Für Pisten-Fans, die am Berg nicht mit Ski unterwegs sind, sind sie, die Bretter, die die Welt bedeuten: Snowboards. Während sie in den 1970er- und 1980er-Jahren noch absolute Nischensportler waren, sind Snowboarder heute aus keinem Skigebiet der Welt mehr wegzudenken. Für das perfekte Fahrerlebnis auf Abfahrten und in Snowparks braucht es natürlich das richtige Board. Und die liefern die Experten von großen und kleinen Snowboardherstellern, die SnowTrex jetzt vorstellt und zeigt, was deren Produkte für Wintersportler ausmacht.
Aus dem Schatten der Skihersteller – Der Aufstieg der Snowboard-Industrie
Die Snowboard-Industrie startet in den 1970er-Jahren als Gegenbewegung zum traditionellen Skisport. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich im Angesicht der steigenden Beliebtheit unter Wintersportlern bis heute aus anfänglich handgefertigten Holzbrettern ein hoch entwickeltes Hightech-Produkt. Und während traditionelle Skihersteller über jahrzehntelange Erfahrung in der industriellen Holz- und Metallverarbeitung verfügten, brachten Snowboard-Pioniere von Anfang an den rebellischen Geist des Surf- und Skateboardings in die Berge. Von dem Erbe kreativer Formen, flexibler Holzkerne und einer starken Bindung an die Subkultur leben Snowboards auch im 21. Jahrhundert.
In den Anfängen war das Snowboarden in den Alpen noch eine unkonventionelle Randsportart mit improvisierter Ausrüstung, bevor sie auch durch den Einbau von Stahlkanten, P-Tex-Belägen und starken Verschraubungen in den Skigebieten flächendeckend etablierten. Auf diesen Trend sprangen Skihersteller erst spät auf und bauten erst allmählich eigene Snowboard-Sparten auf, während „pure“ Snowboardhersteller von Beginn an maßgeschneiderte Lösungen für Snowboarder im Angebot hatten.
10 bekannte Snowboardhersteller im Überblick
| Hersteller | Herkunftsland | Gründungsjahr | Snowboard-Arten | Herausragendes Merkmal/Technologie |
|---|---|---|---|---|
| Burton | USA | 1977 | All-Mountain und Freestyle | Channel-System und Step On-Bindungstechnologie |
| Nitro | USA/Deutschland | 1989 | All-Mountain und Freestyle | Asymmetrische Sidecuts und Powerlite-Holzkerne |
| Capita | Österreich (gegründet in den USA) | 2000 | Freestyle und All-Mountain | Fertigung im zu 100 % emissionsfreien "Mothership" |
| Lib Tech | USA | 1984 | Freeride und All-Mountain | Wellige Kantenform (Magne-Traction) und biobasierte Harze |
| Jones | USA | 2009 | Freeride und Splitboarding | 3D Contour Base und Fokus auf Recycling-Materialien |
| Arbor | USA | 1995 | All-Mountain und Freeride | Topsheets aus Echtholz und System Camber/Rocker |
| Rome SDS | USA | 2001 | Freestyle und All-Mountain | HotRods-Technologie und anpassbare Flexzonen |
| Nidecker | Schweiz | 1887 (Snowboards Seit 1984) | Carving und All-Mountain | Innovationsführer bei Carver-Shapes und, Supermatic-Bindung |
| Salomon | Frankreich | 1947 (Snowboards Seit 1995) | All-Mountain und Freestyle | Ghost Green Core und Royal-Cork-Dämpfungspads |
| K2 | USA | 1962 (Snowboards Seit 1987) | All-Mountain und Freeride | Triaxial-Fiberglasgewebe und integrierte Dämpfungselemente |
Burton Snowboards
- Firmengründung: 1977
- Herkunftsland: USA
Burton gilt als Wegbereiter des globalen Snowboardens. Denn seit dem Jahr 1977 prägt das Unternehmen die Geschichte des Sports durch technische Meilensteine sowie den unermüdlichen Einsatz für die Akzeptanz in der Wintersport-Community. Unternehmensgründer Jake Burton Carpenter höchstpersönlich begann vor fast 50 Jahren in einer Scheune in Vermont mit der Produktion und entwickelte den simplen, von ihm entwickelten Snowboard-Urvater, den „Snurfer“, mit Fußschlaufen und Kanten, zu einem verkaufsfähigen Sportgerät weiter. Und in den 1980er-Jahren verhandelte Burton mit seiner Firma sogar direkt mit Skigebieten in Nordamerika und Europa, um deren Pisten für Snowboarder freizugeben.
Zu den technischen Errungenschaften für die gesamte Industrie stammen aus Burtons Feder, etwa das Channel-System, mit dem der Snowboardhersteller eine stufenlose Montage von Snowboardbindungen und damit auch die millimetergenaue Abstimmung von Stance und Winkel ermöglicht. Diese jahrzehntelange Leidenschaft für Entwicklung spiegelt sich in legendären Modellen wie dem „Burton Custom“ wider, das bis heute Standards für vielseitige All-Mountain-Eigenschaften setzt.
Nitro Snowboards
- Firmengründung: 1989
- Herkunftsland: USA und Deutschland
Nitro Snowboards steht seit dem Jahr 1989 für seine auf Snowboarder fixierte Entwicklung. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Marke die Vision zweier leidenschaftlicher Snowboarder selbst war, die mit ihrer Arbeit kompromisslose Ausrüstung für den alpinen Einsatz produzieren wollten. Aber nachdem die beiden Gründer Thomas Delago und Sepp Ardelt den Snowboardhersteller in Seattle ins Leben gerufen hatten, verlegten sie die Produktentwicklung schon wenig später nach Oberammergau in Bayern. Und diese transatlantische Verbindung ist es, die Firmengeschichte, die amerikanischen Freestyle-Spirit mit bayerischer Handwerkskunst verbindet, und bis ins 21. Jahrhundert hinein prägt.
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Durch kontinuierliche Forschung gelang es Nitro schon früh, asymmetrische Taillierungen und ultraleichte Powerlite-Holzkerne für die Serienproduktion reif zu machen. So konnten sie Allrounder-Snowboards wie das „Nitro Team“ oder das auf Auftrieb im Tiefschnee optimierte „Squash“ am Markt etablieren, die beide in der Szene für ihr verlässliches Feedback bei dynamischen Schwüngen bekannt sind. Aber: Auch bei harten Schwüngen auf eisiger Piste können Nitro-Boards mit einer stabilen Kantenführung punkten, die für ein hohes Maß an Kontrolle und Laufruhe sorgt.
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Capita Super Corporation
- Firmengründung: 2000
- Herkunftsland: USA
Seit der Firmengründung im Jahr 2000 hat sich Capita von einer rebellischen Untergrundmarke zu einem technologischen Vorreiter mit einer der ökologisch fortschrittlichsten Produktionsstätten weltweit entwickelt. Die Snowboarder Jason Brown und Blue Montgomery gründeten das Label in Seattle, um der Szene durch künstlerische Grafiken und ganz eigene Snowboard-Shapes eine eigene Identität zu verleihen. Dabei war es für sie aber auch ein entscheidender Schritt, eine traditionelle Fabrik in Kärnten im Jahr 2013 zu übernehmen und dort dann anschließend das „Mothership“ zu bauen. Eine Produktionsanlage, die seit 2015 zu 100 Prozent mit Wasserkraft betrieben wird.
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Dabei setzt der Snowboardhersteller bis heute auf Erfolgsmodelle wie das „Defenders of Awesome“ (kurz: DOA), das unter den Füßen von Snowboard-Freestylern meist in den besten Funparks der weltweit größten Skigebiete im Einsatz ist. Mit speziellen Carbon-Verstärkungen und FSC‑zertifizierten Holzkernen verleiht die „Capita Super Corporation“ ihren Brettern einen außergewöhnlichen Rebound bei Sprüngen, während das direkte Ansprechverhalten der Boards es für Snowboarder möglich macht, auf selbst anspruchsvollen Pisten schnelle Kantenwechsel umzusetzen.
Lib Technologies
- Firmengründung: 1984
- Herkunftsland: USA
Als Snowboardhersteller revolutionierte Lib Technologies mit der Konstruktion ihrer Modelle, die auch durch radikale Umweltansätze und physikalische Kanteninnovationen geprägt war, schon in den frühen 1980er-Jahren den Markt. Vorreiter war dabei Unternehmensgründer Mike Olson, der bereits im Jahr 1977 sein erstes Snowboard aus Holz baute. 1984 brachte er dann gemeinsam mit Pete Saari die Produktionsschmiede Mervin Manufacturing im US-Bundesstaat Washington an den Start. Prinzipien, nach denen das Unternehmen bis heute lebt, ist neben der kompletten Abkehr von giftigen Lösungsmitteln vor allem auch die Handarbeit, die für das Duo die Nähe zu den Bergen des pazifischen Nordwestens der USA symbolisiert.
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Ein technischer Quantensprung der Snowboard-Konstruktion gelang der Marke im Jahr 2004, als sie die patentierte „Magne-Traction-Kante“ auf den Markt brachte, die dank einer wellenförmigen Kantenlinie den Halt auf vereisten Pisten drastisch verbesserte. Dazu ist bei Könnern das von Travis Rice entwickelte „T.Rice Pro“-Modell von Lib Technologies besonders beliebt, weil es im extremen Backcountry und bei hohen Geschwindigkeiten absolute Stabilität beweist. Außerdem sorgt der aggressive Kantenbiss in hartem Schnee auch auf steilen Abfahrten für Sicherheit.
Jones Snowboards
- Firmengründung: 2009
- Herkunftsland: USA
Jones Snowboards ist mit der jüngste der weltweit bekannten Snowboardhersteller, der erst im Jahr 2009 aus dem Bedürfnis heraus entstand, spezialisierte Freeride- und Splitboard-Modelle für anspruchsvolle Touren im tiefsten Backcountry ohne Liftunterstützung zu entwickeln. Dafür nutzte Firmengründer Jeremy Jones seine jahrzehntelange Erfahrung als professioneller Big-Mountain-Rider, um in Kooperation mit erfahrenen Schweizer Konstrukteuren sein eigenes Unternehmen aufzubauen. Wichtig war ihm dabei von Beginn an, die Freeride-orientierte Marke mit einem konsequenten Engagement für den Klimaschutz zu verbinden.
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Ganz neue, innovative Wege bei der Snowboard-Konstruktion schlug Jones etwa mit Modellen, wie dem „3D Contour Base“ ein, das dank löffelartig aufgebogener Kanten an Tip und Tail fast schon mühelos Auftrieb generiert. Dazu werden in den Bretter-Flaggschiffen der Marke wie dem „Mountain Twin“ oder dem „Flagship“ ausschließlich recycelte Stahlkanten verbaut und biobasierte Epoxidharze eingesetzt, was beides für maximale Haltbarkeit im rauen Hochgebirgsterrain sorgt.
Arbor Collective
- Firmengründung: 1995
- Herkunftsland: USA
Bereits im Jahr 1995 verankerten die Verantwortlichen bei Arbor Collective den Gedanken der Nachhaltigkeit im Snowboardsport. Um diesen Gedanken auch zu leben, kombiniert die Marke beim Bau ihrer Snowboards weiterhin traditionelle Handwerkskunst mit natürlichen Deckblättern aus Echtholz. Das Snowboardlabel selbst wurde dabei von Bob Carlson in Venice im US-Bundesstaat Kalifornien gegründet. Auch deshalb unterstreicht der Chef seine enge Verbundenheit zur Skateboard- und Surfkultur der amerikanischen Westküste. Um den „grünen Gedanken“ bei der Snowboardproduktion fortzuführen, setzte Arbor schon von Anfang an statt synthetischer Kunststoffe auf nachwachsende Holzfurniere aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
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Im Laufe der Firmengeschichte entwickelte das Arbor-Team technische Innovationen, wie das „System Camber“ und das „System Rocker“, die den jeweiligen Snowboards jeweils beide durch parabolische Kantenlinien besonders weiche Kurveneigenschaften verleihen. Modelle wie das „Coda“ punkten durch diese Bauweise so mit einer effektiven Schwingungsdämpfung auf unruhigen Pisten. Dazu verleiht die charakteristische Holzmaserung jedem Board aus der kalifornischen Bretterschmiede ein warmes und naturnahes Erscheinungsbild.
Rome SDS
- Firmengründung: 2001
- Herkunftsland: USA
Als Hersteller formierte sich das Rome Snowboard Design Syndicate (Rome SDS) im Jahr 2001 als unabhängige Gegenbewegung zur Kommerzialisierung der Branche. Dafür verließen die beiden Firmengründer Josh Reid und Paul Maravetz damals ihre Positionen in etablierten Großkonzernen in Vermont, um eben einen von Snowboardfahrern geführten Hersteller aufzubauen. Am Ende unterstreicht dabei dann auch der Name des Unternehmens das syndikatsartige Konzept, das von Beginn an darauf ausgerichtet war, Snowboarder weltweit in die Erprobung und Verfeinerung neuer Prototypen einzubeziehen.
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Unter diesen Voraussetzungen entstanden schließlich in den vergangenen 25 Jahren richtungsweisende Technologien wie die sogenannten „HotRods“. Das sind feine Röhrchen aus Carbon oder Bambus, die gezielt in den Holzkern des Snowboards integriert werden, was Allroundern-Modellen wie dem „Rome Agent“ eine enorme Sprungkraft verleiht. Und das ganz, ohne die Beweglichkeit bei Drehungen einzuschränken, während die robuste Kantenkonstruktion auch regelmäßigen Belastungen auf Park-Hindernissen standhält.
Nidecker
- Firmengründung: 1887 (Snowboard-Fertigung seit 1984)
- Herkunftsland: Schweiz
Nidecker blickt als Hersteller insgesamt auf eine über 130-jährige Handwerkstradition zurück und gehört seit den frühen 1980er-Jahren zu den wichtigsten europäischen Pionieren im Snowboardbau. Im Jahr 1887 begann das Familienunternehmen am Genfersee zunächst damit, Schlitten aus Eschenholz zu bauen, und stieg schließlich genau 25 Jahre später erfolgreich in die Skiproduktion ein. 1984 brachte die Skimanufaktur dann ihr erstes Snowboard auf den Markt und entwickelte im folgenden Jahr das weltweit erste Serienboard mit integrierten Stahlkanten für präzise Schwünge auf harter Piste.
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Und genau diese historische Expertise war es, die über Generationen in die Entwicklung von Boardformen und Bindungssystemen einfloss. So schufen die Schweizer etwa mit der automatischen Supermatic-Bindung eine Lösung für den schnellen Einstieg mit gängigen Snowboardschuhen. Das ganz besondere Nidecker-Fahrgefühl bei langen Carvingschwüngen auf hartem Schnee entsteht dabei auch durch vibrationsarme Carbon-Strukturen im Board.
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Salomon Snowboards
- Firmengründung: 1947 (Snowboard-Sparte seit 1995)
- Herkunftsland: Frankreich
Seit dem Jahr 1995 nutzt Salomon Snowboards auch die ingenieurtechnische Expertise eines der traditionsreichsten Skiausrüster der Welt, um innovative Brett- und Bindungskonstruktionen zu entwickeln. Der Name des Konzerns geht dabei auf den Gründer, Georges Salomon, zurück. 1947 startete er damals in Annecy mit einer Werkstatt für Sägeblätter und Skikanten, aus der sich bis heute einer der globalen Hersteller für Alpin- und Langlaufausrüstung entwickelt hat.
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Mit dem Einstieg in den Snowboardmarkt Mitte der 1990er-Jahre übertrug Salomon als Unternehmen seine jahrzehntelange Laborforschung für Ski auch auf das Snowboarden. So erzielten die Konstrukteure durch den Einsatz von dämpfenden Korkeinlagen und leichten Holzkernen eine bemerkenswerte Laufruhe ihrer Bretter. Deshalb erfreuen sich Board-Modelle wie das „Salomon Assassin“ heute bei Wintersportlern weltweit großer Beliebtheit, da sie Park-Eigenschaften harmonisch mit Auftrieb im Tiefschnee verbinden. Dazu schluckt das Dämpfungssystem auf unruhigen Pisten auch störende Vibrationen.
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K2 Snowboarding
- Firmengründung: 1962 (Snowboard-Sparte seit 1987)
- Herkunftsland: USA
K2 Snowboarding ging im Jahr 1987 mit dem Know-how des Skipioniers K2 in die Snowboardwelt und schuf so direkt äußerst langlebige Brettkonstruktionen. Das Mutterunternehmen selbst wurde 1962 von den Brüdern Bill und Don Kirschner auf Vashon Island nahe Seattle gegründet. Hier waren sie einer der ersten Skihersteller, die Fiberglas beim Einbau in Wintersportausrüstung nutzten. Und als die Snowboard-Abteilung schließlich Ende der 1980er-Jahre gegründet wurde, revolutionierte K2 den Markt mit Modellen wie dem „Gyrator“ und trieb damit auch die Entwicklung robuster Holzkerne voran.
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Mit der Einführung von Step-in-Bindungssystemen wie dem Clicker-Mechanismus in den 1990er Jahren unterstrich K2 Snowboarding seinen Pioniergeist im Hinblick auf Fahrkomfort. Dadurch überzeugen heute auch All-Mountain-Bretter wie das „K2 Passport“ mit einer sogenannten Triaxial-Glasfaserstruktur, die für eine hohe Torsionssteifigkeit sorgt.
Nischen-Hersteller und Rider-Owned Brands
Neben den bekannten Snowboardmarken, haben sich heute auch kleine Nischenhersteller und von Boardern gegründete Marken in der Branche etabliert, die den Markt mit experimentellen Bretterformen, limitierten Serien und einer engen Bindung zur Szene bereichern. Dabei fokussieren sich Unternehmen wie „Korua Shapes“ aus Deutschland etwa voll auf die Produktion von reinen Pistenboards und Tiefschnee-Modellen mit extrem breiten und kurzen Schaufelformen.
Andere Marken wie“ Yes Snowboards“ oder „Bataleon“ punkten dagegen mit innovativen Basiskonstruktionen. Bataleon nutzt dafür die patentierte „Triple Base Technology“ (3BT), mit der die Kantenbereiche des Boards an Schaufel und Heck leicht angehoben werden, was das Risiko des unabsichtlichen Verkantens auf hartem Untergrund drastisch reduziert. Material wie dieses ist hier die Grundlage einer perfekt abgestimmten Snowboardausrüstung, die Sicherheit und Fahrfreude schafft, ob nun auf präparierten Abfahrten oder im unberührten Backcountry.
SnowTrex-Tipp: Wer verschiedene Nischenboards und Premium-Shapes direkt im Skigebiet vergleichen möchte, wählt am besten eine Unterkunft in der Nähe großer Testcenter in den Alpen. Denn durch den inkludierten Skipass und die Best-Price-Garantie von SnowTrex bleibt das Reisebudget so flexibel, um in hochwertiges Leih- und Testmaterial zu investieren.
Auswahl des passenden Snowboards
Bei der Wahl des optimalen Snowboards kommt es immer auch auf das Einsatzgebiet wie Piste oder Tiefschnee, das individuelle Können des Wintersportlers sowie deren Körperbau an. Denn je nach Terrain variieren die Anforderungen eines Snowboards teilweise dramatisch. So braucht es im Freestyle-Bereich kurze, weiche True-Twin-Boards mit identischer Schaufelform an beiden Enden, während auf Freeride-Routen im Powder lange, steif gebaute Boards mit breiter Schaufel ein Muss sind.
Daher geht es bei einem gezielten Snowboardkauf primär um das Körpergewicht und die Schuhgröße des Fahrers, da zu schmale Boards etwa dazu führen, dass ein Fersen- oder Zehenüberhang unangenehm bremsend wirken kann. Dazu müssen groß gewachsene Wintersportler mit Schuhgrößen ab 44 immer zu Wide-Modellen mit einer Mittelbreite von mindestens 26 cm greifen. Am Ende hat dann auch noch die Vorspannung Einfluss auf die Dynamik des Snowboards. So bietet ein klassischer Camber maximalen Kantendruck, während Rocker das Drehen erleichtern und besonders neuschneetauglich sind.
Und Wintersportler, die ihr perfekt abgestimmtes Brett einmal „ausführen“ wollen, können das in beliebten Snowboard-Destinationen wie Flims Laax Falera für einen Snowboardurlaub machen. Dort warten nämlich perfekt präparierte Hänge, große Freeride-Areale und abwechslungsreiche Parks.
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FAQ zu Snowboardherstellern
Welche Snowboardhersteller gelten als Pioniere des Sports?
Zu den wichtigsten zählen Burton, Sims, Winterstick und Nidecker. Sie entwickelten in den 1970er- und 1980er-Jahren die ersten Serienboards. Jake Burton Carpenter trieb hauptsächlich die Serienreife und die Öffnung der Skigebiete voran. Tom Sims brachte wesentliche Impulse aus dem Skateboarding ein und entwickelte frühe Freestyle-Shapes. Nidecker begann bereits 1984 in der Schweiz mit der handwerklichen Fertigung alpiner Snowboards.
Worauf sollte beim Kauf eines Snowboards geachtet werden?
Entscheidende Kriterien sind das Körpergewicht, die Schuhgröße, das Profil (Camber oder Rocker) und der gewünschte Haupteinsatzbereich. Das Körpergewicht bestimmt die erforderliche Härte und Länge des Boards, um eine optimale Kraftübertragung zu gewährleisten. Die Schuhgröße entscheidet darüber, ob ein Standard- oder ein breiteres Wide-Board erforderlich ist. Zudem muss die Montagekompatibilität zwischen der vorhandenen Bindung und dem Board-System sichergestellt sein.
Welche Snowboardmarken eignen sich besonders für Anfänger?
Marken wie Nitro, K2 und Burton bieten ausgewogene Einsteigermodelle mit fehlerverzeihendem Flex und Rocker- oder Flat-Profilen, welche das Verkanten minimieren. Diese Hersteller verwenden elastische Holzkerne und robuste, extrudierte Beläge, die einen geringen Pflegeaufwand erfordern und kleine Fahrfehler verzeihen. Ein zugängliches Setup erleichtert die ersten Rutsch- und Driftphasen auf leichten Hängen spürbar.
Was unterscheidet Premium-Snowboardhersteller von günstigeren Marken?
Premium-Hersteller verwenden leichtere Holzkerne, aufwendige Carbon- und Flachsfasereinlagen, gesinterte Grafitbeläge sowie umweltfreundliche Harze. Diese Werkstoffe garantieren ein schnelleres Gleiten im Schnee und eine lang anhaltende Spannkraft des Boards. Günstigere Marken verwenden dagegen meist schwereres Fiberglas und extrudierte Standardbeläge. Diese sind zwar robust, bieten aber weniger Beschleunigung.
Welche Rolle spielen werkseigene Technologien wie Magne-Traction oder das Channel-System?
Sie schaffen spürbare Funktionsvorteile auf der Piste, etwa zusätzlichen Kantengriff auf hartem Schnee oder eine stufenlose Montage der Bindung. Die Magne-Traction-Kante von Mervin mit ihren mehreren Wellenpunkten sorgt für Grip bei vereisten Verhältnissen. Das Burton Channel-System ermöglicht eine millimetergenaue Justierung der Bindungsposition ohne feste Lochraster.
Wie unterscheiden sich klassische Skihersteller von reinen Snowboard-Brands?
Klassische Skihersteller nutzen etablierte Produktionsstraßen, automatisierte Fertigungsprozesse und Werkstofflabore aus dem Skibau für ihre Snowboardlinien. Reine Snowboardmarken agieren oft flexibler bei progressiven Shapes und investieren gezielt in die Entwicklung spezifischer Bindungs- und Kantenkonzepte. Beide Ansätze führen zu hochwertigen Produkten, die sich jedoch häufig in der Ausrichtung zwischen sportlicher Pistenpräzision und kreativer Freestyle-Kultur unterscheiden.

