10 Top-Ski für Piste & Gelände – Allmountain-Highlights 2015/16

27. Oktober 2015 - Katharina Teudt

Spezielle Schaufelgeometrie, verschiedene Rocker-Konstruktionen und schön breite Mitten – damit kommt der Allmountain-Ski auf jedem Berg klar. Wer gerne anspruchsvoll auf der Piste fährt, aber ab und an einem Tiefschneehang nicht widerstehen kann, fährt mit diesen Modellen genau richtig.

Mit dem Pistenski auch mal ins Gelände abbiegen – z. B. mit dem Fischer Motive.© Fischer Sports GmbH

Der Allmountain-Ski steht für ein sehr breites Leistungsspektrum. Denn hingegen des Allrounders ist er für den Einsatz auf der Piste und im Gelände gemacht. Neben den speziellen Race-Kategorien bedarf es bei dem Alle-Berge-Könner der ausgefeiltesten Technologie. Schließlich müssen die Kanten genug Biss für die harte Piste haben, verschiedene Radien die Kurven mit Power nehmen und das Ganze leicht genug und gerockert sein, um im Tiefschnee gut aufzuschwimmen.

Der Power X7 TI von Blizzard ist solch ein Ski. Der Hersteller bezeichnet das Unisexmodell auch gerne als „Allmountain-Waffe“. Sportliche Fahrer werden sich an dem slalomorientierten Radius für enge Kurven sowie dem agilen Handling erfreuen. Die stabilisierenden Titanal-Einsätze bewahren den Ski auch bei höherer Fahrgeschwindigkeit vor dem Flattern. Die Skimitte ist mit 77 mm nicht extrem breit, aber ein gutes Zwischenmaß, um spritzig auf der Piste zu carven, aber auch bei kleineren Ausflügen ins zerfahrene Gelände sicher zu greifen.

Blizzard Power X7 Ti

Das Pendant für die Frauen nennt sich Viva X8 Allmountain und ist ebenfalls ein sportlich geprägtes Modell. Die Konstruktion basiert auf einem hochsportlichen Pistenski, ist aber mit einer recht breiten Mitte von 81 mm plus dem Tip- und Tail-Rocker für leichteres Drehverhalten für Abstecher in den Tiefschnee geeignet. Und siehe da: Die Grenzen zwischen Piste und Powder sind so gut wie aufgehoben.

Blizzard Viva X8

Der Atomic Vantage 90 CTI ist ein High-Performance-Pistenski, der dank dem Allmountain-Rocker in jedem Gelände ein gutes Fahrgefühl vermittelt. Die überarbeiteten Modelle der Vantage-Serie gehören zu den progressiven Allmountain-Ski von Atomic. Das sehr leichte und stabile Carbon Tank Mesh und die Titanium Backbone 2.0-Konstruktion, die sich über die gesamte Länge des Skis zieht, macht ihn kräftig, stabil und dennoch sehr leicht. Den ordentlichen Kantengriff liefert die sogenannte Firewall, die extrahohen Seitenwangen, womit auch harte Pisten kein Problem sein dürften.

Atomic Vantage 90 CTI
Atomic Vantage 90 CTI W

Leicht und kraftvoll ist auch das gleichnamige Damenmodell Vantage 90 CTI W. Mit dem stabilen Carbon Tank Mesh, der Titanium Backbone 2.0-Konstruktion und der genannten Firewall ist er ebenso high-end aufgestellt wie das Herrenmodell. Einzig der Holzkern ist noch leichter und der Allmountain-Rocker macht das Kurven noch angenehmer – Laufruhe inklusive.

Egal welcher Untergrund – der Atomic Vantage macht es mit.© Atomic – Mickey Ross

Fischer nennt sein Allmountain-Modell ein „Universal-Genie“, da es Fahrspaß beim Pistencruisen, bei hohem Tempo und im Gelände bietet. Dieser Spitzname trifft es also recht gut, denn der Allmountain-Rocker sowie die breite Taille lassen den Ski überall schön aufschwimmen. Dank der speziellen „Air-Tec“-Fräsung der Titanal-Begurtung wird der Motive außerdem noch leichter. Das Modell gibt es mit den drei Mittelbreiten 95, 86 und 80 mm, die sich in Kombination mit der kürzeren Kontaktlänge und der gerockerten Alpinschaufel bestens für On- und Off-Piste eignen. Harmonische Schwungeinleitung ohne Verschneiden und mehr Drehfreudigkeit zeichnen dieses Modell zusätzlich aus.

Fischer Motive 86 Ti

Auch Nordica konstruiert „rassige Allmountain-Ski“ für alle Bedingungen am Berg. Den Frauen verhilft die Belle-Serie zu sportlichen aber auch gemütlichen Abfahrten. Wie so oft bei Damenskiern ist die Konstruktion betont leichtgewichtig geraten. Der Kern besteht aus leichtem und gleichzeitig festem Balsaholz-Verbund, der in Sandwich-Bauweise übereinander geschichtet ist. Balsa ist das leichteste Hartholz der Welt, so ist auch der Ski um einiges leichter als einer mit Metall-Innenleben. Die Belle-Serie gehört sogar zu den leichtesten Alpin-Skiern auf dem Markt. Dazu sind sie noch nachhaltig produziert und mit dem Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) versehen.

Nordica Belle to Belle EVO

Technisch sind beim Belle vor allem der harmonisch-weiche Flex und der CamRock zu erwähnen, eine Mischung aus Camber- und Rocker-Vorspannung. Der übliche Kontaktpunkt von der Spitze wird um rund ein Viertel weiter zurückgezogen. Die Schaufel ist so leicht aufgebogen, während die klassische Vorspannung in der Skimitte betont wird. Die Serie umfasst vier Modelle mit 78, 88, 98 und sogar fetten 105 mm Mittelbreite. All das führt zu schönem Auftrieb im Tiefschnee und leichterem Drehvermögen auf weichem Untergrund auch bei höherer Geschwindigkeit. Zu den technischen Features kommt außerdem ein – wie wir finden – sehr schönes Design: Dank des durchsichtigen Top-Sheet schimmert das Balsaholz durch, dazu eine mintgrüne Schaufel und weiße Akzente. Eben einfach „belle“.

Für den Amphibio 16 Ti2 Fusion hat der slowenische Hersteller Elan seine bewährte Amphibio-Technologie (Camber und Rocker) weiterentwickelt. Sie ist nun, wenn man so will, vierdimensional. Die 4D-Technologie beinhaltet entsprechend vier Elemente: einen Rocker auf der Außenkante für leichtes Drehen, die klassische Camber-Vorspannung auf der Innenkante für maximalen Kantenhalt, dazu nach außen gewölbte (konvexe) Titanium-Einlagen für präzise Schwungeinleitung vor der Bindung und nach innen gewölbte (konkave) Titanium-Einlagen für harmonische Schwungausleitung hinter der Bindung. Schaut man von oben auf den Ski, lässt sich diese Geometrie auch auf der Oberfläche gut erkennen. Damit werden rund 30 Prozent der Vibrationen beim Fahren geschluckt und der Ski läuft extrem ruhig.

Elan Amphibio 16 Ti2 Fusion

Dazu spielt auch bei Elan die Gewichtsreduktion eine Rolle. Der neue Carver ist ca. 10 Prozent leichter als das Vorgängermodell. Die Mittelbreiten liegen bei 73 und 88 mm, sodass die Skier auch beim moderaten Geländespaß eine gute Figur machen. Je nach sportlichem Anspruch und Können sind sie mit unterschiedlichen Materialien versehen. Zum Beispiel ist eine Kombination aus doppelter Titan-Einlage und Carbon primär für spritziges Pistencarven ausgelegt. Das Damenmodell Insomnia Fusion bietet wie so oft die gleiche Performance wie das Herrenmodell, nur mit leichterem Skikern, der aus speziellen Holzarten oder Holzmischungen besteht. Wir erinnern uns an die Damenhandtasche bei den Allroundern.

Elan Insomnia Fusion

Fortgeschrittenen Skifahrerinnen empfiehlt Stöckli für den Allmountain-Bereich einen ganz besonderen Allrounder. Der Otwo Motion aus der Spirit-Serie ist ein nachhaltig produzierter und ausgewogener Ski mit guter Performance und ordentlich Style. Die natürlichen Materialien wie Seitenwangen aus Bambus, ein Kombikern aus Salbei und Esche sowie Leinen als Glasfaser-Ersatz machen den Ski ökologisch vertretbar und gleichzeitig sehr leicht. Die tolle Leinenstruktur macht außerdem den besonderen Look der Skioberfläche aus. Mit seinem mittleren Radius wird der Otwo schön wendig, was vor allem dem sportlichen Fahren mit kurzen Schwüngen zugutekommt. Dennoch sind auch Tiefschneefahrten absolut machbar mit diesem vielseitigen Damenski.

Stöckli Spirit OTWO-Motion

Die zentralen Technik-Themen von Völkl der vergangenen Jahre waren ebenfalls Leichtbau, darüber hinaus natürlich der Rocker sowie die Spezialitäten UVO und 3D.Ridge. All das vereinen die neuen RTM-Modelle, die ab dem Winter 2015/16 auch mit der UVO-Dämpfung ausgestattet sind. Die beiden Varianten 84 UVO und 86 UVO sind mit allen technischen Finessen versehen, die der deutsche Hersteller aktuell zu bieten hat. Damit die Skier auch zu ordentlichen Allmountain-Modellen werden, besitzen sie außerdem den XTD Tip & Tail-Rocker. Dieser verbindet traditionelle Vorspannung mit einem längeren Rockerverlauf. Damit läuft der RTM auf unterschiedlichem Terrain flüssig und stabil. Besonders der 84er stand im Vorfeld der Saison im Fokus, da er unter anderem durch das ausgeklügelte Einfügen der Marker-Skibindung in den Skikern einen ISPO-Award einheimste.

Völkl RTM 84 UVO

Das Allmountain-Modell Raw Instinct Ti Pro von Head zeichnet vor allem der spezielle Allride-Rocker aus: Eine Kombination aus 20 Prozent Rocker und 80 Prozent Camber macht ihn für Piste und Gelände tauglich. Der metallverstärkte Holzkern sorgt dazu für einen starken Rebound (Federung in der Kurve) und Agilität in der Spur. Aus dem Tennis-Portfolio von Head bekannt ist das superleichte und sehr stabile Graphen, welches bei Tennisschlägern bereits dem hochwertigen Carbon den Rang abläuft. Dieses Turbo-Material ist nun auch im Raw Instinct verbaut: die Graphene-Worldcup-Sandwich-Cap-Konstruktion macht den Ski bombenfest und gleichzeitig federleicht. Dieser Ski soll gute Skifahrer noch besser machen.

Head Raw Instinct Ti Pro

Außen hart und innen ganz weich – so in etwa lässt sich die neue Konstruktion des iKonic 85 TI von K2 beschreiben. Technisches Highlight hier ist die namensgebende Konic-Technologie, bei der die Seitenbereiche des leichten Paulownia-Espe-Kerns mit Metal-Laminat verstärkt wurden – und zwar in konischer Form. Der Ski dreht so mit 15 Prozent weniger Schwunggewicht in die Kurve und liegt gleichzeitig schön stabil auf der Kante. Diese neueste Variante ist laut Hersteller die High-End-Version der Konic-Technologie. Das Resultat ist ein kraftvoll über die Piste gleitender Ski, der mit seinem All-Terrain-Rocker auch den Geländepart bestens meistert.

K2 KONIC 85 TI

Für die Frauen hat K2 die bewährte Luv-Serie aufgestockt. Der neue Luv Struck 80 ist mit einem besonders leichten BioFlex-Kern aus Espen-, Paulownia- und Bambusholz sowie Luftkanälen durch den gesamten Ski versehen. Dieser sogenannte Channel Light Core sorgt für einen leichten und flexiblen Ski, der jedoch mit starken Kanten seine volle Spritzigkeit beibehält.

Der K2-Damenski Luv Struck 80 leuchtet in tollen Farben.© Mirja Geh

Salomon ist mit seiner X-Drive-Serie auch diesen Winter stark im Allmountain-Bereich aufgestellt. Der x-Drive 8.8 FS ist wahrlich für jede Gelegenheit offen. Die leichte Honey-Comb-Schaufel, der All-Terrain-Rocker 2.0 und das Stabilisator-Material an den Kontaktpunkten des Rockers geben ihm Laufruhe, Biss auf der Kante, ausgeglichene Carvingschwünge auf der Piste und zugleich Auftrieb im tiefen Schnee.

Weitere Ski-Kategorien: Allround Freeride

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