: „Euch allen noch schöne Frühjahrsabfahrten und einen tollen Sommer.“ Danke Felix, und wir wünschen Dir weiterhin eine gute Besserung!

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