Welcher soll es denn sein? Tipps für den Skikauf

4. März 2014 - Nina Vogt

Racecarver, Sportcarver, Genusscarver, Allmountain- oder doch Freeride-Ski? Die Modellvielfalt im Skibereich ist so groß wie selten zuvor. Doch welcher Ski ist denn nun der richtige für mich?

Wer sich nicht bereits intensiv mit den neusten Technologien und den Unterschieden zwischen den Modellen beschäftigt hat, der ist von der Auswahl erst einmal überwältigt. Gerade zum Ende der Saison lässt sich aber das ein oder andere Schnäppchen machen. Einen Wegweiser durch den Dschungel der Skimodelle bieten da die Experten des Deutschen Skiverbandes (DSV). Sie wissen, welche Faktoren man beim Kauf eines Skis beachten sollte.

Dazu gehört einerseits natürlich das individuelle Können: Bin ich Einsteiger oder Racer? Bin ich Genießer oder Sportler? Oder vielleicht ein Allrounder? Welche Geschwindigkeit bevorzuge ich? Und welchen Schwierigkeitsgrad der Piste? Hinzu kommen Vorlieben wie das Fahren im Gelände oder auf der Piste, von Kurven mit kurzen oder langen Radien. Wintersportler sollten sich zu diesen Fragen unbedingt Gedanken machen. Denn wer bereits vor dem Gang ins Fachgeschäft genau weiß, welchem Fahrertyp er entspricht, bei dem kann der Fachhändler die potenziellen Skimodelle auch am besten eingrenzen.

Generell beschreibt der DSV die Zielgruppen der einzelnen Skimodelle wie folgt:

Slalom-Carver: für erfahrene Sportler, die über eine sehr gute und präzise Skitechnik verfügen und enge, auf der Kante gezogene Schwünge auf harten Pisten bevorzugen

Racecarver: für Sportler und Racer, die gerne mit zügigem Tempo und mit weiten Radien über harte, gut präparierte Pisten carven, die Skier sind spurstabil und dennoch beweglich

Sportcarver: für ambitionierte und sehr sportliche Fahrer, die Skier sind sehr vielseitig einsetzbar, auch bei hohem Tempo stabil und verzeihen den ein oder anderen Fahrfehler

Genusscarver: für die große Gruppe der Einsteiger, Wiedereinsteiger, Genießer und Allrounder, im Vordergrund steht bei diesen Skiern der hohe Fahrkomfort (große Drehfreudigkeit, wenig Kraftaufwand) bei niedrigem bis hohem Tempo

Allmountain-Ski: für Genießer, Allrounder und Sportler, die beim Skifahren große Vielfalt suchen – auf der Piste, bei Skitouren, bei Neuschnee und auf buckeligen Strecken

Offpiste-Ski: für Allrounder, Sportler und Racer, die viel im Gelände und Tiefschnee fahren, wenn die Bedingungen stimmen

Freeride-Ski: für Sportler und Racer, die im Gelände und im Tiefschnee wirklich breite Skier brauchen

Tourenski: für Genießer, Allrounder und Sportler, die auch gerne mal ohne Lift und mit Fellen unter den Skiern aufsteigen

Lady-Ski: vom Racecarver bis zum Tourenski gibt es auch spezielle Damenmodelle, die unter anderem eine softere Abstimmung bieten

Die typischen Längen der einzelnen Modelle.

Ist das Modell einmal ausgewählt, stellt sich noch die Frage der Länge. Lang oder kurz? Die  Antwort auf diese Frage hängt – zumindest bei Erwachsenen – jedoch am wenigsten von der Körpergröße ab. Entscheidend sind Faktoren wie Fahrkönnen, bevorzugte Pistenart und Gelände sowie die favorisierte Geschwindigkeit und die Motivation beim Fahren. Dabei gilt immer: Je länger der Ski, desto höher die Laufruhe. Je kürzer der Ski, desto besser dreht er. Sehr großen und schweren Fahrern bzw. sehr kleinen und leichten Fahrern raten die DSV-Experten, eine Skilänge hoch bzw. runter zu gehen.

Andere Längenempfehlungen für Kinder

Anders als bei Erwachsenen verhält es sich übrigens bei Kinderskiern:  Ihre Länge orientiert sich an Körpergröße und Statur ebenso wie am individuellen Fahrkönnen. Grundsätzlich gilt für Anfänger eine Längenempfehlung zwischen Achselhöhe und Schulter, für Fortgeschrittene zwischen Hals- und Mundbereich und für Racer zwischen Augenhöhe und Körpergröße plus 5 cm. Dabei ist es für kräftigere Kinder ratsam, sich an der oberen Grenze zu orientieren, für schwächere Kinder sollte es die untere Grenze sein. Für ein sicheres Fahren empfehlen die Experten des Skiverbandes bei Kindern übrigens weniger taillierte und eher längere Skier. Diese sorgen für eine bessere Tempokontrolle und weniger Belastung für Bein- und Hüftgelenke.

Immer noch unschlüssig? Jedes Jahr testen DSV-Experten, Profis und Freizeitsportler zwischen 75 und 125 unterschiedliche Ski-Modelle. Die detaillierten Ergebnisse gibt es im Netz. Für die allerletzte Entscheidungshilfe…

www.ski-online.de/DSVskiTEST

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