Welche Skibrille passt zu mir?

2. November 2018 - SnowTrex

Mit lässigem Style, sportlichem Schnitt oder als hochfunktionales Zubehör – die Skibrille ist unverzichtbar auf der Piste. SnowTrex hat zwei der größten deutschen Skibrillen-Hersteller befragt, was eine gute Skibrille leisten muss.

Groß, größer, Goggle – Panoramascheiben sind Trend.

Style, Funktion und Schutz

Beim Skioutfit geht es vielen Skifahrern um die perfekte Symbiose aus Style und Funktion, auch Skibrille und Helm sollten für viele Skifahrer auf die Kleidung abgestimmt sein. Die „Goggles“ (engl. Skibrille) gibt es daher in allen Formen und Farben. Hersteller wie die deutschen Traditionsmarken Alpina und Uvex legen ihren Fokus zwar weiterhin auf die Weiterentwicklung der Scheibentechnologien, doch gleichzeitig haben sie sich auf den Style-Aspekt eingestellt. Alpina erklärt, dass gerade Spiegelscheiben und rahmenlose Brillen unter Wintersportlern sehr beliebt sind: „Skibrillen sind nicht mehr hauptsächlich Funktionsartikel, sondern werden mehr und mehr unter dem Aspekt ‚Style‘ eingekauft.“ Dabei zählen besonders bei jungen Sportlern die Größe und Farbe der Scheibe sowie ein knallbuntes breites Kopfband. Uvex Sports betont die technologische Zukunft der Skibrille und setzt auf Scheibentechnologien sowie die Anpassungsmöglichkeiten an unterschiedlichste Wetter- und Lichtsituationen. Es geht also um weit mehr als nur um Farbspiele.

Stylisch sollte die Skibrille natürlich sein, Schneeliebhaber sollten jedoch bedenken, dass die Skibrille in erster Linie eines soll: schützen. Skibrillen schützen Augen und Teile des Gesichts bei Stürzen. Zudem bieten sie Schutz vor kalter Luft, vor aufgewirbelten Steinen und Eis sowie vor der UV-Strahlung auf dem Berg. In luftiger Höhe ist die Sonneneinstrahlung weitaus intensiver als im Tal, denn 90 % der UV-Strahlen werden vom Schnee reflektiert. Übrigens sollten sich Schneeliebhaber nicht von einem wolkenbedeckten Himmel täuschen lassen, denn UV-Strahlung durchdringt die Wolkendecke.

Das Modell „Big Horn“ von Alpina überzeugt neben Panorama-Sichtfeld mit stylischem Design.

Scheiben mit Filterfunktion

Das Herzstück der Skibrille ist ihre Scheibe. Sie dient als Augenschutz und muss viele Eigenschaften wie Lichtanpassung, Kratzfestigkeit und Beschlagschutz erfüllen. Gerade der Filterfunktion misst Uvex besondere Bedeutung bei. Der Markenname komme schließlich nicht von ungefähr, er sei die Abkürzung für „UV-EXcluded“ – die UV-Strahlung bleibt draußen. Der Filter reguliert die Anpassung an verschiedene Lichtverhältnisse und Witterungsbedingungen. Ein wichtiges Feature dabei sind die Polarisationsfilter, die Kontraste verstärken. Damit sind Unebenheiten am Boden und Abgrenzungen von Gegenständen zum Hintergrund besser zu erkennen. Es gibt für jedes Licht eine eigene „Filterfarbe“: schwarz, grau und braun für sonniges Wetter, blau und lila für diffuses Licht bei Bewölkung, gelb und orange für kontrastarmes Licht im Schneegestöber oder Nebel. Die Scheiben filtern die UV-Strahlen je nach Intensität und Farbe. Doch sie können noch mehr: Wechselt das Wetter und wird dadurch die UV-Einstrahlung z. B. schwächer, ändert die Scheibe durch eine chemische Reaktion von Flüssigkristallen ihre Tönung in Sekundenschnelle und passt sich der Umgebungshelligkeit an. Diese photochromen (selbst-tönenden) Scheiben gehören ebenso wie Kratzfestigkeit und Antifog-Beschichtung zu den Standards bei guten Skibrillen. In Sachen Scheibentechnologie empfiehlt Uvex, sich gut beim Fachhändler beraten zu lassen, so dass man für seinen jeweiligen Einsatzbereich (Schönwetter, Piste, Off-piste, Allwetter) das perfekte Produkt bekommt.

Die Snowtrike wechselt per Knopfdruck blitzschnell die Tönung.

Wer nur eine Skibrille für alle Zwecke benutzen möchte, der kann ein Modell mit wechselbaren Scheiben wählen. Viele Serien verfügen über ein Clip- oder Magnet-System, mit dem die Scheibe schnell und einfach ausgetauscht werden kann. Eine weiteres praktisches Feature sind verspiegelte Gläser. Sie schützen die Augen noch besser und sind besonders kratzfest. Das gilt vor allem für die schicken sphärischen Scheiben.

Zylindrisch oder sphärisch?

In Sachen Optik und (Weit-) Sicht gibt es zwei Scheibenformen: zylindrische und sphärische. Die zylindrische Form ist horizontal gebogen, aber vertikal gerade. Diese Scheiben schmiegen sich gut um das Gesicht und sind – je nach sonstiger Ausstattung – etwas kostengünstiger. Einen cooleren Look, aber auch einen höheren Preis haben die sphärischen Scheiben. Sie sind sowohl horizontal als auch vertikal gebogen, imitieren die Wölbung des menschlichen Auges und liefern eine besonders klare und genaue Rundumsicht. Sphärische Brillengläser werden gerne in Modellen mit XXL-Panorama-Sichtfeld und minimalistischem Rahmen eingesetzt. Letztere gelten als besonders stylisch, da sie durch das noch größer wirkende Sichtfeld besonders auffallen. Apropos Rahmen: Der ist nicht unwesentlich für den Tragekomfort. Weiche Polster und Luftschlitze für eine ordentliche Belüftung gehören zum Standard. Umso hochpreisiger das Modell, desto ausgefeilter die Ventilations-Technologie.

Modell Revel mit der Live-Fit Technologie im Rahmen.

Skibrillen für Brillenträger

Der Trend geht also zu großen, verspiegelten Gläsern für beste Rundumsicht. Das kommt auch Brillenträgern zugute, die ungern Kontaktlinsen tragen. Für sie gibt es die OTG (over-the-goggle), die einen extra breiten Rahmen und seitliche Aussparungen besitzt, so dass man die Brille mit Sehstärke bequem unter der Skibrille tragen kann. Je nach Hersteller werden auch Brillengrößen für unterschiedliche Gesichtstypen angeboten. Der Tipp von Alpina: „Die Skibrille darf nicht zu groß oder zu klein sein und nicht drücken.“ Alpina unterstützt Kunden bei der Auswahl der passenden Skibrille mithilfe des selbst entwickelten Fit-Index. Mit dem sogenannten „Fit-finder“ werden der Augenabstand und die Nasenhöhe gemessen. Dank des daraus resultierenden Fit-Indexes kann der Fachverkäufer dann im Laden direkt die passende Größe und Form der Skibrille ermitteln und das perfekte Modell anbieten. Dies kommt nicht nur Brillenträgern zugute.

Zusammenspiel von Helm und Brille

Alle Skibrillenhersteller bieten Skibrille und Skihelm in Kombination an, denn die Wahl des Produkts steht und fällt mit dem Zusammenspiel von Skibrille und Skihelm. Alpina empfiehlt: „Eine Skibrille sollte immer zusammen mit dem Helm gekauft werden, bzw. sollte der Helm zum Brillenkauf mitgenommen werden. Beide müssen eine Einheit bilden, wobei dies immer abhängig von der jeweiligen Kopf- und Gesichtsform ist. Im Stirnbereich sollte keine Lücke zwischen Brille und Helm entstehen, da sonst kalte Luft einströmen kann.“ Uvex betont ebenfalls die Passform. In Kombination mit Helm dürfe kein großer Spalt im Stirnbereiche zwischen Brille und Helm entstehen und die Brille gleichzeitig nicht von oben auf die Nase drücken. „Nichts kann an einem Skitag mehr stören als eine drückende Brille oder ein schlecht sitzender Helm.“ Die Brillenhersteller arbeiten fortwährend daran, dass der Tragekomfort der Skibrille trotz Skihelm gewahrt bleibt. So besitzen gute Skibrillen spezielle Kopfbänder, die sich am Helm leicht befestigen und verstellen lassen. Zudem passen frei bewegliche Kopfbandgelenke das Gestell optimal an den Skihelm an.

Smart Ski Goggles

Daten-Brillen sind seit einigen Jahren nicht mehr nur in den neusten Science-Fiction-Filmen zu finden. Seit einigen Jahren sind auch Skibrillen auf dem Markt, welche Wintersportler auf der Piste mit Informationen versorgen. Die Brillen sind in der Regel mit verschiedenen Sensoren, einer GPS-Antenne sowie einem kleinen Bildschirm im Rahmen ausgestattet. Technikbegeisterte Wintersportler haben mit einer Smart Ski Goggle garantiert eine Menge Spaß. Schneeliebhaber können dieses Modell mit ihrem Smartphone verbinden und mit einem Armband die Anzeige im Mini-Display steuern. Die Brille versorgt Ski- und Snowboardfahrer auf der Piste mit verschiedensten Informationen. Der Brillenträger kann sich zur nächsten Hütte oder zum Skilift navigieren lassen oder sich anzeigen lassen, wie schnell bzw. auf welcher Höhe er gerade die Piste hinunterwedelt. Außerdem können aktuelle Schneeverhältnisse, die Temperatur oder Informationen zu geöffneten Liften im Skigebiet im kleinen Bildschirm angezeigt werde. Mit einer Smart Ski Goggle wird es auf der Piste garantiert nicht langweilig.

Smart Ski Goggle mit integriertem Bildschirm im Rahmen.

Tipps für den Skibrillen-Kauf:

  • Skibrille und Skihelm müssen kompatibel sein! Den eigenen Helm zum Kauf mitbringen oder am besten gleich beides zusammen kaufen.
  • Darauf achten, dass die Gläser 100 % UV-Schutz besitzen!
  • Die Rahmenpolster müssen auch mit Skihelm lückenlos auf dem Gesicht aufliegen.
  • Wer nur eine Skibrille für alle Lichtverhältnisse nutzen möchte, sollte nach einem Modell mit Wechselscheiben fragen.

Skibrille schon gekauft, aber es fehlen noch die passenden Ski? SnowTrex hat einige Tipps für den Skikauf.

Après-Ski in Hochfügen – Die Montana Alm

Ein vielseitiges Skigebiet und coole Après-Ski Bars – in Hochfügen kommen ...

Misthaufen, Bscheisser & Co: Lustige Bergnamen

„Böses Weibl“, „Biberkopf“, „Roßarsch“ oder gar ...