10 Top-Ski für Freerider – Ski-Highlights 2015/2016

3. November 2015 - Katharina Teudt

Durch den satten Pulverschnee surfen und ohne Grenzen dort abfahren, wo es einem beliebt. Das macht das Freeriden so reizvoll – aber auch anspruchsvoll. So sind Freeride-Skier vornehmlich für erfahrene Skifahrer gemacht.

Powdern mit dem K2 Fulluvit 98. © Alex OBrien

Im Tiefschnee ist auf den breiten Brettern vor allem eins gefragt: extrem viel Kraft in den Beinen. Denn die Powder-Latten besitzen sehr breite Mitten, ausladende Schaufeln und sind verhältnismäßig schwer. So lassen sie sich nicht ganz so leicht durch die Kurve bringen, haben aber besten Auftrieb und fliegen nur so durch den hüfthohen Powder. Die Industrie arbeitet kontinuierlich daran, das Gewicht zu reduzieren und gleichzeitig die starke Performance auf und vor allem neben der Piste beizubehalten. Außerdem bieten sich Big-Mountain-Skier durch ihre breiten Oberflächen wunderbar für ausgefallenes und buntes Artwork an, wie die folgenden Beispiele eindrucksvoll beweisen.

In Sachen Leichtbau hat Line Skis ein brandneues Modell am Start: den Mordecai. Der Nachfolger des Opus ist das neue High-End-Modell von Line für den Backcountry-Bereich. Er vereint Allround-Performance mit Freestyle-Qualitäten und ist dazu ein ordentlicher Freeride-Ski, der mit 114 mm Breite wunderbar durch den Powder gleitet. Die Leichtigkeit verdankt er seinem Cloud Core, der zusammen mit dem Thin Tip für geringes Schwunggewicht und Agilität sorgt. Garniert wird das Modell mit einem einzigartigen Artwork von Eric Pollard.

Line Skis Mordecai

Auch K2 hat sich bei seinen Leichtbau-Konstruktionen wieder einmal übertroffen. Der Pinnacle 95 besitzt die neue Nanolite-Konic-Technologie, bei der in der Skimitte, sowie an Schaufel und Skiende, ein leichter Composite-Kern aus der Raumfahrttechnik verwendet wird. Das Schwunggewicht ist dadurch deutlich reduziert und das Handling wesentlich einfacher. Die Seitenbereiche sind dafür mit starkem Holzkern und Metall-Laminat stabilisiert, um die richtige Kraftübertragung zu garantieren. Der All-Terrain-Rocker tut sein Übriges für ein geschmeidiges Aufschwimmen und Kurven in jedem Gelände.

K2 Pinnacle 95

Das Damenmodell FulLuvit 98 Ti ist dank BioFlex-Holzkern und Luftkanälen (Channel Light) insgesamt noch geschmeidiger unterwegs – und sieht dazu noch toll aus!

K2 FulLuvIt 98K2 FulLuvIt 98

Völkl hat im Leichtbau eines seiner Markenzeichen etabliert. Das technische Highlight nennt sich 3D.Ridge und ist in den ganz neuen Freeride-Modellen 100Eight und 90Eight verarbeitet. Das Herzstück ist ein erhöhter Mittelsteg, der zu den Enden hin abflacht. So wird das Schwunggewicht rund um den Drehpunkt reduziert und die Agilität erhöht. Der 100Eight besitzt außerdem einen Full-Rocker für spielerisches Fahren im Backcountry. Das Damen-Modell 90Eight läuft dank der etwas geringeren Breite und des Tip&Tail-Rockers auf und neben der Piste stabil und lebendig.

Völkl 100Eight Pink

Der Bent Chetler von Atomic ist benannt nach seinem Entwickler, dem Profi-Rider Chris Benchetler. Dessen Ziel war es, ein vollkommenes Design zu entwickeln, das mit allen Bedingungen im Gelände gut klarkommt. Das Ergebnis ist vor allem ein ganz spezieller Rocker: die HRZN Tech. Der Rocker an Tip und Tail ist horizontal angelegt, der Ski ist also seitlich aufgeboten. Das bedeutet 10 Prozent mehr Auftriebsfläche, weniger Nachfedern der Schaufel und besseres Fahren im verspurten Schnee. Dazu kommt ein Powder-Rocker mit ausgeprägter Vorspannung für weiche Turns und lässige Nose Butters (über die Skispitze drehen). Für die Stabilität sorgen die Sprocket Power Boosters, sehr leichte Carbon-Streben im Kern und hinter der Bindung. Gleichzeitig ist der Kern aus Pappelholz sehr leicht und die extreme Mittelbreite von 120 mm lässt ihn einfach überall aufschwimmen. Für das Frauenmodell Century 109 gilt dasselbe: der Light Woodcore, die 109 mm Mittelbreite, stabilisierende Sprocket Power Booster und der Powder-Rocker gehören zur Ausstattung. Tolles Feature: Mit Tracker-Bindung drauf und Fell drunter wird er zum vollwertigen Tourenski.

Kleine Jumps beim Treeskiing sind mit dem Ranger kein Problem.© Fischer Sports GmbH

Fischer hat sich beim aktuellen Ranger 108 Ti an eine ausgeklügelte Schaufelkonstruktion gemacht. Die Carbon Nose ist besonders dünn, leicht und verdammt stabil, was vor allem das Drehverhalten positiv beeinflusst. Außerdem liegt die breiteste Stelle nicht mehr am vorderen Auflagepunkt, sondern wird weiter Richtung Skimitte gezogen. Dies sorgt für zusätzliche Leichtgängigkeit. Der Kern aus Buchen- und Pappelholz zusammen mit der speziell gewölbten Oberflächenstruktur Aeroshape machen den Ski außerdem leichter, griffiger und stabiler. Der Aeroshape erleichtert nicht nur die Abfahrt, sondern auch den Aufstieg beim Touring.

Fischer Ranger 108 Ti

Das Design auf dem Blizzard Cochise spricht Bände. Ein unbändiger Stier in angriffslustiger Pose – das passt zu diesen Freeride-Brettern, die schnell und zackig durch den Powder toben. Highlight ihrer Geometrie ist der bewährte Flip-Core-Rocker, bei dem der Skikern umgedreht verbaut ist und somit bereits dem natürlichen Rocker-Shape entspricht. Gleichzeitig erleichtern die Carbon-Einsätze an Tip und Tail das Handling des Skis und eine Titanal-Begurtung verleiht ihm Steifigkeit. Mit den 108 mm Mittelbreite kommt surfähnliches Feeling im Powder auf. Das Damen-Pendant Black Pearl ist etwas sanfter als der „Stier“ und mit einer Allmountain-Kombination aus Natural-Rocker-Shape und Flip-Core-Technologie für passionierte Tiefschnee-Mädels ausgelegt.

Blizzard Black Pearl
Blizzard Cochise

Nordica ist nicht primär für seine Freeride-Modelle bekannt, doch bietet der Enforcer alles, was ein ordentlicher Powder-Ski braucht. Schließlich brachten sich die Freeride-Profis Stefan Häusl und Fabio Studer in die Entwicklung ein. Der Rocker ist vorne und hinten lang und flach aufgebogen, was den Kantengriff und die Laufruhe bei anspruchsvollen Bedingungen verbessert. Tip und Tail wiederum sind sehr breit, so vergrößert beispielsweise die Hammerhead Nose die Auflagefläche der Kante, was zu bissigem Grip über die gesamte Skilänge führt. Trotz moderaten 100 mm Breite verhilft der Rocker im Tiefschnee zu gutem Auftrieb.

Nordica Enforcer

Die Lady-Version nennt sich Santa Anna und besitzt die identische Geometrie für ebenso starke Pulverschnee-Performance. Allerdings ist der Ski durch einen leichteren Kern insgesamt etwas weicher abgestimmt. Für die ganz kleinen Freerider gibt es den Ski sogar als Kindermodell: Enforcer S.

Auch Stöckli punktet im Freeride-Bereich mit dem weiterentwickelten Stormrider-Modell. Der Stormrider 107 besitzt die neue TRI-Technologie, die im Grunde selbiges bewirkt wie auch all die anderen Technik-Finessen: Er macht den Ski leicht und gleichzeitig torsionssteif. Das Triple Range Insert (TRI), eine mittig auf Schaufel und Tail sitzende Carbon-Einlage, macht den Ski torsionsneutral und in der Biegelinie steifer. Das gibt präzise Kontrolle bei schnellen Abfahrten und einfachen Drifts. Dazu ist der Stormrider mit 107 mm etwas schmaler als der 115er und lässt einen größeren Einsatzbereich zu. Also kein reiner Geländeski, sondern ein Ski für alle Fälle.

Stöckli Stormrider 107

Der Spectrum 95 Carbon deckt das Spektrum für jeden Freeride-Spaß flexibel ab und läuft laut Hersteller Elan auf jedem Untergrund perfekt. Er ist mit der bewährten Amphibio-Technologie ausgestattet und verbindet so Rocker- und Camber-Konstruktion in einem Ski. Der Freetourer eignet sich aufgrund seiner moderaten Breite und Geometrie besonders für gemischte Bedingungen. Aufgrund der klassischen Vorspannung auf der Innenkante ist der Spectrum auch für die Piste geeignet, wo er ohne großen Kraftaufwand im Carving-Schwung gefahren werden kann. Die gerockerte Außenkante erleichtert die Schwungeinleitung und sorgt für ein spielerisches Fahrverhalten. Mit der richtigen Bindung macht der Spectrum sogar kurze Aufstiege mit, leicht genug ist er dank Vollholzkern und Carbonverstärkung jedenfalls.

Elan Spectrum 95 Carbon

Keine Freeride-Ski-Schau ist vollständig ohne Armada. Die Produkte der amerikanischen Armada Skis Inc. sind seit 2002 auf dem Markt und praktisch seitdem nicht mehr wegzudenken. Das Highlight-Modell Invictus 108 ist der „Unbesiegbare“ für jedes Gelände. Die sehr anpassungsfähige Mittelbreite gibt den nötigen Auftrieb bei weicheren Bedingungen, während der AR-Nose-Rocker und der lange Radius bei hartem Schnee zur vollen Entfaltung kommen. Carbon Fiber Strips von Tip bis Tail erhöhen die Spritzigkeit des Skis, während zwei Lagen Titanal und ein straffer Holzkern für Stabilität sorgen.

Armada Invictus 108 Ti

Mit dem Schwester-Modell Invictus 95 Ti sowie dem JJ 2.0 ist Armada außerdem eine besondere Kooperation mit der Band Metallica gelungen. Die Modelle tragen ein spezielles Design, das skifahrende Metal-Freunde begeistern wird. Neben dem Master-of-Puppets Cover-Design ist das Armada-Label an den Metallica-Schriftzug angelehnt. Mit diesen Skiern ist man sicherlich der King am Nassfeld, wenn dort im März 2016 das Full Metal Mountain stattfindet.

Weitere Ski-Kategorien: Allround Allmountain

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