Ski Wearables: „Carv“ und weitere Wintersport-Gadgets

9. Juli 2018 - Carla Meyer

Für Skianfänger ist der Besuch einer Skischule wohl die beste Wahl, um elegante Schwünge auf den zwei Brettern zu erlernen. Wer aber schon etwas Skifahren kann und noch an seiner Technik feilen möchte, der kann anstelle der Skischule auch auf Wearables zurückgreifen. „Carv“ heißt zum Beispiel eine recht neue Technologie, die verspricht, das Fahrverhalten eines jeden Skifahrers zu analysieren und im Anschluss Verbesserungsvorschläge geben zu können. SnowTrex hat sich dieses und weitere Ski-Wearables genauer angeschaut.

Jetzt die Fahrtechnik beim Skifahren verbessern – mit einem digitalen Skilehrer!

Wer oder was ist Carv?

„Carv“ ist der Name des neuen, digitalen Skilehrers – einer Technologie, die mittels weniger Gadgets das Fahrverhalten von Skifahrern während des Fahrens analysiert und Tipps zur Verbesserung bereithält. Der Hauptbestandteil des Wearables sind eine Einlegesohle und ein kleiner Tracker. Die Einlegesohle ist unter 1 mm dick, so dass sie die Passform des Skischuhs nicht verändert. Der Tracker ist so klein, dass er ohne Probleme an den Schaft des Skischuhs angebracht werden kann. Er ist mit der Einlegesohle verbunden. Damit die aufgenommenen Daten übertragen werden können, benötigen Skifahrer überdies noch die Carv-App auf ihrem Smartphone sowie idealerweise ein Paar Kopfhörer, um die Tipps der App noch während des Fahrens verfolgen und umsetzen zu können.

Wie funktioniert Carv?

Die nicht mehr als 1 mm dicke Einlegesohle besteht aus 48 druckempfindlichen Sensoren. Grundsätzlich betrachtet werden hiermit die Position und der Kraftaufwand des Fußes gemessen. Nimmt man die Sensoren genauer unter die Lupe, so misst ein Sensor beispielsweise die Geschwindigkeit, zwei weitere Sensoren die Rotation sowie die Ausrichtung des Skis. Durch alle 48 Sensoren werden der Stand, die Kraftübertragung sowie die Gewichtsverteilung des Skifahrer analysiert und über den Tracker per App an das verbundene Smartphone weitergegeben. Entsprechend der analysierten Schwachstellen werden anschließend Tipps zur Verbesserung der Fahrtechnik gesendet. Diese bekommt der Skifahrer live zu hören, indem er während des Fahrens Kopfhörer trägt.

Das Ski-Wearable „Carv“ eignet sich besonders für fortgeschrittene Skifahrer.

Für wen ist das Ski-Wearable gemacht?

Wer zum ersten Mal auf Skiern steht, der sollte wohl besser auf die Fachkompetenz eines realen Skilehrers zurückgreifen, um das Skifahren zu erlernen. Mit ein bisschen Übung auf den Brettern lohnt es sich dann aber durchaus, auch mal auf das Wearable zurückzugreifen. Selbst (weit) fortgeschrittene Skifahrer können von der neuen Technologie profitieren. Schließlich sieht man sich selbst ja nie auf Skiern fahren und kann von sich heraus vollständig analysieren, an welchen Stellen Körperhaltung, Carving, Kantendruck und Co. noch optimiert werden können.

Neben klassischen Skifahrern richtet sich die App zudem an Freestyler. Carv kann nämlich ebenso die Zeit in der Luft sowie die Belastung beim Absprung und bei der Landung messen. Mit den Tipps der App können Jumps also ebenso optimiert werden.

Auch Freestyler können mit Wearables wie „Carv“ an ihrer Technik feilen.

Was kann Carv sonst noch?

Carv „begleitet“ Skifahrer auch längerfristig bei der Optimierung ihres Fahrstils und nicht nur im Moment des Fahrens. So können beispielsweise verschiedene Ziele eingestellt und Aufgabenstellungen definiert werden, für deren Erlangung der Skifahrer Punkte sammeln kann. Darüber hinaus löscht die App die Ergebnisse der einzelnen Fahrten nicht, sondern sammelt diese und lässt damit am Ende der Saison eine Gesamtanalyse des Fortschritts zu. Über die Carv-App ist zudem eine Verbindung mit Freunden möglich – der Wettkampf um die Frage nach dem technisch besseren Skifahrer ist also eröffnet.

Was kostet Carv?

Das Carv-Setup kann ab Winter 2017/18 vorbestellt werden und kostet mit zwei Einlegesohlen und zwei Trackern rund 225 Euro. Wem das zunächst zu kostspielig ist, der sollte noch etwas abwarten und bis dahin auf die SnowTrex-Tipps rund um Skifahren und Fahrtechnik zurückgreifen – komplett kostenlos.

Weitere Wintersport-Gadgets

Eine Bodenmatte aus Neopren zum Beispiel schützt beim Umziehen auf dem Liftparkplatz vor dem Kontakt mit dem Schneematsch. So braucht man nicht mehr balancieren und kann ganz entspannt die Schuhe wechseln.

Mit einem Bluetooth-Handschuh kann man selbst bei der steilsten Abfahrt noch schnell den Tisch für das Abendessen reservieren. Mit den zwei Knöpfen am Handrücken kann man Gespräche annehmen oder wegdrücken, während man die Pisten unsicher macht. Nicht geeignet sind diese Handschuhe für Genussskifahrer, die gerne mit sich und der Natur alleine sind.

Ein Ski-Trolley, mit dem man Skier aller Längen bequem hinter sich her ziehen kann, sorgt für Erleichterung beim Schleppen. Gerade für Kinder, die sonst Probleme mit dem Skitransport haben, ist der Trolley gut geeignet. Während des Skitags kann der Trolley als Handybox verwendet werden.

Wer sehr viel Wert auf Style legt und viel Zeit mitbringt, kann eine ausgesprochen akkurate Schneeballschlacht führen. Ein Schneeballformer formt den Schnee zu kugelrunden weißen Geschossen, die dem Gegner entgegen fliegen. Damit diese Bällchen auch weit fliegen, gibt es den Snowball-Blaster. Mit diesem Gerät fliegen die vorher schön geformten Schneebälle bis zu 15 m weit und werden somit zu einem sehr geeigneten Hilfsmittel für jeden Schneeballschlacht-Fan.

Ein aufblasbarer Dachträger wiederum soll den sperrigen und schweren Dachträger der Vergangenheit ablösen. Man pustet ihn einfach mit Hilfe einer Handpumpe auf, befestigt ihn am Autodach – und los kann es gehen. Ob dieses Hilfsmittel auch Stürme, rasante Serpentinenfahrten und kleine Bremseinlagen übersteht, sei dahin gestellt.

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