Ski-Mode 2014: Heiße Pistenoutfits für Frauen

4. Dezember 2014 - Katharina Teudt

Auf der Piste geht es nicht nur um gute Fahrperformance, sondern auch um einen individuellen und funktionalen Look. Die modebewusste SnowTrex-Redaktion hat die neueste Skibekleidung für Frauen durchgeschaut und die Lieblingsteile für den Weihnachts-Wunschzettel ausgesucht.

Zum Warmwerden: Dem Mützentrend sind keine Grenzen gesetzt. © Barts
Schick: Retro-Loopschal von Barts

Wer liebt sie nicht, die bunten Accessoires wie Mütze, Schal und sonstige wärmende Utensilien für den Tag am Berg. Sie runden jedes Outfit ab und sind manchmal der entscheidende Stilbruch für das wirklich hippe Gesamtbild. Ein treffendes Beispiel ist etwa der Telefonhörer als Kopfwärmer. Der ist zwar nicht ganz praktikabel, aber auf jeden Fall ein Hingucker. Auch der Retro-Trend um den Hals gefällt und ist eine nette Abwechslung bei der sonst eher Strick-betonten Marke Barts.

Doch fangen wir bei dem wichtigsten an, der Skijacke. Die Auswahl an Jacke-Hose-Kombinationen ist wie jeden Winter groß und bunt. Da ist es doch recht angenehm, wenn mal wieder ein schlichtes Modell daher kommt, so wie die Jacke Fuse Birgandine von Platzhirsch The North Face. Sie sieht unscheinbar aus, ist aber buchstäblich ein ausgezeichnetes Produkt. Frisch vorgestellt, wurde das Modell auch schon mit dem Ispo Award 2014 ausgezeichnet. Denn das Besondere an der Jacke aus der Steep-Serie ist die FuseForm-Konstruktion, bei der zwei Materialien zu einem extrem abriebfesten Stoff verbunden wurden. So wird die Jacke sowohl robuster als auch deutlich leichter und verstärkt vor allem die beim Big-Mountain-Fahren besonders beanspruchten Bereiche. Dazu kommen die bewährte HyVent Alpha-Technologie für hohe Wasserdichtigkeit und eben das bestechend schlichte Design.

Anziehendes für Freerider

Wo es kalt und unwirtlich ist, kommt es ganz besonders auf robuste und funktionale Bekleidung an. Bei fortschrittlichen Freeride-Designs sind die Norweger ganz vorne mit dabei. Gleich mehrere bekannte Marken entwickeln hochwertige und modische Modelle für aktive Skifahrer und Snowboarder, die auch gerne mal eine Tiefschneefahrt machen. Bergans hat mit dem Hodlekve Lady Jacket eines unserer Lieblingsteile in seiner Winterkollektion 14/15.

Profi-Fahrerin Lorraine Huber mit der Hodlekve Jacket. © Bergans of Norway

Die Norweger legen großen Wert auf eine auffällige Designsprache, die sich in knackigen Farbkombinationen und vielen nützlichen Details wiederfindet. So auch bei dieser schönen Freeride-Jacke: Extra lang und weit geschnitten lässt sie für den Aufstieg sowie die Abfahrt mit dem ein oder anderen Sprung genügend Bewegungsfreiheit. Highlight neben Look und Schnitt ist die dampfdurchlässige Dermizax NX Membran, die wind- und wasserdicht ist, aber dennoch kein Plastiksack-Gefühl erzeugt. Praktisch ist auch die Verbindungsoption mit der Skihose, welche die Kombi zu einem schneeundurchlässigen Einteiler werden lässt. Ein weiteres Glanzstück für das Backcountry-Skifahren liefert Hersteller Norrøna. Die Damenjacke Narvik kommt in zwei verschiedenen Verarbeitungen:

Narvik Dri3 © Norrøna

Das Modell Narvik Dri3 besitzt eine spezielle Membran, die superdünn und trotzdem wasserdicht und atmungsaktiv ist. Nette Features sind wasserdichte Reißverschlüsse, Ventilationsöffnungen mit Mesh-Einsatz unter den Armen, ein integriertes Goggle-Putztuch und eine justierbare, Helm-kompatible Kapuze. Die Narvik Gore-Tex 2 L hingegen hat zwei Lagen mit einer Gore-Tex-Membran, die an den Außenstoff laminiert ist. So ist sie wasser- und winddicht, atmungsaktiv und der Stoff hat zusätzlich einen geringeren „Rascheleffekt“ als ein Drei-Lagen-Modell.

Modisch auf die Piste

Nun aber raus aus dem Powder und rein ins Pistengetummel. Für den feschen Parallelschwung und zum modischen Flanieren auf der Hütte hat Mountain Force immer wieder schöne Styles parat. Die Marke hat sich „Schweizer Präzision, intelligente Technologie und handwerkliches Können“ auf die Fahnen geschrieben. Entsprechend ausgefallen sind die Designs der Pelz-besetzten Jacken und eng geschnittenen Jethosen.

Rider Jacket III © Mountain Force

Beim Rider Jacket III ist die Balance aus Kitsch, Eleganz und Funktionalität perfekt. Gefütterter Stoff, der Pelzkragen und eine körpernahe Passform geben dem Look eine Prise Exklusivität. Die Membran ist mit reflektierender Keramik durchmischt, die die Kälte außen und die Wärme innen hält. Da nimmt man einen höheren Preis gern in Kauf. Die passende Hose kommt im markentypischen Jet-Stil und mit extra bunter Farbgebung. Damit ziehen die Ladies sicher alle Blicke auf sich.

Verrückte Unterwäsche

Elementar für ein warmes, aber nicht vollkommen verschwitztes Skivergnügen ist die erste Schicht, die Base Layer. Der schwedische Hersteller Craft liefert hierfür die Lösung mit funktionaler Skiunterwäsche in dezentem, aber stets sportlichem Design. Die Wäsche zeichnet sich durch ein ausgeklügeltes Feuchtigkeitsmanagement mit den bezeichnenden Namen „Active Extrem“ und „Keep warm“ aus, bei dem je nach Aktivitätsgrad der Schweiß immer optimal nach außen geleitet wird und so das Mikroklima am Körper erhalten bleibt.

Oberteil aus der Active Extreme-Linie. © CRAFT

Als Hingucker in Sachen sexy Underwear hat uns Eivy überzeugt. Allein das Motto der dänischen Marke ist schon ansprechend: „unbored onboard“. Damit bloß keine Langeweile auf dem Board aufkommt, gestaltet das Label seine Mode bunt und mit ausgefallenen Mustern. Der Leo-Print ist da noch das „normalste“ Teil der Serie. Die Tatsache, dass die wärmende Unterwäsche unter der Boarderjacke verschwindet, wird da nebensächlich. Ansonsten setzen die Base Layer für Mädels alle Karten auf Tragekomfort. Dazu zählt das bequeme Vier-Wege-Stretch, ein längeres Rückenteil für geschützte Nieren, Flachnähte für wenig Reibung, Daumenlöcher an den Ärmelenden und ein hoher Kragen mit Fleecefutter und flauschiger Kapuze.

Bei Eivy ist die Unterwäsche der Star. © Eivy

Merino auf dem Vormarsch

Seit einigen Saisons ist die Merinowolle aus der Wintersport-Bekleidung nicht mehr wegzudenken. Vor allem in Unterwäsche, die direkt auf der Haut liegt und in Accessoires wird die natürliche Funktionsfaser immer häufiger verarbeitet. Der Vorteil von Merinowolle ist ihre feine Faserstruktur, die ein kratzarmes und besonders angenehmes Tragegefühl erzeugt. Außerdem ist ihre Oberfläche so glatt, dass sich keine Bakterien daran heften können. So wird der unliebsame Geruch beim Schwitzen vermindert. Eine natürliche Faser mit solchen Eigenschaften kann ja nur zum Erfolg werden.

Strumpf ist Trumpf

Bis zu den Füßen reicht der Merino-Trend, den nun auch Sockenhersteller CEP mitgeht. Deren neue Ski Merino Socks versprechen nie mehr kalte oder stinkende Füße. Die CEP-Produkte sind vornehmlich für ihre leistungssteigernde Kompression bekannt, die nun in Form der „medi compression”-Technologie auch in den neuen Ski-Socken verarbeitet ist. Skifahrer-Polsterungen an Schienbein und Knöchel runden den Strumpf ab.

Ski Merino Socks © CEP

Wohlfühlteil

Ein besonders kurioses Merino-Highlight kommt von der Marke Pally’Hi. Die Tochterfirma der Ski- und Snowboardmarke Amplid liefert mit ihrem Nap Bag Towel Suit eine Antwort auf den anhaltenden Onesie-Trend. Pally’Hi verarbeitet feine Merinowolle zu Lifestyle-Outfits für Bergsportler, so ist auch der sackartige Überzieher mit der kuschelig weichen Wolle ausgestattet.

Nap Bag Towel Suit © Pally’Hi

Sicherheit mit Öko-Siegel

Der französische Bekleidungshersteller Picture Organic Clothing macht nun auch Skihelme. Das Modell Hubber ist wohl der erste Bio-Skihelm der Welt. Hergestellt wird er aus ökologisch nachhaltigen Zutaten wie Mais und recycelten Materialien.

Öko-Helm Hubber © Picture Organic Clothing

Sein Innenmaterial etwa ist komprimiertes und wiederverwertetes Polystyrol, das wiederum aus alten Auto-Cockpits gewonnen wird. Trotz der recycelten Materialen trägt der Helm, wie alle in Europa erhältlichen Skihelme, den Sicherheitsstandard DIN Norm EN-1077 für Skihelme.

Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl der vielen tollen Teile, die wir uns unter den Weihnachtsbaum wünschen. Demnächst stellen wir an dieser Stelle die Leblingsteile für Männer vor.

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