Skiausrüstung im Sommerschlaf – auf die richtige Pflege kommt es an!

25. April 2013 - Katharina Teudt

Der Frühling scheint nun endgültig Einzug gehalten zu haben und die letzten Skitage lassen sich an einer Hand abzählen. Einige nutzen vielleicht noch einmal die Gelegenheit bei sommerlichen Temperaturen auf der Piste unterwegs zu sein, für die meisten wird die Saison jedoch vorbei sein. Daher ist es an der Zeit, seine Ausrüstung in den Sommerschlaf zu schicken. Doch Vorsicht! Werden nicht einige Aspekte bei der Lagerung beachtet, kann man zu Beginn der nächsten Saison eine böse Überraschung erleben. Über die schneefreie Zeit wird die sonst selbstverständliche Pflege des eigenen Materials nämlich häufig vernachlässigt. Gerade während der Sommermonate setzen sich Staub, Schmutz und Rost aber gerne auf Kanten und Belag…

Skiwachs hält den Belag geschmeidig

Um die Ski oder das Board vor Staub und Schmutz zu schützen, ist es wichtig, den Belag nach dem letzten Skitag ordentlich zu wachsen. Damit der Belag nicht austrocknet oder an Elastizität verliert, darf man ruhig großzügig mit dem Wachs umgehen, der sich wie ein Schutzfilm auf den Belag legt. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Belag vorher gut gereinigt und getrocknet wurde, damit sich zwischen Belag und Wachsschicht keine Schmutz- oder Staubpartikel legen.

Rost – der natürliche Feind der Kante

Nicht nur der Belag, sondern auch die Kanten müssen vor dem Sommerschlaf einer besonderen Pflege unterzogen werden. Wie jedes Metall, dass Feuchtigkeit ausgesetzt ist, rosten diese nämlich auch. Um dem zum entgehen, sollte man seine Ski vor der Einlagerung gründlich trocken reiben. Hat die Kante versehentlich auch etwas Wachs abbekommen? – kein Problem. Im Gegenteil: das Wachs schützt auch die Kante. Schleifen muss man sie erst, bevor es im nächsten Winter wieder auf die Piste geht, da die Kante über die Zeit ohnehin wieder an Schärfe verlieren würde. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, prüft regelmäßig, ob sich nicht doch ein wenig Rost gebildet hat und schleift diesen gegebenenfalls ab.

Die Bindung nicht vergessen!

Die Schmutzpartikel legen sich leider auch auf die Skibindung und können – je nach dem – die eingestellten Auslösewerte verändern. Dadurch würde die Bindung im Ernstfall nicht mehr korrekt auslösen. Darum heißt es auch hier: Wasser Marsch und vorsichtig sauber machen!

Ski und Ausrüstung richtig lagern

Die ganze Pflege ist jedoch vergebene Liebesmüh, wenn die Ski am Ende nicht richtig gelagert werden. Grundsätzlich sollten die Ski nicht zusammen, sondern getrennt voneinander, mit dem Belag nach oben aufbewahrt werden. Ein trockener, dunkler Raum mit möglichst gleichbleibenden Temperaturen tut sein übriges, um die Ausrüstung gut über den Sommer zu bringen. Das Gartenhäuschen oder die Garage eignen sich daher nicht als Aufbewahrungsort…

Achtung Schimmelpilzgefahr!

Neben den Ski müssen auch die Schuhe ordnungsgemäß verstaut werden, um nicht an Qualität zu verlieren. Denn leider bieten Skischuhe den optimalen Nährboden für Schimmelpilze. Daher empfiehlt es sich, die Schuhe nach dem letzten Tragen ordentlich trocknen zu lassen. Am besten ist es sogar, Innenschuh und Schale getrennt voneinander zu trocknen und anschließend wieder zusammen zu setzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Innenschuh wieder perfekt in der Schale sitzt und keinerlei Falten entstehen. Sonst drückt der Schuh nachher am ersten Skitag! Damit die Schuhe nicht die Form verlieren, ist es wichtig, die Schnallen vor dem Wegstellen zu schließen.

Kleidung & Co.

Bevor Skikleidung und Accessoires ganz hinten im Schrank verstaut werden, sollten auch sie fit für den Sommerschlaf gemacht werden. Entweder bringt man Skijacke und –hose in eine Fachreinigung oder wäscht sie selbst in der Maschine. Aber bitte ohne Weichspüler! Um die Funktionsfähigkeit des Materials zu erhalten, muss es nach dem Waschen unbedingt imprägniert werden. Nur dann haben Schnee, Regen oder Wind keine Chance uns den Skitag zu verderben. Zu guter Letzt ist es sinnvoll Skistöcke, Helm, Brille und Co. auf ihre Funktionalität oder eventuelle Schäden zu überprüfen. Weisen Helm, Rückenprotektor oder die Skibrille kleinste Mängel auf, sollten sie unbedingt ausgetauscht werden. Sorgt man direkt für Ersatz, ergattert man eventuell noch das ein oder andere Frühlingsschnäppchen und kann Geld sparen. Außerdem erspart man sich die Rennerei vor dem nächsten Skiurlaub und kann sicher sein, nichts zu vergessen.

Werden diese Aspekte berücksichtigt, steht dem Fahrspaß im nächsten Winter so gut wie nichts mehr im Wege und die Lebensdauer des Materials ist deutlich erhöht.

Quellen: www.t-online.de/ www.skiinfo.de/ www.ski-online.de/

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