WM-Fieber am Kreischberg: FIS Freestyle- und Snowboard WM 2015

15. Januar 2015 - Katharina Teudt

Heute fällt der Startschuss für die FIS Freestyle Ski & Snowboard Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg, der ersten Doppel-WM dieser Art! Bis 25. Januar kämpfen die besten Snowboarder und Freestyle-Skifahrer in Murau um den Sieg.

© IM_photo/shutterstock.de

Zuerst kommen die Wettkämpfe der Damen dran, danach die Herren. Bei beiden gibt es folgende spektakuläre Disziplinen zu bestaunen:

Freestyle

Skicross Der Bewerb ist vom Snowboardcross abgeleitet und fordert gleich vier Skisportler gleichzeitig heraus. Sie müssen ihr Fahrgeschick und ihre Schnelligkeit in einem Kurs mit Steilkurven, Sprüngen und Wellen beweisen. Die beiden Erstplatzierten steigen in die nächste Runde auf, in einem kleinen (5-8) und einem großen Finale (1-4) werden schließlich die Plätze ermittelt.

Aerials Bei dieser Skiakrobatik werden die Fahrer über eine 4 Meter hohe Schanze bis zu 15 m in die Luft katapultiert und vollführen Schrauben und Saltos. Bewertet werden die Kür in der Luft und die Landung.

Moguls und Dual-Moguls Moguls sind Buckelpisten, die sich gewaschen haben. Ziel ist, so schnell wie möglich über 50 Buckel zu fahren, die bis zu 1,20 m hoch aufragen, und dabei noch Sprünge zu vollführen. Fahrstil, Ausführung und die beste Zeit fließen in die Wertung ein. Beim Dual-Bewerb treten die 16 Besten der Qualifikation im K.O.-System gegeneinander an.

Ski-Halfpipe Die Halfpipe der Ski-Freestyler unterscheidet sich zu jener der Snowboarder nur minimal in Höhe und Grad. Ziel ist ein akrobatischer Sprung mit möglichst hohem Luftstand, in dem ausgefallene Tricks vollführt werden.

Ski-Slopestyle In diesem Hindernisparcours mit großen Schanzen und Rails gilt es, eine möglichst variantenreiche Fahrt zu vollführen. Umso trickreicher und zahlreicher die Spins, Grabs, Grinds und Flips zwischen den Elementen sind, desto besser die Wertung der Jury.

Snowboard

Snowboardcross Im Boardercross treten vier oder sechs Snowboarder gleichzeitig an und fahren gegeneinander einen Parcours, der mit Schanzen, Kurven, Senken, Absätzen und Toren gespickt ist. Die zwei bzw. drei schnellsten Fahrer kommen eine Runde weiter.

Halfpipe Man kennt sie, die Akrobatik in der halben Röhre. Die Fahrer fahren kraftvoll von Seite zu Seite und zeigen ihre Sprünge mit akrobatischem Geschick. Bis zu sechs Juroren bewerten den Lauf. Jeder Athlet fährt in Qualifikation und Finale jeweils zwei Läufe, von denen der beste in die Wertung kommt.

Slopestyle Für die Boarder gilt gleiches wie für die Skifahrer: Den Hindernisparcours so trickreich und stilvoll zu durchfahren wie möglich.

Parallel-Slalom (PSL) Immer zwei Fahrer treten im Slalom gegeneinander an. Die Kurse (rote und blaue Stangen) sind identisch gesteckt, die 16 besten Fahrer jeder Farben kommen weiter. Der Schnellere bei der Qualifikation darf sich für den Finallauf den Kurs (rot oder blau) aussuchen. Das K.O.-System entscheidet schließlich den Sieger.

Parallel-Riesenslalom (PGS) Im PGS gelten dieselben Regeln wie beim PSL, jedoch sind die Torabstände größer und die Geschwindigkeit somit höher. Insgesamt müssen rund 25 Tore passiert werden. Die Snowboard-Parallelbewerbe finden im Skigebiet Lachtal auf der Lärchenschuss-Piste und der Hebert-Abfahrt statt.

Big Air Der Big Air ist die wohl spektakulärste Disziplin, bei der die Fahrer über eine Riesenrampe katapultieren und einen Trick in der Luft zeigen. Dabei werden Schwierigkeitsgrad, Höhe, Durchführung, Style und Landung bewertet.

Event mit Nicola Thost Snowboarden in Leogang

Kein Wettkampf ohne Party Während und nach den Wettbewerben dürfen die Sieger-Partys natürlich nicht fehlen. Die offizielle WM-Party findet unter dem Motto „SnowCircus“ in der WM-Halle in Murau statt. Diese wird zur Zirkusmanege umgebaut, optisch darf man also auf ausgefallenes Partyfeeling gespannt sein. Musikalisch können sich die Gäste auf nationale und internationale DJs sowie Live-Acts wie die angesagte Band Tagträumer freuen. Außerdem sorgt die „Kastanienbar“ im Zielgelände für jede Menge Partystimmung.

TV-Tipp: Die ARD berichtet ab 16.01.15 von den Qualifikationen, ab 21.01.15 berichtet das ZDF von den Titelwettkämpfen. Auf Youtube werden die Rennen in voller Länge gezeigt.

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