Skiatlas Sterzing
Nur knapp eine halbe Stunde von Innsbruck entfernt liegt das Wipptal. Oft verkannt, hat sich in dem ruhigen Tal eine erstaunliche Gastronomie entwickelt. Während sich der Transitverkehr über die hochgelegene Brennerautobahn quält, laden unten im Tal zwei kleine, aber feine Skigebiete zur Unterbrechung der Reise ein.
Das schmucke Städtchen Matrei bildet den Eingang - von Norden kommend - ins Wipptal. Schon 1000 v. C. siedelten die Römer an dieser strategischen Stelle. Bis ins 13. Jahrhundert gehen die Wurzeln des heutigen Matrei zurück. Noch heute zeugen die prachtvollen Bürgerhäuser von der früheren Bedeutung des Marktes an der Brennerstraße. Gar prächtig sind sie anzusehen, kunstvoll und reich mit Fassadengemälden geschmückt. Heute gewinnen Matrei und die anderen Orte im Tal ihr Einkommen aus dem Tourismus. Schmucke Hotels und Pensionen bieten Unterkünfte in allen Preis- und Komfortklassen. Steinach hat sich als Zentrum des Wintersportes entwickelt. In Gries ist die höchste Dichte von Restaurants, Cafes und Almen mit heimischer Küche anzutreffen. Das seitlich gelegene Gschnitztal kann in den Örtchen Trins und Gschnitz auch jeweils mit einem Lift aufwarten.
Pisten
Das Skigebiet von Steinach, die Bergeralm, erreichen die Skifahrer flott mit der Kabinenbahn. Die immerhin sechs Kilometer lange Abfahrt vom Nößlachjoch bis zur Talstation fordert auch den geübten Skifahrer. Wem es tagsüber noch nicht zuviel wurde, der kann sich nachts bei Flutlicht auf Tirols längster beleuchteter Abfahrt beweisen. Deutlich kürzer sind die Abfahrten in Gries auf der Sattelalm. Anfänger werden sich eher hier wohl fühlen oder gleich die kurzen Übungslifte ins Geschnitz und Trins bevorzugen.
Loipen
Langläufer werden sicherlich die Loipe von Trins bevorzugen, führt sie doch ins landschaftlich wunderschöne Gschnitztal. Aber auch die verschiedenen Höhenloipen haben ihre Reize. So gibt es für die Freunde der nordischen Disziplin einiges an Loipenkilometern zu bewältigen. Auch Anhänger des Skating-Stils kommen hier auf ihre Kosten.
Après Ski und mehr
Das landschaftlich reizvolle Tal bietet für jeden Geschmack etwas: Geführte Wanderungen, Rodelbahnen, Eislaufen Eisstockschiessen oder eine romantische Pferdeschlittenfahrt durch die unberührten Natur. Abends trifft man sich in einem der zahlreichen Gasthäuser, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon zu Römerzeiten war der Brenner einer der Hauptübergänge in den Alpen. Im Wipptal erholten sich die Reisenden von den Strapazen der WEgstrecke. Schon seit Urzeiten wird im Trioler Wipptal Gastlichkeit und eine bodenständige Kultur großgeschrieben.
Quelle: www.adac-skiguide.de