Warme Hände im Skiurlaub – Die richtigen Skihandschuhe

2. November 2017 - Carla Meyer

Sie sind nur ein kleiner Teil des Skioutfits, aber nicht zu unterschätzen: die Skihandschuhe. Sie halten unsere Hände auch bei der größten Kälte warm – zumindest sollten sie das. Auf was Wintersportler bei Handschuhen fürs Ski- oder Snowboardfahren achten sollten, damit ihre Finger schön warm bleiben, und was Handschuhe sonst noch alles können, hat SnowTrex zusammengestellt.

Die richtigen Skihandschuhe sind nicht zu unterschätzen.

Der Klettverschluss

Der Klettverschluss am Handschuh ist fürs Ski- und vor allem fürs Snowboardfahren essenziell: Diese Art von elastischem Bund verhindert nicht nur, dass die Eigenwärme der Hände entfleucht, sondern auch, dass beispielsweise bei einem Sturz Schnee in die Handschuhe gelangt. Nichts ist unangenehmer, als ein kaltes, nasses Innenfutter von Handschuhen.

Die Stulpenlänge

Bei der Stulpenlänge der Handschuhe hat man die Wahl zwischen kurzen und langen Stulpen. Kurze Stulpen kann man sehr gut unter dem Jackenärmel tragen, sodass keine kalte Luft an die Handgelenke gelangt. Lange Stulpen werden wiederum über dem Jackenärmel getragen. Sie können in der Regel nochmal extra festgezurrt werden. Damit Handschuh und Jacke perfekt abschließen, haben die Jackenärmel idealerweise noch Daumenschlaufen.

Die Isolierung

Die Isolierung der Handschuhe ist ausschlaggebend für die kontinuierliche Erzeugung und den Erhalt der Handwärme. Dabei sollten die Handschuhe gleichzeitig atmungsaktiv sein, so dass die Hände nicht schwitzen und durch die Feuchtigkeit der Gegeneffekt, nämlich das Frieren der Hände, erzeugt wird. Im Idealfall besteht die Isolierung aus Natur-Daunen, in der Regel sind es aber synthetische Stoffe. Hier haben die Hersteller oftmals ihre ganz speziellen „Geheimrezepte“ und lassen sich diese Zusammensetzung auch mit Namen schützen. Um warme, aber gleichzeitig auch nicht zu sperrige Handschuhe zu produzieren, setzen die Hersteller zudem oft auf eine stärkere Isolierung der Handschuhrücken als der -flächen. Wer weiß, dass er schnell friert, sollte auf den neuesten Trend setzen: Handschuhe, die batteriebetrieben Wärme erzeugen.

Skihandschuhe sollten warm, aber auch möglichst flexibel sein.

Das Innenfutter

Das Innere von Handschuhen ist in der Regel flauschig und feuchtigkeitsabsorbierend. So kühlen schwitzende Hände nicht ab. Beim Anprobieren von Handschuhen sollte man auf die Dicke des Futters achten: Die Hand muss noch gut um einen Skistock greifen können. Manche Handschuhe haben auch herausnehmbare Innenfutter. Das ist zweifach praktisch: Zum einen kann man diese schnell auswaschen. Zum zweiten kann man so je nach Wetter und Temperatur die Dicke der Handschuhe variieren.

Der Schutz

Gerade in der Gondel nimmt man die Ski oder das Snowboard immer wieder in die Hand. Ohne Handschuhe kann man sich an den scharfen Kanten da schonmal wehtun oder sogar verletzen. Gerade an den Handflächen sowie an den Fingerspitzen sollten Handschuhe daher durch extra Material gestärkt sein, dass schnittfester ist als der übliche Stoff.

Vorgeformte Finger

Nur präzise vorgeformte Finger, die sich gut, aber auch nicht zu eng, um die eigenen Finger schließen, geben dem Handschuh bzw. der Hand in ihm das notwendige Feingefühl. Hier sollte man also auf einen perfekten Sitz achten. Zu enge Handschuhe verringern nicht nur die Geschicklichkeit, sondern auch den Blutstrom und damit die Möglichkeit, Wärme zu produzieren.

Der Brillen-/Nasen-Wischer

Viele Handschuhe haben am Daumen oder Zeigefinger einen wildlederartigen Einsatz. Damit kann Schnee von der Brille gewischt werden – oder die laufende Nase schnell getrocknet. Für Letzteres eignet sich allerdings vor allem ein Taschentuch.

Mit warmen Händen macht das Skifahren gleich noch mehr Spaß.

Fäustlinge

Wer ganz stark unter kalten Händen leidet, der sollte sich fürs Ski- oder Snowboardfahren Fäustlinge zulegen. Damit ist man beim Greifen und in der Geschicklichkeit zwar nicht ganz so flexibel wie bei Fingerhandschuhen, dafür haben Fäustlinge den Vorteil, dass die Finger sich gegenseitig wärmen können.

Pipe Handschuhe

Pipe Handschuhe sind dünne Handschuhe ohne Isolierung. Sie eignen sich vor allem für Freestyler, die im Snowpark ihre Tricks üben und möglichst viel Bewegungsfreiheit und Geschicklichkeit in den Händen benötigen. Für Ski- und Snowboarder sind sie vor allem dann empfehlenswert, wenn es sehr warm am Berg ist, man aber trotzdem seine Hände etwas schützen möchte – und auch sollte!

Die Taschen

Manche Handschuhe haben an der Oberseite kleine Taschen. Sie sind praktisch, um den Skipass reinzustecken oder auch einen kleinen Handwärmer. Wer nichts reinpackt, kann sie trotzdem offen lassen. So wird die Luftzirkulation im Handschuh-Inneren gefördert.

Der Clipverschluss

Kleine Clips an beiden Handschuhen machen es möglich, die Handschuhe nach dem Skitag aneinander zu clippen. Das verhindert, dass man irgendwann nur noch mit einem Handschuh auf der Piste steht. So hat man immer zwei dabei – oder keinen.

 

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