Sie fliegen wieder: Bald startet die Vierschanzentournee

29. November 2013 - Nina Vogt

Schaffen die Österreicher den 6. Sieg in Folge? Und schafft es Gregor Schlierenzauer, Geschichte zu schreiben und den 3. Gesamtsieg in Folge einzufahren? Wie werden sich die deutschen Talente rund um Severin Freund, Richard Freitag und Andreas Wellinger schlagen? Fragen, auf die wir bald Antworten haben werden. Denn es sind nur noch rund 4 Wochen bis zum Start der 62. Vierschanzentournee. Bis zu den Wettbewerben rund um Neujahr, die seit 1953 nicht nur die Skisprung-Elite, sondern auch tausende Wintersportbegeisterte nach Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen locken.

Auf den Spuren von Legenden wie dem Norweger Björn Wikola, der mit 10 Einzelsiegen und 3 Gesamtsiegen die ewige Bestenliste anführt, begeben sich die Sportler ab dem 29. Dezember wieder in die Lüfte. Die erste Station ist traditionell Oberstdorf. Es folgt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Am 4. Januar ist Innsbruck dran, das Finale findet am 6. Januar in Bischofshofen statt.

Für Wintersportbegeisterte sind alle 4 Stationen der Vierschanzentour wie geschaffen. Denn neben dem Spektakel, das sie rund um die Wettbewerbe erleben, eröffnet sich ihnen in bzw. rund um jeden Austragungsort auch mindestens ein Top-Skigebiet.

© Skisport- und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf

Oberstdorf

Die Große Schattenbergschanze ist eine der bedeutendsten Skisprungschanzen der Welt, ist seit 1973 eine der 5 WM-Schanzen, auf der im regelmäßigen Rhythmus die Weltmeisterschaften stattfinden. Jedes Jahr versammeln sich hier rund 30.000 Fans, wenn in der Erdinger Arena Ende Dezember die Vierschanzentournee eröffnet wird. Die Daten der Schanze: 140 m Gesamthöhe, 105,5 m Anlauflänge. Doch Oberstdorf ist nicht nur für seine Skisprungschanze bekannt, sondern als eines der bedeutendsten deutschen Wintersportzentren. Und so gruppieren sich rund um den „südlichsten Fleck Deutschlands“ auch gleich mehrere Skigebiete. 128 Pistenkilometer ergibt das insgesamt in der Zwei-Länder-Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal. Dazu gehören die Skigebiete Fellhorn-Kanzelwand, Söllereck, Walmendingerhorn, Ifen und die Heuberg Arena. Am Nebelhorn liegt übrigens auch die längste Talabfahrt Deutschlands mit 7,5 km Länge.

© Markt Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen

Sie ist schön, elegant und ein neues Wahrzeichen der Stadt: Im Winter 2007/2008 löste der moderne Neubau der Großen Olympiaschanze die bisherige Olympiaschanze ab, die im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen gebaut worden war. Rund 30.000 Zuschauer zieht es jedes Jahr zu Neujahr hierhin. Die Daten der Schanze: 149 m Gesamthöhe, 103,5 m Anlauflänge. Mit der Lage zu Füßen des höchsten Berges Deutschlands, der Zugspitze (2.962 m), ist Garmisch-Partenkirchen Deutschlands Wintersportort Nr. 1. Neben der Vierschanzentournee fanden hier bereits olympische Winterspiele und die Ski-WM (2011) statt. Wintersportler haben die Wahl: Zwischen dem Gletscherskigebiet an der Zugspitze und dem Gebiet „Garmisch-Classic“, das sich auf Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze verteilt. Ein Highlight: die legendäre Kandahar-Abfahrt am Kreuzeck.

© Innsbruck Tourismus

Innsbruck

Mit ihrem futuristisch gestalteten Anlaufturm ist die Bergisel-Schanze von Innsbruck seit ihrer Modernisierung 2002 noch mehr zu einem Hingucker geworden. Eine Besonderheit ist hier wegen der Nähe zur Stadt aber vor allem der Ausblick auf Innsbruck und die umliegende Gebirgswelt. Die Daten: 130 m Gesamthöhe, 98 m Anlauflänge. Den Schanzenrekord von 134,5 m stellte übrigens Sven Hannawald 2002 auf. Innsbruck gilt als „Hauptstadt der Alpen“. Die Metropole war als einzige Stadt bereits dreimal Austragungsort von olympischen Winterspielen (1964, 1976 und Jugendspiele 2012). 9 Skigebiete bilden die Olympia SkiWorld Innsbruck. Alle sind sie von Innsbruck aus schnell mit dem kostenlosen Skibus zu erreichen. Dabei liegen die Nordkettenbahnen und der Patscherkofel mit der olympischen Herrenabfahrtspiste direkt in Stadtnähe. Hinzu kommen Axamer Lizum, Muttereralm, Kühtai, Rangger Köpfl, Glungezer, Schlick 2000 und mit dem Stubaier Gletscher das größte Gletscherskigebiet Österreichs.

Bischofshofen

Die Paul-Außerleiner-Schanze ist nach dem österreichischen Skispringer benannt, der 1952 hier so schwer stürzte, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Sie ist eine der größten Schanzen im FIS-Weltcup. Ihre Daten: 132,5 m Gesamthöhe und 125 m Anlauflänge. Bischofshofen, die „Stadt mit Schwung“, liegt inmitten der Welt von Ski amadé. Nur wenige Kilometer sind es bis nach St. Johann/Alpendorf und nach Mühlbach am Hochkönig. Bei guten Schneeverhältnissen fährt man auf der 8 km langen Skitourenabfahrt „Knappensteig“ sogar bis nach Bischofshofen ab. Auch nach Flachau oder Großarl ist es nicht weit.

Da bleibt nur zu sagen: Nichts wie hin!

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