Das Material dankt: Skier und Boards richtig „übersommern“

15. April 2014 - Nina Vogt

Nicht nur Wintersportler sollten sich über den Sommer fit halten, auch dafür dass die Ausrüstung „fit“ bleibt, sollten sie Sorge tragen. Der Deutsche Skiverband (DSV) gibt Tipps, wie das geht:

Kanten und Belag schützen

Bevor Skier und Board eingelagert werden, sollte man das Material vorbereiten. Das heißt: Die Kanten sollten noch einmal mit einem Kantenschleifer abgezogen werden, ansonsten sind die besonders angreifbar für Flugrost. Zudem sollte der Belag am Ende der Saison aufgearbeitet, kleine Macken und Rillen ausgebessert werden. Anschließend einmal heiß wachsen. Der überschüssige Wachs sollte jedoch nicht entfernt werden, raten die Experten vom DSV. Denn er konserviert die Laufflächen über den Sommer und schützt zudem die Kanten vor Oxidation. Wer all diese Pflege nicht selbst übernehmen will (die Anleitung dazu gibt es in unserem Artikel über Materialpflege), der bringt Skier oder Board zum Service in den Fachhandel.

Lagerung des Materials

Gelagert werden sollten die Bretter auf jeden Fall in einem trockenen und kühlen Raum. Nicht geeignet sind daher zum Beispiel Garagen oder Gartenhäuser. Sie sind im Sommer starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Es besteht also die Gefahr, dass sich am Material Kondenswasser bildet und an den Kanten Rost entsteht. Besser eignen sich zum Beispiel trockene Kellerräume.

© DSV aktiv Ski- und Sportmagazin

Auf die Bindung aufpassen!

Schmutz kann die Federn der Skibindung beeinträchtigen und somit die Auslösewerte verändern, daher sollte die Bindung vor der Einlagerung mit Wasser gesäubert werden. Optimaler Weise wird zudem noch die Mechanik mit einem Spezialspray eingesprüht. Vor der nächsten Saison sollten Wintersportler die Einstellung der Bindung noch einmal im Fachhandel überprüfen lassen. Der DSV empfiehlt eine solche Überprüfung generell einmal im Jahr.

Ski- und Snowboardschuhe richtig lagern

Auch Ski- und Snowboardstiefel gehören den Sommer über in einen trockenen Raum. Wichtig: Bevor sie eingelagert werden, sollten sie vollständig getrocknet sein. Denn Skistiefel und Snowboardboots sind leider immer auch ein Biotop für Schimmelpilze, die sich, einmal eingenistet, den Sommer über wunderbar im Innenschuh ausbreiten können. Die Innenschuhe sollte man vorher also einmal aus der Schale bzw. dem Außenschuh entfernen und trocknen. Erst wenn alle Bestandteile des Schuhs trocken sind, sollte man sie wieder zusammenbauen und mit geschlossenen Schnallen bzw. fester Schnürung einlagern. Wichtig ist es, beim Zusammensetzen auf einen faltenfreien Sitz der Innenschuhe zu achten. Entstehende Falten könnten ansonsten die Passform beeinträchtigen.

Skistöcke, Helm, Skibrille, Protektoren und Handschuhe

Auch das Zubehör gehört bis zur nächsten Wintersaison trocken gelagert. Den Helm sollten Wintersportler vorher gründlich reinigen oder vielleicht sogar desinfizieren. Bevor alles verstaut wird, sollte das Material auf Schäden überprüft werden. Gerade Helm, Skibrille und Protektoren bieten keinen Schutz mehr, wenn sie beschädigt oder abgenutzt sind. Im Frühling lässt sich immer das ein oder andere Schnäppchen schlagen, daher lohnt es sich, direkt zum Ende der Saison einen prüfenden Blick auf Helm & Co. zu werfen.

Skikleidung

Die Skikleidung sollte sauber „übersommern“. Heißt: Nach der Saison gehört sie entweder in die Reinigung oder in die eigene Waschmaschine. Für die Wäsche sollten jedoch nur Schonwaschmittel und auf keinen Fall Weichspüler benutzt werden. Der würde die Poren verstopfen und die technische Funktionalität der Fasern zerstören. Nach der Reinigung sollte die Kleidung imprägniert werden – am besten mit einem Spray, das anschließend durch Einbügeln mit geringer Hitze fixiert wird.

Jetzt heißt es warten – bis der nächste Winter kommt. Und nicht vergessen: Nicht nur das Material sollte im nächsten Winter fit sein…

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