Rückenprotektoren – Sinnvoller Schutz auf der Piste

26. Juni 2014 - Katharina Teudt

Ein Rückenprotektor kann durchaus modisch aussehen, zum Beispiel das Modell Cross Top © Komperdell

Sicherheit ist das oberste Gebot auf der Piste. Dennoch passieren immer wieder Unfälle. Hier gilt es sich ausreichend zu schützen. Neben dem Helm gibt es Ski-Protektoren für nahezu alle Körperteile, um diese bei Stürzen zu schützen. SnowTrex verrät Ihnen, warum ein solcher Extra-Schutz durchaus sinnvoll ist.

Früher galt jede Art von Protektor beim Wintersport als „uncool“. Inzwischen haben jedoch die meisten Wintersportler ihre Vorbehalte dagegen abgelegt. Die Gründe dafür liegen im gestiegenen Sicherheitsbewusstsein, aber auch in der Tatsache, dass die heutigen Protektoren leichter und optimal in die Kleidung integriert sind. Protektoren sind aus vielerlei Gründen sinnvoll: Sie schützen bei normalen Stürzen, die vom Fahrer selber, aber auch von anderen verursacht worden sind. Sie können auch schützen vor Verletzungen, die z. B. bei einem Zusammenprall durch Skier eines anderen Fahrers entstehen können. Und zu guter Letzt halten sie auch warm.

Rückenprotektor Spine VPD 2.0 mit Taillengurt © POC

Verschiedene Verpackung, gleicher Schutz

Es gibt mehrere Arten von Protektoren: in eine Jacke oder Weste eingearbeitet, als Rucksackmodell oder als umschnallbare Variante. Die älteren Modelle saßen sichtbar wie Schildkrötenpanzer auf dem Rücken. Sie mussten oft umständlich über mehrere Bänder fixiert werden und hatten eine deutliche Neigung zu verrutschen. Der unbequeme Sitz war lästig und konnte sogar zu einem höheren Verletzungsrisiko führen. Zusätzlich störte das harte Material insbesondere beim Liftfahren. Die neuen, anatomischen Protektoren hingegen werden direkt am Körper getragen, also auf der Unterwäsche. Entsprechend sitzen sie wie eine zweite Haut, bieten hohen Tragekomfort, beinahe uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und optimalen Schutz. Sie bestehen z. B. aus viskoelastischem Schaum. Seine Moleküle versteifen sich bei jeglichem Stoß oder Aufprall, so dass er optimal schützt, nehmen danach jedoch wieder ihre ursprüngliche Konsistenz an. Auch Westen und Rucksäcke mit integrierten Rückenprotektor bieten bei guter Passform einen hohen Schutz. Jacken sind oftmals zusätzlich mit einem Rundumschutz ausgestattet. Flexibles Funktionsmaterial bleibt anschmiegsam und verhindert zu starkes Schwitzen.

Passform entscheidet

Bei der Wahl des richtigen Protektors – auch der integrierten – muss unbedingt auf die richtige Größe und eine sehr gute Passform geachtet werden. Schulter- und Lendenbereich sowie die komplette Wirbelsäule sollten abgedeckt sein. Ein zu großer Rückenprotektor, der z. B. in den Nackenbereich hinein ragt, würde zu einer höheren Verletzungsgefahr führen. Bei der Anprobe also ruhig den Oberkörper kräftig bewegen, drehen und biegen, um die Bewegungsfreiheit zu testen. Hier gilt wie beim Helm: erst die Passform, dann die Bewegungsfreiheit, dann die Optik.

Die Protektorplatte des Cross 5.0 schluckt bis zu 96 % der Aufprallenergie © Komperdell

Wir empfehlen, nur Protektoren zu kaufen, die nach der europäischen Norm CE EN 1621-2 zertifiziert sind. Zwei Schutzklassen werden unterschieden. Gute Sportartikelverkäufer sollten darüber informieren und Hilfestellung leisten können. Die Preise beginnen bei etwa 50 €, für die meisten guten Protektoren sollten jedoch mindestens um die 100 € angelegt werden. Übrigens: Protektoren haben eine begrenzte Lebensdauer, da das Material nach einer gewissen Zeit ermüdet. Nach einem heftigen Sturz sollte ein Protektor ausgetauscht werden, spätestens aber nach 5 – 6 Jahren.

Auch spezielle Hosen wie die Protektor Short bieten sinnvollen Schutz © Komperdell

Rückenprotektoren sind insbesondere beim Snowboarden angesagt. Wer schon einmal auf ein Rail gefallen ist, weiß wie schmerzhaft gerade Stürze in diesem Bereich sein können. Auch bei weiten Sprüngen ist die Gefahr, auf den Rücken zu fallen, besonders hoch. Im Bereich Skilaufen können gerade Anfänger und ältere Menschen durch das Tragen eines Rückenprotektors blaue Flecken zu einem großen Teil vermeiden.

Das Fazit von SnowTrex lautet: Für sicherheitsbewusste Ski- und Snowboardfahrer, die sich bei Ski-Unfällen oder Zusammenstößen verlässlich schützen wollen, sind Protektoren unerlässlich.

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