Schneeketten – Fahrhilfen, die im Winter für den richtigen Grip auf Schnee und Eis sorgen

21. September 2022 - SnowTrex

Eine unberührte Neuschneeunterlage ist für jeden Wintersportler ein echter Traum, zumindest auf der Piste. Als Autofahrer begrüßen sie solche Wetterbedingungen auf der Straße aber eher weniger. Denn gerade in den Bergen bringen Schnee und Eis auf dem Asphalt fast alle Winterreifen an ihre Grenzen. In solchen Fällen sind es die guten, alten Schneeketten, die im alpinen Gelände oder auf verschneiten Passstraßen für den nötigen Grip sorgen und Rutschpartien verhindern. Doch wann und wo müssen Schneeketten überhaupt aufgezogen werden? Wie viel Zeit brauchen Autofahrer bei der Montage und was ist bei der Wahl der richtigen Fahrhilfe entscheidend? Fragen über Fragen, die SnowTrex jetzt beantwortet.

Nach starken Schneefällen im Winter ist auf vielen Straßen in den Bergen ein Durchkommen mit dem Auto oft nur dank Schneeketten möglich.


Die Erfolgsgeschichte der Schneeketten

Als Erfinder der modernen Schneeketten gilt der US-Amerikaner Harry D. Weed. Im August 1904 meldete er in New York ein Patent für „Tire Chains“ an. In seinem Antrag war allerdings nicht einmal die Rede von Schnee. Weed wollte seine Erfindung nämlich nicht im Winter, sondern ganzjährig nutzen. Im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts hatten Pferdekutschen, Karren und später auch die ersten Autos immer wieder mit den Straßenbedingungen zu kämpfen. Asphaltoberflächen waren damals zunächst den Großstädten vorbehalten und so verwandelten sich die unbefestigten Wege auf dem Land schon nach einem kurzen, heftigen Regenschauer in Matschpisten. Entsprechend mühsam waren die Fahrten durch das Gelände. Und diese Tatsache brachte Harry Weed auf die Idee für seine „Tire Chains“.

Nach der Anmeldung seines Patents erntete der New Yorker zunächst viel Spott, doch das große Potenzial seiner Radketten zeigte sich schnell bei verschiedenen Verkaufsevents. Und als Monopolist produzierte Weeds Firma bis weit in die 1950er Jahre hinein ohne Konkurrenz. In diesem Zeitraum gelangte das Produkt in den USA auch in verschneite Regionen wie die Rocky Mountains, wo der Einsatz der Schneeketten schließlich deutlich gefragter war. Anders als auf den kaum noch matschigen, asphaltierten Straßen in vielen anderen topfebenen US-Bundesstaaten. Trotzdem brach das Geschäft mit den Schneeketten nach Weeds Tod 1961 ein. Wenige Jahre später wurde das Patent sogar komplett aufgehoben. Es war die Chance für andere Hersteller, sich an der Produktion von Schneeketten zu probieren, darunter auch einige in Europa. Sie entwickelten die zunächst schweren und kompliziert zu montierenden Schneeketten so radikal weiter, dass sie heute im 21. Jahrhundert in keiner Winterausrüstung im Auto mehr fehlen dürfen.

Die richtige Größe: Nur eine passende Schneekette hilft weiter

Welche Schneeketten Autofahrer auswählen, steht ihnen vollkommen frei. Das Wichtigste ist aber, dass sie perfekt auf den Reifen passen. Eine zu kleine Schneekette bekommen Autofahrer schon bei der Montage gar nicht auf das Rad gezogen. Während eine zu große Schneekette gleich mehrere Nachteile mit sich bringt. Zum einen sorgt ein zu loser Sitz auf dem Reifen für eine kaum messbare Verbesserung der Traktion im Schnee. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Schneeketten schon auf den ersten Metern vom Reifen rutscht. Dadurch sitzt sie nicht richtig und kann sich so nicht unterstützend in den kalten Untergrund „krallen“. Zudem können die massiven Kettenglieder in diesem Zustand durch die Rotation des Reifens gegen die Karosserie oder den Radträger schlagen und dabei schnell größere Schäden anrichten.

Verhindern kann das die passende Schneekette. Und genau die zu finden ist eigentlich ganz einfach. Zwar gibt es Schneeketten in vielen verschiedenen Größen. Das liegt aber wiederum an dem großen Autoreifen-Angebot. Denn insgesamt richtet sich die Bauart des Reifens nach vielen verschiedenen Parametern. Etwa nach der Größe und Breite der Felge oder der Stärke der Reifenwand. Alle drei Maße sind dabei leicht an der Außenseite der Gummiwalzen abzulesen. Die Reifengröße ist hier in Form einer standardisierten Zahlen- und Buchstabenkombination eingestanzt. Das ganze liest sich dann etwa wie folgt: 205/55 R16.

Hier beschreiben die ersten drei Ziffern die Reifenbreite und damit effektiv auch die Breite der Felge von 205 Millimetern. Anhand der zweiten Zahl hinter dem Schrägstrich lässt sich das Höhen- und Breitenverhältnis des Reifens in Prozent ablesen. In diesem Fall heißt das, dass die Höhe der Reifenflanke genau 55 % der Reifenbreite von 205 mm beträgt. Als einziger Buchstabe steht das „R“ für „Radial“ und damit für die Bauart des Reifens. Zu guter Letzt gibt die Zahl hinter dem „R“ den Durchmesser der Felge in Zoll an. Und genau dieser „Code“ ist es, der am Ende auch für die Größe der Schneeketten absolut entscheidend ist. Denn die Größenangabe des Reifens steht auch auf der Verpackung der metallenen Fahrhilfen. Alleine durch diese Angabe weiß der Autofahrer mit nur einem Blick, ob er die Schneeketten mit der richtigen Größe für seinen Wagen in der Hand hält.

Generell werden drei verschiedenen Typen Schneeketten verkauft. Ihre Eigenschaften unterscheiden sich dabei so: 

Schneeketten-TypEigenschaften der Schneekette
SeilkettenGünstigster Preis, platzsparend und leichtes Gewicht
RingkettenEinfache Montage am Reifen, größte Produktauswahl und viele Markenprodukte als Schnäppchen
SchnellmontagekettenUnkomplizierte Installation am Reifen, oft als optionale Sonderausstattung kaufbar und stabile Konstruktion

Kosten von Schneeketten

Ein neues Paar Schneeketten zu kaufen, kostet heute übrigens zwischen 50 und 250 Euro. Dabei müssen Autofahrer wissen, dass der Preis je nach Kettentyp variiert. Traditionell günstig sind die klassischen Seilketten. Dahinter steigen die Ringketten in der Preistabelle ein. Sie werden mittlerweile von den Herstellern am häufigsten verkauft, wodurch die Kunden hier im Handel auch die größte Auswahl haben. Die einfach zu montierenden Schnellmontageketten liegen dagegen am oberen Ende der Preisskala. Eine Tatsache, die damit zusammenhängt, dass hier neben den Ketten selbst auch noch Adapter mitgeliefert wird. Sie dienen als Halterung und können auch direkt auf Alufelgen montiert werden. Autofahrer, die im Winter nicht so häufig in die Berge fahren, können beim Thema Schneeketten auch Geld sparen. So werden im Autozubehörhandel nämlich auch Schneeketten zur Miete für den Urlaub angeboten.

Die Montage der Fahrhilfen will geübt sein

Kalte Finger, dichter Schneefall, ungewohnte Technik und vielleicht auch noch tiefe Dunkelheit. Von Natur aus sind die Bedingungen bei der Schneeketten-Montage unter freiem Himmel alles andere als ideal. Daher ist es, für jeden Autofahrer ratsam, der im Winter in die Berge fahren will, vor dem Urlaubsantritt zu Hause wortwörtlich „Trockenübungen“  durchzuführen. Egal ob in der Einfahrt, in der Garage oder auf einem leeren Bau- oder Supermarktparkplatz: die Schneeketten hier einmal ohne Stress komplett aufzuziehen und davor oder danach intensiv die mitgelieferte Montageanleitung zu studieren, hilft am Ende enorm, wenn auf einem verschneiten Alpenpass dann doch einmal der Ernstfall eintritt.

Und sollte es genau dort wirklich zum „Ernstfall“ kommen, dann ist es für Autofahrer absolut ratsam, die passende Ausrüstung dabei zu haben. Dazu gehören warme Handschuhe – wenn möglich gefütterte Arbeitshandschuhe – eine Warnweste, eine Taschenlampe und eine Arbeitsunterlage. Die dient dazu, sich halbwegs trocken in den Schnee knien zu können. Da die Montage von Schneeketten an einem bereits im Schnee festgefahrenen Auto beinahe unmöglich ist, haben die Experten einen Rat: wenn es die Wetterverhältnisse etwa auf einer Passstraße erfordern, direkt rechts auf einer ebenen Stelle ranfahren, die Warnblinkanlage einschalten und die Warnweste überziehen. 

ADAC How To Schneeketten aufziehen | ADAC

Bevor die Ketten allerdings auf den Boden gelegt werden, sollte der Bereich um den stehenden Reifen zunächst von Schnee befreit und die Fahrhilfe dann erst, wie es die Montageanleitung vorschreibt, aufgezogen werden. Wichtig ist, dass das Schneeketten-Paar immer auf den beiden Rädern der Antriebsachse sitzen muss. Besitzer von Allradautos sind ebenfalls dazu verpflichtet, die Schneeketten an den Reifen von ein und derselben Antriebsachse zu installieren. Welche genau, gibt der Hersteller in der Betriebsanleitung des Wagens an. Sollte das Wetter es erfordern, ist es allerdings auch nicht verboten, an allen vier Reifen eines Allradautos Schneeketten zu montieren. 4x4-Fahrzeuge sind aufgrund ihres Antriebs übrigens nicht von der Schneekettenpflicht ausgeschlossen. Eine Ausnahme gilt hier nur, wenn unter dem Schneeketten-Schild am Straßenrand eine Zusatzbeschilderung angebracht ist, die Allradautos an dieser Stelle damit explizit von der Schneekettenpflicht befreit.

Viele Autofahrer müssen nur sehr unregelmäßig Schneeketten montieren und sind hier im Ernstfall oft überfragt.

Im nächsten Schritt werden die Schneeketten dann verschlossen und für den optimalen Halt gespannt. Dabei dürfen die Ketten nicht zu locker sitzen. Dadurch wird verhindert, dass sie während der Fahrt die Karosserie oder die Bremsleitungen beschädigen. Zu fest dürfen sie aber auch nicht sitzen, da hier das Risiko eines Risses der Schneeketten besteht. Autofahrer sollten an dieser Stelle also auf Nummer Sicher gehen und erst einige hundert Meter mit den Schneeketten fahren. Danach sollten sie erneut die Spannung der Ketten überprüfen. Sind all diese Schritte schließlich erledigt, ist das eigene Auto bestens, für die Fahrt durch ein verschneites Winterwunderland in den Bergen gerüstet.

Ruhige Fahrt, unversehrtes Material

Wer im Winter Anfahrhilfen im Schnee aufzieht, muss vor allem eines beachten: mit Schneeketten an den Reifen liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überall – innerorts, auf Landstraßen und auf Autobahnen – bei 50 km/h! Dazu sollten Autofahrer auch immer auf die Fahrgeräusche achten. Sollten die zu laut oder unruhig werden, ist es ratsam am Straßenrand anzuhalten und den Sitz der Schneeketten mit einem Test noch einmal zu überprüfen. Insgesamt sind sie auf stark verschneiten Straßen extrem hilfreich, allerdings auch nicht immer ein Allheilmittel. An den Reifen eines Frontrieblers montiert, sorgen Schneeketten für ein stark verbessertes Einlenkverhalten. Bei zu schnellen Lenkbewegungen kann dagegen schnell die Hinterachse ausbrechen. Bei heckgetriebenen Fahrzeugen mit Schneeketten führt eine „sportliche“ Fahrweise dazu, dass wiederum die Vorderräder nicht genug Traktion haben und deshalb nicht direkt auf Lenkbewegungen reagieren.

Zudem beeinflussen montierte Schneeketten generell das Fahrverhalten eines Autos. Zur Sicherheit bietet es sich daher an, elektronische Helfer wie das Stabilisationsprogramm ESP und die Schlupfregelung, die normalerweise das Durchdrehen der Räder verhindern, auszuschalten. So wird gewährleistet, dass die Schneeketten bei ruhiger Fahrweise wie vorgesehen in die verschneite Fahrbahnoberfläche greifen und so nicht über den Schnee rutschen.

Nur wenn Schneeketten richtig auf dem Winterreifen sitzen, sorgen sie für ein sicheres und störungsfreies Fahrverhalten.

Sobald die befahrene Straße aber wieder frei von Schnee und Eis ist, müssen die Schneeketten, sobald sich die Möglichkeit dazu bietet, sofort wieder demontiert werden. So wird das Material geschont. Auf dem blanken Asphalt sorgen die Kettenglieder nämlich dafür, dass sich der Bremsweg um ein Vielfaches verlängert. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Schneeketten durch die Reibung aufheizen und damit die Winterreifen beschädigen können. Beim Kontakt mit dem harten Straßenbelag können zudem die Ketten selbst und auch der Asphalt durch den Druck des tonnenschweren Autos nachhaltig beschädigt werden.

Regeln für Schneeketten im In- und Ausland

Die wichtigste Schneeketten-Regel vorweg: in Deutschland und den Ländern des Alpenraumes gibt es lediglich eine situative Schneekettenpflicht. So weist meist ein blaues Schild mit einem Schneekettensymbol daraufhin, dass Autofahrer Schneeketten montieren müssen. Meistens sind diese Schilder an Rand von Hochalpenstraßen oder Passrouten platziert. In Österreich ist es zudem vorgeschrieben, dass Fahrer von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen zwischen dem 1. November und dem 15. April jederzeit ein Paar Schneeketten mitführen müssen. Wer gegen diese Reglung verstößt und von der Polizei ohne Schneeketten erwischt wird, auf den könnte ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro warten!

Und während sich die Schneeketten in der Schweiz im Winter ebenfalls zu jeder Zeit zumindest im Wagen befinden müssen, wird diese Praxis in Italien und Frankreich nicht kontrolliert. Allerdings kann auch hier zeitweise durch Schilder die Montage von Schneeketten auf bestimmten Straßen vorgeschrieben werden. Es lohnt sich für Wintersportler bei Fahrten in diese Urlaubsregionen also immer Schneeketten im Auto dabei zu haben. Für den Fall der Fälle.

Die Großglockner-Hochalpenstraße in Österreich zählt zu den Pässen in den Alpen, auf denen im Winter oft Schneeketten montiert werden müssen.

Autofahrer, die in Deutschland im Winter auf einer Straße ein „Schneekettenschild“ alias Verkehrszeichen 268 passieren, wie es in der Amtssprache der Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt, für den geht es dort nur mit montierten Schneeketten weiter. Verstöße gegen diese Vorschrift kann die Polizei mit 20 Euro Verwarngeld belangen. Gleiches kann passieren, wenn die Ordnungshüter unter diesen Wetterbedingungen einen Schneeketten-Ersatz wie die sogenannten Schneesocken aus Polyester am Wagen entdecken. Textilschneeketten werden nämlich auf Passstraßen nicht als gleichwertige Alternative zu traditionellen Schneeketten aus Metall eingestuft. Ebenfalls nicht erlaubt: Schneeketten auf Sommerreifen montieren. Und das hat einen einfachen Grund. Denn egal, ob mit Schneeketten oder ohne: Wer bei Schneefall ohne Winterbereifung von der Polizei erwischt wird, den erwartet eine Geldstrafe von mindestens 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Deutlich tiefer müssen dagegen die Verkehrsteilnehmer in die Tasche greifen, die von den Beamten mit montierten Schneeketten geblitzt werden. Wer außerhalb geschlossener Ortschaften statt den maximal erlaubten 50 km/h bis zu 10 km/h zu schnell fährt, muss zunächst „nur“ 30 Euro bezahlen. Erreicht wird das Ende des Strafrahmens, wenn der Autofahrer innerorts mit aufgezogenen Schneeketten mit über 60 km/h geblitzt wird. Dieses Vergehen wird sogar mit 760 Euro Bußgeld, zwei Punkten in Flensburg und drei Monaten Fahrverbot geahndet. 

Schneeketten wollen gepflegt werden

Selbst ein winterlicher Einsatz über wenigen Stunden strapaziert Schneeketten stark. Streusalz, Kälte und Nässe setzen jedem einzelnen der metallenen Kettenglieder zu. Deshalb sollten Autofahrer das Material, optimalerweise nach jeder Fahrt, spätestens aber nach der Rückkehr aus dem Skigebiet, einer intensiven Reinigung unterziehen. So wird die Fahrhilfe vor Korrosion geschützt. Am besten werden die Schneeketten hier zunächst mit Leitungswasser abgespült und gründlich getrocknet. Im Anschluss bietet es sich zudem an, sie leicht mit Öl einzusprühen. Ein Vorgang, bei dem auch auf jeden Fall die Herstellerhinweise zu beachten sind. In der Zeit bis zur nächsten Wintersaison bietet es sich dann an, diesen Teil der Winterausrüstung fürs Auto in der mitgelieferten Verpackung oder in einer Plastiktüte zu lagern. Für den Fall, dass die Schneeketten nach der Reinigung zu stark verschlissen sind, sollten sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr am Auto weiterverwendet werden.

FAQs zu Schneeketten

Was sind Schneeketten?

Schneeketten sind eine Fahrhilfe für Autos, Lkw und andere Straßenfahrzeuge. Die Kettenglieder bestehen meist aus gehärtetem Stahl oder mittlerweile auch Plastik und sorgen für eine bessere Traktion auf verschneiten oder vereisten Straßen.

Wie schnell darf ich mit Schneeketten fahren?

Die Höchstgeschwindigkeit mit montierten Schneeketten liegt bei 50 km/h. Experten raten Autofahrer dabei, während der Fahrt auf Geräusche zu achten. Sobald es zu laut oder unruhig wird, ist es ratsam anzuhalten, um den Sitz der Schneeketten zu überprüfen.

Wann sind Schneeketten Pflicht?

In Deutschland gibt es keine allgemeine, sondern eine situative Schneekettenpflicht. Gleiches gilt in Alpenländern wie Österreich, Frankreich, Italien oder der Schweiz. In den Bergen müssen Autofahrer aber trotzdem auf gewissen Straßen oder Regionen Schneeketten aufziehen. Spätestens, wenn sie an einem Schild mit einer Schneekette auf blauem Grund vorbeifahren.

Wo brauche ich Schneeketten?

Schneeketten sind überall da erforderlich, wo herkömmliche Winterreifen die Traktion auf der Straße in der kalten Jahreszeit verlieren. Das bedeutet auf geschlossener Schneedecke oder auf vereistem Asphalt. Zudem können im Gebirge Schilder an bestimmten Routen, etwa auf hoch gelegenen Passstraßen, darauf hinweisen, dass diese nur mit Schneeketten befahren werden dürfen.

Wann und wo sind Schneeketten erlaubt?

Schneeketten sind generell auf allen Straßen erlaubt, auch auf Autobahnen. Zur Steigerung der allgemeinen Verkehrssicherheit müssen sie im Winter montiert werden, wenn die Reifen auf verschneitem oder vereistem Untergrund keine Haftung mehr haben. Meistens ist das im Gebirge auf steilen oder hoch gelegenen Straßen der Fall. Sobald die gerade befahrene Straße aber wieder schnee- oder eisfrei ist, müssen Autofahrer die Schneeketten wieder entfernen, um Schäden an der Asphaltoberfläche zu vermeiden.

Was kosten Schneeketten?

Ein neues Paar Schneeketten kostet zwischen 50 und 250 Euro. Der Preis variiert je nach Kettentyp. Am günstigsten sind traditionelle Seilketten, gefolgt von den mittlerweile am häufigsten verkauften Ringketten und den teuren, aber einfach zu montierenden Schnellmontageketten. Autofahrer, die im Winter nicht so häufig in die Berge fahren, können sich für den Urlaub auch Schneeketten mieten und so Geld sparen.

Welche Schneeketten-Größe brauche ich?

Wie groß Schneeketten sein müssen, bestimmt der Reifen, der am Auto montiert ist. An der Außenwand eines jeden Reifens ist eine Zahlen- und Buchstabenkombination eingestanzt. Und zwar nach dem folgenden Muster: 205/55 R16. Die ersten drei Zahlen beschreiben die Reifenbreite in Millimetern, während die zweite Zahl hinter dem Schrägstrich das Höhen- und Breitenverhältnis des Reifens in Prozent angibt. Das R steht schließlich für die Bauart des Reifens und die Zahl dahinter für den Durchmesser der Felge in Zoll. Dieser „Code“ ist auch für die Größe der Schneeketten entscheidend, da der auch auf der Verpackung steht und der Autofahrer direkt weiß, ob er das richtige Produkt für seinen Wagen in der Hand hält.

Wie viele Schneeketten brauche ich?

Um mit einem Auto sicher über verschneite oder vereiste Straßen zu fahren, braucht es nur ein Paar Schneeketten. Montiert werden die beiden Fahrhilfen jeweils an den beiden Reifen der Antriebsachse. Bei Allradfahrzeugen sind dagegen vier Schneeketten sowohl vorne als auch hinten zu empfehlen, damit das Auto beim Fahren nicht instabil wird. Eindeutige Vorschriften gibt es etwa bei SUVs nicht, weshalb sich vor der Installation ein Blick in die Bedienungsanleitung des Wagens lohnt.

Wie montiere ich Schneeketten?

Seilketten, Ringketten oder Schnellmontageketten. Alle drei Schneekettenarten werden unterschiedlich installiert. Seilketten werden zunächst ausgebreitet vor die Reifen gelegt, bevor das Auto langsam auf die Fahrhilfe gefahren wird, damit die Fahrhilfe dann um das jeweilige Rad gespannt werden kann. Bei Ringketten wird der mit Gummi ummantelte Draht im ersten Montageschritt am Boden um den Reifen herumgezogen, bevor dieser dann hinter dem Rad verbunden wird. Nachdem die Kettenglieder auf der Lauffläche liegen, werden sie über der Felge miteinander verbunden. Da sich Schnellmontageketten und ihre Installationsmechanismen je nach Hersteller stark voneinander unterschieden, ist hier immer ein Blick in die Bedienungsanleitung zu empfehlen.

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