Material Spezial: Diese Skier fahren Felix Neureuther und Michaela Wenig

28. April 2015 - Katharina Teudt

Auf welchen Skiern fahren eigentlich unsere Trexperten Felix Neureuther und Michaela Wenig zum Sieg? Klar, beide besitzen Sonderanfertigungen aus der jeweiligen Race-Serie ihrer Sponsoren. Die im Handel erhältlichen Rennski und -schuhe stehen den Profi-Modellen jedoch in nichts nach.

Es gibt Skihersteller, die ihre Wurzeln ganz klar im Rennsport haben. Da wären Head, Fischer oder Atomic. Aber auch das Traditionshaus Völkl und die italienische Marke Nordica setzen auf sportliche Modelle. Die beiden letzteren haben für unsere Trexperten Felix Neureuther und Michaela Wenig eine besondere Bedeutung. Schließlich statten sie die Sportler jede Saison mit den besten Modellen aus, um die Rennen von der Deutschen Meisterschaft bis zum Alpinen Ski-Weltcup in Bestzeit zu fahren. Im Gegenzug helfen Skirennprofis wie Felix und Michaela dabei, die Race-Modelle mit ihren Anregungen stetig zu verbessern. So kommen Skier mit Weltcup-Technologien in den Handel, die den Spezial-Latten der Profis in nichts nachstehen.

Felix Neureuther setzt auf Nordica Der WM-Dritte und Slalom-Weltcup-Zweite Felix Neureuther ist seit 2011 im Nordica Racing Team. Die Marke gehört zur italienischen Tecnica Group und steht für hohe Qualität und beste Expertise im Rennski-Segment. Sein Ski-Modell nennt sich Dobermann SL WC Plate und ist speziell für Slalomfahrten konzipiert. Das SL steht für Slalom, WC für Worldcup. Genau der richtige Ski also für Felix‘ Paradedisziplin.

Felix Neureuther verdankt seine Siege auch seinem Top-Ski, den er offensichtlich heiß und innig liebt.© Nordica

Der Ski besitzt das sogenannte Energy 2 Titanium. Der Kern des Skis besteht wie bei den meisten hochwertigen Modellen aus Vollholz über die gesamte Länge, also von „Tip bis Tail“. Dazu kommen zwei Titan-Schichten, die bis über die Kanten reichen. Diese Konstruktion ist speziell für den Weltcup-Fahrer entwickelt, da sie den Ski beim Aufkanten und beim schnellen Fahren besonders stabil macht. Der Flex, also die Biegsamkeit des Materials, ist recht hart und sorgt für maximale Kraftübertragung. Gleichzeitig ist die Torsionsfestigkeit bei nahezu allen Bedingungen gegeben. Das bedeutet, dass sich der Ski nicht in der Längsachse verwindet, steif bleibt und so wiederum präzise auf die Krafteinwirkung des Fahrers reagiert, zum Beispiel bei Gewichtsverlagerungen.

Der passende Schuh: Dobermann GP 130 Auch bei den Skischuhen fährt Felix mit Nordica. Die Serie nennt sich – genau wie der Ski – Dobermann und kommt für den kommenden Winter mit einem neuen Hochleistungs-Modell auf den Markt. Der Dobermann GP ist ein Klassiker aus dem Rennsport, der mit einem schmalen Leisten von 98 mm und steifem 130er Flex neu aufgelegt wurde. In seiner neuen Ausführung hat der Schuh noch einen entscheidenden Vorteil: Er ist bequemer als seine Vorgängermodelle. Das liegt vor allem an der „Cork Fit Technologie“ im Innenschuh. Dort sind an entscheidenden Stellen spezielle Polster aus Naturkork-Granulat und Paraffin eingesetzt, die sich unter Hitze perfekt an den Fuß anpassen. Das verbessert die Passform und erhöht somit die Steuerpräzision. Dazu ist der Zehenbereich etwas größer, so dass diese mehr Bewegungsspielraum haben, nicht abgequetscht werden und die Füße wärmer bleiben. Außerdem dämpft Kork zusätzlich, worüber sich zum Beispiel die Knöchel freuen dürften. Auch Felix bestätigt: „Der Schuh kommt unseren Race-Boots schon sehr nahe, nur ist er viel komfortabler.“

Nordica Dobermann GP

Nicht nur der Kern, auch die Schale ist überarbeitet worden. Schließlich ist bei einem Renn-Schuh ein optimal ausgerichteter, steifer Außenschuh für direkte Kraftübertragung wichtig. Dank dem „Full Motion Pivot“ kann der Schaft bis zu 2 mm nach außen gedreht und so der Kniestellung und dem Beinansatz angepasst werden. Das Resultat ist eine natürliche Fußstellung und eine effizientere Weitergabe der Kraftimpulse auf die Kanten. Dazu kann die Neigung des Schafts zu den Seiten eingestellt werden, so dass der Fahrer immer einen optimalen Stand auf dem Ski hat.

Michaela Wenig vertraut Völkl Unsere Trexpertin Michaela Wenig ist amtierende Deutsche Meisterin in der Abfahrt und im Super-G. Das hat sie sicher auch ihren Skiern zu verdanken, die sie von Völkl bekommt. Ihr bevorzugtes Ski-Modell nennt sich Racetiger Speedwall GS UVO, das eines der absoluten Top-Modelle des Herstellers aus dem bayerischen Straubing ist. Jede Saison aufs Neue entscheiden Völkl-Rennprofis wie Michaela mit einem Team aus Testfahrern und Produktentwicklern, welche Verbesserungen sie am Modell vornehmen. Ziel ist es, aus dem Gerät noch mehr Leistung für die entscheidenden Hundertstelsekunden heraus zu kitzeln. Anja Blieninger, früher selbst aktive Skirennläuferin, ist Rennsport- und Promotion-Managerin bei Völkl und kennt sich mit dem Material und den hohen Anforderungen im Skirennsport bestens aus. Als Testfahrerin für Völkl sagt sie über den Ski: „Der Racetiger Speedwall GS UVO steht für höchste Fahrperformance aus dem Hause Völkl und zählt zu den Flaggschiffen unserer Kollektion.“

Völkl Racetiger Speedwall GS

Der Ski zeichnet sich durch mehrere technische Finessen aus, allen voran der integrierte Vibrationsdämpfer UVO, der mittig auf die Schaufel montiert ist. UVO steht für Ultimate Vibration Object, ein 360°-Vibrationsdämpfer, der die Ski-Schwingungen in alle Richtungen reduziert. So kann die Schaufel und der ganze Ski leichter konstruiert werden, ohne an Laufruhe zu verlieren. Im Innern liegt ein kompakter Holzkern, der Multilayer Woodcore, der über die gesamte Ski-Länge ordentlich Power und Energie weitergibt. „Das Zusammenspiel von UVO und Holzkern führt dazu, dass wir mit diesem Ski eine extreme Laufruhe, hohen Kantengriff sowie Spurtreue in allen Schneebedingungen erreichen“, weiß Blieninger zu schätzen. Doch damit ist es nicht genug. „Mit unserer UVO Technologie, dem RMotion2 Bindungssystem, der Rocker-Bauweise und dem Speedwall Multilayer Woodcore sind vier unserer Top-Technologien in einem Produkt vereint“, betont Blieninger. So werde der Ski den Ansprüchen hoch sportlicher Skifahrer zur Gänze gerecht. Michi fährt übrigens ein speziell gefertigtes Modell, an das der im Handel erhältliche Racetiger angelehnt ist.

Nun kann man gespannt sein, welche Erkenntnisse die Experten aus der abgelaufenen Saison ziehen konnten und in die nächste Generation an Super-Ski einfließen lassen.

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