Skibrillen – Mehr als Schutz vor Wind und Sonne

4. November 2025 - SnowTrex

Skibrillen sind heute echte Hightech-Produkte, die weit mehr bieten als nur Schutz vor Wind und Sonne. Es gibt moderne Modelle für unterschiedliche Ansprüche: von speziellen Ski- und Snowboardbrillen für Brillenträger über verschiedene Passformen hin zu Gläsern für wechselnde Licht- und Wetterbedingungen. Innovative Technologien sorgen besonders bei Nebel oder Schneefall für bessere Sicht und mehr Sicherheit. Die große Auswahl kann jedoch schnell unübersichtlich werden. Zeit für SnowTrex, hier mit einem Skibrillen-ABC Abhilfe zu schaffen und zu zeigen, welche verschiedenen Arten es gibt, wie die Gläser funktionieren und welche wichtigen Pflegetipps zu beachten sind.

Skibrillen verschaffen den perfekten Durchblick.

Warum Skibrillen für Skifahren unverzichtbar sind

Skibrillen sind für Wintersportler auf der Piste heute weit mehr als nur ein stylishes Detail des Skioutfits. So übernehmen sie gleich mehrere essenzielle Schutzfunktionen beim Skifahren und Snowboarden. Wie wichtig die passenden Goggles sind, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Skiverbandes (DSV), dass in den Skigebieten pro Saison knapp 80 Prozent der Unfälle auf Wahrnehmungsfehler zurückgehen, etwa durch schlechte Sicht. Grund genug für SnowTrex, hier die drei wichtigsten Gründe „pro Skibrille“ aufzuzählen:

  • UV-Schutz: Auf schneeweißen Pisten reflektiert der Schnee die Sonnenstrahlen stark, wodurch UV-Strahlen besonders intensiv wirken. Hochwertige Skibrillen sind ein perfekter Sonnenschutz und blockieren 100 Prozent der UV-Strahlung und verhindern so Augenreizungen oder Schneeblindheit, die durch einen „Sonnenbrand“ der Hornhaut entstehen. Auch bei bedecktem Himmel dringt UV-Licht durch die Wolken. Skibrillen mit UV-Schutz schützen daher die Augen von Skifahrern und Snowboardern zuverlässig vor dieser unsichtbaren Gefahr.
  • Schutz vor Wind und Wetter: Auf der Piste kann kalter Fahrtwind die Augen bei hohen Geschwindigkeiten zum Tränen bringen und die Sicht daher erheblich beeinträchtigen. Hier sind dann Ski- und Snowboardbrillen entscheidend, die die Augen vor eiskalter Luft sowie Schneeregen oder Schneetreiben schützen. Dadurch behalten Wintersportler selbst bei schlechtem Wetter den Durchblick und trockene, reizfreie Augen.
  • Schutz bei Stürzen: Nicht zuletzt bieten Skibrillen auch einen nicht zu unterschätzenden, physischen Schutz. Denn bei einem Sturz auf Kopf oder Gesicht fungiert die Brille als Puffer und bewahrt die Augen vor Verletzungen etwa durch Skistöcke oder die harte Schneeoberfläche. Dabei verfügen qualitativ hochwertige Modelle heute oft über Doppelscheiben aus bruchsicherem Kunststoff. Sollte bei einem Crash also die äußere Scheibe brechen, bleibt die innere intakt und schützt das Auge. Dafür werden die Skibrillengläser extra nach Normen auf ihre mechanische Festigkeit geprüft, damit sie bei Stürzen nicht nachgeben oder aus dem Rahmen fallen.

Die richtige Skibrillen-Passform und -Größe finden

Eine Skibrille kann nur dann optimal schützen und für klare Sicht sorgen, wenn sie richtig passt. Deshalb gehören Passform und Größe zu den wichtigsten Kriterien, wenn es um den Kauf einer Skibrille geht.

  • Vollständiger Abschluss: Die Skibrille sollte rundum bündig am Gesicht anliegen, ohne Lücken. Durch sie könnte schließlich an den Rändern Fahrtwind einströmen, was Augen tränen und auskühlen lassen könnte. Und auch mit dem Skihelm auf dem Kopf darf aus diesem Grund kein Spalt zwischen Skibrille und Helmschale entstehen.
  • Bequemer Sitz: Weder der Rahmen noch das Schaumstoffpolster der Skibrille dürfen unangenehm drücken. Besonders am Nasenbein und an den Wangen sollte die Polsterung gleichmäßig anliegen. Denn während zu harte Polster schmerzhafte Druckstellen hinterlassen können, lassen zu weiche zeitweise kalte Zugluft durch. Dazu darf die Skibrille auch beim Kopfschütteln oder in Aktion nicht verrutschen.
  • Freies Sichtfeld: Ein großes, weites Sichtfeld durch eine Skibrille erhöht die Sicherheit auf der Piste. Moderne Modelle besitzen oft rahmenlose oder weit nach hinten gezogene Scheiben, die ein Panorama-Blickfeld ermöglichen. Bei der Anprobe prüfen Nutzer, dass die Ränder der Brille den Blick nicht stören – je weniger „Tunnelblick“, desto besser.

Hersteller bieten Skibrillen in verschiedenen Größen an, meist als „Small“ (S), „Medium“ (M) oder „Large/Oversized Fit“ (XL). Weibliche Wintersportler greifen bevorzugt zu speziellen Damenmodellen („Ladies Fit“), die schmaler geschnitten sind und auf kleinere Gesichter optimal passen. Für Kinder fertigen Hersteller spezielle Kids-Skibrillen für kleine Köpfe und Helme.

SnowTrex-Tipp: Skifahrer sollten zur Skibrillen-Anprobe immer ihren Skihelm mitbringen und die Skibrille mit dem Helm immer zusammen anprobieren. Denn nur so wird direkt klar, ob beides kompatibel ist. Dabei gilt: Die Skibrille sollte oben ohne Spalt am Skihelm abschließen und der Helm darf das Sichtfeld nicht beeinträchtigen. Außerdem haben gute Skibrillen ein verstellbares, rutschfestes Band mit Silikonstreifen an der Innenseite, das breit genug ist, um außen um den Helm geführt zu werden.

Formen und Farben von Skibrillengläsern im Überblick

Die Formen und die Farben von Skibrillen sind so unterschiedlich, dass Wintersportler heute eine große Auswahl für jede Wetterbedingung am Berg haben.
Eigenschaft der GläserBeschreibung
Zylindrische ScheibeDie Scheibe ist flach und nur auf horizontaler Ebene gebogen
Sphärische ScheibeDie Scheibe ist auf horizontaler und vertikaler Ebene gebogen
Anti-Fog-SkibrilleDie Gläser sind von innen behandelt und beschlagen seltener
Polarisierte GläserGläser mit Polarisationsfilter, welcher für klarere und kontrastreichere Sicht sorgt
Photochromatische GläserSelbsttönende Gläser, welche sich automatisch an unterschiedliche Sichtverhältnisse anpassen
Durchsichtige GläserAusschließlich geeignet, wenn keine Sonneneinstrahlung vorhanden ist – z.B. beim Nachtskifahren unter Flutlicht
Helle Gläser (gelb, orange)Ideal für schlechte Sichtverhältnisse (Schneefall, Nebel)
Blaue, rote, lila GläserIdeal für bewölkte Pistentage
Dunkle Gläser (braun, grau, schwarz)Ideal für sonnige Pistentage
Verspiegelte GläserTendenziell besser für gute Sichtverhältnisse geeignet
Skibrille mit WechselgläsernSkibrille, bei der die Gläser mit wenigen Handgriffen getauscht werden kann

Skibrillen und ihre Gläsertypen: zylindrisch, sphärisch und mehr

Wichtig für Wintersportler ist zu wissen, dass nicht alle Skibrillengläser gleich sind. Denn verschiedene Gläsertypen und -technologien können das Sichtfeld und die Sichtqualität auf der Piste beeinflussen.

  • Zylindrische gegen sphärische Gläser: Zylindrische Skibrillengläser sind nur horizontal von links nach rechts gebogen, vertikal aber flach. Sphärische Scheiben sind dagegen sowohl horizontal als auch vertikal gewölbt, also kuppelartig geformt. Heißt: Sphärische Modelle bieten ein natürlicheres, verzerrungsfreies Sichtfeld zu allen Seiten, sind aber oft teurer. Zylindrische Skibrillengläser verfügen dagegen über ein trendiges, flaches Design und sind preiswerter, können aber an den Rändern leichte Verzerrungen aufweisen.
  • Doppelscheiben und Belüftung: Die meisten hochwertigen Skibrillen sind mit Doppelscheiben zu kaufen. Dabei befindet sich zwischen Innen- und Außenscheibe eine isolierende Luftschicht, die Temperaturschwankungen auffängt und das Beschlagen reduziert. Zusätzlich haben die Rahmen Belüftungsöffnungen, die mit Schaumstoff oder einer Membran versehen sind und Feuchtigkeit ableiten. Daher müssen Skifahrer und Snowboarder dabei unbedingt darauf achten, dass diese Belüftungsöffnungen nicht durch den Skihelm verdeckt werden.
  • Antibeschlag-Beschichtung: Als Anti-Fog werden Skibrillen eingestuft, wenn die Innenseiten der Gläser speziell chemisch behandelt wurden, damit sich dort weniger Kondenswasser festsetzen kann. So beschlagen Skibrillen mit Antibeschlag-Beschichtung, wie der Name schon sagt, deutlich seltener. Das macht die Innenseite der Gläser allerdings deutlich empfindlicher, weshalb sie nicht mit der bloßen Hand gereinigt werden sollte. Falls die Skibrille aber doch einmal beschlagen sollte, gilt es, die Brille abzunehmen und trocknen zu lassen, anstatt innen zu wischen.
  • Polarisationsfilter: Einige Skibrillen verfügen über polarisierte Gläser, die reflektiertes Streulicht, etwa von Eisflächen oder nassem Schnee, herausfiltern. Dadurch wird der Träger weniger geblendet und der Kontrast im Sichtfeld deutlich erhöht, sodass Buckel und Eisplatten besser sichtbar werden. Insgesamt sind polarisierte Gläser ideal bei hellen Lichtbedingungen und wenn Spiegelungen blenden, etwa an sonnigen Tagen nach Neuschnee.
  • Fotochrome Gläser: Als fotochrom werden selbsttönende Gläser bezeichnet, die ihre Farbe automatisch den Lichtverhältnissen anpassen. Bei greller Sonne färben sie sich dann dunkel ein, während sie bei Bewölkung oder im Schatten wieder heller werden. Solche Vario-Gläser sind sehr vielseitig, da eine einzige Skibrille für verschiedene Wetterbedingungen nutzbar ist, weil sich die Tönung innerhalb von Sekunden so anpasst, dass Kontraste jederzeit gut erkennbar sind. Ein Nachteil von fotochromen Skibrillen ist allerdings, dass sie teurer sind und die Tönungsanpassung Grenzen hat, weil sie extreme Lichtwechsel nicht immer sofort bewältigen können.

SnowTrex-Tipp: Nicht jede Skibrille verfügt über einen 100-prozentigen UV-Schutz (UV400). Denn die Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Schutz aus. So können auch klare Gläser vollen UV-Schutz bieten, während dunkle Billigbrillen ohne hochwertigen Filter gefährlich sein können. Gute Modelle erfüllen die europäische Norm EN 174 für Ski- und Snowboardbrillen, wenn sie UVA-, -B- und -C-Strahlen vollständig blockieren.

Skibrillen für Brillenträger

Viele Skifahrer tragen im Alltag eine normale Brille und fragen dich, wie sie auf der Piste scharf sehen? Abhilfe schaffen hier heute jedoch Skibrillen für Brillenträger, die oft als OTG-Brillen (Over The Glasses) bezeichnet werden. Diese Modelle sind so konstruiert, dass darunter eine normale Korrekturbrille Platz findet.

  • Extra breiter Rahmen: OTG-Skibrillen haben in der Regel ein größeres Innenvolumen und eine breitere Passform, sodass die Bügel der Korrekturbrille darunter Platz finden. Seitliche Aussparungen im Schaumstoff verhindern zudem, dass Druck auf die Brillenbügel hinter den Ohren entsteht.
  • Hohe Scheibe: Viele OTG-Modelle sind etwas höher oder tiefer geschnitten, sodass die Brille darunter nicht am Rahmen der Skibrille anstößt. Große, gewölbte Scheiben bieten darüber hinaus ein weiteres Sichtfeld, das für Brillenträger praktisch ist, da das Gestell der Sehbrille so nicht die Sicht stört.
  • Antibeschlag wichtig: Wenn zwei Brillen aufeinander sitzen, kann das Beschlagen ein Problem werden. Daher sind eine gute Belüftung und eine Anti-Fog-Beschichtung bei OTG-Skibrillen besonders wichtig. Als Alternative gibt es auch spezielle Anti-Beschlag-Sprays, die sich auf die eigene Brille auftragen lassen, um das Beschlagen zu reduzieren. Einige Hersteller bieten sogar kleine, batteriebetriebene Ventilatoren in OTG-Skibrillen an, um Feuchtigkeit abzuleiten!

Kontaktlinsen bieten Brillenträgern, die ihre eigene Sehhilfe auf der Piste nicht tragen möchten, eine gute Alternative. Viele Skifahrer steigen bewusst auf Kontaktlinsen um, um jede Skibrille nutzen zu können, oder wählen eine Skibrille mit Sehstärke. Optiker fertigen diese Sonderanfertigungen, bei denen die Gläser der Skibrille direkt in der individuellen Dioptrienstärke hergestellt werden. Diese Lösung ist jedoch kostspielig. Häufiger setzen Nutzer auf „Clip-in-Systeme“, kleine Korrekturgläser-Einsätze, die sie innen in die Skibrille einclippen. Dort funktionieren sie wie eine zweite Brille im Rahmen. Die Clips verglasen Optiker in der eigenen Sehstärke und statten sie meist mit einer Antibeschlag-Beschichtung aus.

Am Rande sei noch erwähnt, dass rund 30 Prozent der Wintersportler mit Sehschwäche mit unkorrigierter Sicht fahren, also ohne Brille oder Linse auf die Piste gehen. Doch genau das stellt ein unnötiges Risiko für den Skifahrer selbst sowie andere Wintersportler dar! Daher sollten Brillenträger beim Skifahren unbedingt darauf achten, mit einer OTG-Skibrille, Kontaktlinsen oder anderen Lösungen den vollen Durchblick zu behalten.

Zusammenspiel von Helm und Brille

Gerade im Sinne der Sicherheit bilden der Skihelm und die Skibrille idealerweise ein eingespieltes Team. Denn nur wenn beides zueinanderpasst, sind maximaler Schutz und Komfort möglich.

Bei der Auswahl einer Skibrille gilt es für Skifahrer und Snowboarder immer auch darauf zu achten, dass sie perfekt zum Helm passt.
  • Passgenauigkeit: Die Skibrille muss immer oben am Helm anliegen, ohne eine Lücke an der Stirn. Hier gilt es, den sogenannten „Gaper Gap“ zu vermeiden, den Spalt, durch den kalte Luft pfeift und der obendrein vom Look her eher ungünstig aussieht. Damit es nicht dazu kommt, verkaufen viele Hersteller Skihelme und Skibrillen im Set oder designen ihre Produkte so, dass sie von der Passform aufeinander abgestimmt sind.
  • Sichtfeld und Helmrand: Der Helm darf die Brille nicht nach unten drücken oder das Sichtfeld einschränken. Daher lohnt es sich vorab, die eigene Wunschkombination zu tragen, denn einige voluminöse Oversized-Skibrillen können bei bestimmten Helmen oben an den Rand anstoßen. Umgekehrt haben manche Skihelme am oberen Rand Aussparungen oder eine bestimmte Form, die mit bestimmten Brillen besser harmonieren.
  • Kopfband-Befestigung: Wintersportler müssen darauf achten, dass die eigene Skibrille ein gummiertes, verstellbares Band hat, das außen um den Helm gelegt werden kann. Um das Brillenband zu sichern, damit es nicht nach oben rutscht, verfügen viele Skihelme hinten über eine kleine Klammer oder einen Clip mit Druckknopf.
  • Design und Style: Wenn alles mit Brille und Helm wortwörtlich „passt“, dann darf auch an den Look gedacht werden. Ob die Brille und der Helm farblich abgestimmt werden, ist natürlich Geschmacksache, weil Sicherheit und freie Sicht auf jeden Fall vorgehen. Aber zum Glück gibt es heute unzählige Designs, sodass sich Style und Funktion hier leicht kombinieren lassen.

Smarte Skibrillen – Spielerei oder Zukunft?

Ein relativ neuer Ski-Trend sind Smart-Ski-Goggles, also Modelle mit integriertem Head-up-Display und Sensorik. Diese Hightech-Brillen zeigen im Sichtfeld etwa Geschwindigkeit, Höhenmeter, Navigationshinweise oder Anrufbenachrichtigungen an. In Kombination mit dem eigenen Smartphone und GPS-Konnektivität, liefern sie Informationen zur nächsten Hütte oder den aktuellen Wetterbedingungen direkt vor das Auge eines Skifahrers. Einige Modelle ermöglichen sogar das Einblenden von Live-Daten wie Lawinenwarnungen oder die Position der Mitfahrer, sofern alle vernetzt sind.

REKKIE | Smart Snow Goggles

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Aber so futuristisch das klingen mag, auf der Piste sind solche Gadgets auch in den 2020er-Jahren noch Exoten. Insgesamt sind diese Skibrillen jedoch für technikaffine Skifahrer reizvoll, da sie Informationen in Echtzeit liefern, ohne dass der Wintersportler das Smartphone aus der Skijacke herausholen muss. Beispiele für kaufbare Smart-Skibrillen sind etwa die „Oakley Airwave“ oder die „Smith I/O Recon“ sowie aktuellere Lösungen mit Aufsatz-Displays.

SnowTrex-Tipp: Smart Goggles sind spannend, aber aktuell noch zu teuer und technisch nicht ausgereift genug für den Massenmarkt. Zudem geht nichts über die Grundlagen: Passform, Schutz und klare Sicht bleiben das A und O in Bezug auf Skibrillen. Wer jedoch Freude an Spielereien hat und das nötige Budget mitbringt, für den könnten smarte Skibrillen in Zukunft interessant werden.

Skibrillen richtig reinigen und pflegen

Selbst die beste Skibrille nützt wenig, wenn sie zerkratzt ist oder auf der Piste permanent beschlägt. Um genau das zu verhindern, kann die Lebensdauer der Goggles mit der richtigen Pflege deutlich verlängert werden. Daher empfiehlt SnowTrex die folgenden Dos and Don’ts:

Dos:

  • Transport in der Schutzhülle: Die Skibrille muss immer im mitgelieferten Softbag oder Hardcase aufbewahrt werden, wenn sie nicht getragen wird. So werden Kratzer auf der empfindlichen Scheibe vermieden, da hier besonders Verspiegelungen anfällig sind.
  • Trocknen lassen: Nach einem langen Skitag muss die Brille zum Trocknen an der Luft, am besten bei Zimmertemperatur, aus dem feuchten Skisack genommen werden. Zuvor sollten Schnee und Feuchtigkeit nur vorsichtig durch Ausschütteln oder sanftes Abklopfen entfernt werden.
  • Reinigen mit Wasser: Grober Dreck auf der Außenscheibe lässt sich einfach mit klarem Wasser abspülen. Dabei ist ein weiches Mikrofasertuch zum Abtupfen ideal. Wenn nötig, darf die Außenseite der Scheibe auch vorsichtig abgewischt werden, während die Innenseite möglichst nicht berührt wird.
Die Skibrille richtig reinigen

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Don’ts:

  • Nicht innen wischen: Die Innenseite der Gläser hat meist die Antifog-Beschichtung und gerade reibendes Säubern zerstört diese Schicht. Wenn die eigene Skibrille also innen beschlägt, heißt es: Brille abnehmen und trocknen lassen. So dürfen sie nur im Notfall ganz leicht mit dem Brillenputztuch abgetupft und nicht abgewischt werden!
  • Keine aggressiven Reiniger: Um die eigene Skibrille sauber zu halten, sollten Skifahrer unbedingt auf Glasreiniger, Alkohol, Lösungsmittel oder Papierhandtücher verzichten, da Chemikalien und raue Tücher Beschichtungen und Kunststoff angreifen.
  • Keine Hitzequellen: Eine Skibrille darf zum Trocknen auf keinen Fall auf die Heizung gelegt oder geföhnt werden. Denn zu große Hitze kann die Beschichtung beschädigen oder das Glas verformen, daher reicht Raumtemperatur hier vollkommen aus.

Skibrillen-Kaufberatung: In 5 Schritten zu den perfekten Goggles

Die perfekte Skibrille für jede Sicht - Skibrillenberatung

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  1. Einsatz definieren: Vorab müssen Wintersportler zuerst überlegen, bei welchen Bedingungen sie eine Skibrille nutzen wollen. Also: Schönwetter-Skifahrer bei Sonne oder lieber bei Schneefall oder abends auf der Piste? Denn davon hängt die Wahl der Scheibentönung ab. Für Allrounder sind am Ende selbsttönende oder wechselbare Gläser ideal.
  2. 100 Prozent UV-Schutz wählen: Beim Skibrillen-Test fällt ganz klar auf, dass Modelle ohne garantierten UV400-Schutz ein No-Go sind. Daher müssen Wintersportler unbedingt darauf achten, dass ihre neue Skibrille über einen vollen UV-Schutz (UVA/UVB/UVC) verfügt, was die meisten Markenprodukte automatisch tun.
  3. Passform prüfen: Weil eine Skibrille bequem sitzen, rundum abschließen und nicht drücken sollte, gilt es vor dem Kauf, verschiedene Modelle mit dem eigenen Skihelm auszuprobieren. Dann heißt es, die passende Größe (small/medium/large oder Damen-/Kinder-Modelle) zu wählen, sodass das Sichtfeld maximal bleibt und kein Spalt am Helm entsteht. Gerade an dieser Stelle sollten sich Skifahrer und Snowboarder viel Zeit nehmen, da die besten Skibrillen die sind, die man kaum spürt, weil sie so gut passt.
  4. Extras und Gläser vergleichen: Danach gilt es auch Gläser-Technologien zu vergleichen und sich Fragen zu stellen, wie: Haben diese Skibrillen eine Antibeschlag-Beschichtung? Sind die Gläser doppellagig und austauschbar? Gibt es einen Polarisationsfilter oder eine Spiegelbeschichtung? Dazu sollten Skifahrer überlegen, welche Features ihnen wichtig sind, wie besonders kontrastverstärkende Gläser für Nebel, oder Verspiegelung für Abfahrten auf einem Gletscher. Bei der Entscheidungsfindung helfen übrigens oft Skibrillen-Vergleiche in Testberichten, um herauszufinden, welche Modelle bezüglich Sicht und Belüftung gut abschneiden.
  5. In Ruhe entscheiden: Wenn Wintersportler ein oder zwei Skibrillen-Favoriten haben, dann sollten sie im Zweifel noch einmal gegeneinander getestet werden. Hierfür heißt es: die Brille aufsetzen, den Kopf schütteln und sich umschauen. Denn manchmal können selbst kleine Details den Ausschlag für eine Skibrille geben, etwa weil sich das Band leichter verstellen lässt oder weil der Scheibenwechsel so funktioniert. Am Ende gilt dann immer: Die beste Skibrille ist die, die den eigenen Bedürfnissen am meisten entspricht und am besten sitzt.

FAQ zu Skibrillen

Warum benötigen Wintersportler eine Skibrille?

Beim Skifahren und Snowboarden ist eine Skibrille wichtig, um die Augen vor Wind, Wetter und UV-Strahlen zu schützen. Auf der Piste sind intensive Sonnenstrahlung, Fahrtwind und aufwirbelnder Schnee mögliche Gefahren. Eine gute Skibrille verhindert Augenreizungen, schützt vor Schneeblindheit durch UV-Licht und sorgt für klare Sicht, wodurch sich das Unfallrisiko senkt.

Was ist wichtig bei einer Skibrille?

Ein 100-prozentiger UV-Schutz schützt die Augen zuverlässig. Die Brille passt richtig, wenn sie rundum abschließt, nicht drückt und mit dem Helm kompatibel ist. Doppelscheiben, eine Antibeschlag-Beschichtung und Belüftung gewährleisten eine klare, beschlagfreie Sicht. Beim Kauf wählen Nutzer ein großes Sichtfeld, um die periphere Umgebung gut zu erkennen, und entscheiden sich für eine Tönung, die zu den aktuellen Wetterbedingungen passt.

Genügt eine normale Sonnenbrille zum Skifahren?

Nein, eine gewöhnliche Sonnenbrille reicht hier in der Regel nicht aus. Zwar bieten gute Sport-Sonnenbrillen UV-Schutz, aber ihnen fehlen die wichtigsten Eigenschaften einer Skibrille, die hier die Augenpartie viel großflächiger umschließt und so auch vor seitlich einfallendem Licht oder Wind schützt. Sonnenbrillen sitzen oft weiter vom Gesicht entfernt, sodass Fahrtwind um die Ränder strömen kann und die Augen tränen lässt. Zudem sind Sonnenbrillen bei Stürzen weniger stabil, können leichter vom Gesicht rutschen oder gar brechen und so zu Verletzungen führen. Skibrillen haben hingegen ein elastisches Band und sitzen fest auf.

Was ist Schneeblindheit?

Schneeblindheit ist eine akute Schädigung der Augenhornhaut durch intensive UV-Strahlung. Medizinisch wird sie als „Photokeratitis“ bezeichnet, was einem Sonnenbrand der Augen entspricht. Besonders im Gebirge ist die UV-Belastung hoch, da Schnee die Strahlen stark reflektiert und selbst bei bewölktem Himmel viel UV-Licht auf die Augen trifft. Bereits kurze Aufenthalte ohne ausreichenden Schutz können ausreichen. Typische Symptome sind starke Augenschmerzen, Rötungen, Tränenfluss, ein Fremdkörpergefühl und extreme Lichtempfindlichkeit. In schweren Fällen ist das Sehen vorübergehend stark eingeschränkt, was auf der Piste gefährlich sein kann. Die Hornhaut regeneriert sich in der Regel innerhalb weniger Tage.

Was bedeuten die unterschiedlichen Gläserfarben bei Skibrillen?

Die Farbe der Skibrillengläser bestimmt ihre Lichtdurchlässigkeit und ihren optimalen Einsatzbereich. Helle Farben wie Gelb, Orange oder Rosa lassen viel Licht durch und sind daher ideal bei Nebel, Schneefall oder diffusem Licht, da sie Kontraste verstärken. Dunkle Gläser in Braun, Grau oder Schwarz reduzieren die Lichtmenge hingegen deutlich und schützen bei starker Sonneneinstrahlung vor Blendung. Blaue oder rötliche Tönungen liegen dazwischen und eignen sich gut für wechselhafte Bedingungen. Verspiegelte Gläser besitzen eine zusätzliche reflektierende Beschichtung, die in strahlenden Umgebungen weiteres Licht abblockt. Orientierung bieten auch die Filterkategorien S1 bis S4. Sie geben an, wie viel Licht das Glas durchlässt und bei welchen Wetterbedingungen es optimal ist.

Was sollten Wintersportler bei der Pflege der Skibrille beachten?

Eine wichtige Skibrillen-Empfehlung ist, dass bei der Pflege Kratzschutz und die Vermeidung von Beschlag eine zentrale Rolle spielen. Nutzer transportieren die Brille stets in einem Etui oder Schutzbeutel und legen sie nicht mit der Scheibe nach unten auf harte Oberflächen. Groben Schmutz spülen sie mit Wasser ab und tupfen ihn vorsichtig mit einem weichen Tuch ab; Papiertücher oder Kleidung eignen sich dafür nicht. Die Innenseite berühren sie möglichst nicht, da sich dort die empfindliche Anti-Fog-Beschichtung befindet. Um Beschlag zu vermeiden, nehmen sie die Skibrille gelegentlich ab und lassen sie trocknen. Nach dem Skitag lassen sie die Brille an der Luft trocknen und vermeiden die Heizung. Eine schonende Reinigung, sanftes Trocknen und sachgerechte Aufbewahrung verlängern die Lebensdauer der Skibrille.

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