Spielbericht „RTL Winter Games 2007“

22. Februar 2007 - SnowTrex

Der Weltcup und die Weltmeisterschaft der Biathleten begeistern immer mehr Menschen. Wer sich beim Zuschauen dieser und weiterer Disziplinen schon immer gedacht hat „das kann ich auch“, hat jetzt die Möglichkeit sein Können im PC-und Playstation-Spiel „RTL Winter Games 2007“ unter Beweis zu stellen.

Das habe ich auch versucht, wobei ich vorwegschicken möchte, dass ich kein Spiele-Profi bin. Hier also der Spielbericht aus der Sicht eines Rookies:

Intro

Das tolle Intro zum Spiel hat bei mir Vorfreude geweckt und ein Kribbeln in der Magengegend ausgelöst. Zur Auswahl stehen 13 Disziplinen aus denen ich mich für eine kleine Olympiade mit sieben Wettkämpfen, Schwierigkeitsstufe „einfach“, entschieden habe. Wie im echten Sportlerleben so auch hier: Vor dem ersten Wettkampf steht eine pompöse Eröffnungsfeier mit Einmarsch der Athleten. Hier sind allerdings sogar bengalische Feuer auf den Tribünen erlaubt.

Eröffnungsfeier RTL Wintergames.

Skispringen

Zunächst stellen sich die beiden Kommentatoren vor: Harald „Harry“ Pechmann und Cornell Capitano, ein Wintersportexperte und laut Selbstauskunft langjähriger Trainer des rumänischen Skiverbandes. Mit der Leertaste und den beiden Pfeiltasten rechts und links steuert man den Skispringer, wobei es sehr auf das richtige Timing ankommt. Mein armer Skispringer hat bei den ersten Versuchen leider meist mit dem Gesicht gebremst, was umgehend von Harry und Cornell kommentiert wurde.

Ski Alpin Slalom

O. k. , das nordische Skispringen lag mir nicht so, weiter zum alpinen Skifahren. Aber auch beim Slalom habe ich meinen Läufer ziemlich oft in die Fangnetze gejagt. Spaß gemacht hat es trotzdem, weil Harry und Cornell auch hier wieder die Fehler analysiert und kommentiert haben, wobei sie sich aufgrund der Häufigkeit immer wieder selbst unterbrechen mussten. Ich musste so lachen, dass sich mein Kollege am Schreibtisch gegenüber ebenfalls herzlichst über mich amüsiert hat.

RTL Wintergames Abfahrt.

Eisschnelllauf

„Ob ich das besser kann?“, dachte ich. Eigentlich muss man ja nur die Pfeiltasten benutzen, das allerdings möglichst schnell. Anfangs ging das auch noch sehr gut, nach der Hälfte hatte ich aber einen leichten Krampf im Unterarm. Bei geübten Playstation- und PC-Spielern wird dies allerdings wohl nicht auftreten. Auf alle Fälle weiß ich jetzt, warum das PC- und Playstation- Spielen mitunter als Sport bezeichnet wird. In gewissen Partien des Körpers werden tatsächlich Muskeln beansprucht, von denen ich vorher noch nichts wusste.

RTL Wintergames Eisschnelllauf.

Bobfahren

Endlich eine Sportart, welche mein schon ziemlich angeschlagener Spieler einigermaßen gut überstanden hat. Gar nicht leicht war es, die Ideallinie im Eiskanal zu finden und zu halten. Das ein oder andere Mal ist mein Bob auch gegen die Wände gekracht, aber im Rausch der Geschwindigkeit hat mich das wenig interessiert. Immerhin musste ich mir von den beiden Kommentatoren nicht anhören, dass die Zuschauer wegen meiner Leistung ihr Eintrittsgeld zurückfordern.

Biathlon

Hoch motiviert bin ich in den nächsten Wettkampf, den Biathlon, gestartet. Meiner Ansicht nach ist das die interessanteste Disziplin. Neben Schnelligkeit muss man auch darauf achten, dass der Läufer sich nicht zu sehr in der Loipe verausgabt. Ist er am Schießstand angekommen kann er sonst das Gewehr nicht ruhig halten. Da hilft dann nur Luft anhalten, damit man gut zielen kann. Das kostet allerdings wiederum Energie, die später im Endspurt auf der Loipe fehlen kann.

RTL Wintergames Biathlon.

Die Disziplinen Ski Alpin Abfahrt und Rodeln ähneln dem Slalom und dem Bobfahren. Nach jedem Wettkampf gibt es eine Siegerehrung mit Nationalhymne, was sehr schön das olympische Flair unterstreicht. Auch wenn ich es nie aufs Treppchen geschafft habe, war das ein Atmosphäre-Highlight.

RTL Wintergames Curling.

Weitere Disziplinen sind Ski Alpin Super G und Riesenslalom, das Skispringen von der Großschanze, der Eisschnelllauf über 1500 m, der 2er-Bob und meine Lieblingsdisziplin Curling: einfach in der Bedienung und auch für ungeübte Spieler wie mich zu gewinnen.

In allen Disziplinen können mit Hilfe eines Splitscreens bis zu vier Spieler gegeneinander antreten. Als Einzelspieler kann man sich im Kampagnen-Modus spannenden Spezialaufgaben stellen, z. B. wenn man in einer vorgegebenen Zeit Münzen auf der Ideallinie einsammeln oder eine bestimmte Geschwindigkeit auf der Piste übertreffen muss. Als Belohnung erhält man Zugang zu einer neuen Strecke oder Bahn, die man sich somit „freigespielt“ hat.

Gut gemacht ist die 3-D-Grafik mit wechselnden Perspektiven. Sie sorgen für Abwechslung, wenn man bei der Eröffnungsfeier einmal mit dem Hubschrauber über das Stadion kreist und das andere Mal die Arena durch die riesigen Tore betritt.

Fazit

Mir hat das Spiel sehr gut gefallen, obwohl ich ganz offensichtlich kein großes Spiele-Talent bin. Aber wirklich gut ist ein Spiel doch erst dann, wenn auch das Verlieren noch Spaß macht, oder?

  • Donnerstag, 22. Februar 2007
  • Autor: SnowTrex
  • Kategorie: Event
  • Schlagwort: Rodeln
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