Sicherheit im Funpark: Kein Trick ohne Vorab-Check

9. Juli 2013 - Nina Vogt

Es sieht einfach cool aus. Der Snowboarder, der mit einer 360-Grad-Drehung über den Kicker fliegt. Der Skifahrer, der seine Bretter gekonnt über ein Geländer rutschen lässt. Wer im Funpark beeindruckende Kunststücke hinlegt, findet auf der Piste zahlreiche Bewunderer. Ansporn für viele, sich auch einmal auf den Spielplatz für Wintersportler zu wagen.

Doch damit dieser Ausflug nicht böse endet, müssen Snowboarder und Freeskier vor allem zwei Dinge tun: sich selbst schützen ebenso wie andere. Darum gilt es, einige Regeln zu beachten. Und dies sind nicht nur die üblichen zehn FIS-Regeln, die jeder Wintersportler, der sich in einem Skigebiet bewegt, kennen sollte. Im Park herrschen noch weitere Regeln. Kurz lassen die sich wie folgt zusammenfassen:

1. Probefahrt

Vor der ersten Fahrt durch den Park, sollte er besichtigt werden. Rails, Boxen und Kicker werden häufig unterschätzt – gerade von Park-Neulingen. Wer sich noch nicht auskennt, der sollte sich daher jedes einzelne Obstacle vorher anschauen.

2. Raus aus Gefahrenzonen

In Gefahrenzonen sollte sich niemand aufhalten. Zu diesen gehören Landungen und Tables sowie andere Fallzonen zum Beispiel direkt neben den Obstacles. Wer im Park auf- oder absteigt, sollte zudem genügend Abstand zu Kickern und Co. halten. Auch nach einem Sturz sollten Fahrer die Gefahrenzonen wenn möglich so schnell es geht verlassen. Nach einem schweren Sturz die Zone gleich mit gekreuzten Skiern oder Boards sperren.

Ist die Landung nicht einsehbar, sollten Wintersportler gar nicht erst springen.

3. Freie Fahrt

Angefahren wird erst, wenn der Landebereich hinter einem Obstacle frei ist.

4. Rücksicht

Wichtig ist es, Rücksicht auf andere Fahrer zu nehmen. Das heißt: Nie die Fahrlinie eines anderen Fahrers kreuzen. Wer mit der Anfahrt startet, weist andere zudem per Handzeichen oder Zuruf darauf hin. Wer auf der Piste Tricks durchführt, sollte immer darauf achten, dass er auch genug Platz dafür hat.

5. Übung macht den Meister

Für Park-Neulinge ist es empfehlenswert, vorher schon einmal zu üben. Sie können zum Beispiel kleine Hügel auf der Piste als Sprungschanzen nutzen. Auch Lehr-Videos im Internet oder spezielle Kurse und Camps (die gibt es sogar speziell für Mädchen) können helfen.

6. Arbeiten im Park

Während eines Pistenraupeneinsatzes ist der Park geschlossen. Auch Obstacles, die gerade geshaped werden, sind gesperrt. Den Anweisungen des Park-Personals ist Folge zu leisten.

Doch wer von Schutz redet, der sollte dabei natürlich nicht nur an die anderen Park-Besucher denken, sondern auch an sich selbst. Die richtige Schutzkleidung ist daher im Park ein Muss. Dazu gehört vor allem ein Helm, denn ein Aufschlag auf dem Kopf kann schlimme Folgen haben. Beim Kauf sollten Wintersportler beachten, dass er fest, aber bequem sitzt und Norm-geprüft ist. Zudem muss er immer mit den Goggles kombinierbar sein. Diese sollten beim Helmkauf also auf jeden Fall dabei sein.

Auch ein Rückenprotektor (s. Abbildung) ist wichtig. Er sollte die gesamt Wirbelsäule – also vom Lenden- bis zum Halsbereich – abdecken. Gerade für Anfänger können weitere Protektoren sinnvoll sein. Diese reichen vom Handgelenksschutz (gibt es direkt im Handschuh integriert) über Knie- und Ellenbogenschützer bis hin zu so genannten „Crashpants“. Diese schützen den Hüft-, Po- und Oberschenkelbereich.

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