Der Gangsterlook ist passé: Bekleidungstrends auf der ISPO

12. Februar 2014 - Nina Vogt

Treibt es nicht zu bunt! So könnte die Devise für die Bekleidungsindustrie für den kommenden Winter geheißen haben. Denn nach all den Neonfarben, die uns in den letzten Jahren den Weg im Schnee geleuchtet haben, halten sich die Hersteller von Ski- und Snowboardmode in der kommenden Saison zurück. Gerade die Snowboardmode macht vielleicht keine komplette Kehrtwende, aber sicher einen Schritt in Richtung Erwachsensein. Vorbei mit dem Gangsterlook, mit Hosen, die irgendwo auf halb acht hängen und krassem Colourblocking. Mag dem zunehmenden Alter der Snowboarder geschuldet sein. Oder vielleicht hatte man auch einfach mal Lust auf was Neues.

Rot- und Beerentöne sind gefragt.

Und so sind die Farben für Boarder im Winter 2014/2015 eher gedeckt. Camouflage-Designs sind bei fast allen Labels vertreten – in vielfältigen Farbkombinationen und sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Beliebte Farben sind Rot- und Beerentöne, Waldgrün, Indigoblau und Gold. Selbst die knalligen Töne sind eben nicht mehr ganz so knallig – Purpurrot etwa, Electric Lime, Korallrot oder Schwefelgelb. Mit Neonfarben werden oft nur noch Highlights gesetzt, Horsefeathers nutzt sie zum Beispiel auch noch in der Damenkollektion. Doch schlichtweg geblendet wird beim Anblick der ISPO-Stände in diesem Jahr niemand mehr. Für Hingucker bei den Frauen sorgen bei Labels wie Burton, Protest, Billabong oder Roxy Muster von Ethno über Flower bis Animal. Die finden sich dann übrigens auch gerne in allerlei Accessoires vom First Layer über den Snowboard Boot bis hin zur Tasche wieder. Burton zeigte dafür Beispiele.

Labels setzen auf Nachhaltigkeit

Ein großes Thema sind bei vielen Labels auch Materialien. Und dabei geht es nicht nur um neue Alternativen zur Daunenfüllung oder Möglichkeiten, Nähte abzudichten. Es geht auch um die Produktion der Materialien – Stichwort Nachhaltigkeit. In den Vordergrund stellt dieses Thema zum Beispiel das französische Label Picture. Es setzt auf organische Baumwolle und auf Außenschichten, die aus recycelten PET-Flaschen bestehen.

Die Snowboardhosen hängen mittlerweile bei weitem nicht mehr so tief wie früher. Sie sind eher gerade geschnitten, nicht mehr so weit. Vom Knie abwärts werden sie für die klobigen Boots weiter. Die Jacken werden immer länger. Sie verfügen über maßgeschneiderte Torsos mit langen Säumen teils bis zur Mitte der Oberschenkel. Freigelegte Rücken beim Board anschnallen sind da ausgeschlossen.

© Messe München GmbH

Auch die Skimode ist etwas unscheinbarer geworden. Eine Signalfarbe hat man sich aber doch bewahrt – und zwar Gelb, uni oder in großen Drucken und Mustern. Hinzu kommen Lavendel, Grünblau und verschiedene Rottöne. Gedeckte Farben wie Anthrazit oder Erdtöne werden gerne mit hellem Grün, Pink oder eben Gelb kontrastiert. Bei den Herren spielen vor allem Orange- bis Rottöne und Blaunuancen von Denim bis Midnight Blue eine Rolle. Selbst Jeanslooks haben es wie zum Beispiel bei Chiemsee wieder in die Kollektionen geschafft – bei Männern wie Frauen. Für Frauen wird die Skimode wieder hauteng, umschmeichelt den Körper. Bei Männern geht der Trend zu kurzen, teils taillierten Jacken.

Dem großen Thema Tourengehen kommt man übrigens auch in der Mode bei. Salomon beispielsweise hat die Motion Fit Jacken entwickelt. Sie bieten mehr Bewegungsfreiheit im Nacken, damit die Kapuze auch beim Bücken nicht spannt, und mehr Volumen an Schultern und Armen, damit auch diese mehr Spielraum haben. Kapuzen sind teils dreifach verstellbar und mit Draht verstärkt. Schneefänge verbinden Hose und Jacke mittlerweile nicht nur mit Druckknöpfen, sondern mit Reißverschluss.

© Messe München GmbH

Sorgen müssen sich die modebewussten Wintersportler übrigens nicht: Weniger Farbe bedeutet nicht weniger Auswahl! Und wie wir wissen ist weniger ja manchmal auch mehr…

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