Freeride-Spektakel der Extraklasse: Am 4. April startet das Derby de la Meije

7. März 2014 - Nina Vogt

La Grave – bei vielen Wintersportlern mag es jetzt nicht klingeln. Freeride-Fans jedoch bekommen glänzende Augen. La Grave mag zwar nur ein 500-Einwohner-Dorf in den französischen Alpen sein, doch in der Freeride-Szene ist sein Name dafür ein ganz großer. Denn über dem Dorf thront die Meije (3.983 m). Nur einige wenige Lifte führen vom Tal aus auf  rund 3.500 m hoch. Nur ein kleines präpariertes Pistenareal gibt es. Der Rest ist endloses Backcountry. Ein Tiefschneeparadies, ein Kultspot in der Szene, eine der längsten Tiefschneeabfahrten Europas.

© Jerome Wilm

Einmal im Jahr werden La Grave und sein Hausberg zum Treffpunkt der internationalen Freeride-Szene. Dann herrscht in dem kleinen verschlafenen Dorf eine Woche lang Ausnahmezustand. Rund 1.000 Teilnehmer sind es, die sich jährlich beim „Derby de la Meije“, einem der größten Freeride-Events in Europa, die Powder-Hänge hinunterstürzen. Seit 1989. Das diesjährige Derby ist bereits die 26. Auflage – es findet vom 2. bis 4. April statt. Das eigentliche Rennen ist für den 4. April angesetzt. Die Regeln sind wenige und simpel. Die Teilnehmer starten am Dôme de la Lauze in 3.550 m Höhe. Die Zielflagge befindet sich auf rund 1.450 m Höhe. Die Teilnehmer legen damit 2.100 Höhenmeter zurück.

© Derby de la Meije

Diese Strecke gilt es zu bewältigen. Wie? Das ist den Teilnehmern freigestellt. Denn Sie dürfen sowohl ihr Fortbewegungsmittel – von Skiern über Snowboard, Telemark und Monoski bis hin zu Snowbikes und ähnlichem – als auch die Linie wählen, die sie ins Ziel führt. Nur 2 Passagen des Kultspots sind ausgeschlossen. Gestartet wird in Gruppen von 10 Leuten. Antreten können die Freerider sowohl alleine als auch in Dreier-Teams (mit mindestens einer Frau). Auch verkleidete Rider sind willkommen und bilden jedes Jahr die optischen Highlights auf der Naturpiste. Nur ein Mindestalter, das gibt es: Unter 16 Jahren geht nichts in La Grave. Zudem muss den Organisatoren ein ärztliches Attest über die Eignung für dieses Rennen vorgelegt werden. Und: Für Rennteilnehmer besteht natürlich Helmpflicht!

© Derby de la Meije

Natürlich gibt es für die schnellsten Teilnehmer und Teilnehmerinnen Preise (500 Euro für Einzelkämpfer und bis zu 900 Euro für Teams). Doch eigentlich geht es beim Derby de la Meije vor allem um eines: um den Spaß! Und ums Runterkommen. Denn unten im Dorf erwartet die Teilnehmer ein großes Rahmenprogramm. Mit einem gemeinsamen Essen, Programm auf der Straße und Live-Konzerten von französischen Bands in den kleinen Kneipen des Ortes. Gemeinsam feiert man den Abschluss der Wintersaison. Aber auch um das Thema Sicherheit kümmern sich die Organisatoren. Sie bieten nicht nur Workshops zu entsprechenden Themen an, sondern jeder Teilnehmer muss auch ein Recco-Rettungssystem bei sich tragen.

Egal ob als Teilnehmer oder nur als Zuschauer. Ein Spektakel ist das Derby de la Meije allemal!

© Derby de la Meije
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